Lehrerausbildung Vom Uni-Seminar ins Klassenzimmer
Pädagogische Hochschulen in Baden-Württemberg, Staatsexamen in Bayern und Bachelor in Berlin: Jedes Land schult seine Lehrer anders. Ein Überblick über die verschiedenen Wege ins Klassenzimmer
Pisa und der Bologna-Prozess sind schuld: In kaum einer anderen Disziplin gab es in den vergangenen Jahren so viele Veränderungen wie in der Ausbildung der Lehrer. Der Weg, der vom Seminar an der Uni vor die Klasse führt, war schon immer von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt – die neuen Bachelor-/Masterstrukturen haben die traditionelle Kleinstaaterei aber noch unübersichtlicher gemacht. Einige Länder haben bereits seit Jahren auf das neue gestufte Studiensystem umgestellt, andere wollen das Staatsexamen beibehalten, haben die Ausbildung aber trotzdem in Module gegliedert, und wieder andere fahren zweigleisig und kombinieren Bachelor/Master und Staatsexamen. Teils werden angehende Lehrer nicht nur von Land zu Land, sondern auch von Uni zu Uni und sogar von Lehramt zu Lehramt unterschiedlich ausgebildet. Studieninteressierte müssen sich also gut überlegen, welche Ausbildung zu ihren Vorstellungen passt.
Bei allem Durcheinander hat die Einführung des neuen Studiensystems aber auch Vorteile – vor allem für Unentschlossene, die sich mit den sogenannten polyvalenten Bachelorstudiengängen nach ihrem Abschluss nach sechs Semestern auch noch umorientieren können. Mit dem Bachelor darf man zwar nicht unterrichten, aber zum Beispiel als Lernassistent arbeiten und etwa lernschwache Schüler fördern. Und wer sich doch gegen das Klassenzimmer entscheidet, kann an den Bachelor auch noch einen anderen, fachfremden Master und nicht den Master of Education anschließen. Allerdings kritisieren Experten, dass manche Universitäten das Etikett Polyvalenz recht großzügig auslegen, weil die meisten lehramtsbezogenen Bachelor schon erziehungswissenschaftliche Anteile enthalten. Abiturienten sollten sich also auch hier vorher darüber klar werden, wie sicher sie sich sind und wie breitgefächert ihr Bachelor daher sein sollte.
Wer nach dem Bachelor Lehrer werden will, muss noch einen Master anschließen. Alle Absolventen – egal, ob mit Staatsexamen oder Mastertitel – gehen dann in den Vorbereitungsdienst, das Referendariat, und machen danach das Zweite Staatsexamen. Unabhängig vom späteren Titel, müssen sich Abiturienten oft schon vorher für eine Schulart entscheiden: Gymnasium oder Grundschule? Realschule, Hauptschule, Berufs- oder Sonderschule? Je nach späterer Schulart werden oft unterschiedliche Studiengänge mit verschiedenen Anforderungen angeboten. Wichtig ist daher, sich an der jeweiligen Universität über die Studieninhalte der einzelnen Studiengänge zu informieren, etwa auf den Internetseiten der Hochschulen. Einen ersten Überblick über die derzeitigen Regelungen der einzelnen Bundesländer bietet der folgende Text. (Stand April 2009)
Baden-Württemberg ist ein Sonderfall: Es ist das einzige Bundesland, in dem es noch Pädagogische Hochschulen (PH) gibt, an denen die Mehrzahl der Lehrer studiert. Wer sich für ein Lehramtsstudium interessiert, muss sich hier zunächst für eine Schulart entscheiden: Es gibt das Studium für das Lehramt an Gymnasien, Grund- und Haupt-, Real-, Sonder- und beruflichen Schulen – wer nicht Gymnasial- oder Berufsschullehrer werden will, besucht eine Pädagogische Hochschule. Dort wählen angehende Grund- oder Hauptschullehrer zunächst eine Schulart als Schwerpunkt. Die Regelstudienzeit beträgt zumeist sechs Semester, im Grundstudium werden Deutsch, Mathematik, ein weiteres frei wählbares Fach und Erziehungswissenschaften studiert. Im Hauptstudium entscheiden sich die Studenten für ein Hauptfach und zwei weitere Fächer aus einem Fächerverbund (im Verbund Sprachen etwa Englisch und Französisch). Achtung: Deutsch oder Mathematik und das im Grundstudium studierte zusätzliche Fach müssen in der Fächerkombination enthalten sein; bei der Bewerbung um einen Studienplatz gibt man daher bereits drei Fächer an. Künftige Realschullehrer studieren im Regelfall sieben Semester, im Grundstudium werden drei Fächer belegt (eines muss Deutsch, Englisch, Französisch oder Mathe sein). Im Hauptstudium studiert man ein Hauptfach und zwei Fächer aus einem Fächerverbund. Wer später an einem Gymnasium unterrichten möchte, geht für meist zehn Semester an die Universität und schreibt sich meist für zwei Hauptfächer ein; bei manchen Fächerverbindungen müssen allerdings drei studiert werden. Alle Lehramtsstudiengänge umfassen neben den Fächern und ihren Didaktiken Pädagogische Studien und eine in der Regel dreimonatige schulpraktische Ausbildung. Am Ende des Studiums steht das Erste Staatsexamen. Baden-Württemberg hält daran fest, hat die Lehramtsstudiengänge aber in Module gegliedert. Eine Ausnahme sind die Berufsschullehrer: Sie verlassen die Uni mit dem Diplom oder die FH beziehungsweise PH mit Bachelor und Master. Danach folgt in allen Lehrämtern ein 18-monatiger Vorbereitungsdienst an.
Weitere Informationen: www.km-bw.de »
Die Ausbildung zum Lehrer in Bayern orientiert sich an den Schularten, man wird von Anfang an zum Beispiel Hauptschul- oder Gymnasiallehrer. Das Studium eines Grundschullehrers umfasst einen erziehungswissenschaftlichen Teil, Didaktik der Grundschule und ein Unterrichtsfach. Wer Lehrer an einer Hauptschule werden möchte, studiert ebenfalls Erziehungswissenschaften, hinzu kommen Didaktiken einer Fächergruppe der Hauptschule und ein Unterrichtsfach (zum Beispiel Arbeitslehre, Physik oder Geschichte). Spätere Real- und Gymnasiallehrer belegen neben Erziehungswissenschaften zwei Fächer, wobei hier teils bestimmte Kombinationen vorgegeben sind (beispielsweise muss Chemie mit Biologie, Mathematik oder Physik gekoppelt werden). Obligatorisch für alle Studiengänge sind Praktika, die teils schon vor Studienbeginn absolviert werden. Die Lehrerausbildung in Bayern ist derzeit großen Veränderungen unterworfen: Das Studium wird modularisiert, der Freistaat hält jedoch an der Ersten Staatsprüfung fest – zumindest als Teil der künftigen Ersten Lehramtsprüfung, die sich aus einer Prüfung durch die Universität und einer weiteren staatlichen Prüfung zusammensetzt. Spätestens bis 2010 soll die Umstellung an allen bayerischen Unis abgeschlossen sein. Einige Universitäten entwickeln aber auch Studiengänge, die sowohl zur Ersten Staatsprüfung wie auch zu Bachelor und Master führen. Modellversuche laufen in Eichstätt, Bayreuth, Erlangen-Nürnberg, Passau und an der TU München. In Eichstätt etwa bietet das Programm Lehramt Plus die Möglichkeit, entweder mit der Ersten Lehramtsprüfung abzuschließen oder für eine Tätigkeit außerhalb der Schule mit Bachelor oder Master. Darüber hinaus können auch Studenten innerhalb der Bachelor-/Masterstruktur das Staatsexamen ablegen. In der Ausbildung für Berufsschullehrer gilt eine Sonderregelung: Hier verzichtet der Freistaat auf das Staatsexamen und will bis zum Wintersemester 2009/10 ganz auf Bachelor und Master umstellen. Abgesehen davon bleibt aber die Erste Staatsprüfung Voraussetzung für den Zugang zum zweijährigen Referendariat, das mit der Zweiten Staatsprüfung abschließt.
Weitere Informationen: www.stmuk.bayern.de »
In Berlin werden lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengänge seit dem Wintersemester 2004/05 angeboten. Im Bachelorstudium studieren angehende Lehrer zunächst drei Jahre lang zwei Unterrichtsfächer und Berufswissenschaften, die Erziehungswissenschaft und die Didaktiken der jeweiligen Fächer umfassen. Die im Bachelorstudium gewählte Fächerkombination ist entscheidend dafür, ob ein Master of Education angeschlossen werden kann und für welches Lehramt dieser qualifiziert. Wer etwa Grund- oder Sonderschullehrer werden möchte, wählt im Erstfach Grund- oder Sonderschulpädagogik und dazu ein Unterrichtsfach. Und wer später an einem Gymnasium Physik unterrichten möchte, muss Mathematik dazu wählen. Wer sich nach dem Bachelor sicher ist, Lehrer werden zu wollen, legt sich im Master endgültig auf eine Schulart fest: Studenten, die Lehrer in den Klassenstufen 1 bis 10 sein möchten, hängen einen einjährigen, berufswissenschaftlich geprägten Masterstudiengang an, in dem das zweite Fach vertieft wird. Angehende Sonderschullehrer belegen einen dreisemestrigen Master. Für die Klassenstufen 7 bis 13 und berufsbildende Schulen braucht es vier Semester bis zum Mastergrad, der der Ersten Staatsprüfung gleichgestellt ist. Daran an schließen sich der Vorbereitungsdienst, der für die Klassen 1 bis 10 12 Monate und für die höheren Klassen 24 Monate dauert. Dann folgt die Zweite Staatsprüfung. Für Bachelor-Absolventen, die es nach dem Abschluss nicht ins Klassenzimmer zieht, gibt es in Berlin das Berufsfeld des Lernassistenten, der zum Beispiel Fördergruppen betreut und Verwaltungstätigkeiten in der Schule übernimmt. Derzeit ist allerdings noch unklar, ob der staatliche Schuldienst entsprechende Stellen überhaupt einrichten kann – ein Berufsziel für Studieninteressierte kann der Lernassistent also nicht sein.
Weitere Informationen: www.berlin.de/sen/bildung »
In Brandenburg wird das Lehramtsstudium ausschließlich an der Universität Potsdam angeboten, die seit dem Wintersemester 2004/05 auf das Bachelor-/Mastersystem umgestellt hat. Dort werden Lehrer für Gymnasien (Regelstudienzeit zehn Semester) und für das Lehramt Primarstufe und Sekundarstufe I an allgemeinbildenden Schulen (Regelstudienzeit neun Semester) ausgebildet. Angehende Gymnasiallehrer studieren zwei wissenschaftliche oder künstlerische Fächer einschließlich ihrer Fachdidaktiken sowie Erziehungswissenschaften. Künftige Sekundarschullehrer belegen einen stufenübergreifenden Bachelor mit zwei Fächern, Erziehungswissenschaften und dem sogenannten primarstufenspezifischen Bereich, der etwa Grundschulpädagogik und Soziales Lernen umfasst. Grundschullehrer schreiben sich in denselben Bachelorstudiengang ein, haben jedoch ein Hauptfach und zwei Nebenfächer. Außerdem sind in beiden Studienabschnitten verschiedene schulpraktische Studien zu absolvieren, zu denen im Masterstudium ein ganzes Praxissemester gehört. Die Studiengänge schließen mit dem Master of Education ab, der der Ersten Staatsprüfung gleichgestellt ist. Danach folgt das Referendariat, das 24 Monate dauert und mit der Zweiten Staatsprüfung abschließt. Die Schulpraktika werden auf die Dauer des Vorbereitungsdienstes mit maximal sechs Monaten angerechnet, sodass er auf bis zu 18 Monate verkürzt werden kann. Eine weitere Straffung auf zwölf Monate Minimum ist aber möglich, wenn zum Beispiel zusätzliche Unterrichtstätigkeit an Schulen nachgewiesen werden kann. Das Referendariat setzt sich zusammen aus der Ausbildung an einem Studienseminar des Landesinstituts für Lehrerbildung und der praktischen Ausbildung an einer brandenburgischen Schule.
Weitere Informationen: www.mbjs.brandenburg.de »
Die Universität Bremen hat zum Wintersemester 2005/2006 die Lehrerausbildung auf das Bachelor-/Mastersystem umgestellt. Studienanfänger können etwa zwischen einem Bachelor-Studiengang Fachbezogene Bildungswissenschaft für Grundschulen (1. bis 4. Klasse) und für Sekundarschulen (5. bis 10. Klasse) wählen, in denen zwei Fächer gleichberechtigt belegt werden. Grundschullehrer wählen zwischen Elementarmathematik und Deutsch; bei Sekundarlehrern muss ein Fach Arbeitsorientierte Bildung, Deutsch, Elementarmathematik, eine Fremdsprache (Englisch, Französisch, Spanisch) oder Physik sein. Wer an einem Gymnasium, in den oberen Klassen einer Gesamtschule oder an einer Berufsschule unterrichten möchte, studiert zwei Unterrichtsfächer als Haupt- und Nebenfach. Deutsch, Mathematik, eine Fremdsprache (Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch), Musik oder eine Naturwissenschaft (Biologie, Chemie, Physik) sind Voraussetzung für die Zulassung zum Lehramts-Master. Je nach Schulart sind 50 bis 75 Prozent des Bachelorstudiums den jeweiligen Fächern gewidmet. Hinzu kommt der sogenannte Professionalisierungsbereich mit erziehungswissenschaftlichen, fachdidaktischen und schulbezogenen Studienanteilen. Wer merkt, dass er doch nicht Lehrer werden will, kann daneben die so genannten general studies belegen: Hier können Studenten Fremdsprachenkenntnisse und berufsvorbereitende Qualifikationen für den außerschulischen Bereich erwerben und so nach dem Bachelorabschluss durch das Studium zweier Fächer auch noch eine andere Laufbahn einschlagen. Der Bachelor dauert im Regelfall sechs Semester. Künftige Grund-, Sekundar- und Gesamtschullehrer für die Klassen 5 bis 10 schließen ein zweisemestriges, Berufs-, Gymnasial- und Gesamtschullehrer für die Klassen 5 bis 13 ein viersemestriges Masterstudium an. Eine Ausweitung des Masterstudiums auf vier Semester für alle Schularten ist derzeit jedoch in der Diskussion. In jedem Fall folgt auf den Master of Education ein 18-monatiges Referendariat, das mit dem Zweiten Staatsexamen abschließt.
Weitere Informationen: http://www.zfl.uni-bremen.de/cms/ »
In Hamburg werden Lehrerinnen und Lehrer seit dem Wintersemester 2007/08 in konsekutiven Bachelor- und Masterstudiengängen ausgebildet. An der Uni der Hansestadt werden Studiengänge mit dem Berufsziel Lehrer für die Primarstufe und die Sekundarstufe I, für das Gymnasium, für Berufs- und für Sonderschulen angeboten. In den jeweils sechssemestrigen Bachelorstudiengängen studieren die angehenden Lehrer zwei Fächer und Erziehungswissenschaften; durch dieses obligatorische Studienfach und zwei schulische Praktika findet bereits eine erste Ausrichtung auf den Lehrerberuf statt. Nach dem Bachelor ist es aber auch möglich, durch einen fachspezifischen Masterstudiengang noch auf ein anderes Berufsziel umzusatteln. Die schulartspezifischen Masterstudiengänge für alle in Hamburg angebotenen Lehrämter, die ab dem Wintersemester 2011/2012 angeboten werden sollen, umfassen vier Semester. Gemeinsam ist ihnen eine starke Ausrichtung auf die Erfordernisse des Berufsfelds Schule. Das soll vor allem durch eine Praxisphase im Umfang eines Semesters während des Masters erreicht werden, in der die Studenten von der Uni und vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung betreut werden. Nach der Masterprüfung steht anderthalbjähriges Referendariat an. Hamburg bietet Junglehrern danach noch eine begleitete Berufseingangsphase in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung an. Außerdem sind verpflichtende Fortbildungseinheiten während des gesamten Berufslebens vorgesehen.
Weitere Informationen: www.zlh-hamburg.de »
In Hessen ist das Lehramtsstudium an Schulformen ausgerichtet. Studieninteressierte können wählen zwischen dem Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen, Gymnasien, beruflichen Schulen und Förderschulen. Das Studium schließt in der Regel mit der Ersten Staatsprüfung ab, es folgt ein zweijähriges Referendariat und die Zweite Staatsprüfung. Das Staatsexamen als Abschluss soll in Hessen beibehalten werden, die Studiengänge sind jedoch seit dem Wintersemester 2005/06 modularisiert. Eine Ausnahme ist das berufliche Lehramt: Hier haben die TU Darmstadt, die Uni Kassel, die Uni Frankfurt am Main und seit dem Wintersemester 2008/09 auch die Uni Gießen auf sechssemestrige Bachelor- und viersemestrige Masterprogramme umgestellt. Der Master of Education ist der Ersten Staatsprüfung gleichgestellt und die Master-Absolventen sind nach dem anschließenden Vorbereitungsdienst zum Unterricht an beruflichen Schulen und beruflichen Gymnasien berechtigt. Für das Lehramt an Grundschulen ist die Regelstudienzeit sieben Semester; studiert werden die Fächer Deutsch, Mathematik, Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften, Didaktik der Grundschule, musisch-ästhetische Bildung und Bewegungserziehung. Ein weiteres Fach ist frei wählbar. Ebenfalls sieben Semester studiert, wer Haupt- oder Realschullehrer werden möchte. In diesem Studiengang wählt man zwei Fächer, die frei kombiniert werden können, dazu kommen Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaft. Für angehende Gymnasiallehrer beträgt die Regelstudienzeit neun Semester, in denen zwei Fächer und ebenfalls Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften studiert werden. Wichtig: In Hessen studieren künftige Lehrer zwar ein bestimmtes Lehramt, sie können später aber auch in einer anderen Schulart eingesetzt werden. So darf zum Beispiel ein Absolvent des Lehramtsstudiums Grundschule auch die Jahrgangsstufen fünf und sechs an Haupt- und Realschulen oder Gymnasien unterrichten.
Weitere Informationen: www.kultusministerium.hessen.de »
In Mecklenburg-Vorpommern kann man Lehramt an den Universitäten Rostock und Greifswald studieren. Ein Bachelor-/Master-Modellversuch wurde eingestellt, ein gestuftes Lehramtsstudium ist bis auf weiteres landesweit nicht vorgesehen. Das Studium ist zwar modularisiert, abgeschlossen wird aber mit dem Staatsexamen. Die künftigen Lehrer schreiben sich für neun Semester Regelstudienzeit direkt an der Uni ein – und zwar von Anfang an für eine bestimmte Schulart. Weil in Mecklenburg-Vorpommern seit einigen Jahren Haupt- und Realschulen in Regionalen Schulen zusammengefasst sind, sollen künftig auch die Lehramtsstrukturen entsprechend angepasst werden. Noch ist die Regelung aber folgende: Rostock bietet die Lehrämter für Grund- und Hauptschulen, Haupt- und Realschulen, Gymnasium und Sonderpädagogik an; in Greifswald kann man Gymnasial- und Lehrer für Haupt- und Realschulen werden. Studiert werden für das Lehramt an Gymnasien jeweils zwei frei wählbare Fächer. Für das Lehramt an Haupt- und Realschulen müssen in der Regel drei Fächer studiert werden: ein Haupt- (Deutsch, Englisch, Mathe oder Sport), ein Neben- und ein Beifach. Lehrer für Grund- und Hauptschulen studieren Grundschulpädagogik mit vier Lernbereichen wie etwa Deutsch und Mathe sowie für die Hauptschule relevante Fächer (ein neues plus ein Beifach oder zwei aus der Grundschule weitergeführte). Das Studium der Erziehungswissenschaft sowie ein Sozial- und zwei Schulpraktika sind obligatorisch. Eine Besonderheit in Mecklenburg-Vorpommern: Nach dem Staatsexamen kann man noch eine Erweiterungsprüfung für zusätzliche Fächer oder eine Aufbauprüfung für höhere Schularten machen. Nach einem zweijährigen Referendariat an einer Schule der gewählten Schulart folgt dann die Zweite Staatsprüfung.
Weitere Informationen: www.bildung-mv.de »
In Niedersachsen ist die Umstellung auf Bachelor und Master seit dem Wintersemester 2007/08 bereits abgeschlossen. Der sechssemestrige Bachelorstudiengang umfasst Fachwissenschaft und Fachdidaktik in zwei Fächern. Daneben gibt es einen Professionalisierungsbereich, der neben Lehrveranstaltungen in Bildungswissenschaften – also etwa in Pädagogik oder Psychologie – und Schulpraktika unter anderem auch Sprachkurse und Veranstaltungen in Bewerbungs- und Präsentationstechnik umfasst. So soll den Studenten die Möglichkeit gegeben werden, sich nach dem Bachelor auch für andere Karrierewege als für den Lehrerberuf zu entscheiden. In den Fachwissenschaften können die zukünftigen Unterrichtsfächer als Haupt- und Nebenfach studiert werden, möglich ist aber auch das Studium von zwei Fächern in gleichem Umfang. Erst nach dem Bachelorabschluss entscheiden sich die Studenten dann für eine Schulform: für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen, an Realschulen, an Gymnasien, an berufsbildenden Schulen oder für Sonderpädagogik. Für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen und an Realschulen dauert der Masterstudiengang zwei Semester, für die übrigen Schulformen vier Semester. Er schließt mit dem Master of Education ab. Danach folgt ein 18-monatiger Vorbereitungsdienst für alle Lehrämter.
Weitere Informationen: www.mk.niedersachsen.de »
Etwa die Hälfte der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen – Aachen, Duisburg-Essen, Köln, Paderborn und Siegen – bietet noch das Lehramtsstudium mit dem Ersten Staatsexamen an, das allerdings in Modulen organisiert ist. Von Anfang an müssen sich Studieninteressierte für eine Schulart entscheiden: Wer Lehramt für Grund-, Haupt- und Realschulen und die entsprechenden Jahrgangsstufen der Gesamtschulen sieben Semester lang studieren will, wählt entweder den Schwerpunkt Grundschule oder Sekundarstufe I. Ersterer umfasst die Fächer Deutsch und Mathematik (eines davon in Form der didaktischen Grundlagen des Faches) und ein weiteres Fach. Das Studium für die Sekundarstufe I besteht aus zwei Fächern und den didaktischen Grundlagen von Deutsch oder Mathematik. Angehende Gymnasial- und Gesamtschullehrer studieren in neun Semestern zwei Fächer, Berufsschullehrer Berufspädagogik sowie eine berufliche Fachrichtung und ein Unterrichtsfach. Die Unis Aachen und Paderborn bieten hier die Möglichkeit eines doppelt qualifizierenden Studiums, bei dem Berufsschullehrer auch den Diplom-Ingenieur erwerben können. Zu jedem Lehramtsstudium gehören neben Erziehungswissenschaften und Didaktik 14 Wochen schulpraktische Studien. Die anderen nordrhein-westfälischen Universitäten – Bielefeld, Bochum, Dortmund, Münster und Wuppertal – nehmen am Modellversuch „Gestufte Studiengänge in der Lehrerausbildung“ teil. Bis zum Bachelorabschluss dauert es sechs Semester, in denen zwei Fächer und Bildungswissenschaften studiert werden. Je nach Schulform wird ein einjähriger (Lehramt für Grund-, Haupt- und Real- und Gesamtschulen) beziehungsweise zweijähriger (Lehramt für Gymnasien, Berufskollegs, Förder- und Gesamtschulen) Masterstudiengang draufgesattelt. Der Master ist dem Ersten Staatsexamen gleichgestellt. Danach folgt für alle angehenden Lehrer ein zweijähriger Vorbereitungsdienst, der mit dem Zweiten Staatsexamen abschließt. Achtung: Die Studienplätze für angehende Grundschullehrer werden in NRW über die ZVS vergeben. Bis zum Studienjahr 2011/12 soll die Lehrerausbildung in NRW komplett auf gestufte Studiengänge mit einem dreijährigen Bachelor-Studium und einem zweijährigen Master für alle Lehrämter umgestellt werden. Der Vorbereitungsdienst soll ab 2011 zunächst auf 18 Monate verkürzt werden, eine weitere Kürzung steht voraussichtlich 2015 an.
Weitere Informationen: www.schulministerium.nrw.de/ZBL/ »
Rheinland-Pfalz geht einen Sonderweg: Hier hat man zwar die Lehrerausbildung auf das Bachelor-/Mastersystem umgestellt, hält jedoch trotzdem weiterhin am Staatsexamen fest – Lehramtsanwärter erwerben also zwei Abschlüsse, denn mit dem Master allein dürfen sie nicht unterrichten. Seit dem Wintersemester 2007/2008 beginnen alle Lehramtsstudenten in Koblenz-Landau und Kaiserslautern in einem Bachelorstudiengang, seit dem Wintersemester 2008/09 gilt dies auch für die Studienanfänger an den Universitäten Mainz und Trier. In einem so genannten dualen Studien- und Ausbildungskonzept sind während des Studiums regelmäßige Praxisphasen vorgesehen und die Studenten machen von Anfang an Schulpraktika in der jeweiligen Schulart. Nach wie vor müssen zwei Fächer studiert werden, hinzu kommen Studien in Bildungswissenschaften. Bis einschließlich des vierten Semesters ist das Studium noch schulartübergreifend, ab dem fünften Semester wählen die Studenten einen Schwerpunkt für Grund-, Haupt-, Realschule oder Gymnasium. Wer später am Gymnasium unterrichten möchte, hängt an den dreijährigen Bachelor einen zweijährigen Master an. Künftige Grund-, Haupt- und Realschullehrer studieren ein Jahr kürzer. In jedem Fall steht nach dem Studium an der Universität das Erste Staatsexamen an, in das die Studien- und Prüfungsleistungen aus dem Bachelor- und Masterstudium mit einem Gewicht von 80 Prozent einfließen. Der daran anschließende Vorbereitungsdienst wird unter Berücksichtigung der Praxisphasen während des Studiums auf 15 Monate verkürzt.
Weitere Informationen: www.mbwjk.rlp.de »
An der Universität des Saarlands in Saarbrücken gliedert sich das Lehramtsstudium in die Studiengänge Lehramt für berufliche Schulen, für Gymnasien und Gesamtschulen, für Real- und Gesamtschulen und für Haupt- und Gesamtschulen. Studiert werden zwei Unterrichtsfächer mit ihren Fachdidaktiken sowie Erziehungswissenschaften und Pädagogische Psychologie; hinzu kommen insgesamt fünf Schulpraktika. Zehn Semester bleibt man als angehender Berufs- und Gymnasiallehrer an der Uni, acht als Haupt- und Realschullehrer. Eine Besonderheit ist, dass die beiden Fächer, die nicht im Saarland angeboten werden – Arbeitslehre oder Sozialkunde – aufgrund eines Kooperationsvertrags in Rheinland-Pfalz studiert werden; das Studium ist dann gesplittet. Auch um Grundschullehrer oder Sonderpädagoge zu werden, muss man ins Nachbarbundesland ausweichen: Die nächstgelegene Ausbildungsstätte dafür ist die Universität Koblenz-Landau. Das Referendariat allerdings kann dann wieder im Saarland absolviert werden. Seit dem Wintersemester 2007/08 ist das Lehramtsstudium auch an der Universität des Saarlandes in Module untergliedert. Es wird aber trotzdem nach wie vor mit der Ersten Staatsprüfung, in die allerdings zu 80 Prozent die Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungen einfließen, abgeschlossen. Dann folgen das 18-monatige Referendariat und die Zweite Staatsprüfung.
Weitere Informationen: www.uni-saarland.de »
Wer in Sachsen Lehrer werden möchte, studiert an der Uni Leipzig oder an der TU Dresden. Die sächsischen Hochschulen haben die Lehramtsstudiengänge vollständig auf die Bachelor-/Masterstruktur umgestellt. Nachdem dies an der Uni Leipzig bereits seit dem Wintersemester 2006/07 der Fall ist, bietet seit dem Wintersemester 2007/08 auch die TU Dresden lehramtsbezogene Bachelorstudiengänge für das Unterrichten an allgemein- und berufsbildenden Schulen an. Der Bachelor an beiden Hochschulen beinhaltet zwei Kernfächer und Bildungswissenschaften. Fester Bestandteil sind außerdem integrierte Praxisphasen in Form von schulpraktischen Studien. Achtung: Für den Lehramtsbachelor in Leipzig ist ein phoniatrisches Gutachten, das die Belastbarkeit der Stimme bescheinigt, Voraussetzung für die Immatrikulation. Ebenfalls zu beachten gilt es, dass sich die Studenten bereits im eigentlich schulartübergreifenden Bachelor in Richtung einer bestimmten Schulform orientieren, sodass teils nur bestimmte Fächerkombinationen – bei der Ausrichtung Grundschule etwa müssen entweder Deutsch oder Sorbisch belegt werden – möglich sind. Nach dem dreijährigen Bachelorstudiengang, der die endgültige Entscheidung für den Lehrerberuf noch offen lässt, folgt ein zweijähriger schulartspezifischer Master. Die TU Dresden will Masterprogramme ab dem Wintersemester 2010/11 einrichten – allerdings nur für das Lehramt an Gymnasien und Berufsschulen. An der Uni Leipzig sollen Masterstudiengänge bereits ab dem Wintersemester 2009/10 für Grund-, Förder-, Mittelschulen und Gymnasien angeboten werden. Derzeit ist laut sächsischem Kultusministerium geplant, das Masterzeugnis durch die Sächsische Bildungsagentur, die Schulaufsichtsbehörde, als Erste Staatsprüfung anerkennen zu lassen. Auf dieser Grundlage erfolgt dann der Zugang zum Vorbereitungsdienst, der in Sachsen zur Zeit noch zwei Jahre dauert.
Weitere Informationen: www.sachsen-macht-schule.de »
In Sachsen-Anhalt bietet die Universität Halle-Wittenberg die Lehramtsstudiengänge für die allgemeinbildenden Schulen an, die Universität Magdeburg bildet lediglich Berufsschullehrer aus. Hier ist das Lehramtsstudium auf Bachelor und Master umgestellt: Wer Berufsschullehrer in Sachsen-Anhalt werden möchte, schreibt sich für den sechssemestrigen Bachelorstudiengang Berufsbildung ein, der mit dem Bachelor of Science abschließt, und hängt ein viersemestriges Masterprogramm mit dem Abschluss Master of Education an. Der Masterabschluss ist der Ersten Staatsprüfung gleichgestellt und berechtigt zur Aufnahme in den Vorbereitungsdienst. Die Universität Halle-Wittenberg dagegen hat ihre Lehramtsstudiengänge zum Wintersemester 2007/2008 zwar auch in Module gegliedert, das Studium schließt aber nach wie vor mit dem Ersten Staatsexamen ab, auf das bestimmte studienbegleitende Modulprüfungen angerechnet werden. Angehende Grundschullehrer sind sieben Semester an der Uni, um Deutsch, Mathe, ein drittes Fach sowie Bildungswissenschaften zu studieren. In acht Semestern studieren angehende Sekundarschul- und Gymnasiallehrer zwei Fächer und Bildungswissenschaften. Hinzu kommen mehrere Schulpraktika sowie ein weiteres pädagogisches Praktikum außerhalb des Unterrichts. Es folgen ein zweijähriges Referendariat und im Anschluss daran die Zweite Staatsprüfung. Wichtig zu wissen: In Sachsen-Anhalt ist es üblich, bei Lehrermangel in einem bestimmten Gebiet auch schulartfremde Lehrkräfte einzusetzen – ein Sekundarschullehrer unterrichtet dann beispielsweise in der Sekundarstufe I eines Gymnasiums, in einer Förderschule oder in einer Grundschule.
Weitere Informationen: www.mk.sachsen-anhalt.de »
Schleswig-Holstein hat seine Lehrerausbildung zum Wintersemester 2007/2008 komplett auf Bachelor- und Masterstudiengänge umgestellt. An der Universität Flensburg wird bereits seit dem Wintersemester 2005/2006 das Lehramt für Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen als sechssemestriger Bachelor und zwei- beziehungsweise viersemstriger (Sonderschullehramt) Master angeboten. Nach einem Bachelor in Vermittlungswissenschaften mit zwei Fächern, dem Studienbereich „Grundlagen der Vermittlung und generelle Kompetenzen“, in dem es unter anderem um Kommunikationsfähigkeiten und Bildungstheorie geht, und drei Praktika folgt ein Master of Education, in dem sich die Studenten auf die jeweilige Schulart spezialisieren. Achtung: Das Fach Sachunterricht wird im Bachelor Vermittlungswissenschaften nicht als eigenständiges Fach angeboten – wer es später Grund- oder Sonderschullehrer unterrichten will, muss daher im Bachelor Biologie, Chemie, Geographie, Geschichte, Physik oder Wirtschaft/Politik studieren und das Modul „Elementarisierung sachbezogener Bildungsinhalte“ absolvieren. Die Uni Flensburg bildet auch Berufsschullehrer aus, für den entsprechenden Master ist jedoch ein Bachelor in einem technischen Studiengang sowie Praxiserfahrung nötig. In Kiel können Studenten, die sich zum Lehrer am Gymnasium oder zum Handelslehrer für berufsbildende Schulen oder für die Sekundarstufe II ausbilden lassen möchten, seit dem Wintersemester 2007/2008 in sechs Semestern einen Zwei-Fach-Bachelor mit dem Profil Lehramt und in weiteren vier Semestern ihren Master machen. Sie studieren in der Regel zwei Unterrichtsfächer und dazu Pädagogik, psychologische, philosophische und soziologische Anteile. Praxismodule sind in beiden Studienabschnitten verpflichtend. Ein Einstieg in den Lehrerberuf ist mit einem Masterabschluss, der der Ersten Staatsprüfung gleichgestellt ist, möglich. Der anschließende Vorbereitungsdienst dauert zwei Jahre, für Berufsschullehrer anderthalb.
Weitere Informationen: www.bildung.schleswig-holstein.de »
In Thüringen bieten zwei Universitäten ein Lehramtsstudium an: Die Uni Jena bildet Gymnasial- oder Regelschullehrer (Haupt- und Realschule) aus, die Uni Erfurt für das Lehramt an Grund-, Regel-, Förder- und berufsbildenden Schulen. Erfurt hat bereits zum Wintersemester 2003/04 auf das Bachelor-/Mastersystem für Grund- und Regelschullehrer umgestellt, seit dem Wintersemester 2008/09 werden auch Förderschul- und Berufsschullehrer in gestuften Studiengängen ausgebildet. Im Bachelor wählen alle Studenten zwei einander gleichberechtigte Studienrichtungen wie Germanistik oder Geschichte. Nur wer Grundschullehrer werden möchte, muss als Hauptfach Pädagogik der Kindheit wählen, das unter anderem Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachkunde umfasst, und dazu ein weiteres Fach. Grundsätzlich wird ein Fach als Schwerpunkt studiert, sodass etwa angehende Grundschullehrer darin unter Umständen auch an anderen Schulen einsetzbar sind. Das Bachelor-Studium versteht sich als Grundlagenstudium, in dem erste fachdidaktische Ansätze vermittelt werden, hinzu kommen Praktika und berufsqualifizierende Kurse wie beispielsweise Seminare für Elternarbeit. Bis zum ersten Abschluss studiert man drei Jahre; wer dann unterrichten möchte, muss noch einen drei- (Grund- und Regelschule) beziehungsweise viersemestrigen (Förder- und Berufsschule) Masterstudiengang absolvieren, mit dem er sich auf eine Schulart festlegt. Der Mastergrad ist dem Ersten Staatsexamen gleichgestellt. Bei Ausbildung zum Lehramt an Berufsschulen kooperiert die Uni Erfurt mit der Bauhaus-Universität Weimar und der TU Ilmenau. Dabei müssen entweder Bautechnik (Weimar) oder Elektro- oder Metalltechnik (Ilmenau) als erstes Fach studiert werden; wer damit ein sprachliches oder soziales Fach wie Englisch oder Religionslehre kombinieren will, das nicht in Weimar oder Ilmenau angeboten wird, splittet sein Studium und studiert das zweite Fach in Erfurt. Die Masterprogramme für die Berufsschullehrer werden ab dem Wintersemester 2011/12 angeboten. In Jena wird dagegen seit dem Wintersemester 2007/08 nach dem so genannten Jenaer Modell studiert: Das Zwei-Fach-Studium inklusive Erziehungswissenschaft für Gymnasial- und Regelschullehrer ist modularisiert, schließt aber nach neun (Regelschulen) beziehungsweise zehn Semestern (Gymnasium) mit dem traditionellen Ersten Staatsexamen ab. Spätestens bis zum vierten Semester muss ein zweimonatiges Praktikum abgeleistet werden; das fünfte oder sechste ist ein Praxissemester. Absolventen gehen dann ins Referendariat, das für Regel-, Berufs- und Förderschulen sowie für Gymnasien zwei und für Grundschulen anderthalb Jahre dauert.
Weitere Informationen: www.thueringen.de/de/tkm »
Bayern: Staatsexamen (modularisiert), Ausnahme: Bachelor/Master bei Berufsschullehrern, außerdem einzelne Modellversuche Bachelor/Master
Baden-Württemberg: Staatsexamen (modularisiert), Ausnahme: Diplom und Bachelor/Master bei Berufsschullehrern
Berlin: Bachelor/Master
Brandenburg: Bachelor/Master
Bremen: Bachelor/Master
Hamburg: Bachelor/Master
Hessen: Staatsexamen (modularisiert), Ausnahme: Bachelor/Master bei Berufsschullehrern
Mecklenburg-Vorpommern: Staatsexamen (modularisiert)
Niedersachsen: Bachelor/Master
Nordrhein-Westfalen: ½ Staatsexamen (modularisiert), ½ Modellversuche Bachelor/Master
Rheinland-Pfalz: Bachelor/Master, zusätzlich Staatsexamen (Studienleistungen fließen ein)
Saarland: Staatsexamen (modularisiert) (Studienleistungen fließen ein)
Sachsen: Bachelor/Master
Sachsen-Anhalt: Staatsexamen (modularisiert), Ausnahme: Bachelor/Master bei Berufsschullehrern
Schleswig-Holstein: Bachelor/Master
Thüringen: ½ Staatsexamen (modularisiert), ½ Bachelor/Master
- Datum 05.05.2009 - 14:07 Uhr
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