Sucht Alkoholwerbung wirktSeite 2/2

Morgenstern sagt dazu: "Kausale Zusammenhänge sind letztlich nicht mit einer einzigen Studie direkt nachzuweisen, sondern werden durch Daten unterfüttert oder eben auf Dauer widerlegt." Immerhin konnten die Autoren eine Reihe von Alternativerklärungen in der Studie ausräumen. So konnte bei den Befragten der Zusammenhang mit einem erhöhten TV-Konsum, einem besonders hohen Alkoholkonsum im Elternhaus oder einen stärkeren Kontakt zu Alkohol trinkenden Freunden ausgeschlossen werden. Das spricht dafür, dass die Alkoholwerbung tatsächlich einen Einfluss hat.

Würde also ein Werberverbot die Probleme lösen oder zumindest verringern? Auch Matthis Morgenstern räumt ein: "Freilich wäre es zu weit gegriffen, Werbung für Alkohol als größten oder gar alleinigen Faktor für die Verbreitung von Alkohol unter Jugendlichen verantwortlich machen zu wollen. Sie leistet jedoch sicher ihren eigenen Beitrag zur individuellen Alkoholsozialisation."

Weniger Werbung würde jedenfalls dafür sorgen, dass die Jugendlichen nicht mit so vielen positiven Assoziationen zum Alkohol versorgt würden. Dass Alkohol als normal in unserem Alltag gilt, liegt natürlich nicht nur an der Werbung – doch sie trägt dazu bei, meint Morgenstern. Auch zum Komasaufen: "Sofern man davon ausgeht, dass hier auch der Wunsch nach sozialem Erfolg eine Rolle spielt, kommen auch wieder Werbeeffekte ins Spiel."

Sicher ist allerdings: Ein isoliertes Verbot auszusprechen wird kaum nützen. Zur Prävention sollte noch anderes hinzukommen. Morgenstern sagt:  "Zu einem vernünftigen Maßnahmebündel gehören nicht nur Verbote. Preiserhöhungen zeigen Wirkungen, was man gut am Beispiel der Alcopopsteuer veranschaulichen kann." In Baden-Württemberg will man es jetzt mit nächtlichen Alkoholkaufverboten versuchen. Aber um Jugendliche wirklich zum Umdenken zu bewegen, sind natürlich auch Informations- und Erziehungsmaßnahmen notwendig.

Das gemeinnützige Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) entwickelt, erprobt, evaluiert und verbreitet Präventionsmaßnahmen. Dazu gehört auch die Forschung zu den Ursachen und zur Verbreitung riskanter Verhaltensweisen wie Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum oder Adipositas.

 
Leser-Kommentare
  1. Die Hersteller von Tabakprodukten oder Alkoholika sind ein bemerkenswertes Völkchen: wenn man sie offiziell fragt, werden sie behaupten, Werbung für ihre Produkte bringe niemanden dazu, sie zu konsumieren. Tatsächlich können wir uns fast sicher sein, daß es genau solche Studien über die Wirksamkeit von Werbung für Getränke gibt, denn sonst würde diese Werbung doch von keinem Hersteller bezahlt!

    • TDU
    • 12.05.2009 um 13:47 Uhr

    Packen wir die Nähe zum Alkohohl dahin, wo er war, als es keine Massenwerbung gab. Im gesellschaftlichen Umfeld oder Freundeskreis des Konsumenten.

    Also auch keine Lifestyle Werbung, Kochsendungen usw. mit Alkohohl. Keine Aussagen von Sportlern, heute lassen wirs krachen, Musiker sollten sich auszeichnen durch Drogenfreiheit aller Art.

    Mal sehen, was sich ändert. Komasaufen ist m. E. eine Mode. Der "normale" genießerische Umgang mit Alkohohl wird durch nicht Werbung nicht gefördert. Solange die Ursache des Alkohohlismus und der Drogensucht nicht zweifelsfrei ermittelt ist, ist ein Werbeverbot so unergiebig wie die Abschaffung der Pornographie. Erfüllte Sexualität wird sich dadurch nicht automatisch einstellen.

    Die Alkohohlpops würde ich allerdings gerne verbieten. Denn sie verhelfen zum "schmerzlosen" Trinken des ersten Hochprozentigen.

  2. Man kann anhand des Artikels leider nicht einschätzen ob nur der Autor fragwürdige prozentuale Angaben verwendet hat oder die Studie auch nichts genaueres hergibt ...

    "Danach haben mehr als 80 Prozent der Jungen und Mädchen, die keine solche Werbung kennen, auch noch nie Alkohol getrunken. Dagegen haben mehr als 90 Prozent derjenigen, die häufiger als zehnmal Werbespots oder Plakate für Bier, Schnaps oder Wodka gesehen hatten, bereits entsprechende Getränke konsumiert."
    Wieviel absolut? Wieviel kennen keine Alkohol-Werbung? 1,5% von 3000 = 45 --> 36 Das ist statistisch NICHT signifikant!
    Um es ganz klar zu sagen, ich halte überhaupt nichts von Werbung für Suchtmittel; und habe auch nichts gegen ein Verbot. Aber ich halte den Artikel bzw. die Studie für wenig ausgereift!

    "in der Befragung vorgegebenen Alkoholwerbungen gesehen zu haben"
    Leider kommt man um diese Werbung nicht umhin, außer man konsumiert keinerlei Medien und wohnt mitten im Wald :-(
    Also kann so ein globaler Ansatz nicht funktionieren ... denn man bräuchte eine Vergleichsgruppe, welche KEINE Alkoholwerbung kennt.

    "So gab es keinen Zusammenhang mit einem erhöhten TV-Konsum, einem besonders hohen Alkoholkonsum im Elternhaus oder einen stärkeren Kontakt zu Alkohol trinkenden Freunden."
    Das möchte ich aber sehr stark anzweifeln, sprich 1. und 3.
    Ich weiß zwar nicht welche statistische Angabe "erhöht" ist ;-) Aber ein Großteil dieser Werbung läuft komischerweise im TV.
    Und ein Gruppenverhalten bei Jugendlichen gerade bei Drogen, inklusive Alkohol, Tabak, ..., ist nun schon in vielen Studien nachgewiesen; und das kennen vermutlich die meisten Leser aus Ihrer eigenen Jugend; und, falls vorhanden, von ihren eigenen Kindern.

    Ansonsten kann man Maßnahmen ergreifen wie man möchte, damit wird man es nicht signifikant verringern können, solange "Saufen" ein konsensfähiges, allgemein anerkanntes Ritual in unserer Gesellschaft ist; und oftmals sogar "gefordert" wird!

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    Ich habe versucht, missverständliche Stellen im Text zu korrigieren. Die Studie klärt sicher nicht alle Fragen, das denke ich auch. An dem Thema muss weiter geforscht werden, wie der Autor der Studie selbst sagt. Trotzdem kann man anhand der Ergebnisse darüber nachdenken, ob ein Werbeverbot sinnvoll wäre. Die Studie ist ein guter Anlass für die Diskussion

    [entfernt wegen Doppelpostings. Die Redaktion/ew]

    Ich habe versucht, missverständliche Stellen im Text zu korrigieren. Die Studie klärt sicher nicht alle Fragen, das denke ich auch. An dem Thema muss weiter geforscht werden, wie der Autor der Studie selbst sagt. Trotzdem kann man anhand der Ergebnisse darüber nachdenken, ob ein Werbeverbot sinnvoll wäre. Die Studie ist ein guter Anlass für die Diskussion

    [entfernt wegen Doppelpostings. Die Redaktion/ew]

  3. Wieviel Menschen sterben in jedem Jahre an den direkten Folgen von Kokain, Heroin, Cannabis ?

    1394 - [2007, Wikipedia]

    Wieviel Menschen sterben in jedem Jahre an den direkten Folgen von Alkohol ?

    rd. 12000 [2005, Abendblatt]

    Kokain, Heroin, Cannabis sind verboten.

    Alkohol ist erlaubt.

    Die Logik dahinter ist etwas wirr.

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    siehe auch Kommentar 2: "Der "normale" genießerische Umgang " ...
    Das machen alle Erwachsenen, nur die Jugend säuft.

    Der ganze Scheiss sollte erlaubt werden!
    Ich meine das nicht ironisch, ich halte Drogen fuer Scheisse, doch ich bin fuer eine Legalisierung.

    Das wuerde die Kriminalitaet ganz schnell ganz weit nach unten druecken.

    Und jeder Mensch sollte ueber die Folgen von Drogenkonsum "ehrlich" aufgeklaert werden.

    Wenn er dann immer noch Kokain nehmen will - solange er damit sonst niemanden gefaehrdet sollte das in Ordnung sein.

    Doch ich wuerde die Stafen fuer Taeter unter Drogeneinfluss, egal ob Alkohol, Tabletten... egal was ordentlich nach oben setzen.

    Auch noch Heroin legalisieren würde doch die Zahl der dadurch verursachten Toten erhöhen, aber nicht unbedingt die Zahl der Alkoholtoten senken.

    finde ich allenfalls Ihren Vergleich. Als Konsument von Alkohol muß ich nicht zwangsläufig sterben, es gibt auch so gut wie keine Beschaffungskriminalität und prostituieren muß sich auch keine Frau wegen Alkohol, während die von Ihnen genannten Drogen fast ausnahmslos in die Kriminalität und zu einem qualvollen Tod führen. Außer vielleicht Cannabis, das fast ausnahmslos zu Impotenz führt.
    Was soll dieser Äpfel/Birnen-vergleich also?

    siehe auch Kommentar 2: "Der "normale" genießerische Umgang " ...
    Das machen alle Erwachsenen, nur die Jugend säuft.

    Der ganze Scheiss sollte erlaubt werden!
    Ich meine das nicht ironisch, ich halte Drogen fuer Scheisse, doch ich bin fuer eine Legalisierung.

    Das wuerde die Kriminalitaet ganz schnell ganz weit nach unten druecken.

    Und jeder Mensch sollte ueber die Folgen von Drogenkonsum "ehrlich" aufgeklaert werden.

    Wenn er dann immer noch Kokain nehmen will - solange er damit sonst niemanden gefaehrdet sollte das in Ordnung sein.

    Doch ich wuerde die Stafen fuer Taeter unter Drogeneinfluss, egal ob Alkohol, Tabletten... egal was ordentlich nach oben setzen.

    Auch noch Heroin legalisieren würde doch die Zahl der dadurch verursachten Toten erhöhen, aber nicht unbedingt die Zahl der Alkoholtoten senken.

    finde ich allenfalls Ihren Vergleich. Als Konsument von Alkohol muß ich nicht zwangsläufig sterben, es gibt auch so gut wie keine Beschaffungskriminalität und prostituieren muß sich auch keine Frau wegen Alkohol, während die von Ihnen genannten Drogen fast ausnahmslos in die Kriminalität und zu einem qualvollen Tod führen. Außer vielleicht Cannabis, das fast ausnahmslos zu Impotenz führt.
    Was soll dieser Äpfel/Birnen-vergleich also?

  4. Hatten Sie ernsthaft geglaubt, die Kulturdrogenhersteller würden ihre Werbeetats auf "blauen Dunst" begründen ?

  5. siehe auch Kommentar 2: "Der "normale" genießerische Umgang " ...
    Das machen alle Erwachsenen, nur die Jugend säuft.

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    • TDU
    • 12.05.2009 um 16:17 Uhr

    Es gibt ihn, den normalen Umgang. Könnte man einen Schuss Heroin, Opium oder Kokain konsumieren wie einen maßvollen Umgang mit Alkohohl spräche nichts gegen dessen Legalisierung. Und die Mehrheit schafft es, aus den rituellen Besäufnissen der Jugend herauszukommen. Es gibt sehr viele, die schaffen das nicht und ich bestreite, dass das an der Werbung liegt.

    • TDU
    • 12.05.2009 um 16:17 Uhr

    Es gibt ihn, den normalen Umgang. Könnte man einen Schuss Heroin, Opium oder Kokain konsumieren wie einen maßvollen Umgang mit Alkohohl spräche nichts gegen dessen Legalisierung. Und die Mehrheit schafft es, aus den rituellen Besäufnissen der Jugend herauszukommen. Es gibt sehr viele, die schaffen das nicht und ich bestreite, dass das an der Werbung liegt.

  6. fast zeitgleich im Spiegel online http://www.spiegel.de/pan...
    "Alarmierend sind die Zahlen zum Alkoholkonsum: 7 Prozent der 11- und 12-Jährigen und jeder Zweite 14-Jährige war schon einmal betrunken. Einen totalen "Filmriss" hatten 36 Prozent der Teenager zwischen 14 und 17 Jahren schon einmal. Alkohol getrunken werde meist auf Partys und mit Freunden - ein Drittel gab aber an, auch zu Hause im Kreis der Familie zu trinken.
    "
    Soweit zu meinen in K3 angesprochenen Einflüssen ...

    Mich würden mal Zahlen interessieren, wie sich der Alkoholgebrauch in D die letzten Jahrzehnte allgemein entwickelt hat, sollte ja durch Absatzzahlen (Bier, Wein, Spirituosen) herauszubekommen sein. Schwieriger wären Zahlen zu dem Anteil der Jugend da dies nur auf Befragungen beruhen kann.
    Ich vermute, dass es bei der Jugend eine Verschiebung zu den "harten" Getränken gegeben hat, damit letzendlich natürlich zu mehr Alkohol an sich. Und das geht mit hoher Wahrscheinlichkeit schon auf die Werbung zurück!

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    "...jeder Zweite 14-Jährige war schon einmal betrunken."

    Möglicherweise liegt das daran, das nur die Hälfte bis heute Konfirmation, Jugendweihe e.t.c. hatte, bzw. das es "kultisch" nicht vorgesehen ist, dass Mädchen zu diesem Anlass auf diese Art initiiert werden.

    Vater Nr. 1: "Kommt ran Männers, nehmt mal nen Kleinen, aber nur einen!"

    ...

    Vater Nr. 7: "Kommt ran Männers, nehmt mal nen Kleinen, aber nur einen!"

    Im übrigen ist das nun wirklich nicht das Problem. Das Problem ist der andauernde Konsum von Schnaps durch Minderjährige. Und das hät´s "früher, damals" nicht gegeben. Da hätte nämlich "der Meister" den "Stift" die Hammelbeine aber lang gezogen!

    Zahlen zum Alkoholkonsum in Deutschland sind bekannt. Der Konsum an reinem Alkohol geht seit Jahren zurück. Erschreckend ist jedoch die Entwicklung der Trinkmuster. Bis vor einigen Jahren war der Konsum an Alkohol im Verlauf einer Woche relativ gleichmäßig mit einem geringen Anstieg zum Wochenende. Seit ca 2000 ist der Konsum an Alkohol unter 20g reinen Alkohol an Wochentagen gesunken (ca 0,25 l Wein/ 0,50n l Bier), an den Wochenden steigt der Konsum jedoch dramatisch an über 70g reinen Alkohol. Gründe zu dieser Entwicklung werden zur Zeit lebhaft diskutiert.

    "...jeder Zweite 14-Jährige war schon einmal betrunken."

    Möglicherweise liegt das daran, das nur die Hälfte bis heute Konfirmation, Jugendweihe e.t.c. hatte, bzw. das es "kultisch" nicht vorgesehen ist, dass Mädchen zu diesem Anlass auf diese Art initiiert werden.

    Vater Nr. 1: "Kommt ran Männers, nehmt mal nen Kleinen, aber nur einen!"

    ...

    Vater Nr. 7: "Kommt ran Männers, nehmt mal nen Kleinen, aber nur einen!"

    Im übrigen ist das nun wirklich nicht das Problem. Das Problem ist der andauernde Konsum von Schnaps durch Minderjährige. Und das hät´s "früher, damals" nicht gegeben. Da hätte nämlich "der Meister" den "Stift" die Hammelbeine aber lang gezogen!

    Zahlen zum Alkoholkonsum in Deutschland sind bekannt. Der Konsum an reinem Alkohol geht seit Jahren zurück. Erschreckend ist jedoch die Entwicklung der Trinkmuster. Bis vor einigen Jahren war der Konsum an Alkohol im Verlauf einer Woche relativ gleichmäßig mit einem geringen Anstieg zum Wochenende. Seit ca 2000 ist der Konsum an Alkohol unter 20g reinen Alkohol an Wochentagen gesunken (ca 0,25 l Wein/ 0,50n l Bier), an den Wochenden steigt der Konsum jedoch dramatisch an über 70g reinen Alkohol. Gründe zu dieser Entwicklung werden zur Zeit lebhaft diskutiert.

  7. 8. ja

    Über ein Werbeverbot von Alkohol nachzudenken ist der nächste Schritt nach dem Werbeverbot für Zigaretten. Ein logischer Schluss um die Jugend zumindest mal nicht öffentlich permanent damit zu konfrontieren. Beides macht Sinn, jedoch empfinde ich es dennoch als absurd.

    Die Besteuerung von Zigaretten und Alkohol ist relativ hoch und Einnahmen dieser Quellen sind doch einkalkuliert. Würde darauf verzichtet werden können, dann wäre es doch gar kein Thema mehr, da dann wahrscheinlich aufgrund der Gefährlichkeit eher über ein generelles Verbot diskutiert werden würde. Süchtig macht viel, sogar Schokolade und spielen am Computer. Die richtige Verwendung wird durch Werbeverbote sicherlich nicht erreicht.

    Das eine wird verboten zu bewerben, das andere verboten und das nächste wird versucht zu legalisieren. Das was konsumiert wird, das wird besteuert und was nicht besteuert werden kann, wird verboten. Pauschal und oberflächlich, aber wenn man doch mal richtig nachdenkt kann man soetwas erkennen und das passt alles irgendwie nicht richtig zusammen.

    Werbung hat doch zum Ziel den Absatz zu erhöhen und ist ein Teil unserer Wirtschaft. Ein Zusatz über die Folgen wäre da im gleichen Zuge wie bei den Zigaretten doch angebracht. Nur diese Werbung sollte dann auch öffentlich in gleicher Größe gemacht werden dürfen, um eben auch mal nicht nur zum kaufen anzuregen, sondern auch zum nachdenken. Das verträgt sich scheinbar jedoch auch nicht mit der Wirtschaft. Oder wer macht schon gern eine Werbung die er parallel auch ins schlechte Licht zu rücken verpflichtet ist.

    Ein verrückter Kreis, der immer passend zurechtgelegt wird, um sich für etwas bestimmtes einzusetzen. Die Überlegungen für das nächste Verbot laufen schon, nur hoffe ich mal es ist nicht ein Verbot von Werbung für KFZ die einen bestimmten Wert an CO² Ausstoß überschreiten.

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    • mw2009
    • 14.05.2009 um 8:55 Uhr

    Womit wir beim Thema Werbung an sich wären.

    Aussage wie diese:
    Die Werbeindustrie hat das offensichtlich erkannt, denn inzwischen werden Spots und Plakate veröffentlicht, die besonders auf Mädchen zielen. Diese Lücke möchten die Hersteller offensichtlich gerne noch schließen.

    halte ich doch moralisch für sehr bedenklich.

    Das "Gefährliche" ist in meinen Augen nicht die Werbung als solche, sondern die immer gezielteren Strategien und die Suggestionen, die vermittelt werden.

    Hier beim Alkohol, mit dem richtigen Drink bist du hip, du bist was wert, das Leben ist easy, ohne bist du ein Looser.
    In der Käsewerbung wird Respektlosigkeit vermittelt. Das Kind nimmt dem Vater einfach das Käsebrötchen aus der Hand. Was lernen die Kinder, ich kann mir nehmen was ich will, schmeckt doch so lecker.
    Es gibt der Beispiele vieler mehr, bei jedem wird mir nur übel.

    Der Ansatzpunkt sollte neben Aufklärung über Alkohol und Tabak und vor allem die Mechanismen der Werbung sein, auf die Werbetreibenden und ihre Strategien einzuwirken, nicht unter der Prämisse zu werben Absatz um jeden Preis.

    Die Minderjährigen bergen für den Markt natürlich ein großes Potential, durch Quengeln "das war doch in der Werbung, bitte Mami, das MÜSSEN wir auch haben, haben die ANDEREN doch auch" lassen sich viele Eltern beeinflussen.

    Vielleicht sehe ich das ja auch nur zu eng.......................

    • mw2009
    • 14.05.2009 um 8:55 Uhr

    Womit wir beim Thema Werbung an sich wären.

    Aussage wie diese:
    Die Werbeindustrie hat das offensichtlich erkannt, denn inzwischen werden Spots und Plakate veröffentlicht, die besonders auf Mädchen zielen. Diese Lücke möchten die Hersteller offensichtlich gerne noch schließen.

    halte ich doch moralisch für sehr bedenklich.

    Das "Gefährliche" ist in meinen Augen nicht die Werbung als solche, sondern die immer gezielteren Strategien und die Suggestionen, die vermittelt werden.

    Hier beim Alkohol, mit dem richtigen Drink bist du hip, du bist was wert, das Leben ist easy, ohne bist du ein Looser.
    In der Käsewerbung wird Respektlosigkeit vermittelt. Das Kind nimmt dem Vater einfach das Käsebrötchen aus der Hand. Was lernen die Kinder, ich kann mir nehmen was ich will, schmeckt doch so lecker.
    Es gibt der Beispiele vieler mehr, bei jedem wird mir nur übel.

    Der Ansatzpunkt sollte neben Aufklärung über Alkohol und Tabak und vor allem die Mechanismen der Werbung sein, auf die Werbetreibenden und ihre Strategien einzuwirken, nicht unter der Prämisse zu werben Absatz um jeden Preis.

    Die Minderjährigen bergen für den Markt natürlich ein großes Potential, durch Quengeln "das war doch in der Werbung, bitte Mami, das MÜSSEN wir auch haben, haben die ANDEREN doch auch" lassen sich viele Eltern beeinflussen.

    Vielleicht sehe ich das ja auch nur zu eng.......................

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