Afghanistan KSK-Soldaten fangen Taliban-Anführer
Mitglieder des Kommandos Spezialkräfte fassten gemeinsam mit afghanischen Einheiten den Taliban-Kommandanten. Er soll für Anschläge auch auf die Bundeswehr verantwortlich sein

© Michael Kappeler/AFP/Getty Images
Bundeswehrsoldaten auf Patrouillenfahrt in Afghanistan. Spezialkräfte haben am Donnerstag einen Talibananführer festgenommen
Deutsche Soldaten haben einen hochrangigen Anführer der Taliban festgenommen. Die Männer der Spezialeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) stellten Abdul Razeq in einem unwegsamen gebirgigen Gelände rund 60 Kilometer von Feyzabad entfernt. Die Operation der Spezialkräfte begann bereits in der Nacht zu Donnerstag, teilt das Bundesverteidigungsministerium mit. An dem Einsatz waren auch afghanische Sonderkommandos beteiligt.
Bei der Festnahme wurde ein deutscher Soldat verletzt. Er wird im Bundeswehrcamp Feyzabad zurzeit behandelt. Der Gefangene wurde nach Kundus gebracht, dort soll er der Staatsanwaltschaft des afghanischen Inlandsgeheimdienstes NDS übergeben werden. Razeq befehligte als Kommandeur die radikal-islamischen Taliban-Milizen in der Provinz Badakshan.
Die Bundeswehr wirft ihm vor, für einen Anschlag auf eine Bundeswehrpatrouille am 26. Juni 2008 verantwortlich zu sein. Außerdem soll er den Auftrag gegeben haben, Fahrzeuge der internationalen Afghanistan-Mission Isaf mit Sprengstofffallen in die Luft zu sprengen. Auch für ein Attentat auf den Provinzgouverneur von Badakshan am 5. November vergangenen Jahres trage Abdul Razeq die Verantwortung. Erstmals begründete die Bundeswehr die Einsätze der KSK direkt nach dem Ende der Mission und informierte die Öffentlichkeit über den Ablauf einer Operation.
"Jeder, der unsere Soldaten und die unserer Alliierten in Afghanistan angreift, muss wissen, dass er bekämpft und zur Verantwortung gezogen wird", sagte Verteidigungsminister Franz Josef Jung.
Die Aktion sei lange vorbereitet worden. Bereits im April hätten deutsche Behörden die afghanischen Stellen vor Abdul Razeq gewarnt. Mit dem erfolgreichen Zugriff hätten die deutschen Spezialkräfte ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt, so der Minister. Bei der Verlängerung des Mandats der Operation Enduring Freedom (OEF) durch den Bundestag im vergangenen Jahr hatte es noch geheißen, dass das KSK nicht mehr zur Terroristenjagd in Afghanistan eingesetzt werde. Das Mandat der OEF umfasst nun keine Spezialkräfte mehr. Verteidigungsminister Jung sagte in einem Zeitungsinterview jedoch, das KSK sei nun im Rahmen der ISAF am Hindukusch stationiert.
Die Einsätze des KSK werden mit der höchsten Geheimhaltungsstufe versehen. 2005 teilte die Regierung mit, dass der Einsatz des KSK unter US-Kommando vorbei sei. Wie lange das KSK wieder in Afghanistan operiert, bleibt ein Geheimnis der Bundeswehr. Beim Spezialkommando in Calw hieß es heute dazu nur: "Zu operativen Dingen sagen wir nichts."
Winfried Nachtwei, Verteidigungsexperte der Grünen, sprach gegenüber ZEIT ONLINE von einem Erfolg für die Bundeswehr. Er begrüßte, dass das Verteidigungsministerium erstmals die Öffentlichkeit über einen Einsatz der Spezialkräfte informiert habe. "Die totale Geheimhaltung halte ich für falsch. Andere Nationen sprechen nach Operationen ihrer Spezialkräfte offener über die Einsätze", sagte Nachtwei. Hier sei noch mehr Transparenz erforderlich.
- Datum 08.05.2009 - 19:51 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, 07.05.2009
- Kommentare 75
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"Jeder, der unsere Soldaten und die unserer Alliierten in Afghanistan angreift, muss wissen, dass er bekämpft und zur Verantwortung gezogen wird", sagte Verteidigungsminister Franz Josef Jung."
Zur Verantwortung? Wofür?
Dafür dass die Afghanen die amerikanische Besatzungsmacht und ihre Büttel bekämpfen?
Holt die Kolonialtruppen wieder nach Hause und setzt sie zur Vaterlandsverteidigung ein. Dafür waren sie mal gedacht!
Der Artikel informiert den geneigten Leser über den Erfolg einer OEF-Operation - warum zeigt das Bild dann ISAF-Soldaten? Und welche Bedeutung kommt dem Erwähnen des Leichtverwundeten und dessen derzeitigen Aufenthaltsort zu?...
, dass wir, mal abgesehen von den Amis^^, niemals eine weitere Besatzungsmacht im Bundesgebiet haben werden. Es ist mein Land und ich würde mich zur Wehr setzen...und schwuppdiwupp von politisch motivierten USA-in-den-A....-kriechenden Medien als Terrorist denunziert...was für eine Schande für die dt. Berichterstattung.
One world, one love!
:D Hoffen:D
Wie definieren Sie denn Besatzungsmacht ?
Stationiert sind in D nämlich auch die britische Truppen...
:D Hoffen:D
Wie definieren Sie denn Besatzungsmacht ?
Stationiert sind in D nämlich auch die britische Truppen...
es ist an der Zeit sich unter den gegebenen Umständen entsprechend zu verhalten.
Man sollte nicht vergessen, das die Bundeswehr primär humanitäre Aufbauhilfe leistet und Regionen mit ihrer Präsenz sichert - dafür muß man nicht noch als Zielscheibe zur Verfügung stehen.
Ein Talibanführer weniger! 1000 weitere warten darauf geschnappt zu werden. Und zu den paar 1000 toten werden weitere hundertausend gebohren und zum Morden erzogen!
Tja, hätten die Saudischen Terroristen von 9/11 doch lieber nicht von Afghanistan aus operiert!
rm
Das ist alles so überflüssig wie ein Kropf.
:D Hoffen:D
Was haben wir am Hindukusch verloren.Deutschland will die Welt befrieden.Das hatten wir schon mal.Auch damals hat man unseren Großvätern von der Notwendigkeit überzeugen wollen,daß deutsche Armeen marschieren müssen,um Deutschland zu verteidigen.Regierung ist Regierung,das Volk muß sich gegen solche Abenteuer wehren.Sollen doch Merkel,Schröder,Müntefering und Schäuble dahin gehen und für Deutschland kämpfen.Einen scheiß würden die tun,weil sie nähmlich schiß hätten,genau wie ich.mit freundlichen Grüßen julida
Ich würde mir jetz wirklich gerne die Zeit nehmen und Ihnen all die Dinge erklären, die an Ihrem Beitrag hier falsch sind, aber, wirklich, ich denke nicht, dass das große Wirkung hätte.
Salus Publica Suprema Lex
Gesetzt den Fall, es wäre ein Funken Wahrheit daran (real natürlich undenkbar), dass uns islamischer Terror von außerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland droht: Fänden Sie es da nicht auch niedlich, wenn sich im Anschluss von Terrorattacken in Deutschland die Bundeswehr waffenstarrend bescheidet, lediglich im Innern der Republik und Sicherheit für diese schaffend aufzutrumpfen?
;-)
formuliert. Danke,
.
1) »Wir müssen jetzt ehrlich über die deutsche Frage sein, so unbequem
sie auch für die Deutschen, für unsere internationalen Partner und
uns selbst sein mag. Die Frage bleibt in der Essenz die gleiche.
Nicht, wie wir es verhindern, daß deutsche Panzer über die Oder oder
Marne rollen, sondern wie Europa mit einem Volk fertig wird, dessen
Zahl, Talent und Effizienz es zu unserer regionalen Supermacht werden
läßt. Wir sind 1939 nicht in den Krieg eingetreten, um Deutschland
vor Hitler oder die Juden vor Auschwitz oder den Kontinent vor dem
Faschismus zu retten. Wie 1914 sind wir für den nicht weniger edlen
Grund in den Krieg eingetreten, daß wir eine deutsche Vorherrschaft
in Europa nicht akzeptieren konnten.«
"Sunday Correspondent", London, 17. Sept. 1989
(zitiert aus FAZ, 18. Sept. 1989: "Stimmen der Anderen")
2) Conjuring Hitler: How Britain and America Made the Third Reich
Von Guido Giacomo Preparata
Taschenbuch Verlag: Pluto Press (5. August 005)
Sprache: Englisch ISBN-10: 074532181X ISBN-13: 978-0745321813
Ich würde mir jetz wirklich gerne die Zeit nehmen und Ihnen all die Dinge erklären, die an Ihrem Beitrag hier falsch sind, aber, wirklich, ich denke nicht, dass das große Wirkung hätte.
Salus Publica Suprema Lex
Gesetzt den Fall, es wäre ein Funken Wahrheit daran (real natürlich undenkbar), dass uns islamischer Terror von außerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland droht: Fänden Sie es da nicht auch niedlich, wenn sich im Anschluss von Terrorattacken in Deutschland die Bundeswehr waffenstarrend bescheidet, lediglich im Innern der Republik und Sicherheit für diese schaffend aufzutrumpfen?
;-)
formuliert. Danke,
.
1) »Wir müssen jetzt ehrlich über die deutsche Frage sein, so unbequem
sie auch für die Deutschen, für unsere internationalen Partner und
uns selbst sein mag. Die Frage bleibt in der Essenz die gleiche.
Nicht, wie wir es verhindern, daß deutsche Panzer über die Oder oder
Marne rollen, sondern wie Europa mit einem Volk fertig wird, dessen
Zahl, Talent und Effizienz es zu unserer regionalen Supermacht werden
läßt. Wir sind 1939 nicht in den Krieg eingetreten, um Deutschland
vor Hitler oder die Juden vor Auschwitz oder den Kontinent vor dem
Faschismus zu retten. Wie 1914 sind wir für den nicht weniger edlen
Grund in den Krieg eingetreten, daß wir eine deutsche Vorherrschaft
in Europa nicht akzeptieren konnten.«
"Sunday Correspondent", London, 17. Sept. 1989
(zitiert aus FAZ, 18. Sept. 1989: "Stimmen der Anderen")
2) Conjuring Hitler: How Britain and America Made the Third Reich
Von Guido Giacomo Preparata
Taschenbuch Verlag: Pluto Press (5. August 005)
Sprache: Englisch ISBN-10: 074532181X ISBN-13: 978-0745321813
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