Opposition in Birma Die Angst der GeneräleSeite 2/2

Rainer Adam, Leiter des Regionalbüros Südostasien und Ostasien der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Bangkok, sagte dem Tagesspiegel: "Das ist ein Einschüchterungsversuch der Junta vor den Wahlen 2010." Eigentlich hätten die Generäle das gar nicht nötig, da die Menschen ohnehin nach den jüngsten Verhaftungen und Urteilen eingeschüchtert seien.

"Die Generäle müssen mehr Angst haben, als sie nach außen zeigen", ist Adam überzeugt. An den für 2010 geplanten Wahlen darf Suu Kyi selbst nicht teilnehmen, aber offenbar fürchtet die Junta doch, dass Oppositionskandidaten viel Zulauf bekommen könnten. 1990 hatte Suu Kyi mit ihrer NLD die Wahl gewonnen, das erkannten die Generäle nie an. Experten meinen, dass die hohen Militärs versuchen, bei der Wahl nun auch ihre Kinder, die Zivilisten sind, an die Macht zu bringen.

Es gibt in jüngster Zeit weitere Indizien, dass die Junta sich ihrer Macht nicht ganz so sicher ist und sein kann. Zum Wasserfest im April erließ sie Kleidervorschriften. Das Tragen von Shirts der thailändischen Marke Nobody war verboten, darauf prangt ein großes "No". Sie fürchten wohl doch Protest.

In Mandalay ignorierten Menschen mehrfach Anweisungen der Polizei. "Hast du gesehen? Niemand gehorcht", flüsterte dann jemand in der Menge. In Rangun mag das niemand glauben: "Hier wäre das undenkbar." Ein ausländischer Beobachter hörte es aber mit Freude. "Das ist doch Anlass zu Hoffnung", kommentierte er das kleine Pflänzchen Widerstand.

 
Leser-Kommentare
  1. Die Generäle von Myanmar sind wohl das erbärmlichste Regime, das die jüngere Geschichte hervorgebracht hat. Die Herrschaften werden als hasenfüßige Verbrecher, die Angst vor einer kranken, schmächtigen Frau haben, ihren Platz in den Geschichtsbüchern finden. Leider ist das nur ein kleiner Trost. Veränderungen wird es womöglich erst geben, wenn sich das benachbarte China politisch verändert, und das kann wohl noch eine Weile dauern.

  2. ...infantilste Coverstory die ich je gehört habe. Warum sollte ein schwachsinniger Einsiedler aus dem amerikanischen Mittelwesten nach Birma fliegen, um eine ihm völlig Unbekannte zu diskreditieren ?

    Wahscheinlicher ist, daß es eine verdeckte Operation der CIA war, um Aung San Suu Kyi zu "befreien". Aber das ist ja nun gründlich in die Hose gegangen.

  3. 3. Birma.

    @dippegucker, nun ja, das wäre eine Möglichkeit.
    Eine andere Variante wäre,in diesem Fall ist ja auch ein Amerikanischer Staatsbürger betroffen.Und jetzt hat Amerika ganz offiziell mehr Möglichkeiten tätig zu werden.
    Köder ausgelegt und es hat funktioniert.
    Traurig für die Weltgemeinschaft ist aber dass diesem Treiben in Birma tatenlos zugesehen wird. Und nicht nur in Birma,sondern auch in vielen anderen,von Diktatoren regierten Ländern in der Welt. Von der UNO hört man nur "tiefe Betroffenheit" und strenge Rügen. In dieser Zeit sind aber wieder tausende in diesen unterdrückten Ländern gestorben. Und der Weltsicherheitsrat ruft eine neue Sitzung ein. Ergebnis: NULL.
    Und die Generäle,Militärregieme und Diktatoren lachen sich schlapp.
    UNO,Weltsicherheitsrat? Lachnummern.
    Direktes und geschlossenes Eingreifen wäre die einzige Möglichkeit den diktatorischen Terror in der Welt zu beenden.
    Aber wo kein Öl, kein Gas,keine Bodenschätze,wo keine Aussicht auf Verdienst besteht,da erfolgt auch kein Eingreifen.
    Aber immerhin rügt man und ist zutiefst betroffen.
    Ich bin von den Reaktionen der Regierungen dieser Welt enttäuscht und "tief betroffen".

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