Anne Bude
Fluppen und Illus gehen ja jetzt nicht mehr so doll, und überhaupt ist die Lage durchwachsen, auch im Ruhrgebiet. Doch das soll uns nicht hindern, sie zu preisen, solange es sie noch gibt: die Buden, Büdchen, die Kioske, die gerade hier im rheinisch-westfälischen Industrieland zu einer glücksverheißenden Institution geworden sind. Von der Kindheit (»Zwei Nappos!«) bis zur Greisheit (»Einmal Frau mit Hund, bitte!«) begleiten die »Verkaufshallen« und »Trinkhallen«, wie sie sich meist selbstgenerös nennen, des Menschen Erdenwallen und bieten stille Schicksalserleichterungen für alle Lebenslagen, Jahreszeiten und Geschlechter. Die vielfach ausgezeichnete Fotoreporterin Brigitte Kraemer hat die schönsten Exemplare mit ihrer Kamera eingesammelt. Ihre schwarz-weißen Genrebilder und Sozialstudien zeigt jetzt das LWL-Industriemuseum im malerischen Gebäude der ehemaligen Zeche Hannover in Bochum.
- Datum 14.05.2009 - 12:03 Uhr
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Wir wohnen ein wenig näher zum Münsterland hin. Darum heisst bei uns die Bude "dat Kläppken". Unverzichtbar!
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