Benedikt in Jordanien Ein gebeugter Papst sucht Versöhnung
Bloß keinen Fehler machen! Papst Benedikt stecken die Anfeindungen während der Affäre Williamson noch in den Knochen. Auf seiner Nahost-Reise agiert er überaus vorsichtig.
Es bläst ein kalter Wind an diesem Morgen auf dem Berg Nebo. Das nördliche Ende des Toten Meeres liegt in diffuser Tiefe. Fahles Licht verschleiert die Konturen des Wüstengebirges diesseits und
jenseits des Jordans.
Der Papst ist hierher gekommen, weil der Überlieferung nach, Moses an diesem Gipfel stand und starb, der Anführer der Israeliten. Vierzig Jahre lang hatte er sie durch die Wüste geführt. Vierzig Jahre lang musste er ihren Widerstand brechen und sie antreiben, denn das Volk "murrte", wie es heißt. Die Popularität Moses' ist zweifelhaft. Er hatte die Israeliten aus der Gefangenschaft geführt, doch sie zogen die Knechtschaft der Freiheit vor. Im Gewohnten zu verharren war bequemer als aufzubrechen. Hier oben war seine Kraft am Ende. Hier starb Moses, kurz bevor seine Nachfolger das "verheißene Land" eroberten.
Jetzt steht der 82-jährige Joseph Ratzinger 1100 Meter über der Tiefebene und blickt in die Ferne. Kurz leuchtet sein Gesicht auf, für einen Moment bricht eine Freude aus ihm hervor, so wie 2005, als er neu gewählt strahlend auf den Balkon des Petersdoms trat. Doch sonst ist sein Blick müde auf dieser Reise. Es ist nicht zu übersehen: Das Pontifikat hinterlässt Spuren. Wie Moses hat auch Benedikt eine riesige Schar Gläubiger zu führen, auch er scheint von aufreibenden Auseinandersetzungen erschöpft zu sein. Der Elan der Anfangsjahre ist dahin.
Wenige Stunden später – der Tag ist noch immer jung – sitzt Benedikt XVI. in der Hussein bin Talal Moschee in Amman und müht sich, während der Begrüßungszeremonie die Augen offen zu halten. Vielleicht hat er einfach zu wenig Schlaf, vielleicht ist es nur das Alter, vielleicht ist es aber auch die Bürde des Amtes, die ihm in letzter Zeit zu schwer geworden ist. Zu groß waren die Widerstände, die er hervorrief. Seine Bewegungen sind schwerfälliger geworden, seine Stimme schwächer. Der Papst wirkt resigniert.
Sein Gastgeber, der Haschemiten-Prinz Ghazi bin Muhammed bin Talal, hält eine brillante Rede. Er schätze es sehr, dass Benedikt die Moschee aufsuche – es ist erst der dritte Besuch eines Papstes in einem islamischen Gotteshaus überhaupt. Johannes Paul II. hatte die Moschee in Damaskus besucht und der jetzige Papst bereits die in Istanbul. Der Prinz sagt, es sei notwendig, dass sich Islam und Christentum in gegenseitigem Respekt begegneten, machten sie doch zusammen 55 Prozent der Weltbevölkerung aus. Er weist auf die Regensburger Rede hin, die weltweit für so große Empörung gesorgt hat. Die spätere päpstliche Erklärung dazu sei in der islamischen Welt angekommen, sagt er. Die umstrittene Passage ("Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.") sei nur ein Zitat in einer akademischen Rede gewesen und keinesfalls Benedikts persönliche Meinung oder eine offizielle kirchliche Verlautbarung.
- Datum 11.05.2009 - 18:18 Uhr
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Die "intellektuelle Schärfe" des Papstes ist in erster Linie Ausdruck seiner intrakulturellen, intrareligiösen, christliche Kompetenz. Die Fehlleistungen, an die der ZEIT-Artikel noch einmal erinnert, entlarven Schwächen in der interreligiösen, interkulturellen Kompetenz, so dass die Unsicherheiten auf dem interkulturellen Parkett verständlich sind. Offensichtlich war der Papst nicht so weise, dass er Hans Küng als Berater mitgenommen hat, dessen interreligiöse und interkulturelle Kompetenz bei nicht geringerer "interkultureller Schärfe" den Erfolg der bedeutsamen Reise "gesichert" hätte.
Das Zusammenwirken von Papst und Küng hätte auch glaubwürdig die intrakulturelle, christliche "Versöhnungskompetenz" demonstriert und ein
Weltethos für das Weltfinanzsystem, die Weltpolitik, die Weltwirtschaft und die Medien im "Dialog der Kulturen" entscheidend fördern können!
bietet dieser Papst so manche Unschärfe: Seine Homophobie, seine Haltung zur Verhütung von HIV-Infektionen, seine Blindheit auf dem rechten Auge sind Zeichen einer Wahrnehmungsschwäche für hiesige Befindlichkeiten.
Immerhin führt seine Haltung zur Verhütung von HIV-Infektionen durch Kondome zu einem Antrag Spaniens auf Verurteilung durch das europäische Parlament.
Ein Papst, der unser Mitgefühl verdient.
Interkulturell?
Die Angriffe auf den Papst kamen vor allem aus dem eigenen Kulturkreis.
Das viele islamistische Aktivisten sich freuen, wenn sie gegen den Papst hetzen können, dafür kann er nichts. Ob du es glaubst oder nicht. Die Moslems sind keine Idioten und können für sich selbst denken.
Jene islamistischen Akteure, haben mit voller Absicht das Zitat hergenommen und als Aussage verkauft. Sie sind die Hetzer und nicht der Papst. Interessant ist nur, dass die "toleranten" in Europa, sich an die Seite der Hetzer gestellt haben und das als "interkulturelle Kompetenz" bezeichnen.
Hier geht es in erster Linie um einen Glaubenskampf innerhalb Europa. Die "Fortschrittspartei" bekämpft alle Traditionalisten, wie zb. die kath. Kirche. Diese hat sich zu unterwerfen und dafür benutzt man andere Kulturen zb. wie den Islam.
Jedoch wird die nächste Runde interessant. Dank der fortschreitenden Islamisierung Europas, kommt eine Traditionalistische Macht auf den Kontinent, die sich mithilfe der Linken PC Dogmen gegen Kritik immunisieren kann (Rassismus, Islamophobie).
Das wird ein spannender Kampf.
Rabbi Shear Yashuv via "Jerusalem Post" 11.05.2009 einen offenen Brief an den Papst geschrieben http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1241773224180&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
Knüppel
Wo bleibt die "Vertöchterungskompetenz"? Warum nimmt Benedikt keine Frauen mit auf Reise? Jedenfalls habe ich keine gesehen.
Der Begriff der "Versöhnung" zeigt einmal mehr die absolut patriarchalische Logik der Religionen und lässt den Parallelbegriff der "Vertöchterung" als skurril erscheinen. Von Gender-Diskussion kann da keine Rede sein. Wer soll da mit wem versöhnt werden? Der Sohn mit dem Vater? Genau so müssen Mütter mit ihren Töchtern versöhnt werden. Warum gibt es Zwietracht zwischen Vätern und Söhnen, Müttern und Töchtern, Zwietracht zwischen den Religionen und den politischen Parteien? Wo bleibt die Eintracht und die Einheit? Dazu fehlen wohl einigen die nötigen Worte.
Freud hat da schöne Texte geschrieben. Der Vater hasst den Sohn, weil der ihm seine Frau wegnehmen will und der Sohn tötet den Vater (Ödipus-Legende). Das hat Parallelen im Tierreich, wo der Patriarch nur so lange die Macht über das Rudel hat, wie sich die Jungen nicht gegen ihn verschwören und ihn töten. Die Verschwörung soll angeblich sogar durch die Frau des Patriarchen angezettelt werden, weil die junge Liebhaber will.
Gut, dass wir jetzt endlich mal eine Frau als Bundeskanzlerin haben. Das lässt hoffen, dass das Patriarchat endlich in den Orkus der Geschichte geworfen wird. Besser wäre es allerdings, wenn wir ein Paar an der Spitze des Kanzleramts hätten. Steinmeier wäre da nicht die schlechteste Lösung - neben Angela.
bietet dieser Papst so manche Unschärfe: Seine Homophobie, seine Haltung zur Verhütung von HIV-Infektionen, seine Blindheit auf dem rechten Auge sind Zeichen einer Wahrnehmungsschwäche für hiesige Befindlichkeiten.
Immerhin führt seine Haltung zur Verhütung von HIV-Infektionen durch Kondome zu einem Antrag Spaniens auf Verurteilung durch das europäische Parlament.
Ein Papst, der unser Mitgefühl verdient.
Interkulturell?
Die Angriffe auf den Papst kamen vor allem aus dem eigenen Kulturkreis.
Das viele islamistische Aktivisten sich freuen, wenn sie gegen den Papst hetzen können, dafür kann er nichts. Ob du es glaubst oder nicht. Die Moslems sind keine Idioten und können für sich selbst denken.
Jene islamistischen Akteure, haben mit voller Absicht das Zitat hergenommen und als Aussage verkauft. Sie sind die Hetzer und nicht der Papst. Interessant ist nur, dass die "toleranten" in Europa, sich an die Seite der Hetzer gestellt haben und das als "interkulturelle Kompetenz" bezeichnen.
Hier geht es in erster Linie um einen Glaubenskampf innerhalb Europa. Die "Fortschrittspartei" bekämpft alle Traditionalisten, wie zb. die kath. Kirche. Diese hat sich zu unterwerfen und dafür benutzt man andere Kulturen zb. wie den Islam.
Jedoch wird die nächste Runde interessant. Dank der fortschreitenden Islamisierung Europas, kommt eine Traditionalistische Macht auf den Kontinent, die sich mithilfe der Linken PC Dogmen gegen Kritik immunisieren kann (Rassismus, Islamophobie).
Das wird ein spannender Kampf.
Rabbi Shear Yashuv via "Jerusalem Post" 11.05.2009 einen offenen Brief an den Papst geschrieben http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1241773224180&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
Knüppel
Wo bleibt die "Vertöchterungskompetenz"? Warum nimmt Benedikt keine Frauen mit auf Reise? Jedenfalls habe ich keine gesehen.
Der Begriff der "Versöhnung" zeigt einmal mehr die absolut patriarchalische Logik der Religionen und lässt den Parallelbegriff der "Vertöchterung" als skurril erscheinen. Von Gender-Diskussion kann da keine Rede sein. Wer soll da mit wem versöhnt werden? Der Sohn mit dem Vater? Genau so müssen Mütter mit ihren Töchtern versöhnt werden. Warum gibt es Zwietracht zwischen Vätern und Söhnen, Müttern und Töchtern, Zwietracht zwischen den Religionen und den politischen Parteien? Wo bleibt die Eintracht und die Einheit? Dazu fehlen wohl einigen die nötigen Worte.
Freud hat da schöne Texte geschrieben. Der Vater hasst den Sohn, weil der ihm seine Frau wegnehmen will und der Sohn tötet den Vater (Ödipus-Legende). Das hat Parallelen im Tierreich, wo der Patriarch nur so lange die Macht über das Rudel hat, wie sich die Jungen nicht gegen ihn verschwören und ihn töten. Die Verschwörung soll angeblich sogar durch die Frau des Patriarchen angezettelt werden, weil die junge Liebhaber will.
Gut, dass wir jetzt endlich mal eine Frau als Bundeskanzlerin haben. Das lässt hoffen, dass das Patriarchat endlich in den Orkus der Geschichte geworfen wird. Besser wäre es allerdings, wenn wir ein Paar an der Spitze des Kanzleramts hätten. Steinmeier wäre da nicht die schlechteste Lösung - neben Angela.
haben sich die Wege des jetzigen Papstes und der von Herrn Küng getrennt. Der Grund liegt wohl in der geistigen und theologischen Weiterentwicklung des Herrn Küng, zu einem umfassenderen Weltethos, während der Papst, zuvor ja Kardinal Ratzinger, in den altbackenen Dogmen der katholischen Kirche stecken geblieben war und lieber einer klerikalen Karriere den Vorzug gab. Herrn Küng wurde dann ja auch damals, auf Grund der mit dieser Entwicklung einhergehenden (nicht mit der vatikanischen Lehrdoktrin konformen) Erkenntnisse, respektive deren Publizierung, seines Lehramtes enthoben. Während der Vatikan mit der kath. Kirche also weiterhin starr im Vorgestern verweilt, ist Herr Küng ein Mann, der den Geist einer positiven, gemeinsamen Zukunft aller Menschen und Konfessionen weiter entwickelt und transportiert. Möge ihm, im Interesse aller Menschen und eines weltweiten Friedens, mehr Gehör beschieden sein und sich viele Menschen dem Gedanken eines Weltethos öffnen und anschließen...
dem auch ich mich gerne anschließen will.
____________________________________________________
Schweiz=Ouagadougou
mit finito.palimpalim schließe ich mich dem Apell ebenfalls an !
dem auch ich mich gerne anschließen will.
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mit finito.palimpalim schließe ich mich dem Apell ebenfalls an !
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Schweiz=Ouagadougou
Die Verirrungen des Egozentrismus haben schon eine lange Geschichte und sie werden sich wohl so lange wiederholen, bis eine ehrliche Bilanz und entsprechende Konsequenzen sie endgültig zur Geschichte werden lassen.
Wer sich dieser Aufgabe mit der notwendigen Bescheidenheit stellt, kann weiter kommen.
Die Kirche kann Vorbild sein, wie der Mensch seiner Aufgabe gegenüber der Schöpfung und ihren Ursprüngen gerecht werden kann. Das hat die Geschichte neben den ganzen Fehlschlägen auch gezeigt.
Gefragt sind jetzt Vorbilder und keine Anmaßung von Rechten, die wir für uns in Anspruch nehmen, nur weil wir den Widerspruch nicht hören (wollen).
Hmmmm, in Anbetracht von zahllosen Irrungen, Wirrungen, Ränkespielen, Intrigen und orgiastischen Fehltritten der (christlichen) Kirchen und ihrer Führer, nebst unmenschlichen, unchristlichen Gebarens, anderem Gedanken- und Glaubensgut gegenüber?! Millionen und Abermillionen Menschen wurde auf den "christlichen" Scheiterhaufen verbrannt, oder unter dem Slogan "Gott will es!" vieler orten dahin geschlachtet.
Als Vorbild, ohne Einschränkung, sollte die einfachen Lehren und das Handeln ihrer Stifter dienen. Vom Handeln und einfachen Gedanken des Jesus von Nazareth jedenfalls, hat sich die Amtskirche Lichtjahre entfernt. So ist die Kirche seit vielen Jahrhunderten doch nichts anderes als ein Machtinstrument (sollte ich sagen, eine Firma?) das Nabelschau betreibt und allem voran seine ureigenen wirtschaftlichen Ziele verfolgt. Dabei war, und ist ihr wohl auch noch, absolut jedes Mittel recht, die eigenen Pfründe zu mehren und zu verteidigen. Nicht unerwähnt lassen sollte man in diesem Kontext die Natur, die ja nach der Doktrin des christlichen Glaubens, dem Menschen untertan sei. Dies war und wird ebenfalls noch immer als Freibrief genutzt, gnadenlos Raubbau an der Natur zu rechtfertigen und zu betreiben! Die Protagonisten der frühen Wissenschaft musste, um sich vor der Verurteilung als Ketzer und den bekannten Ahndungen zu schützen, Weltbilder entwerfen, die rein mechanistisch waren. Da war dann, zur Besänftigung des Mord lüsternen Klerus, der Geist von der Materie getrennt; mit allen den negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, die uns heute an den Rand der globalen Katastrophe gebracht haben. Was zählt der Kirche der einzelne Mensch? Wen juckt im Vatikan das Leiden der misshandelten Kreatur und der Armut der großen Mehrheit aller Menschen? Der Vatikan hält's mit den Reichen und Mächtigen; so war's immer, so ist es auch heute. Und in anderen Kirchen ist es wohl kaum anders. Vorbild Kirche? Warum nicht die alten Römer als Vorbild? Die wollten auch nur ihren zivilisierten Lebensstil in die Welt tragen (und sich nebenbei von den unterworfenen Völkern aushalten lassen)! Ihren eigenen Glauben allerdings, den durften selbst die versklavten Menschen, ohne Angst vor Feuer und Schwert, beibehalten....
Hmmmm, in Anbetracht von zahllosen Irrungen, Wirrungen, Ränkespielen, Intrigen und orgiastischen Fehltritten der (christlichen) Kirchen und ihrer Führer, nebst unmenschlichen, unchristlichen Gebarens, anderem Gedanken- und Glaubensgut gegenüber?! Millionen und Abermillionen Menschen wurde auf den "christlichen" Scheiterhaufen verbrannt, oder unter dem Slogan "Gott will es!" vieler orten dahin geschlachtet.
Als Vorbild, ohne Einschränkung, sollte die einfachen Lehren und das Handeln ihrer Stifter dienen. Vom Handeln und einfachen Gedanken des Jesus von Nazareth jedenfalls, hat sich die Amtskirche Lichtjahre entfernt. So ist die Kirche seit vielen Jahrhunderten doch nichts anderes als ein Machtinstrument (sollte ich sagen, eine Firma?) das Nabelschau betreibt und allem voran seine ureigenen wirtschaftlichen Ziele verfolgt. Dabei war, und ist ihr wohl auch noch, absolut jedes Mittel recht, die eigenen Pfründe zu mehren und zu verteidigen. Nicht unerwähnt lassen sollte man in diesem Kontext die Natur, die ja nach der Doktrin des christlichen Glaubens, dem Menschen untertan sei. Dies war und wird ebenfalls noch immer als Freibrief genutzt, gnadenlos Raubbau an der Natur zu rechtfertigen und zu betreiben! Die Protagonisten der frühen Wissenschaft musste, um sich vor der Verurteilung als Ketzer und den bekannten Ahndungen zu schützen, Weltbilder entwerfen, die rein mechanistisch waren. Da war dann, zur Besänftigung des Mord lüsternen Klerus, der Geist von der Materie getrennt; mit allen den negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, die uns heute an den Rand der globalen Katastrophe gebracht haben. Was zählt der Kirche der einzelne Mensch? Wen juckt im Vatikan das Leiden der misshandelten Kreatur und der Armut der großen Mehrheit aller Menschen? Der Vatikan hält's mit den Reichen und Mächtigen; so war's immer, so ist es auch heute. Und in anderen Kirchen ist es wohl kaum anders. Vorbild Kirche? Warum nicht die alten Römer als Vorbild? Die wollten auch nur ihren zivilisierten Lebensstil in die Welt tragen (und sich nebenbei von den unterworfenen Völkern aushalten lassen)! Ihren eigenen Glauben allerdings, den durften selbst die versklavten Menschen, ohne Angst vor Feuer und Schwert, beibehalten....
Hmmmm, in Anbetracht von zahllosen Irrungen, Wirrungen, Ränkespielen, Intrigen und orgiastischen Fehltritten der (christlichen) Kirchen und ihrer Führer, nebst unmenschlichen, unchristlichen Gebarens, anderem Gedanken- und Glaubensgut gegenüber?! Millionen und Abermillionen Menschen wurde auf den "christlichen" Scheiterhaufen verbrannt, oder unter dem Slogan "Gott will es!" vieler orten dahin geschlachtet.
Als Vorbild, ohne Einschränkung, sollte die einfachen Lehren und das Handeln ihrer Stifter dienen. Vom Handeln und einfachen Gedanken des Jesus von Nazareth jedenfalls, hat sich die Amtskirche Lichtjahre entfernt. So ist die Kirche seit vielen Jahrhunderten doch nichts anderes als ein Machtinstrument (sollte ich sagen, eine Firma?) das Nabelschau betreibt und allem voran seine ureigenen wirtschaftlichen Ziele verfolgt. Dabei war, und ist ihr wohl auch noch, absolut jedes Mittel recht, die eigenen Pfründe zu mehren und zu verteidigen. Nicht unerwähnt lassen sollte man in diesem Kontext die Natur, die ja nach der Doktrin des christlichen Glaubens, dem Menschen untertan sei. Dies war und wird ebenfalls noch immer als Freibrief genutzt, gnadenlos Raubbau an der Natur zu rechtfertigen und zu betreiben! Die Protagonisten der frühen Wissenschaft musste, um sich vor der Verurteilung als Ketzer und den bekannten Ahndungen zu schützen, Weltbilder entwerfen, die rein mechanistisch waren. Da war dann, zur Besänftigung des Mord lüsternen Klerus, der Geist von der Materie getrennt; mit allen den negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, die uns heute an den Rand der globalen Katastrophe gebracht haben. Was zählt der Kirche der einzelne Mensch? Wen juckt im Vatikan das Leiden der misshandelten Kreatur und der Armut der großen Mehrheit aller Menschen? Der Vatikan hält's mit den Reichen und Mächtigen; so war's immer, so ist es auch heute. Und in anderen Kirchen ist es wohl kaum anders. Vorbild Kirche? Warum nicht die alten Römer als Vorbild? Die wollten auch nur ihren zivilisierten Lebensstil in die Welt tragen (und sich nebenbei von den unterworfenen Völkern aushalten lassen)! Ihren eigenen Glauben allerdings, den durften selbst die versklavten Menschen, ohne Angst vor Feuer und Schwert, beibehalten....
Im Grunde stimme ich Ihnen zu - aber ist es gefährlich, konkrete Personen OHNE JEDE Einschränkung als Vorblild zu empfehlen. Das gilt auch für Jesus! Hier mal vier Beispiele auf die Schnelle:
-die Verdammung aller Anders- und Ungläubigen (Mk16,16);
-den Vergleich von andersgläubigen Menschen mit Unkraut (!) (Mt13,40-42);
-Androhung grausamster, unmenschlicher Strafen (z.B. Mt3,12 u.v.a.)
-Verallgemeinerung/Sippenhaft (Lk10,14+15)
etc.
Jesus ist also NICHT uneingeschränkt Vorbild - nur bestimmte Elemente seiner Lehre sind es.
(PS: 1.Wer jetzt meine Stellenpickerei bemängelt, der sei daran erinnert, dass ich mich auf "unbeschränkt" aus dem Kommentar beziehe, auf den ich geantwortet habe.
2. Wer mir mit Quellenkritik kommt, der muss die gleichen Zweifel ob der Glaubwürdigkeit der Stellen auch auf die "guten Stellen" anwenden, was dann JEDE Vorbildfunktion unterminiert.)
Glaube und historische Beweise kann man voneinander trennen, jedoch sollte Papst Benedikt das fortführen, was sein Vorgänger Papst Paul an der Klagemauer begonnen hat, jedoch nicht mehr zu Ende führen konnte: Die Juden um Verzeihung bitten für das ihnen von der katholischen Kirche zugefügte Leid. Historisch dürfte es inzwischen unumstritten sein, dass es allein der römische Statthalter Pontius Pilatus war, der Jesus und tausende anderer "Aufrührer" zum Beispiel in Syrien kreuzigen ließ. Noch heute wird allerdings in der Kirche der Irrglaube verbreitet, Juden hätten ihn dazu gedrängt. Angeblich wurde Pontius Pilatus wegen seiner Grausamkeit in den römischen Provinzen (Tacitus) abgesetzt.
Die von Papst Benedikt wieder eingeführte Karfreitagsbitte zur Bekehrung der Juden läßt allerdings an dieser Einsicht zweifeln, während Papst Paul von "unseren älteren Brüdern" sprach.
Was man heute als Genozid bezeichnet, wurde im Auftrag der Kirche über Jahrhunderte an den Juden verübt. Kirche und Staat waren eine Einheit.
Juden durften kein Land besitzen, keine Zünfte bilden, sie wurden Freiwild als "Jesusmörder". Auch Martin Luther hat sich übel über sie ausgelassen.
Christen missionieren, Juden nicht. Das ist eine vielleicht nicht unwichtige Arabeske.
Im Grunde stimme ich Ihnen zu - aber ist es gefährlich, konkrete Personen OHNE JEDE Einschränkung als Vorblild zu empfehlen. Das gilt auch für Jesus! Hier mal vier Beispiele auf die Schnelle:
-die Verdammung aller Anders- und Ungläubigen (Mk16,16);
-den Vergleich von andersgläubigen Menschen mit Unkraut (!) (Mt13,40-42);
-Androhung grausamster, unmenschlicher Strafen (z.B. Mt3,12 u.v.a.)
-Verallgemeinerung/Sippenhaft (Lk10,14+15)
etc.
Jesus ist also NICHT uneingeschränkt Vorbild - nur bestimmte Elemente seiner Lehre sind es.
(PS: 1.Wer jetzt meine Stellenpickerei bemängelt, der sei daran erinnert, dass ich mich auf "unbeschränkt" aus dem Kommentar beziehe, auf den ich geantwortet habe.
2. Wer mir mit Quellenkritik kommt, der muss die gleichen Zweifel ob der Glaubwürdigkeit der Stellen auch auf die "guten Stellen" anwenden, was dann JEDE Vorbildfunktion unterminiert.)
Glaube und historische Beweise kann man voneinander trennen, jedoch sollte Papst Benedikt das fortführen, was sein Vorgänger Papst Paul an der Klagemauer begonnen hat, jedoch nicht mehr zu Ende führen konnte: Die Juden um Verzeihung bitten für das ihnen von der katholischen Kirche zugefügte Leid. Historisch dürfte es inzwischen unumstritten sein, dass es allein der römische Statthalter Pontius Pilatus war, der Jesus und tausende anderer "Aufrührer" zum Beispiel in Syrien kreuzigen ließ. Noch heute wird allerdings in der Kirche der Irrglaube verbreitet, Juden hätten ihn dazu gedrängt. Angeblich wurde Pontius Pilatus wegen seiner Grausamkeit in den römischen Provinzen (Tacitus) abgesetzt.
Die von Papst Benedikt wieder eingeführte Karfreitagsbitte zur Bekehrung der Juden läßt allerdings an dieser Einsicht zweifeln, während Papst Paul von "unseren älteren Brüdern" sprach.
Was man heute als Genozid bezeichnet, wurde im Auftrag der Kirche über Jahrhunderte an den Juden verübt. Kirche und Staat waren eine Einheit.
Juden durften kein Land besitzen, keine Zünfte bilden, sie wurden Freiwild als "Jesusmörder". Auch Martin Luther hat sich übel über sie ausgelassen.
Christen missionieren, Juden nicht. Das ist eine vielleicht nicht unwichtige Arabeske.
bietet dieser Papst so manche Unschärfe: Seine Homophobie, seine Haltung zur Verhütung von HIV-Infektionen, seine Blindheit auf dem rechten Auge sind Zeichen einer Wahrnehmungsschwäche für hiesige Befindlichkeiten.
Immerhin führt seine Haltung zur Verhütung von HIV-Infektionen durch Kondome zu einem Antrag Spaniens auf Verurteilung durch das europäische Parlament.
Ein Papst, der unser Mitgefühl verdient.
mit finito.palimpalim schließe ich mich dem Apell ebenfalls an !
Was macht eigentlich der Dalai Lama so? Seit er aus seiner Tibetanischen Zentrale vertrieben wurde? Der ist irgendwie ständig auf der Flucht. Will immer in irgendwelchen Ländern einreisen, wo er bleiben kann. Während er zusehen muss wie andere sterben, kriegt aber oft kein Visum. China ist eben wichtiger, China hat die Wirtschaft.. tut mir Leid Dalai Lama... ist leider so. Dich will keiner mehr haben.. Der Dalai Lama.. ...nicht wahr? Was ist den der Dalai Lama so ganz ohne Tibet!? Der ist gar nichts, ein Niemand.. Darum will er es auch zurück haben... Wir Deutschen waren völlig empört darüber als wir das gehört haben, nach 50 Jahren...! Ja! ist wirklich wahr!
Genauso mit Israel, dort ist der Fundamentalismus, der Selbstmordattentäter, der Bürgerkrieg, haben wir auch grade erst vor 50 Jahren erfahren. Was sollen wir denn anderes machen als Dialog, aufeinander zugehen? Wollen wir uns den ganzen Tag anschreien und uns gegenseitig mit Schuhen bewerfen? Wir brauchen nicht noch mehr Scharfmacher weder hier, noch im mittleren Osten. Wir brauchen Leute die Lieben, die Hoffen und die Träumen. Einige fangen hier an zu grinsen, daran merkt man schon wie zynisch diese verkommende Welt geworden ist. Darum hoffen wir insgeheim auf den Papst Benedikt, das wollen wir nur nicht zugeben. Dann würden wir ja die Ideale unsere 68er verraten...
Aber was soll denn eure Religiösen Führer machen!? Gut, der Papst hat seine Zentrale in Rom, der ist jemand. Aber Israel ist das Rückgrat der Amerikanischen Waffen Industrie! Der Papst interessiert nicht, Israel hat die Wirtschaft.
Was soll der Papst tun, Wasser zu Wein!? Wer glaubt daran der bei Trost ist!? Okay, bei Trost sind wenigsten im Nahe Osten oder? Oder schon mal Israelische Tomaten bei Lidl gesehen!? UZI.. werden Sie aber kennen oder? Auch die Palästinenser leben davon, leben von und durch den Krieg. Die Israelis und die Palästinenser haben sich an Ihrer Zukunft verschuldet, haben in fundamentalistische Ideologien und in Thermo-Nukleare-Sprengkörper investiert. Da will keiner mehr zuhören Benedikt. Die Zukunft dieser Region ist eine ausgedrückte Zigarette auf einer Landkarte, ein Brandfleck der Geschichte!
Und was machen wir? Wir rufen vom Spielfeldrand einem 74 Jährigen Dalai Lama und einem 82 Jährigen Papst Benedikt zu, das sie endlich ein Tor schießen sollen. KLASSE! So gewinnen wir bestimmt die Champions League!
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