Welt-Ozean-Konferenz Ungewisse Zukunft für die Meere

Die Meere werden besonders auf den Klimawandel reagieren. Wie genau, dazu sind von der 1. Welt-Ozean-Konferenz in Indonesien widersprüchliche Ergebnisse zu erwarten

Dieser Kleine Pinguin (Eudyptula minor) wird auch als Erwachsener keine 50 Zentimeter groß. Er lebt vor den Küsten Australiens und Neuseelands – auch hier zeigen sich die Folgen des Klimawandels

Dieser Kleine Pinguin (Eudyptula minor) wird auch als Erwachsener keine 50 Zentimeter groß. Er lebt vor den Küsten Australiens und Neuseelands – auch hier zeigen sich die Folgen des Klimawandels

Drei Viertel der Erdoberfläche sind von Meeren bedeckt. Geschätzte 80 Prozent aller Lebewesen haben ihre Heimat in den Ozeanen. So werden sich die Folgen des weltweiten Klimawandels vor allem in den Meeren bemerkbar machen. Schon heute lässt sich an der Reaktion besonders empfindlicher Ökosysteme in den Polarregionen, aber auch in tropischen Korallenriffen ablesen, welche Folgen klimatische Veränderungen und die Artenvielfalt haben werden.

Neben dem Anstieg des Meeresspiegels, der rund 150 Millionen Menschen bedroht, die in betroffenen Küstenregionen leben, beschäftigt sich der Wissenschaftskongress bis Freitag mit weiteren Folgen des Klimawandels wie dem fortschreitenden Korallensterben und der Versauerung der Ozeane.

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Die Weltmeere nehmen jeden Tag 22 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) auf, berichtet Richard Spinrad, Leiter der US-Behörde für Ozeanografie. Mit dem Ergebnis, dass die Weltmeere schon heute um ein Drittel saurer sind als noch vor 100 Jahren. Insgesamt sind 38.000 Gigatonnen CO2 im Meereswasser gebunden. Das sei 50 Mal mehr als in der Atmosphäre, sagt Gabriele Göttsche-Wanli aus dem Ozeanreferat der Vereinten Nationen.

Ähnlich wie Klima- und Polarforscher stehen auch die Ozeanologen vor einem generellen Problem: Einerseits müssen sie drängende Fragen für die Zukunft beantworten und möglichst schnelle Lösungsvorschläge an die Politik liefern, wie sich drohende Klimafolgen für die Ozeane noch abwenden lassen. Andererseits sind ihre Forschungsergebnisse zum Anstieg des Meeresspiegels, zum Korallensterben oder zur umstrittenen Eisendüngung als möglichem Beitrag zur Reduzierung des CO2 in der Atmosphäre keineswegs eindeutig.

Auch vom Wissenschaftskongress im sogenannten Korallendreieck sind also wieder alarmierende, aber auch beschwichtigende Zahlen zu erwarten. Dieses Seegebiet von 5,4 Millionen Quadratkilometern zwischen Indonesien, den Philippinen, Malaysia, Papua-Neuguinea, Osttimor und der Salomonen-Inseln gilt wegen seiner Artenvielfalt als "Regenwald der Meere".

Indonesien will bei dem nächsten Weltklimavertrag erreichen, dass die Ozeane offiziell als CO2-Speicher anerkannt werden. Auf diese Weise würde die Treibhausgasbilanz der Anrainerstaaten so angepasst, dass internationale Gelder für den Meeresschutz frei würden.

 
Leser-Kommentare
  1. "Wer hat denn etwas davon, die Auswirkungen auf das Klima zu dramatisieren?" - das ist die gängige Reaktion auf Zweifel am Alarmismus und der Auswahl des größten Super-Gau-Szenarios, wenn es wissenschaftlich genauso begründete Hypothesen zu einer völlig harmlosen Auswirkung gibt.

    Am Ende des Artikels werden Gründe dafür genannt ...:
    "Indonesien will bei dem nächsten Weltklimavertrag erreichen, dass die Ozeane offiziell als CO2-Speicher anerkannt werden. Auf diese Weise würde die Treibhausgasbilanz der Anrainerstaaten so angepasst, dass internationale Gelder für den Meeresschutz frei würden."

    Gelder fließen sobald CO2 erwähnt wird - man ist sehr kreativ, wenn es um die Verbindungen geht - besonders die "Umverteilung" nach Afrika wird über die "CO2 Emission" sorgsam vorbereitet ... Man fängt sogar an - nun, da Zweifel an den Prognosen über den Meeresspiegelanstieg lauter werden - neue Fronten zu eröffnen ... Die Versauerung der Meere durch CO2 wird als zweite Front aufgebaut, falls die erste zusammenbrechen sollte ... Fakten, wie dass die Korallen am Great Barrier Reef sich von dem Seesternbefall in einem Bruchteil der prognostizierten Zeit erholt haben, werden zwar genannt, allerdings wird nicht erklärt, wie das mit einem angeblichen Versauerung zusammengehen soll. War nicht z.B. von einer angeblichen Verkümmerung von Muschelschalen die Rede? Leuchtet ja jedem ein - Säure löste Kalk ... Aber dass Korallen Kalkskelette haben, wird nicht weiter erläutert ... Wie dramatisch kann die Situation sein, wenn sich die Korallen in EINEM anstatt in zehn Jahren regenerieren? Wie glaubwürdig sind die Prognosen "Unsere Kinder werden vielleicht keine Muscheln mehr sammeln können ..."
    Statt dessen werden in dem gleichen Artikel über die erstaunliche Erholung der Korallen "gewarnt", keine Rückschlüsse auf die Versauerung zu ziehen ... Wissenschaftliche Argumente werden nicht genannt. Es soll nur klar gestellt werden: was nicht sein darf, kann auch nicht sein.

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    • GBHPG
    • 12.05.2009 um 1:13 Uhr

    Vielen Dank. Sehr gut geschrieben. Ich sage immer, daß eine bewußt unterschlagene Nachricht auch eine Lüge ist.

    Gerd, Chicago

    • GBHPG
    • 12.05.2009 um 1:13 Uhr

    Vielen Dank. Sehr gut geschrieben. Ich sage immer, daß eine bewußt unterschlagene Nachricht auch eine Lüge ist.

    Gerd, Chicago

  2. Immer mehr Abfälle treiben in den Ozeanen. Der Müllstrudel zwischen Kalifornien und Hawaii ist auf die Größe Mitteleuropas angewachsen. Das Treibgut bedroht viele Meereslebewesen.

    CO2 ist sicher NICHT das dringendste Problem. Aber sicher am Besten geeignet, um die Bürger zur Kasse zu bitten und den Konzernen zu nutzen...
    _______________________________________________________
    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]

    • GBHPG
    • 12.05.2009 um 1:13 Uhr

    Vielen Dank. Sehr gut geschrieben. Ich sage immer, daß eine bewußt unterschlagene Nachricht auch eine Lüge ist.

    Gerd, Chicago

  3. Nun sind auch hier die Leugner des Klimawandels eingetroffen.
    In den USA wird ganz offen behauptet, dass keine globale Erwärmung, sondern eine Abkühlung im Gange ist.
    Sicher gibt es trotz intensiver Forschung und den vorliegenden unmissverständlichen Berichten :
    Climate Change 2007, the Fourth Assessment Report (AR4) of the United Nations Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)
    immer noch offene Fragen.
    Jedoch grundsätzlich den katastrophalen Klimawandel infolge des CO2 Ausstosses einfach abzustreiten, ist in meinen Augen eine aufs schärfste zu verurteilende
    Leugnungstaktik, welche ungleich schlimmer ist als das zugegebenermassen inakzeptable Leugnen der Shoa. Beim Klimawandel müsen wir endlich wirksame Massnahmen treffen, allen voran unsere lieben konservativen Freunde aus den USA, welche die weltweiten Bemühungen seit Jahren erfolgreich sabotieren.
    Die Oekosysteme sind das gemeinsame Erbe der Menschheit, sie dürfen nicht der Spielball egoistischer politischer oder sektenhafter Machenschaften sein.

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    @extremist:
    Wer leugnet denn hier den Klimawandel?
    Klimawandel ist eine grundlegende Eigenschaft
    des Klimas. Die Frage ist nur, ob anthropogen
    verursachtes CO2 maßgeblich diesen Wandel
    beeinflusst und die sog. Klimaskeptiker
    bestreiten auf ganz unterschiedlichen Ebenen,
    dass eben diese These bewiesen wurde.
    In diesem Zusammenhang ist es interessant,
    den Blick auf ein anderes Problem zu richten,
    auf die lt. Helmut Schmidt größte Herausforderung
    in den nächsten Jahrzehnten, den Anstieg der
    Weltbevölkerung. Dieser Anstieg findet in der
    Hauptsache in den sog. Entwicklungsländern
    statt (BRD -0,2 , Portugal 0,33, Bangladesh 2,1%/a),
    es besteht also ein längst bekannter Zusammenhang
    zwischen Wohlstand und Bevölkerungswachstum.
    Um diesen Wohlstand zu erreichen benötigt man
    Energie (ausführliche Ausführungen zu dieser Thematik
    finden sie hier:
    http://energie1.physik.un...)
    Notwendig wäre also gerade jetzt und in naher Zukunft
    der Einsatz kostengünstiger Energie, um erstens das
    Anwachsen der Weltbevölkerung zu begrenzen und
    zweitens die Effizienz der Energienutzung zu steigern
    (Bsp.: Vor dem Spareffekt durch Wärmedämmung
    stehen Forschung und Entwicklung, Bau von
    Produktionsanlagen, Produktion, Transport und
    Montage). Dagegen bewirken alle derzeitigen
    Maßnahmen im Namen des Klimaschutzes eine künstliche
    Verknappung bzw. Verteuerung von Energie zur Freude aller (!),
    die daran verdienen mit der Folge, dass zum Zeitpunkt X mehr
    Menschen mit Energie zu versorgen sind, was AGW hin oder
    her, negative Konsequenzen hätte. Hier zeigt sich, dass wir es
    wohl weniger mit einer wissenschaftlichen als mit einer
    ideologischen Debatte zu tun haben, wobei diese Ideologie
    der Weltrettung durch „Klimaschutz“ immer mehr faschistoide
    Züge annimmt, vgl.: http://www.eike-klima-ene...
    Group_4_3=6&WCMSGroup_6_3=1247&WCMSArticle_3_1247=519
    Ihr Shoaleugner-Vergleich ist also nicht nur völlig unzumutbar,
    sondern träfe auch noch genau die Falschen!

    @extremist:
    Wer leugnet denn hier den Klimawandel?
    Klimawandel ist eine grundlegende Eigenschaft
    des Klimas. Die Frage ist nur, ob anthropogen
    verursachtes CO2 maßgeblich diesen Wandel
    beeinflusst und die sog. Klimaskeptiker
    bestreiten auf ganz unterschiedlichen Ebenen,
    dass eben diese These bewiesen wurde.
    In diesem Zusammenhang ist es interessant,
    den Blick auf ein anderes Problem zu richten,
    auf die lt. Helmut Schmidt größte Herausforderung
    in den nächsten Jahrzehnten, den Anstieg der
    Weltbevölkerung. Dieser Anstieg findet in der
    Hauptsache in den sog. Entwicklungsländern
    statt (BRD -0,2 , Portugal 0,33, Bangladesh 2,1%/a),
    es besteht also ein längst bekannter Zusammenhang
    zwischen Wohlstand und Bevölkerungswachstum.
    Um diesen Wohlstand zu erreichen benötigt man
    Energie (ausführliche Ausführungen zu dieser Thematik
    finden sie hier:
    http://energie1.physik.un...)
    Notwendig wäre also gerade jetzt und in naher Zukunft
    der Einsatz kostengünstiger Energie, um erstens das
    Anwachsen der Weltbevölkerung zu begrenzen und
    zweitens die Effizienz der Energienutzung zu steigern
    (Bsp.: Vor dem Spareffekt durch Wärmedämmung
    stehen Forschung und Entwicklung, Bau von
    Produktionsanlagen, Produktion, Transport und
    Montage). Dagegen bewirken alle derzeitigen
    Maßnahmen im Namen des Klimaschutzes eine künstliche
    Verknappung bzw. Verteuerung von Energie zur Freude aller (!),
    die daran verdienen mit der Folge, dass zum Zeitpunkt X mehr
    Menschen mit Energie zu versorgen sind, was AGW hin oder
    her, negative Konsequenzen hätte. Hier zeigt sich, dass wir es
    wohl weniger mit einer wissenschaftlichen als mit einer
    ideologischen Debatte zu tun haben, wobei diese Ideologie
    der Weltrettung durch „Klimaschutz“ immer mehr faschistoide
    Züge annimmt, vgl.: http://www.eike-klima-ene...
    Group_4_3=6&WCMSGroup_6_3=1247&WCMSArticle_3_1247=519
    Ihr Shoaleugner-Vergleich ist also nicht nur völlig unzumutbar,
    sondern träfe auch noch genau die Falschen!

  4. @extremist:
    Wer leugnet denn hier den Klimawandel?
    Klimawandel ist eine grundlegende Eigenschaft
    des Klimas. Die Frage ist nur, ob anthropogen
    verursachtes CO2 maßgeblich diesen Wandel
    beeinflusst und die sog. Klimaskeptiker
    bestreiten auf ganz unterschiedlichen Ebenen,
    dass eben diese These bewiesen wurde.
    In diesem Zusammenhang ist es interessant,
    den Blick auf ein anderes Problem zu richten,
    auf die lt. Helmut Schmidt größte Herausforderung
    in den nächsten Jahrzehnten, den Anstieg der
    Weltbevölkerung. Dieser Anstieg findet in der
    Hauptsache in den sog. Entwicklungsländern
    statt (BRD -0,2 , Portugal 0,33, Bangladesh 2,1%/a),
    es besteht also ein längst bekannter Zusammenhang
    zwischen Wohlstand und Bevölkerungswachstum.
    Um diesen Wohlstand zu erreichen benötigt man
    Energie (ausführliche Ausführungen zu dieser Thematik
    finden sie hier:
    http://energie1.physik.un...)
    Notwendig wäre also gerade jetzt und in naher Zukunft
    der Einsatz kostengünstiger Energie, um erstens das
    Anwachsen der Weltbevölkerung zu begrenzen und
    zweitens die Effizienz der Energienutzung zu steigern
    (Bsp.: Vor dem Spareffekt durch Wärmedämmung
    stehen Forschung und Entwicklung, Bau von
    Produktionsanlagen, Produktion, Transport und
    Montage). Dagegen bewirken alle derzeitigen
    Maßnahmen im Namen des Klimaschutzes eine künstliche
    Verknappung bzw. Verteuerung von Energie zur Freude aller (!),
    die daran verdienen mit der Folge, dass zum Zeitpunkt X mehr
    Menschen mit Energie zu versorgen sind, was AGW hin oder
    her, negative Konsequenzen hätte. Hier zeigt sich, dass wir es
    wohl weniger mit einer wissenschaftlichen als mit einer
    ideologischen Debatte zu tun haben, wobei diese Ideologie
    der Weltrettung durch „Klimaschutz“ immer mehr faschistoide
    Züge annimmt, vgl.: http://www.eike-klima-ene...
    Group_4_3=6&WCMSGroup_6_3=1247&WCMSArticle_3_1247=519
    Ihr Shoaleugner-Vergleich ist also nicht nur völlig unzumutbar,
    sondern träfe auch noch genau die Falschen!

    Antwort auf "@Leonas3"
    • AchimW
    • 15.05.2009 um 7:38 Uhr

    Für das Ansteigen der Meeresspiegel, die Übersäuerung der Ozeane, Korallenbleiche und schließlich die Veränderung der Meeresströmungen gibt es eine grundlegende Hauptursache: Das verantwortungs- und grenzenlose Heranzüchten der alles verschlingenden Überbevölkerung, die aus Gründen der Unvernunft, der Selbstsucht, aus religiösen, politischen Gründen usw. zu einem Tabuthema gemacht wurde, das nicht weiter ignoriert werden darf. Durch die Sucht nach unkontrollierter Nachkommenschaft, die in immer wilderer Überbevölkerung ausartet, wird das Klima des Planeten zerstört und massenweise Leben aller Art getötet und ausgerottet. Es müssen nun unbedingt weltweite kontrollierte Geburtenregelungen durchgesetzt werden, in deren Folge weniger Menschen geboren werden, jedoch zwangsläufig durch Alterung und Krankheiten mehr Menschen sterben, wodurch die enorme Überbevölkerung mitsamt ihre üblen Folgen langsam aber sicher reduziert werden kann.

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