Datenhandel Regierung verabreicht Datenschutz-PlaceboSeite 2/2
Der neue Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar glaubt, dass trotz all der Skandale der letzten Zeit die Politik noch immer nicht zur Einsicht gekommen sei: "Es besteht eine Schutzpflicht des Staates gegenüber den Bürgern. Das Bewusstsein zum Schutz der Persönlichkeit und des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung ist noch nicht hinreichend entwickelt", sagte Caspar. Die Politik verhalte sich bisweilen zu passiv.
Was so nicht stimmt, zeigten SPD und Union, allen voran Innenminister Schäuble, doch ziemlich viel Bewegung, die eigenen Vorschläge wieder zurückzunehmen. So soll auch der Plan mit der Herkunftskennzeichnung von Schäuble kommen – der sich ursprünglich für die Einwilligungslösung eingesetzt hatte.
In den noch immer laufenden Verhandlungen geht es um noch mehr Punkte, die nach Ansicht der Union "offen" sind. Beispielsweise um den Arbeitnehmerdatenschutz oder um untergeschobene Einwilligungen. Bislang sind diese gern so formuliert, dass der Betroffene sie streichen muss, wenn er nicht will, dass seine Daten weitergereicht werden. Manchmal werden sie auch im Kleingedruckten versteckt. Eigentlich hatte die Regierung dieser Praxis ein Ende bereiten wollen, indem sie eine "ausdrückliche Einwilligung" einführen wollte. Dies scheint nicht mehr der Fall zu sein.
Das ist schade. Immerhin fühlen sich die meisten Bürger offensichtlich mit den bisherigen Regelungen nicht wohl. Nach einer Umfrage des Allensbach-Instituts hat kaum noch jemand Vertrauen, dass seine Daten bei Firmen und beim Staat gut aufgehoben sind. In der Studie heißt es: "Nur acht Prozent sind davon überzeugt, dass man den Unternehmen bezüglich der Daten, die sie gespeichert haben, über den Weg trauen kann. Im Blick auf den Staat ist die Zahl an Menschen, die in diesem Punkt Vertrauen haben, zwar doppelt so groß (16 Prozent), aber aufs Ganze gesehen hat ebenfalls nur eine Minderheit Vertrauen. 82 Prozent misstrauen den Unternehmen beim Datenschutz, 72 Prozent sprechen dem Staat gegenüber ihr Misstrauen aus."
- Datum 07.05.2009 - 11:38 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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So arbeitet die Direktmarketing-Lobby:
"Seit Monaten setzen Lobbyisten daher die Koalitionsfraktionen mit Briefen, Broschüren und Telefonanrufen unter Druck, den Gesetzentwurf abzuschwächen und Ausnahmeregelungen zu formulieren. Den Interessenvertretern ist die Sache so ernst, dass sie zu einer ungewöhnlichen Maßnahme greifen. Sie machen ihre Lobbyarbeit öffentlich. In der Business-Community "Xing" haben Direktmarketing-Firmen und Verlage im Internet vor kurzem eine Gruppe gegründet, um vor dem Regelwerk zu warnen. "Die Auswirkungen der geplanten Novelle würden nahezu alle Wirtschaftszweige in gravierendem Ausmaß treffen", heißt es dort. Registrierte Mitglieder: 1560."
Dann finden "parlamentarische Frühstücke" statt, in denen einfältige CDU-MdBs hinterher sagen: "Ja so hab ich das bisher nicht gesehen!" So heißt hier mit den Augen der Lobbyisten.
Form und Intensität der Einflussnahme von Lobbisten in Berlin haben exzessive Ausmaße erreicht. Das ist kein Lobbyismus mehr, das ist Korruption!
Wir Bürger wollen das nicht.
Hallo Olly66,
was Sie als "Korruption" bezeichnen, was auch die meisten Bürger (sofern es sie überhaupt interessiert) ebenfalls so nennen würden, das nennen die von Ihnen gescholtenen MdBs einen ganz normalen und legalen Meinungsbildungsprozeß.
In einer TV-Diskussion regte sich kürzlich ein Abgeordneter darüber auf, "dass er das nicht mehr hören könne, immer diese haltlosen Vorwürfe wegen ungebührlicher Lobby-Arbeit".
Leider fasste niemand nach, um Verständnis mit dem Abgeordneten zu zeigen. Schließlich mag es kein Mensch, wenn eine offene Wunde berührt wird.
Allgemein werden viele unsauberen politischen Praktiken jedoch wie eine unvermeidliche schicksalhafte Sache hingenommen. "Da kann man halt nichts machen", dieser Satz bedeutet den Freibrief dass durch Lobbyisten die politische Landschaftspflege weiterhin in bewährter Weise betrieben werden kann.
So bleiben diese Praktiken formal legal - auch wenn sie nicht richtig sind.
Hallo Olly66,
was Sie als "Korruption" bezeichnen, was auch die meisten Bürger (sofern es sie überhaupt interessiert) ebenfalls so nennen würden, das nennen die von Ihnen gescholtenen MdBs einen ganz normalen und legalen Meinungsbildungsprozeß.
In einer TV-Diskussion regte sich kürzlich ein Abgeordneter darüber auf, "dass er das nicht mehr hören könne, immer diese haltlosen Vorwürfe wegen ungebührlicher Lobby-Arbeit".
Leider fasste niemand nach, um Verständnis mit dem Abgeordneten zu zeigen. Schließlich mag es kein Mensch, wenn eine offene Wunde berührt wird.
Allgemein werden viele unsauberen politischen Praktiken jedoch wie eine unvermeidliche schicksalhafte Sache hingenommen. "Da kann man halt nichts machen", dieser Satz bedeutet den Freibrief dass durch Lobbyisten die politische Landschaftspflege weiterhin in bewährter Weise betrieben werden kann.
So bleiben diese Praktiken formal legal - auch wenn sie nicht richtig sind.
Hallo Olly66,
was Sie als "Korruption" bezeichnen, was auch die meisten Bürger (sofern es sie überhaupt interessiert) ebenfalls so nennen würden, das nennen die von Ihnen gescholtenen MdBs einen ganz normalen und legalen Meinungsbildungsprozeß.
In einer TV-Diskussion regte sich kürzlich ein Abgeordneter darüber auf, "dass er das nicht mehr hören könne, immer diese haltlosen Vorwürfe wegen ungebührlicher Lobby-Arbeit".
Leider fasste niemand nach, um Verständnis mit dem Abgeordneten zu zeigen. Schließlich mag es kein Mensch, wenn eine offene Wunde berührt wird.
Allgemein werden viele unsauberen politischen Praktiken jedoch wie eine unvermeidliche schicksalhafte Sache hingenommen. "Da kann man halt nichts machen", dieser Satz bedeutet den Freibrief dass durch Lobbyisten die politische Landschaftspflege weiterhin in bewährter Weise betrieben werden kann.
So bleiben diese Praktiken formal legal - auch wenn sie nicht richtig sind.
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