US-Finanzbranche Der wahre Stresstest steht noch ausSeite 2/2

Trotz aller Beteuerungen von Obama und Geithner, in der Branche aufzuräumen, wollen viele an der Wall Street nicht recht glauben, dass die Regierung ernsthaft eine der großen Banken ins Visier nehmen wird. Der Grund: Washington hält die Finanzkonzerne für "Too big to fail" – zu groß, als dass die Regierung ihr Scheitern erlauben könnte. Niemand weiß, was die Folgen wären.

Zu viel Optimismus

Kein Wunder, dass viele Brancheninsider lästerten, das beruhigende Ergebnis habe schon von Beginn des Stresstests festgestanden. Andere Experten bemängeln, dass die Annahmen des Tests für die weitere Konjunkturentwicklung immer noch zu optimistisch seien. Zudem sei die wachsende Gefahr für die Banken durch Kreditausfälle bei Gewerbeimmobilien nicht genügend berücksichtigt. Dort sehen viele Beobachter die nächste Verlustwelle heranrollen.

Geithner hofft dennoch, dass nach dem Stresstest das Vertrauen zurückkehrt. Die Institute haben Zeit, die zusätzlichen Milliarden aufzutreiben. Für viele heißt das, dass sie Vermögenswerte und Töchter versilbern müssen. Bei Bank of America, der Nummer eins der US-Kreditinstitute, empfahlen die Prüfer, weitere 34 Milliarden Dollar zu beschaffen. Einen Teil, so hat Bankchef Ken Lewis angekündigt, wird der Konzern durch das Abstoßen von Beteiligungen erreichen. Andere wie Wells Fargo, Citigroup sowie Morgan Stanley werden dem Beispiel folgen.

Auf diese Weise könnte die Regierung ein weiteres ihrer Ziele erreichen: schrumpfende Finanzinstitute. Damit erledigt sich auch das "Too big to fail"-Problem von selbst. Und die Banken, die in den vergangenen Jahren zu den mächtigsten und gewinnträchtigsten Konzernen aufgestiegen sind, würden künftig die Rolle spielen, die ihnen Obama in seiner Nach-Rezessionsordnung zugedacht hat: als unterstützende Helfer der restlichen Wirtschaft.

 
Leser-Kommentare
    • kkr
    • 08.05.2009 um 9:01 Uhr

    der Stresstest ist äußerst versöhnlich ausgegangen. Die Hälfte besteht, die andere Hälfte muss 'nachsitzen'. Es sieht also nach einem abgekarteten Spiel aus.

    Wenn das Finanzsystem nicht so reformiert wird, dass eine weitere Krise nicht schon in ein paar Jahren (>7 aka "Schweinezyklus") haben, dann wird dies so ziemlich das Ende der westlichen Demokratien einleiten.

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    ...welche Demokratien.. ?

    Gibt es da welche und nach wessen Definition bitte schön werden die ausgewählt...?

    Der OECD etwa, dem erlauchten Club der 30 reichsten Länder etwa? Nur schon die OECD ist ein nicht Demokratisches System die aber konstant dazu herangezogen wird zu bestimmen wer und wessen Wahlvorgänge denn nun als Demokratisch einzuteilen sind...

    Nebst vielem anderen Neoliberalen Unsinn das diese Organisation noch verbreitet und als Vorlage für die WTO, den IMF und die TRIPS und GATS Verträge dient. Die Blueprints des globalen Neoliberalen Unsinns kommen ziemlich genau aus dieser Ecke... nur die wahre Demokratie welche tatächlich des Volkes Stimme dient, die wurde dort noch nie ernsthaft weiterverfolgt.

    Sind sie sicher das in den westlichen Demokratien das gemacht wird wofür die verantwortlichen Exponenten angestellt wurden?

    Gerade die GATS Verträge verpflichten jedes unterzeichnende Land das Bildungsystem zu privatisieren. Schon mal irgendwo irgendwann einen öffentliche Debate darüber vernommen? Bestimmt nicht, die Verträge wurden nämlich einfach unterzeichnet ohne jemanden aus des Volkes Stimme zu fragen...

    Dann noch die TRIPS Abkommen welches Lizenzen, Patente und ähnliches regelt dürfte bald dazu führe das wir zustätzlich zu den Produktionskosten für unsere Lebensmittel auch noch Lizenzgebühren an Firmen wie Monsanto abführen müssen.

    ...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    Zu den derzeit Handelnden und mit den marginalisierten demokratischen Mitteln werden die Bürger nicht duaerhaft stillhalten. Der Kapitalismus ist vor unseren Augen genau so kollabiert wie der Stalinismus vor 20 Jahren.
    Alle entscheidungen der letzten 20 Jahre, die uns Alle heute in Schwierigkeiten bringen, wären in einer ersthat betriebenen Direkten Demokratie niemals zu Stande gekommen - weder die lächerlichen, gefühlt 49 Gesundheitsreformen, noch die Deregulierungsgesetze, die das aktuelle Desaster nach Deutschland getragen haben.

    _________________________________________________
    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
    ______

    ...welche Demokratien.. ?

    Gibt es da welche und nach wessen Definition bitte schön werden die ausgewählt...?

    Der OECD etwa, dem erlauchten Club der 30 reichsten Länder etwa? Nur schon die OECD ist ein nicht Demokratisches System die aber konstant dazu herangezogen wird zu bestimmen wer und wessen Wahlvorgänge denn nun als Demokratisch einzuteilen sind...

    Nebst vielem anderen Neoliberalen Unsinn das diese Organisation noch verbreitet und als Vorlage für die WTO, den IMF und die TRIPS und GATS Verträge dient. Die Blueprints des globalen Neoliberalen Unsinns kommen ziemlich genau aus dieser Ecke... nur die wahre Demokratie welche tatächlich des Volkes Stimme dient, die wurde dort noch nie ernsthaft weiterverfolgt.

    Sind sie sicher das in den westlichen Demokratien das gemacht wird wofür die verantwortlichen Exponenten angestellt wurden?

    Gerade die GATS Verträge verpflichten jedes unterzeichnende Land das Bildungsystem zu privatisieren. Schon mal irgendwo irgendwann einen öffentliche Debate darüber vernommen? Bestimmt nicht, die Verträge wurden nämlich einfach unterzeichnet ohne jemanden aus des Volkes Stimme zu fragen...

    Dann noch die TRIPS Abkommen welches Lizenzen, Patente und ähnliches regelt dürfte bald dazu führe das wir zustätzlich zu den Produktionskosten für unsere Lebensmittel auch noch Lizenzgebühren an Firmen wie Monsanto abführen müssen.

    ...

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    Zu den derzeit Handelnden und mit den marginalisierten demokratischen Mitteln werden die Bürger nicht duaerhaft stillhalten. Der Kapitalismus ist vor unseren Augen genau so kollabiert wie der Stalinismus vor 20 Jahren.
    Alle entscheidungen der letzten 20 Jahre, die uns Alle heute in Schwierigkeiten bringen, wären in einer ersthat betriebenen Direkten Demokratie niemals zu Stande gekommen - weder die lächerlichen, gefühlt 49 Gesundheitsreformen, noch die Deregulierungsgesetze, die das aktuelle Desaster nach Deutschland getragen haben.

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    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
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  1. ...welche Demokratien.. ?

    Gibt es da welche und nach wessen Definition bitte schön werden die ausgewählt...?

    Der OECD etwa, dem erlauchten Club der 30 reichsten Länder etwa? Nur schon die OECD ist ein nicht Demokratisches System die aber konstant dazu herangezogen wird zu bestimmen wer und wessen Wahlvorgänge denn nun als Demokratisch einzuteilen sind...

    Nebst vielem anderen Neoliberalen Unsinn das diese Organisation noch verbreitet und als Vorlage für die WTO, den IMF und die TRIPS und GATS Verträge dient. Die Blueprints des globalen Neoliberalen Unsinns kommen ziemlich genau aus dieser Ecke... nur die wahre Demokratie welche tatächlich des Volkes Stimme dient, die wurde dort noch nie ernsthaft weiterverfolgt.

    Sind sie sicher das in den westlichen Demokratien das gemacht wird wofür die verantwortlichen Exponenten angestellt wurden?

    Gerade die GATS Verträge verpflichten jedes unterzeichnende Land das Bildungsystem zu privatisieren. Schon mal irgendwo irgendwann einen öffentliche Debate darüber vernommen? Bestimmt nicht, die Verträge wurden nämlich einfach unterzeichnet ohne jemanden aus des Volkes Stimme zu fragen...

    Dann noch die TRIPS Abkommen welches Lizenzen, Patente und ähnliches regelt dürfte bald dazu führe das wir zustätzlich zu den Produktionskosten für unsere Lebensmittel auch noch Lizenzgebühren an Firmen wie Monsanto abführen müssen.

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    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

    Antwort auf "Schattenboxen"
  2. Zu den derzeit Handelnden und mit den marginalisierten demokratischen Mitteln werden die Bürger nicht duaerhaft stillhalten. Der Kapitalismus ist vor unseren Augen genau so kollabiert wie der Stalinismus vor 20 Jahren.
    Alle entscheidungen der letzten 20 Jahre, die uns Alle heute in Schwierigkeiten bringen, wären in einer ersthat betriebenen Direkten Demokratie niemals zu Stande gekommen - weder die lächerlichen, gefühlt 49 Gesundheitsreformen, noch die Deregulierungsgesetze, die das aktuelle Desaster nach Deutschland getragen haben.

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    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
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    Antwort auf "Schattenboxen"
  3. Kleines Häppchen aus der Frankfurter Runschau anlässlich kommender ENtlasusngen bei diversen Unternehmen...

    "....Viel hat der Stellenabbau mit den nach wie vor hohen Renditeerwartungen der Manager zu tun. BMW zum Beispiel: "Wir bleiben bei unserem Profitabilitätsprogramm, das eine Kapitalrendite von 26 Prozent zum Ziel hat...."

    Der Stresstest steht tatsächlich noch bevor aber wärend einige sich auf Steuergelder sehr verlassen können inkl. dem nötigen Verständis sind andere gzwungen sicha uf sich selbst zu verlassen. Nachdem die Kurzarbeiter bereits vor den Toren stehen, wird es bald einige andere auch noch treffen...

    Speziell wenn solch ausserdrdentlich dümmliche Aussagen von eigentlich intelligenten aber durchwegs asozialen Veranwortlichen zu vernehmen sind.

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara

  4. Dieser vorläufige Waffenstillstand kann die Bankinstitute nur beruhigen, wenn sie weiterhin der Illusion nachhängen, das diese ominöse "Macht des Geldes" reale Wurzeln hat.
    Der Crash ist im Gange und wie empfindlich er die Auslöser treffen wird, lässt sich nicht an den momentanen Machtpositionen messen. Aus Schlüsselpositionen sind Gefahrenherde geworden.
    Geld wird hier keine Rettung sein können.

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