Wirtschaftskrise Deutsche Stahlindustrie bricht in Rekordtempo ein
Jahrzehntelang war sie eine deutsche Schlüsselindustrie. Im April musste sie ihre Produktion so stark drosseln wie noch nie zuvor
Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, brach die Produktion im Vergleich zum Vorjahresmonat um 53 Prozent ein. "Das ist der stärkste Rückgang seit Bestehen der Bundesrepublik", sagte ein Statistiker. Insgesamt wurden 1,88 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. So wenig wurde zuletzt in den fünfziger Jahren produziert.
Im Vergleich zum Vormonat sank die Produktion im April den Angaben zufolge bei Roheisen um 14,7 Prozent und bei Rohstahl um 9,0 Prozent.
Insbesondere die Rezession bei wichtigen Abnehmern wie Autoindustrie und Maschinenbau hat die deutsche Stahlbranche stark getroffen. Viele Anlagen der Branchenführer ThyssenKrupp und Salzgitter sind derzeit nur zur Hälfte ausgelastet. Tausende Stahlarbeiter arbeiten aufgrund des Auftragsrückgangs in Kurzarbeit.
- Datum 11.05.2009 - 10:44 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, tso, Reuters
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