Amerikagrippe Pandemie noch möglich?
Die Gefahr einer weltweiten Seuche ist noch nicht vorüber: US-Forscher warnen weiterhin vor dem Amerika-Virus

© Luis Acosta/AFP/Getty Images
Studenten mit Mundschutz gehen in Mexiko-Stadt ihre Notizen durch. US-Forscher halten den Grippevirus H1N1 gefährlich in Hinblick auf eine Pandemie
Von der Schweinegrippe geht ein erhebliches Potenzial für eine Pandemie aus. So lautet das Ergebnis einer ersten Analyse, die nun online vom Fachblatt Science veröffentlicht wurde. Damit ist nach Ansicht der Wissenschaftler unter Leitung von Christophe Fraser vom Imperial College London die Einstufung als Alarmphase 5 (von 6) durch die Weltgesundheitsorganisation gerechtfertigt.
Allerdings zeichne sich ab, dass der Erreger weniger gefährlich sei als das Influenzavirus, das 1918 die spanische Grippe mit geschätzten 50 Millionen Toten verursachte. Das Gefahrenpotenzial sei eher mit dem der asiatischen Grippe von 1957 vergleichbar. Diese Pandemie forderte damals weltweit zwischen einer und vier Million Todesopfer.
Die Sterblichkeit durch den neuen Erreger liege bei schätzungsweise 0,4 Prozent. Das heißt, dass von 1000 Grippekranken etwa vier Personen an der Schweinegrippe sterben. Das entspricht in etwa der Sterblichkeit durch die "übliche" saisonale Grippe.
Grundlage der Analyse sind Daten aus Mexiko. Dort habe es bis Ende April etwa 23 000 Infektionen gegeben, nehmen die Forscher an. Die Schweinegrippe sei ansteckender als die herkömmliche Influenza und darin vergleichbar mit anderen Grippe-Pandemieviren.
Begonnen habe die Epidemie vermutlich in der kleinen Ortschaft La Gloria in der Provinz Veracruz Mitte Februar. Dort waren 616 von 1575 Einwohner an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankt, 61 Prozent der Betroffenen waren unter 15 Jahre alt. Das könnte dafür sprechen, dass Ältere durch einen früheren Kontakt mit anderen Grippeviren besser geschützt sind.
Die weltweit bestätigten Fälle stiegen unterdessen auf 5100. Auch China meldete erstmals eine Infektion – bei einem 30-jährigen, der in den USA war.
wez (Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 12.05.2009)
- Datum 12.05.2009 - 10:33 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 9
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Das letzte Zucken einer mit aller Gewalt herbeigeschriebenen Pandemie / Panikmache.
Mal sehen welche Krankheit die nächste Sau hat, die durch das Dorf getrieben wird.
Und für die Sau und das Dorf muss jetzt langsam mal ein Fünfer ins Phrasenamerika. Beziehungsweise Schwein.
Und für die Sau und das Dorf muss jetzt langsam mal ein Fünfer ins Phrasenamerika. Beziehungsweise Schwein.
...wenn die reguläre alljährliche Grippewelle ansteht - in unserem durchhysterisierten Hochsicherheitsdeutschland wird dann wahrscheinlich das Kriegsrecht ausgerufen, standrechtliche Erschießungen von Quarantäneflüchtigen inklusive!
Andererseits sind die Bundestagswahlen schon im September... gut möglich, dass danach von Grippe nicht mehr die Rede sein wird als in all den Jahren vor der H[1|5]N1-Hysterie...
Oink!
was noch interessant ist, Mexiko schätzt den Schaden durch weniger Touristen auf 4 Milliarden $. Es gibt also ein relevantes Interesse von Seiten Mexikos, die Gefahr herunterzuspielen.
Selbst wenn es aus finanztechnischen Gründen tatsächlich ein "relevantes Interesse von Seiten Mexikos [gibt], die Gefahr herunterzuspielen" --- genau das geschieht NICHT. Und das sollte man gerade einem Schwellenland wie Mexiko hoch anrechnen. Ich möchte an dieser Stelle nun nicht auf China und die SARS-Krise eingehen...
Mexiko-Stadt läuft auf Hochtouren und die Regierung ist in ständiger Alarmbereitschaft. Es wird hier gar nichts heruntergespielt. Überall sind Info-Stände und -Plakate, Desinfektionsmittel und Masken werden verteilt, die Schulen und Unis sind desinfiziert worden, auch die Restaurants und Fondas erkennt man angesichts der neuen Hygienestandards und mesa desinfectada-Schilder kaum wieder.
ABER: Man weiß schlicht und einfach nicht, wie viele Menschen das Virus schon in sich tragen und konzentriert sich auf die "Härtefälle". Das ist bei jeder Grippewelle so.
Selbst wenn es aus finanztechnischen Gründen tatsächlich ein "relevantes Interesse von Seiten Mexikos [gibt], die Gefahr herunterzuspielen" --- genau das geschieht NICHT. Und das sollte man gerade einem Schwellenland wie Mexiko hoch anrechnen. Ich möchte an dieser Stelle nun nicht auf China und die SARS-Krise eingehen...
Mexiko-Stadt läuft auf Hochtouren und die Regierung ist in ständiger Alarmbereitschaft. Es wird hier gar nichts heruntergespielt. Überall sind Info-Stände und -Plakate, Desinfektionsmittel und Masken werden verteilt, die Schulen und Unis sind desinfiziert worden, auch die Restaurants und Fondas erkennt man angesichts der neuen Hygienestandards und mesa desinfectada-Schilder kaum wieder.
ABER: Man weiß schlicht und einfach nicht, wie viele Menschen das Virus schon in sich tragen und konzentriert sich auf die "Härtefälle". Das ist bei jeder Grippewelle so.
Dort habe es bis Ende April etwa 23 000 Infektionen gegeben, nehmen die Forscher an.
Und genau das halte ich mittlerweile für Blödsinn. Wenn sich derart viele Touristen und sonstige Reisende in Mexiko infizieren konnten, dann dürften hunderttausende Mexikaner krank gewesen sein, mindestens. In Anbetracht des leichten Krankheitsverlaufes ist das einfach nicht weiter aufgefallen.
Die Wahrscheinlichkeit, in einem Land von 100 Millionen Einwohnern auf einen der 5000 zu treffen, die gleichzeitig krank gewesen sind (die 23000 ist ja wohl die Gesamtzahl) ist so klein, dass da nicht gleich Hunderte das Virus mit nach Hause nehmen können. Einfache Rechnung. Oder die Klofrauen auf dem Flughafen waren infiziert, wer weiß...
Dieser Quatsch von Patient Null und die mexikanischen Fallzahlen sind ein Witz.
Ich würde schon noch davon ausgehen, dass wir die Grippe hier auch haben werden, aber dieser "Pandemie" wird für die meisten wohl nur ein Schnupfen-de-luxe. Jedenfalls nicht schlimmer als die alljährliche saisonale Pandemie (die dann nur Welle heißt).
Es spricht einiges dafür, daß die Dunkelziffer im Fall dieser Grippe noch viel höher liegt, aber viele Betroffenen tatsächlich am Ende nur einen Schnupfen de luxe davontragen. Auch das macht es so beängstigend; man fragt sich bei jedem Niesen oder Hüsteln, ob man vielleicht selbst zu den geheimen Virenträgern gehört.
Um genaue Zahlen zu bekommen, müßte man im Prinzip jeden Einwohner des DF testen lassen --- ein Ding der Unmöglichkeit in dieser Stadt, deren Einwohnerzahl je nach Zählung zwischen 20 und 30 Millionen Menschen schwankt.
Ich lebe hier in Mexiko also weiterhin hinter meiner grünen Maske.
Es spricht einiges dafür, daß die Dunkelziffer im Fall dieser Grippe noch viel höher liegt, aber viele Betroffenen tatsächlich am Ende nur einen Schnupfen de luxe davontragen. Auch das macht es so beängstigend; man fragt sich bei jedem Niesen oder Hüsteln, ob man vielleicht selbst zu den geheimen Virenträgern gehört.
Um genaue Zahlen zu bekommen, müßte man im Prinzip jeden Einwohner des DF testen lassen --- ein Ding der Unmöglichkeit in dieser Stadt, deren Einwohnerzahl je nach Zählung zwischen 20 und 30 Millionen Menschen schwankt.
Ich lebe hier in Mexiko also weiterhin hinter meiner grünen Maske.
Die Überschrift irritiert. Jeden Tag steigt weltweit die Zahl der Neuinfektionen und immer mehr Länder auf fast allen Kontinenten bei steigender Zahl von in-country transmissions sind betroffen. Die Zahl der registrierten Fälle verdoppelt sich ca. alle 3 Tage ohne erkennbare Abflachung. Das ist doch wohl der Beginn einer Pandemie. Ein Pandemie mit dem Grippevirus ist also nicht nur möglich, sondern bereits sicher.
Und für die Sau und das Dorf muss jetzt langsam mal ein Fünfer ins Phrasenamerika. Beziehungsweise Schwein.
Zum Thema "Amerikanische Schweinegrippe" (oder so) passt es ja wohl wie die Faust aufs Auge (noch ein Fünfer extra für den guten Zweck).
Zum Thema "Amerikanische Schweinegrippe" (oder so) passt es ja wohl wie die Faust aufs Auge (noch ein Fünfer extra für den guten Zweck).
Zum Thema "Amerikanische Schweinegrippe" (oder so) passt es ja wohl wie die Faust aufs Auge (noch ein Fünfer extra für den guten Zweck).
Es spricht einiges dafür, daß die Dunkelziffer im Fall dieser Grippe noch viel höher liegt, aber viele Betroffenen tatsächlich am Ende nur einen Schnupfen de luxe davontragen. Auch das macht es so beängstigend; man fragt sich bei jedem Niesen oder Hüsteln, ob man vielleicht selbst zu den geheimen Virenträgern gehört.
Um genaue Zahlen zu bekommen, müßte man im Prinzip jeden Einwohner des DF testen lassen --- ein Ding der Unmöglichkeit in dieser Stadt, deren Einwohnerzahl je nach Zählung zwischen 20 und 30 Millionen Menschen schwankt.
Ich lebe hier in Mexiko also weiterhin hinter meiner grünen Maske.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren