Studie

Armut in Deutschland

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Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit den ärmsten Menschen. Fast jeder vierte Einwohner lebt unterhalb der Armutsschwelle. Besonders dramatisch ist die Situation in Vorpommern (in der Karte mit R9 gekennzeichnet): 27 Prozent der Menschen dort verfügen über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland

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Eine Studie zeigt, wo in Deutschland Armut herrscht. Die regionalen Unterschiede sind dramatisch - vor allem zwischen Nord- und Süddeutschland. Von Silke Katenkamp

Der Armutsatlas für Regionen in Deutschland des Paritätischen Gesamtverbandes

Leser-Kommentare
  1. Wenn Armut bedeutet, über weniger als 60 % des Durchschnittsgehalts in Deutschland zu verfügen, dann ist ein Bevölkerungsanteil von 27 % (MVP), der unterhalb der Armutsschwelle lebt, genauso schlimm wie 11 % (Bayern). Vermutlich ist das subjektive Gefühl der Betroffenen in MVP da noch angenehmer. Ein Anteil von 11% bedeudet echte Ausgrenzung (man hält sich seine Unterschicht), während 27 % auf strukturelle Probleme eines Bundeslandes hinweisen. Insofern gibt es immer und überall politischen Handlunsgedarf, jedoch mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

  2. Alle Erkenntnisse kann eine Statistik sowieso nicht liefern.

    • Anonym
    • 19.05.2009 um 9:25 Uhr

    kann man den Zahlen vertrauen?

    Ich habe so häufig bewußte und unbewußte Manipulationen erlebt, dass ich solchen Statistiken grundsätzlich nicht mehr glaube, solange ich nicht weis, wie sie ermittelt wurden und in welcher Form gewichtet wurde.

    Minimal wäre eine Angabe, wie um welche Art von Durchschnittsermittlung es sich handelt, arithmetisches Mittel? Sehr häufig benutzt, würde aber zu einer Falschaussage in diesem Zusammenhang führen.

    Im übrigen scheint es einen Zusammenhang bei der Armut zu geben, fast jede arme Region verfügte über eine industrielle Monokultur, meist auf der grünen Wiese entstanden, also ohne lange kulturelle Tradition. Stirbt diese aus (Kohle und Stahl an der Ruhr und im Saarland, Werftindustrie im Norden, Chemie im Osten) durch Fortschritt oder Wegfall der Subventionen ensteht relative Armut.
    Offensichtlich sind Strukturwandel in der Großindustrie mit einem hohen Risiko der anschließenden Verarmung verbunden. Ist die Autoindustrie die nächste Welle?

    Großindustrielle Produktion scheint auf Dauer nicht überlebensfähig, sie profitiert von völlig neuen Bedürfnissen. In einer Wirtschaft mit gesättigten Märkten, die nur noch von Wiederbeschaffung leben, scheint ein Überleben schwierig, auch gerade dann, wenn Wettbewerbsvorteile durch know how Vorsprung schrumpfen.

    Berthold Grabe

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