Muttertag Mutti am Monitor

In den Mütterforen im Web tummeln sich Frauen, die für die Kinder zu Hause bleiben. Online versichern sie einander, dass sie auf dem richtigen Weg sind

Mama bleibt zu Hause und trotzdem im Kontakt mit der Welt

Mama bleibt zu Hause und trotzdem im Kontakt mit der Welt

Früher fragte man die eigene Mutter um Rat, wenn man selbst eine wurde. Heute hilft das Netz weiter. 725.000 Treffer landet die Google-Anfrage "Väter + online", "Mütter + online" bringt es gar auf 1.220.000 Treffer. "Mütter haben Tausend Fragen", frohlockt eines der Portale. "Bei NetMoms findest Du alle Antworten!"

Mütter von heute treffen sich nicht mehr zu Tupperware-Abenden, sondern bei NetMoms, mamiweboder mamily. Dort heißen sie "allesmaedchen", "bestmom" oder "HexiHex" und diskutieren über Sex, Kinderkrankheiten und Promi-Mütter. Zur Kinderbetreuung lautete die Frage des Tages der NetMoms am 27.04.09 beispielsweise: "Würdest Du Dir eine Nanny leisten, so wie Heidi Klum es tut?"  

Anzeige

Die meisten Antworten hätte vermutlich auch die eigene Mutti so gegeben: "Heidi Klum ist kein Maßstab für mich. Weder damit, wie sie aussieht, noch damit, was sie tut. Warum bekommt man Kinder, wenn man keine Zeit für sie hat? Meine Kinder sind genau geplant mit dem Papa. Und so bleibt es auch. Und wir sind immer für die Beiden da. :-)“ Oder schärfer: "Für mich hat die Klum 'nen Vogel, Kinder noch und nöcher in die Welt setzen und zu 90 Prozent von Fremden betreuen lassen. Stundenweise o.k., aber nicht wochenlang."

Die Community scheint sich einig zu sein. Im Forum der NetMoms führen die meisten Frauen traditionelle Beziehungen. Sie sind Hausfrauen und Mütter, während die Männer das Geld verdienen. Die meisten scheinen damit zufrieden zu sein. "So wie es ist, ist es schön,“ schreibt "augenauf“, „ich werde arbeiten, wenn die Jungs etwas älter sind und dann aber nur stundenweise. Ich möchte gerne etwas von meinen Kindern haben.“ Ist das nun altes Glucken-Gehabe oder ein neues Selbstbewusstsein von Frauen, die sich entschieden haben, einfach nur Mütter zu sein?

Werden alte Rollenklischees zelebriert oder ein neuer Retro-Trend? Ein solcher wird zumindest in den USA beschrieen, und auch deutsche Trendforscher haben dafür schon einen Begriff: "Home Heroes." Die Heim-und-Herd-Heldinnen würden auf den anhaltenden gesellschaftlichen Druck reagieren, der Frauen in die Erwerbsarbeit dränge. In Zeiten der Wirtschaftskrise sei das Karrieremachen noch stressiger und verunsichernder als sonst. "Back to home" lautet deshalb angeblich die Devise in den USA und den angelsächsischen Ländern, wo beruflich erfolgreiche Frauen aus dem Job aussteigen, um sich nur noch um Haus und Familie zu kümmern.

Ein Trend, der dicht einhergeht mit dem "Cocooning" oder "Homing", der das Zuhause zum Lebensmittelpunkt macht und schon seit den achtziger Jahren registriert wird. Doch anders als damals, kann sich die Frau heute schön zu Hause einigeln und dennoch per Internet mit dem Rest der Welt in Verbindung treten.

Nach der ARD/ZDF-Online-Studie 2008 zum Web 2.0 sind Communities der Renner bei Frauen. Rund ein Viertel der Userinnen beteiligt sich mindestens einmal wöchentlich an Gesprächsforen, Newsgroups oder Chats. Und wer sich einmal in einem Mütter-Forum angemeldet hat, der weiß, was abgeht. Schwuppdiwupp hat man einen Eintrag im Gästebuch, egal ob man bereits ein Profil angelegt hat oder nicht. Neue winken schon mal mit einem „Hallöchen an alle mamilys“ – und laden ein zu „Klatsch und Tratsch“.

Leser-Kommentare
  1. das ist weder ein retrotrend noch eine feier alter traditionen, hier sammeln sich nur die an einem ort, die von ihrer einen sache überzeugt sind: so wie sich wow-spieler nur in wow-foren aufhalten. das hat den vorteil, daß man nicht großartig mit anderen meinungen hinsichtlich der lebensplanung konfroniert wird und sich gegenseitig immer wieder bestätigen kann, daß es der richtige weg ist und der weg der anderen ein falscher ist.
    und da sich dort keine karriere-mami hinverirren wird, steht dem kein widerspruch entgegen.
    ;-)

  2. "In Zeiten der Wirtschaftskrise sei das Karrieremachen noch stressiger und verunsichernder als sonst. "Back to home" lautet deshalb angeblich die Devise in den USA und den angelsächsischen Ländern, wo beruflich erfolgreiche Frauen aus dem Job aussteigen, um sich nur noch um Haus und Familie zu kümmern."

    gerade in wirtschaftlich schweren zeiten waren auch schon in den zeiten vor der gleichstellung stets die damen gefragt, ihre gatten tatkräftig zu unterstützen.
    da kann ich es nur als ausrede auffassen, wenn sich ladies an die guten alten traditionen und rollenverteilungen erinnern, um sich vor der harten berufswelt zu drücken. solche damen gehen wohl nur arbeiten, wenn's nicht zu unbequem ist.

    in ein paar jahren beklagen sie sich, weil sie in ein abhängigkeitsverhältnis geraten sind.

    und nebenbei ... einer madame klum wird das nicht passieren. und ganz gleich von wem - ihre kinder sind versorgt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Es gibt keinen härteren Job als ( mehrere ) Kinder zu erziehen.
    Es gibt keine Pausen, keine Ferien und keine gesetzlich einzuhaltene Nachtruhe.

    Es gibt keinen härteren Job als ( mehrere ) Kinder zu erziehen.
    Es gibt keine Pausen, keine Ferien und keine gesetzlich einzuhaltene Nachtruhe.

  3. Es gibt keinen härteren Job als ( mehrere ) Kinder zu erziehen.
    Es gibt keine Pausen, keine Ferien und keine gesetzlich einzuhaltene Nachtruhe.

    Antwort auf ""In Zeiten der"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Dieser Job wird jedoch mittlerweile auch von zweien erledigt. ;-)

    An dem Anspruch dieser Aufgabe zweifle ich nicht im geringsten.
    Ich beanstande lediglich die Mentalität, sich in Zeiten der Gleichstellung die Rosinen herauszupicken, denn von den Herren wird dennoch die Unterstützung erwartet.

    Die Wandlung der Familien und die Einbeziehung der Väter in die Kindspflege und Erziehung ist etwas wundervolles und es wäre schade, wenn durch die Wiederaufnahme der alten Rollenverteilung die Väter aus Zeitmangel wieder aus der Familie gedrängt würden.

    "Es gibt keinen härteren Job als ( mehrere ) Kinder zu erziehen." ... natürlich gibt es den: mehrere Kinder erziehen und zudem noch arbeiten gehen. Machen Millionen Frauen im Land. Nur jammern sie vermutlich nicht noch zusätzlich im Internet.

    Da haben Sie absolut recht. Einen ganz, ganz, ganz wesentlichen Punkt haben Sie nicht erwähnt: Die Selbstdisziplin. Eigener Antrieb, eigenes Denken, eigene Phantasie - mein Gott, wie altmodisch.

    Politisch korrekt ist das nicht, was Sie da sagen. Heutzutage ist die Selbstverwirklichung als ungewollt kindelose, verbeamtete Umweltplakettenverkäuferin oder Sachbearbeiterin sinnentleerter Verwaltungsvorgänge en vogue. Dort stellen sich die wahren Heldinnen unserer politisch korrekt denkenden Elite Tag für Tag den schweren Herausforderungen des Behördenlebens, den hohen Ansprüchen der Vorgesetzten, um dann abends erschöpft in den Fersehsessel zu sinken. Das haben sie auch verdient, nachdem sie den ganzen Tag in Dienste der Gesellschaft geschuftet haben.

    Und genau deshalb wird mich so schnell niemand davon überzeugen können, dass es Menschen gibt die altruistisch genug sind, ohne die Bestätigung von Erwachsenen leben können und gern finanziell abhängig sind. Ich denke: Pausen sind immer nötig. Und Erwerbsarbeit ist auch Pause, sogesehen. Wissen bestimmt auch alle Mehrfach-Väter, die Überstunden kloppen: zuhause wärs stressiger!
    -----------------------------------------------------------------
    "Shareholder-Value ist die blödeste Idee der Welt"
    Ex-Manager Jack Welch über sein eigenes Konzept, nach dem Firmen nur zum Nutzen der Aktionäre handeln sollen

    Liebe Madamaf!

    Kindererziehung ist kein Job, sondern die natürliche Aufgabe zweier Menschen, die sich ihren Kinderwunsch erfüllt haben.

    Wann auch immer von zwei Eltern das klassiche Rollenmodell gewählt wird (Vater arbeitet/Mutter zuHause) ist dies eine freie, eigene Entscheidung .... und somit möchte ich da auch niemanden darüber lamentieren hören!

    Und nicht selten geben so manche dieser Frauen eben sogar zu, dass sie damals bewusst das Berufsleben aufgegeben haben, weil Sie keine Lust mehr hatten zu arbeiten, oder weil sie dem Trend einer Überidentifizierung mit der "Mutterrolle" erlegen waren und die Mutterschaft zum einzigen Gefährt ihrer Selbstverwirklichung gemacht haben. Daher auch oft die Verunglimpfung der Frauen mit anderem Lebensmodell als "Rabenmütter"

    Meine Buchempfehlung für dich: "Wieviel Mutter braucht der Mensch?: Der Mythos von der guten Mutter" von Herrad Schenk .... sachlich gesehen sehr zu empfehlen!

    Das kommt wohl ganz auf den Job an, den Frau einmal so ausgeübt hat! Ich würde behaupten, der Großteil verantwortungsbewusster, karriereorientierter Jobs ist anstrengender als Kinder großziehen!!!
    Diese viel zitierte langweilige Ausrede wird also immer noch benutzt. Jetzt räumen wir mal auf mit diesen Märchen!
    Die Nachtruhe wird wohl nur im ersten halben Jahr gestört, Kinder beschäftigen sich auch selbst und gehen spätestens mit drei in Kindergärten, später in Schulen und nehmen weitere Freizeitangebote wahr.
    Was macht Mutti nur mit der ganzen freien Zeit? Auf jeden Fall nicht, sich mit sich und ihrem Leben auseinandersetzen und ihren Beitrag für die Gesellschaft und Wirtschaft zu leisten. Studienplätze, die von derartigen bequemen Müttern belegt werden, sollten frei gegeben werden, für Akademiker, die sich wirklich fortbilden wollen.
    Ein Wahnsinn!

    Dieser Job wird jedoch mittlerweile auch von zweien erledigt. ;-)

    An dem Anspruch dieser Aufgabe zweifle ich nicht im geringsten.
    Ich beanstande lediglich die Mentalität, sich in Zeiten der Gleichstellung die Rosinen herauszupicken, denn von den Herren wird dennoch die Unterstützung erwartet.

    Die Wandlung der Familien und die Einbeziehung der Väter in die Kindspflege und Erziehung ist etwas wundervolles und es wäre schade, wenn durch die Wiederaufnahme der alten Rollenverteilung die Väter aus Zeitmangel wieder aus der Familie gedrängt würden.

    "Es gibt keinen härteren Job als ( mehrere ) Kinder zu erziehen." ... natürlich gibt es den: mehrere Kinder erziehen und zudem noch arbeiten gehen. Machen Millionen Frauen im Land. Nur jammern sie vermutlich nicht noch zusätzlich im Internet.

    Da haben Sie absolut recht. Einen ganz, ganz, ganz wesentlichen Punkt haben Sie nicht erwähnt: Die Selbstdisziplin. Eigener Antrieb, eigenes Denken, eigene Phantasie - mein Gott, wie altmodisch.

    Politisch korrekt ist das nicht, was Sie da sagen. Heutzutage ist die Selbstverwirklichung als ungewollt kindelose, verbeamtete Umweltplakettenverkäuferin oder Sachbearbeiterin sinnentleerter Verwaltungsvorgänge en vogue. Dort stellen sich die wahren Heldinnen unserer politisch korrekt denkenden Elite Tag für Tag den schweren Herausforderungen des Behördenlebens, den hohen Ansprüchen der Vorgesetzten, um dann abends erschöpft in den Fersehsessel zu sinken. Das haben sie auch verdient, nachdem sie den ganzen Tag in Dienste der Gesellschaft geschuftet haben.

    Und genau deshalb wird mich so schnell niemand davon überzeugen können, dass es Menschen gibt die altruistisch genug sind, ohne die Bestätigung von Erwachsenen leben können und gern finanziell abhängig sind. Ich denke: Pausen sind immer nötig. Und Erwerbsarbeit ist auch Pause, sogesehen. Wissen bestimmt auch alle Mehrfach-Väter, die Überstunden kloppen: zuhause wärs stressiger!
    -----------------------------------------------------------------
    "Shareholder-Value ist die blödeste Idee der Welt"
    Ex-Manager Jack Welch über sein eigenes Konzept, nach dem Firmen nur zum Nutzen der Aktionäre handeln sollen

    Liebe Madamaf!

    Kindererziehung ist kein Job, sondern die natürliche Aufgabe zweier Menschen, die sich ihren Kinderwunsch erfüllt haben.

    Wann auch immer von zwei Eltern das klassiche Rollenmodell gewählt wird (Vater arbeitet/Mutter zuHause) ist dies eine freie, eigene Entscheidung .... und somit möchte ich da auch niemanden darüber lamentieren hören!

    Und nicht selten geben so manche dieser Frauen eben sogar zu, dass sie damals bewusst das Berufsleben aufgegeben haben, weil Sie keine Lust mehr hatten zu arbeiten, oder weil sie dem Trend einer Überidentifizierung mit der "Mutterrolle" erlegen waren und die Mutterschaft zum einzigen Gefährt ihrer Selbstverwirklichung gemacht haben. Daher auch oft die Verunglimpfung der Frauen mit anderem Lebensmodell als "Rabenmütter"

    Meine Buchempfehlung für dich: "Wieviel Mutter braucht der Mensch?: Der Mythos von der guten Mutter" von Herrad Schenk .... sachlich gesehen sehr zu empfehlen!

    Das kommt wohl ganz auf den Job an, den Frau einmal so ausgeübt hat! Ich würde behaupten, der Großteil verantwortungsbewusster, karriereorientierter Jobs ist anstrengender als Kinder großziehen!!!
    Diese viel zitierte langweilige Ausrede wird also immer noch benutzt. Jetzt räumen wir mal auf mit diesen Märchen!
    Die Nachtruhe wird wohl nur im ersten halben Jahr gestört, Kinder beschäftigen sich auch selbst und gehen spätestens mit drei in Kindergärten, später in Schulen und nehmen weitere Freizeitangebote wahr.
    Was macht Mutti nur mit der ganzen freien Zeit? Auf jeden Fall nicht, sich mit sich und ihrem Leben auseinandersetzen und ihren Beitrag für die Gesellschaft und Wirtschaft zu leisten. Studienplätze, die von derartigen bequemen Müttern belegt werden, sollten frei gegeben werden, für Akademiker, die sich wirklich fortbilden wollen.
    Ein Wahnsinn!

  4. Dieser Job wird jedoch mittlerweile auch von zweien erledigt. ;-)

    An dem Anspruch dieser Aufgabe zweifle ich nicht im geringsten.
    Ich beanstande lediglich die Mentalität, sich in Zeiten der Gleichstellung die Rosinen herauszupicken, denn von den Herren wird dennoch die Unterstützung erwartet.

    Die Wandlung der Familien und die Einbeziehung der Väter in die Kindspflege und Erziehung ist etwas wundervolles und es wäre schade, wenn durch die Wiederaufnahme der alten Rollenverteilung die Väter aus Zeitmangel wieder aus der Familie gedrängt würden.

    Antwort auf "Harter Job"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • AnLoLi
    • 10.05.2009 um 21:34 Uhr

    dass endlich Betreuungsbedingungen geschaffen werden, die es Müttern (vor allem) mehrerer Kinder erlauben wieder arbeiten zu gehen. Mütter müssen derzeit dafür bezahlen, wenn sie arbeiten gehen wollen, in Form des Kitabeitrags, des benachteiligenden Steuerrechts.

    Das ein Vater sich gerne und freiwillig um seine Kinder kümmert, sollte zumindest heute eigentlich selbstverständlich sein, dazu muss er weder einbezogen, noch gebeten werden. Darüber hinaus ist es übertrieben zu sagen, dass er damit die Mutter der Kinder unterstützt, vielmehr geht es doch wohl darum sich freiwilllig und gerne um sein/e Kind/er zu kümmern, sonst hätte er es/sie ja nicht in die Welt setzen müssen.

    Als absolut lächerlich ist doch wohl ihr letzter Satz zu werten. Keine Vätergeneration hatte so wenig Arbeitszeit und so viel Freizeit. Da wird er eben Playstation spielen, Sport treiben und Fußball gucken doch noch etwas Zeit für die lieben Kleinen bleiben. Kinder brauchen beide Elternteile gleichermaßen.

    Mein Fazit: Entweder man interessiert sich für sein Kinder, dann findet "Mann" auch Zeit für sie, oder es lassen sich tausend Argumente finden, warum er seine Zeit gerade anders und vermeintlich wichtiger verbringen muss.

    • AnLoLi
    • 10.05.2009 um 21:34 Uhr

    dass endlich Betreuungsbedingungen geschaffen werden, die es Müttern (vor allem) mehrerer Kinder erlauben wieder arbeiten zu gehen. Mütter müssen derzeit dafür bezahlen, wenn sie arbeiten gehen wollen, in Form des Kitabeitrags, des benachteiligenden Steuerrechts.

    Das ein Vater sich gerne und freiwillig um seine Kinder kümmert, sollte zumindest heute eigentlich selbstverständlich sein, dazu muss er weder einbezogen, noch gebeten werden. Darüber hinaus ist es übertrieben zu sagen, dass er damit die Mutter der Kinder unterstützt, vielmehr geht es doch wohl darum sich freiwilllig und gerne um sein/e Kind/er zu kümmern, sonst hätte er es/sie ja nicht in die Welt setzen müssen.

    Als absolut lächerlich ist doch wohl ihr letzter Satz zu werten. Keine Vätergeneration hatte so wenig Arbeitszeit und so viel Freizeit. Da wird er eben Playstation spielen, Sport treiben und Fußball gucken doch noch etwas Zeit für die lieben Kleinen bleiben. Kinder brauchen beide Elternteile gleichermaßen.

    Mein Fazit: Entweder man interessiert sich für sein Kinder, dann findet "Mann" auch Zeit für sie, oder es lassen sich tausend Argumente finden, warum er seine Zeit gerade anders und vermeintlich wichtiger verbringen muss.

  5. Da werden doch einmal mehr dank Internet die tatsächlichen Bedürfnisse von Frauen/Müttern deutlich, an denen nicht nur ein feministisch ausgerichtetes Familienministerium - "gesellschaftlichen Druck" ausübend - konsequent vorbei regiert. Männer/Väter wissen, dass diese Bedürfnisse kein "Retro-Trend" sondern konstante Vorgaben sind – auch wenn die Medien jahrzehntelang sich alle Mühe gegeben haben, ideologischen Maßgaben einflussreicher Kaderlesben Folge leistend, für Frauen "die Hälfte des Himmels" einzufordern.
    Bezüglich der neusten Studie des Familienministeriums sollten angesichts der im Artikel beschriebenen Realitäten, pauschalisierende Begrifflichkeiten wie "moderne Mütter" und "unmoderne Väter" entsprechend geklärt werden.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Hey Zeitist!
    Nachdem Sie sich mit Äußerungen über Frauen in meinem Misogynie-Thread sehr zurückgehalten hatten sind Sie ja jetzt doch mal wieder aus der Deckung gekommen:
    "Männer/Väter wissen, dass diese Bedürfnisse kein "Retro-Trend" sondern konstante Vorgaben sind – auch wenn die Medien jahrzehntelang sich alle Mühe gegeben haben, ideologischen Maßgaben einflussreicher Kaderlesben Folge leistend, für Frauen "die Hälfte des Himmels" einzufordern.
    Bezüglich der neusten Studie des Familienministeriums sollten angesichts der im Artikel beschriebenen Realitäten, pauschalisierende Begrifflichkeiten wie "moderne Mütter" und "unmoderne Väter" entsprechend geklärt werden."

    Darf ich also doch festhalten:
    - Sie sind der Meinung, dass Frauen sich primär (lebenslang?) um den Nachwuchs zu sorgen hätten
    - Sie sind der Meinung, dass Frauen, die anderes behaupten "Ideologie" verbreiten würden
    - Sie sind dagegen, dass Frauen "die Hälfte des Himmels" fordern (ich kenne ja nur den Spruch: Die halbe Welt für die Frauen, die Hälfte des Hauses den Männern)
    - die Begriffe "moderne Mütter" und "unmoderne Väter" müssten geklärt werden. Wie denn?

    Ich könnte natürlich auch so schon versuchen den Bezug zu den Misogynie-Zitaten herzustellen... Aber ich liege bestimmt "voll daneben"?
    -----------------------------------------------------------------
    "Shareholder-Value ist die blödeste Idee der Welt"
    Ex-Manager Jack Welch über sein eigenes Konzept, nach dem Firmen nur zum Nutzen der Aktionäre handeln sollen

    Hey Zeitist!
    Nachdem Sie sich mit Äußerungen über Frauen in meinem Misogynie-Thread sehr zurückgehalten hatten sind Sie ja jetzt doch mal wieder aus der Deckung gekommen:
    "Männer/Väter wissen, dass diese Bedürfnisse kein "Retro-Trend" sondern konstante Vorgaben sind – auch wenn die Medien jahrzehntelang sich alle Mühe gegeben haben, ideologischen Maßgaben einflussreicher Kaderlesben Folge leistend, für Frauen "die Hälfte des Himmels" einzufordern.
    Bezüglich der neusten Studie des Familienministeriums sollten angesichts der im Artikel beschriebenen Realitäten, pauschalisierende Begrifflichkeiten wie "moderne Mütter" und "unmoderne Väter" entsprechend geklärt werden."

    Darf ich also doch festhalten:
    - Sie sind der Meinung, dass Frauen sich primär (lebenslang?) um den Nachwuchs zu sorgen hätten
    - Sie sind der Meinung, dass Frauen, die anderes behaupten "Ideologie" verbreiten würden
    - Sie sind dagegen, dass Frauen "die Hälfte des Himmels" fordern (ich kenne ja nur den Spruch: Die halbe Welt für die Frauen, die Hälfte des Hauses den Männern)
    - die Begriffe "moderne Mütter" und "unmoderne Väter" müssten geklärt werden. Wie denn?

    Ich könnte natürlich auch so schon versuchen den Bezug zu den Misogynie-Zitaten herzustellen... Aber ich liege bestimmt "voll daneben"?
    -----------------------------------------------------------------
    "Shareholder-Value ist die blödeste Idee der Welt"
    Ex-Manager Jack Welch über sein eigenes Konzept, nach dem Firmen nur zum Nutzen der Aktionäre handeln sollen

  6. Es gibt Wahrheiten, die durch die Nazis so missbraucht wurden, dass man sie heute beinahe nicht mehr zu formulieren wagt, obwohl der Kern unbestritten richtig ist. Sie können sogar den Job kosten.

    Richtig ist, dass zu einer gesunden Entwicklung einer Gemeinschaft, gesunder Nachwuchs in ausreichendem Maße gehört. Gesunder Nachwuchs entsteht nicht dadurch, dass man den Regeln und Vorgaben der Ideologen folgt, sondern dadurch, dass man die Kenntnisse der medizinischen und psychologischen Wissenschaft anwendet und sie immer weiter fortschreibt. In die Kategorie Ideologie sind unter diesem Aspekt Feminismus und Wirtschaftswissenschaften einzuordnen. Auch die Sozialgesetzgebung fördert die deutlich falsche Richtungsentscheidung.

    Ein beispielhafter Artikel ist in der gleichen Ausgabe der Aufsatz von Dorothea Böhm >In den ersten Jahren ist die Mutter unersetzlich<. Es gibt weitere wissenschaftliche Untersuchungen der Gehirnforschung z. B. von Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer, der Titel des Vortrages ist >Wir lernen immer< Gehirnforschung und die Schule des Lebens.

    Das Fazit ist: Niemand und Nichts kann die Mutter ersetzen. Es gibt vor allem keinen Ersatz für eine psychisch gesunde Entwicklung des Kindes.

    Und noch etwas. Es gibt auch keinen Ersatz für das Lebensglück einer Frau. Glauben sie wirklich, das Erbe der Evolution innerhalb zweier Generationen auf den Kopf stellen zu können? Sie können sich ruhig Lustigmachen über die hellblaue oder rosa Welt der Mütter und deren Kinder. In dem Maße wie Großmütter und Mütter nicht mehr als Lehrende zur Verfügung stehen, ist doch das Internet und darin die Mütterforen den Selbsthilfegruppen gleichzustellen. Es wäre auch eine dankenswerte Aufgabe der Schule, Mädchen und Jungen in den Grundwissenschaften des Haushaltens und des Hauswirtschaftens zu unterrichten. Grundzüge der Kinderpflege und der Kindererziehung könnten möglicherweise auch das Verhältnis zu den Eltern verbessern.

    Vor dem Hintergrund der Gleichberechtigungsregeln ist es aber eine nicht mehr aufzuschiebende Forderung, die Mütter finanziell sicherzustellen. Einkommen, Krankenkasse und Rentensicherung. Kein Staat kann davon ausgehen, dass der Nachwuchs ohne Kosten gestellt wird. Das wäre so klug als würde ein Fabrikant erwarten, dass die erforderlichen Maschinen für seine Fabrik kostenlos zur Verfügung gestellt würden.

    Mutti am Monitor? Warum nicht, besser als Kinder ohne Mutti. Warum stellen sich Frauen gegen ihre Schwestern? Neid – weil viele den Ideologinnen nicht mehr glauben sondern ihrem Gefühl vertrauen? Es könnte sein! Hoffentlich.

    [Gekürzt, wg. Mehrfachpostings. /Die Redaktion pt.]

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Danke! Du hast genau das gesagt, was ich auch hätte sagen wollen. Schade, daß der Beitrag gekürzt worden ist!

    Sie schreiben: "Gesunder Nachwuchs entsteht nicht dadurch, dass man den Regeln und Vorgaben der Ideologen folgt, sondern dadurch, dass man die Kenntnisse der medizinischen und psychologischen Wissenschaft anwendet und sie immer weiter fortschreibt."

    Das ist nicht zu bestreiten.

    Sie schreiben fernern: "Niemand und Nichts kann die Mutter ersetzen."

    Und das ist blanke Ideologie.

    Danke! Du hast genau das gesagt, was ich auch hätte sagen wollen. Schade, daß der Beitrag gekürzt worden ist!

    Sie schreiben: "Gesunder Nachwuchs entsteht nicht dadurch, dass man den Regeln und Vorgaben der Ideologen folgt, sondern dadurch, dass man die Kenntnisse der medizinischen und psychologischen Wissenschaft anwendet und sie immer weiter fortschreibt."

    Das ist nicht zu bestreiten.

    Sie schreiben fernern: "Niemand und Nichts kann die Mutter ersetzen."

    Und das ist blanke Ideologie.

  7. Das Thema interessiert mich als beruftätige Mutter immer. Aber nun klicke ich schon die ganze Zeit rumm und suche die dritte Seite dieses Artikels oder besser die klare und neue Aussage. Dass sich die Mütter im Mütterforum treffen ist doch nicht weiter verwunderlich. Schließlich muss man für die Art von Kontakt keine Wickeltasche packen oder den Kinderwagen die Treppe runtertragen.
    Dass einige Vollzeit-Hausfrauen, aber vor allem die Deutschen an sich, so ihre Meinung zur Berufstätigkeit der Frauen haben, ist auch nichts Neues, auch nicht, dass die Argumente völlig verdreht werden. (Da bleiben Frauen angeblich zu Hause, weil sie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht standhalten können. Wer bitte sehr gibt in der Wirtschaftskrise den Job auf? )
    Aber trotzdem, ich suche immer noch die neuen Erkenntnisse aus dem Beitrag...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • giobio
    • 10.05.2009 um 22:46 Uhr

    sind weder in diesem Artikel zu finden noch in den Foren zu erwarten. Das sind Chats gelangweilter Mamas.

    • giobio
    • 10.05.2009 um 22:46 Uhr

    sind weder in diesem Artikel zu finden noch in den Foren zu erwarten. Das sind Chats gelangweilter Mamas.

  8. Wenn ich mir mein Umfeld über einen Zeitraum einer Dekade anschaue, läuft es so:

    Mutti bleibt zuhause, zieht die Kinder gross, macht das Heim hübsch.

    Papa (Akademiker) macht Karriere, lernt irgendwann (wichtig: erst wenn die Kinder gross sind !), eine nette Kollegin etwas näher kennen. Die ist jünger und (noch) hübscher als Schatzi.

    Papa merkt, dass Mutti irgendwie alt und echt nicht mehr so hübsch ist und zieht mit der netten Kollegin zusammen.

    Mutti ist ziemlich verbittert und macht eine Umschulung zur Physiotherapeutin, Logopädin, was-auch-immer und muss nun auf eigenen Beinen stehen.

    Papa denkt, dass es ziemlich gut gelaufen ist. Kinder sind flügge und die Frau an seiner Seite trotzdem jung und frisch.

    Mutti denkt, dass sie rundum verarscht worden ist. Von Papa, von sich selbst, vom Leben.

    Und weil Mutti nicht doof ist, ahnt sie das natürlich. Und deshalb trifft sie sich mit anderen Muttis, die auch sowas ahnen und alles sagen sich gegenseitig: Unser Papa macht sowas nicht.

    Und das ist Blödsinn.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die Zweitfrau will jetzt auf den letzten Drücker selber Mutter werden.
    Wozu nimmt man sich denn sonst so einen alten Zausel mit Geld?
    Doch wohl nur, um abgesichert eine Familie zu gründen. Der Alte hat Kohle und die Gefahr einer Zweitfrau besteht nicht mehr.
    Jetzt kann Papi mit über fünfzig wieder den Kinderwagen schieben.
    Also mir persönlich gucken diese Papis oft ziemlich genervt aus der Wäsche.
    Mutti hat Glück und bekommt nach der Umschulung einen ( staatlich geförderten ) Arbeitsplatz. Mit Erstaunen stellt sie fest, dass ihre während der Familienphase entwickelten Fähigkeiten sie beruflich gut vorankommen lassen.
    Mutti verabredet sich übers Internet jedes Wochenende mit einem anderen Mann, bis sie den gefunden hat, bei dem es prickelt.
    Manchmal sieht Mutti Papi, wenn der zum Kindergarten hetzt.
    Mutti lächelt fein.

    Die Zweitfrau will jetzt auf den letzten Drücker selber Mutter werden.
    Wozu nimmt man sich denn sonst so einen alten Zausel mit Geld?
    Doch wohl nur, um abgesichert eine Familie zu gründen. Der Alte hat Kohle und die Gefahr einer Zweitfrau besteht nicht mehr.
    Jetzt kann Papi mit über fünfzig wieder den Kinderwagen schieben.
    Also mir persönlich gucken diese Papis oft ziemlich genervt aus der Wäsche.
    Mutti hat Glück und bekommt nach der Umschulung einen ( staatlich geförderten ) Arbeitsplatz. Mit Erstaunen stellt sie fest, dass ihre während der Familienphase entwickelten Fähigkeiten sie beruflich gut vorankommen lassen.
    Mutti verabredet sich übers Internet jedes Wochenende mit einem anderen Mann, bis sie den gefunden hat, bei dem es prickelt.
    Manchmal sieht Mutti Papi, wenn der zum Kindergarten hetzt.
    Mutti lächelt fein.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service