Krieg gegen die Taliban Pakistan wird der Massenflucht nicht Herr
Der Kampf gegen die Taliban stürzt Pakistan in eine Zerreißprobe. Hass auf die Extremisten mischt sich mit Zorn auf Regierung und Militär

© Daniel Berehulak/Getty Images
Geflüchtet aus dem umkämpften Buner: Ein pakistanisches Kind im Auffanglager Chota Lahore im südlich von Buner gelegenen Swabi-Distrikt
Omer Rahman weiß nicht mehr, wie viele Stunden er marschiert ist. Zu Fuß hat sich der Teenager aus dem Buner-Bezirk ins Notcamp im sicheren Swabi durchgeschlagen. Immer in Todesangst vor den Kampfhubschrauber des Militärs und den Mörsern der Taliban. Er hat es geschafft, andere waren weniger glücklich. Der 26-jährige Parvez Khan ringt mit den Tränen. "Am ersten Tag wurden zwei unserer Laster angegriffen und alle Männer, Frauen und Kinder getötet", erzählt er Reportern. Seine halbe Familie sei unter den Opfern gewesen.
Der Kampf gegen die Taliban stürzt Pakistan in eine Zerreißprobe. Das Land wird von einer Fluchtwelle überrollt, die alle bisherigen Flüchtlingskrisen in seiner 61-jährigen Geschichte in den Schatten stellt. Zugleich mehren sich Schreckensberichte über schwere Opfer unter Zivilisten. Terrorexperten rechnen zudem mit Racheanschlägen der Taliban in noch stabilen Gebieten wie den Provinzen Punjab und Sindh.
Seit das Militär vor rund zwei Wochen seine Offensive gegen die Gotteskrieger startete, sollen 700.000 bis eine Million Menschen aus dem Swat-Tal und den Nachbarbezirken Buner sowie Dir geflohen sein. Weitere 500.000 hausen schon seit August 2008 in Notcamps.
Noch immer warten im Swat-Tal 700.000 Menschen verzweifelt auf eine Chance, aus der Kriegszone zu entkommen. Abgeschnitten von Hilfe, erleben sie die Hölle auf Erden. Angeblich haben die Taliban Minen gelegt und Geiseln genommen. "Bitte, bitte, rufen Sie mich nicht mehr an. Die Taliban sind überall. Sie werden sagen, ich bin ein Spion und mir die Kehle durchschneiden", sagt ein Bewohner der Nachrichtenagenur AFP am Telefon.
"Killing field", Todesfeld, nennen die Medien nun das frühere Ferienparadies nur 150 Kilometer von der Hauptstadt Islamabad entfernt. Hunde sollen bereits die Leichen auf den Straßen anfressen, weil keiner die Toten bergen kann.
Das bitterarme 170-Millionen-Einwohner-Land wird mit der Flüchtlingsflut nicht mehr fertig. Präsident Asif Ali Zardari funkte am Mittwoch SOS. Auch die UN riefen die Welt um Nothilfe an. Sie warnen vor einem zweiten Darfur. Experten fürchten, die Wut der Menschen könnte sich bald gegen Militär und Regierung wenden - und dem Kampf gegen die Taliban den Rückhalt rauben. Die Offensive könnte zumWaterloo werden und das Volk gegen die Regierung aufbringen, wenn sie die Massenflucht nicht meistere, schreibt die Zeitung Dawn.
Es sind Pakistans Bürger, die den bitteren Preis in diesem Krieg gegen die Extremisten zahlen. Immer mehr Flüchtlinge überfluten die Zeltdörfer, die schon aus allen Nähten platzen. Andere kommen bei Verwandten unter. Schulen und Universitäten werden zu Auffanglagern umfunktioniert. Verletzte belagern die Hospitäler.
- Datum 13.05.2009 - 19:33 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
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Aufgrund des Druckes der USA ermorden nun pakistanische Militärs ihre eigenen Landsleute.
One world, one love!
NICHT dafuer ein, aus der NATO auszusteigen, sich mit dem Osten zu verbuenden, und der Taliban zu helfen?
NICHT dafuer ein, aus der NATO auszusteigen, sich mit dem Osten zu verbuenden, und der Taliban zu helfen?
Immer wenn man glaubt, schlimmer kanns ja nicht werden, straft uns die US Aussenpolitk Lügen.
Taliban!!
Taliban!!
Taliban!!
Die Tabliban haben doch Erfolg!
Die erreichen genau das was sie vorhaben.
1,5 Millionen Menschen auf der Flucht, Einheimische die von ihrem eigenen Militaer niedergeschossen werden und ueber all dem weht die Fahne der USA.
Jeder der einen Atlas aufschlagen kann haette sehen koennen das es nur eine Frage der Zeit war das das passiert.
Wohin sonst haetten die Taliban denn gehen koennen?
Im Iran haette man sie alle umgebracht - die moegen die genau so wenig wie der Westen- doch gleich hinter der pakistanischen Grenze warteten Millionen von Fluechtlingen von denen ihnen einige immer noch wohl gesonnen sind.
Mit dem Ende der Musharraf Diktatur wurde fiel Pakistan langsam auseinander und war damit reif fuer einen organisierten Rueckzug.
Die Pakistanies haben jetzt die Wahl zwischen Pest(Taliban) und Cholera(USA) Und wenn auch nur 10% Pest waehlen sind das 17 Millionen Menschen. Ich nenne das Erfolg - wenn auch hoecht beunruhigenden.
Die Tabliban haben doch Erfolg!
Die erreichen genau das was sie vorhaben.
1,5 Millionen Menschen auf der Flucht, Einheimische die von ihrem eigenen Militaer niedergeschossen werden und ueber all dem weht die Fahne der USA.
Jeder der einen Atlas aufschlagen kann haette sehen koennen das es nur eine Frage der Zeit war das das passiert.
Wohin sonst haetten die Taliban denn gehen koennen?
Im Iran haette man sie alle umgebracht - die moegen die genau so wenig wie der Westen- doch gleich hinter der pakistanischen Grenze warteten Millionen von Fluechtlingen von denen ihnen einige immer noch wohl gesonnen sind.
Mit dem Ende der Musharraf Diktatur wurde fiel Pakistan langsam auseinander und war damit reif fuer einen organisierten Rueckzug.
Die Pakistanies haben jetzt die Wahl zwischen Pest(Taliban) und Cholera(USA) Und wenn auch nur 10% Pest waehlen sind das 17 Millionen Menschen. Ich nenne das Erfolg - wenn auch hoecht beunruhigenden.
Hmmm sollen uns die Dauermeldungen aus Pakistan auf einen neuen Invasionszug vorbereiten? War ja bei Afghanistan seinerzeit das gleiche Trommelfeuer.
Wo ist die Lösung ?
Der "Westen" und die NATO werden - auch nach OBAMA - in der nichtwestlichen Welt verdächtigt - ob berechtigt oder nicht, das spielt kaum noch eine Rolle - , dass sie ihre eigenen Interessen verfolgen, was selbst S.P. Huntington in "Kampf der Kulturen" einräumt.
Also müssten unter der Leitung und Legitimierung nichtwestliche Kräfte und nichtwestliche Unterstützung den Konflikt bekämpfen, wodurch die Unterstützung sowohl der pakistanischen als auch der afghanischen Bevölkerung - nach 7 Jahren erfolglosen "Krieg gegen den Terror" mit vielen Opfern und wachsendem Misstrauen - wachsen würde.
Nur eine grunsätzliche Überlegung! Die Umsetzung und Organisierung dieser nichtwestlichen Kräfte bleibt eine gigantische Herausforderung!
Der Pakistanische Staat ist am Ende, die Einmischung der USA trägt bittere Früchte. Vorbei ist die Ära der Stabilität unter Musharraf, aber wer wird das so eng sehen, Verantwortung und Pentagon sind nicht miteinander vereinbar. Wie von mir bereits vor dem Abgang von Musharraf vorausgesagt, fällt Pakistan als nächster Dominostein in einem auf volles Risiko getrimmten Destabilisierungsplan der strategisch unfähigsten Macht auf diesem Planeten. Und es beweist sich abermals, dass Afghanistan nie die Befriedung in Aussicht gestellt wurde. Diese Aufgabe wäre zu lösen gewesen, Pakistan hingegen überhaupt nicht. Und dennoch marschieren die Sandfarbenen Unofirmierten immer weiter nach Osten, egal wohin der Zuchteister sie schickt. Mit Patriotismus und Ausbildungschancen wurden sie geködert, mit unzureichender Ausrüstung in den Kampf geschickt und mit einer falschen politischen Botschaft über Art und Nutzen des Einsatzes ihrer Würde beraubt. Während die "Strategen" Risiko würfeln, leiden die Menschen vor Ort unter dieser Katastrophe. Wann ist ein Ende abzusehen und wieso akzeptieren wir immern noch diese Dummreistigkeit, die auch unsere Soldaten das Leben kostet, während hinterrückst Ränkespiele und Eroberungsfeldzüge geschmiedet werden, schön verpackt als Botschaft mit wertvollem "humanitärem" Inhalt. Niemand wagt es mehr über die immensen Kollateralschäden zu berichten. Wir sind nicht mehr weit davon entfernt, dass die Nachricht von heute die Lüge von morgen ist. Wer sich so bereitwillig seinem Henker preisgibt, ohne ein Wort der Wahrheit zu sprechen, hat es entweder nicht verstanden oder nie die Fähigkeit dazu erworben. Je mehr Wissen, desto weniger Verstand und nocht schlechter der Journalismus. Mut zur Wahrheit, Inhalt ist eben mehr als nur die Aneinanderreihung von Worten die vorgegeben wurden.
NICHT dafuer ein, aus der NATO auszusteigen, sich mit dem Osten zu verbuenden, und der Taliban zu helfen?
Die NATO hat doch seit Zusammenfall der Sowjetunion und somit des Warschauer Paktes ohnehin nur noch einen Sinn: Einflussnahme bzw. Kontrolle der Westmächte durch die USA.
One world, one love!
Die NATO hat doch seit Zusammenfall der Sowjetunion und somit des Warschauer Paktes ohnehin nur noch einen Sinn: Einflussnahme bzw. Kontrolle der Westmächte durch die USA.
One world, one love!
Sollte der smarte Obama die Pentagon Papers etwa nicht gelesen haben? Warum macht er dann die gleichen Fehler. Das Swat-Tal hiess damals Ho-Chi-Minh Pfad und in Kambodscha pfiff wie jetzt in Pakistan die Militärregierung aus dem letzten Loch. Geholfen hat die Ausweitung des Krieges damals so wenig wie heute.
Mal gespannt ob die Pakistanischen Lametta-Affen es auch riskieren von ihrem Pol Pot in Scheiben geschnitten zu werden oder vorher die Seiten wechseln.
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