Zukunftsforschung Wissen für eine Welt von morgen
Weltweit arbeiten Wissenschaftler an einem neuen Leben – auf der Erde 3.0. Auf einer gemeinsamen Plattform blicken ZEIT ONLINE, "spektrumdirekt.de" und "Spektrum der Wissenschaft" in die Zukunft

© ZEIT ONLINE Grafik
Erde 3.0 – Wie wird die Forschung unsere Welt verändern? Ein Schwerpunkt
Globalisierung, Genfood oder Globale Erwärmung – die drängenden Fragen unserer Zeit sind vielfältig.
Eines ist jedoch klar: Wir leben in einem Zeitalter, in dem die Zukunft zum Greifen nah ist. Denn die Zeiträume maßgeblicher globaler Veränderungen haben sich rasant verkürzt: Wenn Meteorologen heute vom Klimawandel sprechen, Demografen Bevölkerungsentwicklungen voraussagen, Wirtschaftsexperten weltweite Krisen fürchten und Infektionsbiologen vor Viren-Pandemien warnen – dann geht es um die nächsten 20 bis 50 Jahre – die Lebenszeit der nächsten Generation. Grund genug, sich mit diesen Themen intensiv zu beschäftigen.
Aber es gibt auch positive Entwicklungen: Heute wird die Grundlagenforschung betrieben, die eines Tages die Heilung von Krankheiten wie Aids, Alzheimer oder Krebs ermöglichen könnte. Heute werden Technologien für die Nutzung alternativer Energiequellen entwickelt, Elektroautos konstruiert und ganze Ökostädte gebaut.
Unter der Fragestellung "Wer denkt für morgen?" hat sich DIE ZEIT ausführlich damit befasst, welche wissenschaftlichen und philosophischen Ansätze für die Zukunft bedeutend sind. Die Denker für die Zukunft bilden das theoretische Gerüst für die praktischen Fragen, mit denen Genforscher, Politiker, Naturschützer oder Klimawissenschaftler täglich zu kämpfen haben. Denn der Mensch blickt seiner Zukunft nicht tatenlos entgegen, sondern verändert und prägt den Globus, auf dem er zu Hause ist. Was Politiker heute entscheiden und Wissenschaftler entdecken, wird die Grundlage sein für die nächste Version des Lebens: auf der Erde 3.0.
Um die positiven und negativen Seiten des Fortschritts – an kleinen Beispielen und als großes Ganzes – zu beleuchten, haben sich ZEIT ONLINE, Spektrum der Wissenschaft und spektrumdirekt.de zusammengetan: Auf einer gemeinsamen Internetseite zum Thema Erde 3.0 werden von nun an Artikel, Videos, Bildergalerien und Blogbeiträge zu Themen gebündelt, die unsere Welt von morgen betreffen. Auf in die Zukunft!
- Datum 11.06.2009 - 11:46 Uhr
- Serie erde
- Quelle ZEIT ONLINE, spektrumdirekt.de, 20.5.2009 - 13:03 Uhr
- Kommentare 10
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...mal drüber nachdenken, daß die X.0-Version immer extrem fehlerbehaftet ist.
Wenn mensch schon die "Fortschritte" und/oder die Zukunftsvisionen dem Diktat der (wer hats eigentlich geprägt????) Leute, welche Rechnerprogramme entwerfen, folgen will, bitte ich ebenjene "Interdisziplinierer" auch zukünftige Zeiten mit 1.xx zu bezeichnen!!!!!
ist dem Durchschnittsmenschen egal, und für ihn sind solche Phrasen gemacht.
Kappes.
Mit X.o ist immer eine völlig neue Version gemeint. Bei 1.xx aber nur eine Verbesserung der bisherigen Version. Darum geht es aber, wenn man in anderen Bereichen von X.o spricht, völlig neue Ausprägungen und nicht ein paar Veränderungen.
Davon abgesehen muß ich dem zweiten Kommentar recht geben. Die Phrasen sind nicht nur für Informatiker, die mit den Bezeichnungen festgelegte Terminologien verbinden, gemacht, sondern für alle. Die meisten werden bei X.o genau die Assoziation haben, die gewollt ist!
Never argue with idiots!
They bring you down to their level and then beat you with experience!
ist dem Durchschnittsmenschen egal, und für ihn sind solche Phrasen gemacht.
Kappes.
Mit X.o ist immer eine völlig neue Version gemeint. Bei 1.xx aber nur eine Verbesserung der bisherigen Version. Darum geht es aber, wenn man in anderen Bereichen von X.o spricht, völlig neue Ausprägungen und nicht ein paar Veränderungen.
Davon abgesehen muß ich dem zweiten Kommentar recht geben. Die Phrasen sind nicht nur für Informatiker, die mit den Bezeichnungen festgelegte Terminologien verbinden, gemacht, sondern für alle. Die meisten werden bei X.o genau die Assoziation haben, die gewollt ist!
Never argue with idiots!
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ist dem Durchschnittsmenschen egal, und für ihn sind solche Phrasen gemacht.
Kappes.
Mit X.o ist immer eine völlig neue Version gemeint. Bei 1.xx aber nur eine Verbesserung der bisherigen Version. Darum geht es aber, wenn man in anderen Bereichen von X.o spricht, völlig neue Ausprägungen und nicht ein paar Veränderungen.
Davon abgesehen muß ich dem zweiten Kommentar recht geben. Die Phrasen sind nicht nur für Informatiker, die mit den Bezeichnungen festgelegte Terminologien verbinden, gemacht, sondern für alle. Die meisten werden bei X.o genau die Assoziation haben, die gewollt ist!
Never argue with idiots!
They bring you down to their level and then beat you with experience!
"Wir leben in einem Zeitalter, in dem die Zukunft zum Greifen nah ist"
und wann tut man das nicht?
Lieber Leser, das steht doch im nächsten Satz.
Schöne Grüße aus der ZEIT ONLINE WISSEN Redaktion
... n Hirn ein, liebe Forscher.
Das ist was ich mir fuer die Zukunft wuensche ...
der sogenannten Zukunftsforschung steht der jetzt neu beschlossenen Forschungsfoerderung in Deutschland entgegen. Es wurde erst kuerzlich beschlossen die Forschung massiv zu kuerzen gerade was die Exzellenzinitiative angeht wo es genau um solche Themen mitgeht. Auch Grundlagenforschung wird in den Universitaeten nur wenig konsequent durchgefuehrt dafuer gibt es eben noch weniger Foerderung. Von daher vermute ich mal das andere Laender den Job uebernehmen denen die eigene Zukunft der Bevoelkerung wichtiger sind als den Verantwortlichen hier. Die anderen Laender schaffen damit auch die Grundlage der naechsten 20-50 Jahre fuer Wachstum, Innovationen und Arbeitsplaetze die aus dem Wissen entstehen.
Trotz faktischem Wissen und weltweiter Forschung ist leider der politische Willen der ausschlaggebende Faktor. Deshalb verfolge ich in den USA eine bedenkliche Kampagne, bei der lautstark geleugnet wird, dass es zBsp eine globale Erwärmung gibt, man bringt massenweise Zahlenmaterial vor, welches eine Abkühlung beweisen soll. Dahinter ist parteipolitisches Kalkül. Seitens der Republikaner grassiert die Angst, für den CO2 Ausstoss an die Kasse gebeten zu werden. Oder den Lebensstil ändern zu müssen.
Ich fände eine Analyse der US amerikanischen öffentlichen Diskussionen hilfreich.
Oft sind vordergründig sachliche Argumente nur Platzhalter für eine inhaltlich verschobene Diskussion. Das nenne ich Ideologie. Ohne die Tabus, blinden Flecken, Obsessionen der US Amerikaner etwas näher zu beleuchten, sind die weltweiten Bemühungen auch im Umweltschutz zum Scheitern verurteilt.
Analog sollte man die US Definitionen von Liberalismus, globaler Wirtschaft, Demokratie usw kulturspezifisch gegenüber der europäischen Auffassung analysieren. Ich vermute, dass das Publikum und insbesodnere die Politiker über den Atlantik aneinander vorbeireden.
Die ewige Frage: War zuerst das Ei da oder zuerst das Huhn?
Meiner Meinung nach ist nicht nur der politische Wille das Problem, sondern auch und vielleicht in erster Linie das politische System. Bei einem Artikel über Erde 3.0 hätte man sich schon die Mühe geben können zu spekulieren, wie die globale Gesellschaft zukünftig politisch organisiert sein könnte.
Eine auf Nationalstaaten beschränkte Demokratie führt nicht zu Entscheidungen im Interesse der Menschheit und auch nicht zu Entscheidungen im Interesse der Bevölkerung von Nationalstaaten. Aus spieltheoretischen Gründen ist es nahezu unmöglich gerechte nachhaltige Politik zu betreiben ohne globale Demokratie.
Die Medien und wir als mündige Bürger müssen den politischen Willen erzeugen, der das System verändern wird, denn der politische Wille inhaltliche Themen betreffend kann erst in einem neuen politischen System effektive Beachtung finden bzw. zielführend Einfluss nehmen.
Mir persönlich gefällt die Idee eines demokratischen globalen Rechtsstaats, der nach dem Prinzip der Subsidiarität organisiert ist. Aber es gibt zahlreiche Vorschläge und ich lasse mich gerne von anderen Lösungen überzeugen.
MFG
FB
ps: Ich befürworte eine pragmatische Politik für die Übergangszeit, bin aber skeptisch, wenn man sich damit eine zeitliche Verzögerung schön redet. Ein Systemwechsel ist innerhalb eines Jahrzehnts durchaus machbar. Erste Schritte in die richtige Richtung: z.B. die UNPA Kampagne.
pps: Demnächst wird ein Film über die Umsetzbarkeit der Idee einer globalen Demokratie veröffentlicht: WorldVoteNow. (Mehr Informationen auf der Homepage des Films und auf der Facebook-Page).
Die ewige Frage: War zuerst das Ei da oder zuerst das Huhn?
Meiner Meinung nach ist nicht nur der politische Wille das Problem, sondern auch und vielleicht in erster Linie das politische System. Bei einem Artikel über Erde 3.0 hätte man sich schon die Mühe geben können zu spekulieren, wie die globale Gesellschaft zukünftig politisch organisiert sein könnte.
Eine auf Nationalstaaten beschränkte Demokratie führt nicht zu Entscheidungen im Interesse der Menschheit und auch nicht zu Entscheidungen im Interesse der Bevölkerung von Nationalstaaten. Aus spieltheoretischen Gründen ist es nahezu unmöglich gerechte nachhaltige Politik zu betreiben ohne globale Demokratie.
Die Medien und wir als mündige Bürger müssen den politischen Willen erzeugen, der das System verändern wird, denn der politische Wille inhaltliche Themen betreffend kann erst in einem neuen politischen System effektive Beachtung finden bzw. zielführend Einfluss nehmen.
Mir persönlich gefällt die Idee eines demokratischen globalen Rechtsstaats, der nach dem Prinzip der Subsidiarität organisiert ist. Aber es gibt zahlreiche Vorschläge und ich lasse mich gerne von anderen Lösungen überzeugen.
MFG
FB
ps: Ich befürworte eine pragmatische Politik für die Übergangszeit, bin aber skeptisch, wenn man sich damit eine zeitliche Verzögerung schön redet. Ein Systemwechsel ist innerhalb eines Jahrzehnts durchaus machbar. Erste Schritte in die richtige Richtung: z.B. die UNPA Kampagne.
pps: Demnächst wird ein Film über die Umsetzbarkeit der Idee einer globalen Demokratie veröffentlicht: WorldVoteNow. (Mehr Informationen auf der Homepage des Films und auf der Facebook-Page).
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