Paintball-Verbot Ein Sieg für die WaffenlobbySeite 2/2
Sehr erfolgreich hat sie in den vergangenen Wochen Einfluss auf die Politik genommen, Parlamentarier und Medien mit Briefen und Mails bombardiert, vor einem Generalverdacht gewarnt und jede noch so schwache Einschränkung des Waffenrechts als unverhältnismäßig abgelehnt. Allein der Plan, Waffen künftig mit biometrischen Sperren zu sichern, wurde von den Schützen akzeptiert – wohl auch deshalb, weil die Technik noch weit von einer Serienreife entfernt ist.
Das geplante Paintball-Verbot sagt also viel aus über den Einfluss der Waffen- und Schützenlobby auf den Bundestag. Nur wenige Monate vor der Bundestagswahl will es sich keine Partei, egal ob links oder rechts, mit den wahlberechtigten Waffenträgern verscherzen. Sie stellen rund 10 Prozent der 60 Millionen Wahlberechtigten und können eine knappe Wahl damit durchaus entscheiden.
Wenngleich bislang noch jeder tödliche Amoklauf in Deutschland mit einer großkalibrigen Schusswaffe verübt wurde, konnten sich die Verehrer dieser todbringenden Technik sehr erfolgreich des Generalverdachts erwehren. Der wird stattdessen den Paintball-Spielern entgegengebracht. Nicht weniger sinnfrei wäre es gewesen, Wasserpistolen und Faschingsknarren einzukassieren. Sicher ist nach dem Paintball-Verbot nur eines: Kein einziger Amoklauf wird dadurch verhindert werden.
- Datum 14.05.2009 - 15:11 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie opi
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 115
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Nun weis auch der Letzte das Politiker ihre Waehler fuer Vollidioten halten!
das wirklich Schlimme ist doch, dass Sie damit recht haben.
Ich lese gerne die Zeit, doch guck dir mal die Verkaufszahlen von "Bild" an.
Ich finde diese Zahlen sprechen schon eine sehr deutliche Sprache, wie es um Deutschland steht.
Auf das immer besser werdende TV Programm will ich jetzt mal ga nicht eingehen.
das wirklich Schlimme ist doch, dass Sie damit recht haben.
Ich lese gerne die Zeit, doch guck dir mal die Verkaufszahlen von "Bild" an.
Ich finde diese Zahlen sprechen schon eine sehr deutliche Sprache, wie es um Deutschland steht.
Auf das immer besser werdende TV Programm will ich jetzt mal ga nicht eingehen.
Amokläufer, Populisten und politische Idioten
Forderungen nach einer Verschärfung des Waffengesetzes, ein Verbot von Gewaltvideos und Gewaltspielen hört man in jüngster Zeit wieder sehr häufig. Die Fordernden sind mitunter Volksvertretern, welche ein Rollenspiel nicht von einem „Killerspiel“ unterscheiden könne.
Es wirkt schon absurd, die Gründe für eine solche Tat, größtenteils in der fiktionalen, nicht jedoch in der Realen Welt zu suchen.
Doch halt, Paintball ist da genau richtig, um von der eigenen politischen Unfähigkeit bzw. Unwillen abzulenken.
Immer offensichtlicher scheint, dass wir, von Lobbyisten und nicht von unseren Politikern regiert werden.
Die Diskussion die seit Winnenden wieder ins Rollen gekommen ist, wirkt schon fast surreal.
Die Schuldigen waren erst Mitwisser im Internet anschließen, wie „BILD“ zeigte, Schützenvereine die Jugendlichen an „Großkalibrigen“ Luftgewehren den Umgang mit Waffen erlernen, der Vater (wohl auch zurrecht) der komplette Berufsstand der Lehrer und nun schlussendlich die Gotchaspieler.
Des Pudels Kern sollte weniger die Frage bilden, unter welchen Umständen er an die Waffe gelangte ist oder wie er den Plan entwickelt hat und ob Anzeichen dafür erkannt hätten werden müssen.
Die eigentlich offensichtliche Frage sollte doch viel mehr lauten: „Was führt dazu, dass ein Jugendlicher solch einen Hass entwickelt.
Man las von Depressionen, möglich das dies etwas dazu beitragen kann.
Unbestritten ist jedoch, dass eine Depression eine Erkrankung des Geistes ist. Möglicherweise sollte man diese jedoch nicht als ein isoliertes Problem des Einzelnen betrachten, sondern als Symptom einer krankenden Gesellschaft.
Liegen die Gründe für dieses Grauen in dem Verarmen an zwischenmenschlichen Beziehungen und Werten durch die sich immer weiter ausbreitende Oberflächlichkeit der heutigen Konsumgesellschaft.
Hat dieser Junge vielleicht sich und 15 andere getötet, als er feststellte, dass er mit der heutigen Lifestyle und Konsumgesellschaft nicht schritt halten konnte?
War es die Erkenntnis, dass ihm verwärt blieb, was anderen leicht fällt?
War dies sein Weg, „Protest“ an unserer Gesellschaft zu äußern?
Endgültig wird man diese Frage wohl nie beantworten können.
Doch sollte jedem klar sein, dass das schärfste Waffengesetz, das weitest reichende Verbot von Gewaltspielen, Videos oder Paintball nicht verhindern wird, dass ein junger Mensch mit der „richtigen“ Motivation solch eine Tat erneut ausführt.
Also manchmal gibt es wirklich Dinge, zu denen einem nichts mehr einfaellt, das ist einfach nur laecherlich und man kann nur Kommentar 1 beipflichten!
... als da davon gefaselt wurde, dass Kinderpornosperren Kinder vor Missbrauch schützen. Und jetzt gehts mir auch schon wieder so.
[Rest entfernt, bitte diskutieren Sie sachlich und mäßigen Sie Ihre Ausdrucksweise/ Redaktion; svb]
... als da davon gefaselt wurde, dass Kinderpornosperren Kinder vor Missbrauch schützen. Und jetzt gehts mir auch schon wieder so.
[Rest entfernt, bitte diskutieren Sie sachlich und mäßigen Sie Ihre Ausdrucksweise/ Redaktion; svb]
ab sofort muss auch räuber und gendarm verboten werden, denn unsere kinder müssen vor diesem sittenwidrigen spiel geschützt werden, auch piratenkostüme darf es in ukunft nicht mehr geben, denkt doch mal an unsere kinder
Kein Politiker, kein Gesetz und kein Verbot wird jemals im Gehirn angesammelte Hassgefühle besänftigen können.
Dieser Schritt geht - wie kann man das anders auch erwarten - völlig in die falsche Richtung.
Aber hej! Nicht wundern, wenn bald Völkerball auch verboten wird.
Und solche Idioten wählen wir...noCo
Wenn nach so einer Lachnummer von Entscheidung auch noch "große Zufriedenheit" herrscht, dann ist das wohl eine Kapitulation des Verstandes vor der Unfähigkeit. Wir werden nicht von intelligenten und vernünftigen Politikern regiert, sondern sind Opfer von unfähigen Machtversessenen, die, anstelle sich um ein Problem wirklich zu kümmern, der Lobby das Recht geben, die am lautesten schreit.
Das durch solch unnütze Aktionen kein Vertrauen in die Politik entsteht, übersehen die werten Damen und Herrn leider.
Dieser Regierung kann ich nur mein Misstrauen bezüglich ihrer Regierungsfähigkeit aussprechen.
Nachdem hier in der werten Leserschaft ziemlich einhellig die Meinung vertreten wird, dass ein Paintball-Verbot populistischer Aktionismus ist, spare ich mir jede weitere Argumentation in dieser Richtung. Ich sehe es halt auch so.
Aber ich muss den Autor doch kritisieren, dass er für diesen jämmerlichen Versuch der Politik die Waffenlobby verantwortlich macht. Immerhin haben wir hier in Deutschland keine US-amerikanischen Verhältnisse mit einer NRA, sondern kleine Schützenvereine, die Landesjagdvereine und ähnliches (Der Rüstungslobby, die es sicher in dieser Form gibt, dürfte eine Verschärfung des nationalen Waffenrechts eh ziemlich wurscht sein). Die Vereine als Waffenlobby hinzustellen wäre sicher zuviel des Guten.
Ich bin selber Jäger und könnte die Jagd mit einer bei der Polzei verschlossenen Waffe bzw. Munition nicht mehr ausüben (das würde zwar sicher manchen Tierfreund Recht sein, aber das ist ein anderes Thema). Kontrollen der Waffenunterbringung (auch nach bisherigem Recht möglich) gab es zwar etwa jährlich zu Zeiten der DDR, seit 1990 aber nicht mehr. Das war den Behörden wohl zu arbeitsintensiv...
Der Vorschlag in den Vereinen zentrale Depots einzurichten, dürfte and den Kosten (immerhin stehen dann da Duzende an Waffen mit der zugehörigen Munition) und dem Personal (wer soll denn die Ausgabe und Rücknahme kontrollieren?) scheitern.
Also immer her mit guten Ideen, aber sie müssen auch Sinn machen und praxistauglich sein.
Die Lösungen die mir vorschweben bauen auf eine Kooperation mit dem Schützenverein. Amokläufe mit Schußwaffen wie in Winnenden wären nicht möglich, wenn es keine *funktionsfähige* Waffen zu Hause gäbe.
1.) Bei zerlegbaren Waffen sollte mindestens ein kritisches (schwer zu beschaffendes Teil) immer im Vereinsheim lagern. Verantwortung für die Ablieferung/Ausgabe trägt ein Waffenwart des Vereins.
2.) Wenn das nicht möglich ist, könnte man Schlösser für Abzug oder Lauf entwickeln, bei denen nur ein Waffenwart des Vereins den Schlüssel hat. Auch das würde verhindern, dass man funktionierende Waffen mit nach Hause nimmt.
3.) Man kann natürlich auch die komplette Waffe an einem sicheren Ort lagern
4.) Wenn 1.), 2.) oder 3.) technisch nicht möglich sein sollten, dürfen in Zukunft nur noch Waffen in Deutschland verkauft werden, die 1.) oder 2.) ermöglichen.
PS: Um die Jäger geht es nicht, sondern um Schützenvereine und ihre vielen Millionen Waffen zu Hause.
wenn zentrale Verwahrung, dann nur Munition. Waffen und Munition getrennt:
Nicht in 2 Schränken, sondern in 2 entfernten Gebäuden!
Die Einschätzung bezüglich des Paintballverbots ist in diesem Forum und wohl auch außerhalb relativ einhellig.
Aber:
Ein Sieg der Waffenlobby?
Das ist in etwa so als ob Kritik an der Steueroase Schweiz ein Sieg der Österreich-Lobby wäre. Die "Waffenlobby", soweit es so etwas in Deutschland in echter organisierter Form gibt, hat ganz bestimmt kein Interesse an völlig an der Realität vorbeigehender Anlassgesetzgebung. Wenn so ein Gesetzesvorschlag nämlich reingeht sind das nächste Mal eben die Jäger oder die Schützen drann. Die Vertreter dieser Gruppen sind sicher nicht so blöd das nicht zu wissen...
Es ist ganz einfach: Langsam gehört einmal das Verbieten verboten.
Ich wäre für Folgendes: Es ist grundsätzlich verboten, Schusswaffen zu Hause zu lagern - es gibt aber Ausnahmeregelungen für Jäger etc., Leute die wie Sie durch Ihren Beruf zwingend auf Waffen angewiesen sind und bei denen andere Lösungen einfach nicht praktikabel sind.
Meiner Einschätzung nach dürfte gerade von Jägern und deren Kindern eh keine grosse Amoklauf-Gefahr ausgehen.
Die Lösungen die mir vorschweben bauen auf eine Kooperation mit dem Schützenverein. Amokläufe mit Schußwaffen wie in Winnenden wären nicht möglich, wenn es keine *funktionsfähige* Waffen zu Hause gäbe.
1.) Bei zerlegbaren Waffen sollte mindestens ein kritisches (schwer zu beschaffendes Teil) immer im Vereinsheim lagern. Verantwortung für die Ablieferung/Ausgabe trägt ein Waffenwart des Vereins.
2.) Wenn das nicht möglich ist, könnte man Schlösser für Abzug oder Lauf entwickeln, bei denen nur ein Waffenwart des Vereins den Schlüssel hat. Auch das würde verhindern, dass man funktionierende Waffen mit nach Hause nimmt.
3.) Man kann natürlich auch die komplette Waffe an einem sicheren Ort lagern
4.) Wenn 1.), 2.) oder 3.) technisch nicht möglich sein sollten, dürfen in Zukunft nur noch Waffen in Deutschland verkauft werden, die 1.) oder 2.) ermöglichen.
PS: Um die Jäger geht es nicht, sondern um Schützenvereine und ihre vielen Millionen Waffen zu Hause.
wenn zentrale Verwahrung, dann nur Munition. Waffen und Munition getrennt:
Nicht in 2 Schränken, sondern in 2 entfernten Gebäuden!
Die Einschätzung bezüglich des Paintballverbots ist in diesem Forum und wohl auch außerhalb relativ einhellig.
Aber:
Ein Sieg der Waffenlobby?
Das ist in etwa so als ob Kritik an der Steueroase Schweiz ein Sieg der Österreich-Lobby wäre. Die "Waffenlobby", soweit es so etwas in Deutschland in echter organisierter Form gibt, hat ganz bestimmt kein Interesse an völlig an der Realität vorbeigehender Anlassgesetzgebung. Wenn so ein Gesetzesvorschlag nämlich reingeht sind das nächste Mal eben die Jäger oder die Schützen drann. Die Vertreter dieser Gruppen sind sicher nicht so blöd das nicht zu wissen...
Es ist ganz einfach: Langsam gehört einmal das Verbieten verboten.
Ich wäre für Folgendes: Es ist grundsätzlich verboten, Schusswaffen zu Hause zu lagern - es gibt aber Ausnahmeregelungen für Jäger etc., Leute die wie Sie durch Ihren Beruf zwingend auf Waffen angewiesen sind und bei denen andere Lösungen einfach nicht praktikabel sind.
Meiner Einschätzung nach dürfte gerade von Jägern und deren Kindern eh keine grosse Amoklauf-Gefahr ausgehen.
Dummheit und Lobbyhörigkeit unserer Politnasen sind kaum noch überbietbar.
Ich zitiere BAP: "Ihr sit widderlich!"
Zudem ist es eine zynische Verhöhnung der Opfer.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren