Benedikt in Bethlehem Wie der Papst die Palästinenser gewannSeite 2/2

Selbst während der Messe auf dem Platz vor der Geburtskirche nimmt die Politik den kompletten ersten Teil seiner Predigt ein. Er sei nach Bethlehem gekommen, so der Papst, "nicht nur um den Geburtsplatz Christi zu verehren", sondern um den "Brüdern und Schwestern im Glauben" in den Palästinensergebieten "zur Seite zu stehen". Besonders grüßt er unter den 10.000 Gottesdienstbesuchern vier Dutzend Christen, die aus dem Gaza-Streifen angereist waren.

"Besonders bin ich bei den Pilgern aus dem kriegsgeschundenen Gaza", sagt er, "seid meiner Solidarität sicher ... und meiner Gebete, dass die Abriegelung bald aufgehoben sein möge". Benedikt bittet die Gaza-Pilger, seine "warme Umarmung" jenen mit nach Hause zu nehmen, die nicht kommen konnten. 250 Christen aus Gaza hatten bei den israelischen Behörden eine Reisegenehmigung nach Bethlehem beantragt, 100 Genehmigungen wurden erteilt, doch schließlich durften nur 48 tatsächlich reisen.

Am späten Nachmittag besucht der Papst das Flüchtlingslager Aida in Bethlehem. Hier leben nach Auskunft des Uno-Flüchtlingshilfswerks 5000 Menschen auf 500 Quadratmetern. Das Papamobil fährt in praller Sonne die Straße zum Eingang des Lagers hinab. Der Weg führt entlang der Mauer. Der Papst steigt aus und geht in den Innenhof der Aida Boy School. An der Wand eines heruntergekommenen Hauses hängt ein Plakat: "Ponti non Muri, wir brauchen Brücken, keine Mauer". Der Papst nimmt Platz neben Präsident Abbas und Ministerpräsident Salam Fajad, die Mauer, die Israel Sicherheitswall nennt, keine 50 Meter in seinem Rücken.

Unter den Zuhörern ist Hamdan Jiwi aus Deishe, einem Flüchtlingslager ganz in der Nähe von Aida. Dort hatte Johannes Paul II. vor neun Jahren rund 12.000 Flüchtlinge besucht. "Ich freue mich, dass der Papst da ist", sagt der 25-Jährige. Es sei wichtig, dass endlich die Probleme der Palästinenser wieder zur Sprache kämen. Natürlich sei es verständlich, dass sich der Papst vor zwei Tagen mit den Eltern des israelischen Soldaten Gilad Schalit getroffen habe, der seit etwa zwei Jahren Gefangener der Hamas im Gaza-Streifen ist. "Doch was ist mit uns?", fragt Jiwi, "wer redet von den 11.000 Gefangen, darunter 5000 unter 16 Jahren, die in israelischen Gefängnissen sitzen, die meisten ohne Anklage?" An einer Wand der Schule hängt ein Plakat mit etwa 50 Fotos von jungen Männern. Es sind die politischen Gefangenen, die nur aus diesem Camp kommen.

Beethovens Fünfte erklingt, das Programm beginnt. Als die Symphonie am Ausklingen ist, übertönt der Ruf des Muezzin die abendländische Musik: "Allah hu akbar!" Eine Schülergruppe führt einen Tanz auf, die Mädchen haben Schlüssel in der Hand, Symbol für die verlorenen Elternhäuser. Samir Oda tritt ans Rednerpult. "Sie hören den Schrei von Tausenden Gefangenen, wenn Sie Ihre Hand auf unsere Herzen legen", sagt der Sprecher des Lagers. Er hoffe, dass sich Israel mit Hilfe des Papstes "vom Feind zum Partner" wandeln werde. Gazali Sarahna, eine achtjähriges Mädchen, übergibt dem Papst einen Wunschzettel: "Ich möchte meinen Vater und meine Mutter so schnell wie möglich in Freiheit wiedersehen." Seit acht Jahren sitzen Gazalis Eltern in israelischer Gefangenschaft. Über den Grund des Arrests ist nichts zu erfahren.

Benedikt erklärt sich gleich im ersten Satz solidarisch "mit all den heimatlosen Palästinensern, die danach verlangen, an ihre Geburtsorte zurückzukehren, oder ständig in einem eigenen Heimatland zu leben". Hat der Papst hier das Rückkehrrecht der Palästinenser auch auf israelisches Gebiet legitimiert? Der Papst fährt fort: Er verstehe, dass viele in den besetzten Gebieten frustriert seien. Denn die "berechtigte Streben für ein bleibendes Heim, für einen unabhängigen palästinensischen Staat, bleiben unerfüllt". Stattdessen fänden sich so viele "gefangen in einer Spirale der Gewalt, von Angriffen und Gegenangriffen, Vergeltung und fortwährender Zerstörung".

Der Papst spricht aus, was viele deutsche Politiker nicht zu sagen wagen, obwohl sie aus einem Land kommen, das Jahrzehnte von einer Mauer geprägt war: "Wir sind diesen Nachmittag hier zusammengekommen, und sie türmt sich über uns auf als starrer Mahner des Patts, in das die Beziehungen zwischen Israelis und Palästinenser gekommen zu sein scheinen - die Mauer." In einer Welt, "in der immer mehr Grenzen geöffnet werden - um zu handeln, um zu reisen, damit Völker frei sind, um des kulturellen Austauschs willen -, ist es tragisch zu sehen, dass Mauern noch immer errichtet werden".

Als es dunkel ist, rollt der Wagen des Papstes zurück nach Jerusalem. Die Mauer öffnet sich erneut. Benedikt ist in wenigen Minuten an seinem Ziel. Für die Palästinenser bleibt die Mauer dicht. Sie müssen für Reisen innerhalb der Westbank weiter durch Checkpoints, an denen sie oft Stunden aufgehalten werden. Das israelische Sicherheitsbedürfnis will es so. Die Palästinenser können sich am Ende des Tages eines anderen sicher sein: Sie haben im Papst einen Fürsprecher gewonnen.

 
Leser-Kommentare
  1. Kann es sein, dass das auch ein wenig die Retourkutsche des Papstes an die Israelis ist, die an seinem Auftritt dort kein gutes Haar liessen, noch das kleinste Haar in der Suppe fanden ?

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    wenn ratzinger, der ehemals in der hitlerjugend war, ueber den holocaust schwadroniert, ohne taeter zu benennen und ohne die unfassbare zahl von sechs millionen ermordeter juden auszusprechen und wenn benedikt, der einen holocaust-leugner rehabilitiert hat, zu diesem affront schweigt, dann ist schwer ein gutes haar an seinem auftritt zu finden. fuer nicht-katholiken wirkt die aura des unantastbaren nicht. sieht man einmal von der pompoes-rituellen inszinierung ab, dann bleibt nicht viel uebrig, fuer dass der pontifax zu ruehmen waere. sollte uns jemand lektionen ueber das zusammenleben geben, der es nicht unterlasen kann gegen homosexualitaet und ehescheidungen zu wettern. soll jemand, der in jeder beziehung von vorgestern zu sein scheint, uns die augen oeffnen? dass er bei den palaestinensern die soli-nummer auspackt, sollte nicht wundern. fuer eine gesellschaft, die sich selbst streubt in der moderne anzukommen, ist so ein erz-konservativer vorbeter sicher ein segen.

    • kw-muc
    • 15.05.2009 um 1:24 Uhr

    Nee, zu einfach, absolut nicht.

    Schon mal was von der Ungeduld des Intellektuellen gehört? Und daß dem öfter mal was Neues einfallen muß?

    Wahrscheinlich hat der Papst von dem ewigen Shoa-Thema die Schnauze voll und auch keine Lust mehr immer wieder mit der Nazi-Keule moralisch angezweifelt zu werden (16-jähriger Pimpf bei der HJ, Williamson,Karfreitaggebet) und wahrscheinlich hat er auch erkannt, daß die vielen Besucher (Politiker, Journalisten und anderer Meinungsmultiplikatoren) immer nach Jad Vashem gelotst wurden um sie angesichts der vielen Holocaust-Toten immer in eine Richtung zu instrumentalisieren, nämlich die Augen und Ohren zuzumachen und wegzusehen, damit der Staat Israel seine Menschenrechtsverletzungen gegenüber seinen palästinensischen Staatsbürgern ungestört praktizieren kann.

    Warum soll er wie die anderen Staatsbesucher über das Stöckchen springen, das man ihm hinhält ? (Ein Bayer - der Papst ist einer - hat Selbstbewußtsein: Mir san mir!). Soll er gar in Sachen Betroffenheit und mea-culpa-Bekenntnissen gar noch Angela Merkel zu toppen versuchen? Täte er das, wäre er als Papst eine Fehlbesetzung.

    Reagan hat in Berlin Weltpolitik gemacht mit seinem "Mr. Gorbatschow, tear down this wall". Er ist einer der großer Präsidenten der USA. Johannes Paul II hat den Kommunismus besiegt, er ist einer der Großen unter den Päpsten in der 2000-jährigen Kirchengeschichte.Und Benedikt XVI. könnte auch ein Großer werden mit seiner Forderung nach einer Beseitigung der jüdischen Mauer, nach einem Heimatrecht für die Palästinenser und auf einen eigenen Staat - wenn er einen Paradigmenwechsel in den weltweit von der Holocaust-Propaganda vernebelten Hirnen bewirken würde und Israel seine Unterdrückungspolitik nicht länger praktizieren dürfte.

    wenn ratzinger, der ehemals in der hitlerjugend war, ueber den holocaust schwadroniert, ohne taeter zu benennen und ohne die unfassbare zahl von sechs millionen ermordeter juden auszusprechen und wenn benedikt, der einen holocaust-leugner rehabilitiert hat, zu diesem affront schweigt, dann ist schwer ein gutes haar an seinem auftritt zu finden. fuer nicht-katholiken wirkt die aura des unantastbaren nicht. sieht man einmal von der pompoes-rituellen inszinierung ab, dann bleibt nicht viel uebrig, fuer dass der pontifax zu ruehmen waere. sollte uns jemand lektionen ueber das zusammenleben geben, der es nicht unterlasen kann gegen homosexualitaet und ehescheidungen zu wettern. soll jemand, der in jeder beziehung von vorgestern zu sein scheint, uns die augen oeffnen? dass er bei den palaestinensern die soli-nummer auspackt, sollte nicht wundern. fuer eine gesellschaft, die sich selbst streubt in der moderne anzukommen, ist so ein erz-konservativer vorbeter sicher ein segen.

    • kw-muc
    • 15.05.2009 um 1:24 Uhr

    Nee, zu einfach, absolut nicht.

    Schon mal was von der Ungeduld des Intellektuellen gehört? Und daß dem öfter mal was Neues einfallen muß?

    Wahrscheinlich hat der Papst von dem ewigen Shoa-Thema die Schnauze voll und auch keine Lust mehr immer wieder mit der Nazi-Keule moralisch angezweifelt zu werden (16-jähriger Pimpf bei der HJ, Williamson,Karfreitaggebet) und wahrscheinlich hat er auch erkannt, daß die vielen Besucher (Politiker, Journalisten und anderer Meinungsmultiplikatoren) immer nach Jad Vashem gelotst wurden um sie angesichts der vielen Holocaust-Toten immer in eine Richtung zu instrumentalisieren, nämlich die Augen und Ohren zuzumachen und wegzusehen, damit der Staat Israel seine Menschenrechtsverletzungen gegenüber seinen palästinensischen Staatsbürgern ungestört praktizieren kann.

    Warum soll er wie die anderen Staatsbesucher über das Stöckchen springen, das man ihm hinhält ? (Ein Bayer - der Papst ist einer - hat Selbstbewußtsein: Mir san mir!). Soll er gar in Sachen Betroffenheit und mea-culpa-Bekenntnissen gar noch Angela Merkel zu toppen versuchen? Täte er das, wäre er als Papst eine Fehlbesetzung.

    Reagan hat in Berlin Weltpolitik gemacht mit seinem "Mr. Gorbatschow, tear down this wall". Er ist einer der großer Präsidenten der USA. Johannes Paul II hat den Kommunismus besiegt, er ist einer der Großen unter den Päpsten in der 2000-jährigen Kirchengeschichte.Und Benedikt XVI. könnte auch ein Großer werden mit seiner Forderung nach einer Beseitigung der jüdischen Mauer, nach einem Heimatrecht für die Palästinenser und auf einen eigenen Staat - wenn er einen Paradigmenwechsel in den weltweit von der Holocaust-Propaganda vernebelten Hirnen bewirken würde und Israel seine Unterdrückungspolitik nicht länger praktizieren dürfte.

    • WNYC
    • 14.05.2009 um 15:39 Uhr

    Als Nachfahren von Petrus (dem Stellvertreter Jesu) finde ich das Verhalten des Herrn Ratzinger mehr als rätselhaft. Jesus hat diesen goldenen Thron-Pomp absolut abgelehnt, Jesus war tolerant (ich weiss nicht ob er auch anti-Schwule, anti-Ehescheidung, anti-Kondom gewesen wäre) und Jesus würde auch Menschen nicht irdische Dinge versprechen, die er nicht halten kann. Der Past gibt zwar Hoffnung für abergläubische Menschen, aber er kann nichts durchsetzen und sollte das ehrlich zugeben. Er erinnert mich in seinem Verhalten an Brechts drei Götter in Brechts Gutem Menschen von Szechuan. Anstatt zum Beispiel seine Vatikanschätze den Palästinensern zu spenden oder wirklich zu vermitteln fliegt er wieder zurück in seinen Prunk, anstatt vielleicht mal in einem bescheidenen Haus zu wohnen. Ich frag mich, ob Herr Ratzinger als gebildeter Mann nicht manchmal ein schlechtes Gewissen bekommt, sich als ein Nachfolger Jesus aufzuspielen. Jesus, der wesentlich realitätsnäher war, wär wahrscheinlich total geschockt über diesen Auftritt.

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    ...sondern Nachfolger. Da Jesus immer in Gleichnissen gesprochen hat, ist doch rätselhaftes Verhalten absolut korrekt.

    Jesus' überlieferte Toleranz bezog sich übrigens ausschließlich auf Underdogs und solche die es werden wollten.

    Ziele seiner Intoleranz: Klerus, Kapitalisten, Militär, kurz Establishment.

    ...sondern Nachfolger. Da Jesus immer in Gleichnissen gesprochen hat, ist doch rätselhaftes Verhalten absolut korrekt.

    Jesus' überlieferte Toleranz bezog sich übrigens ausschließlich auf Underdogs und solche die es werden wollten.

    Ziele seiner Intoleranz: Klerus, Kapitalisten, Militär, kurz Establishment.

  2. wenn ratzinger, der ehemals in der hitlerjugend war, ueber den holocaust schwadroniert, ohne taeter zu benennen und ohne die unfassbare zahl von sechs millionen ermordeter juden auszusprechen und wenn benedikt, der einen holocaust-leugner rehabilitiert hat, zu diesem affront schweigt, dann ist schwer ein gutes haar an seinem auftritt zu finden. fuer nicht-katholiken wirkt die aura des unantastbaren nicht. sieht man einmal von der pompoes-rituellen inszinierung ab, dann bleibt nicht viel uebrig, fuer dass der pontifax zu ruehmen waere. sollte uns jemand lektionen ueber das zusammenleben geben, der es nicht unterlasen kann gegen homosexualitaet und ehescheidungen zu wettern. soll jemand, der in jeder beziehung von vorgestern zu sein scheint, uns die augen oeffnen? dass er bei den palaestinensern die soli-nummer auspackt, sollte nicht wundern. fuer eine gesellschaft, die sich selbst streubt in der moderne anzukommen, ist so ein erz-konservativer vorbeter sicher ein segen.

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    ...denn Ihrer Meinung nach benennen sollen ? Hätte er die unfaßbare Zahl von 6 Millionen genannt, wäre vom Zentralrat bestimmt nachgekartet worden, daß es ja zwei oder drei mehr waren, und dies als böswillige Geschichtsklitterung verdammt.

    Im Übrigen ist mir ein Papst der in seiner Kindheit Hitlerjunge war sympathischer als ein Staat [...] an seine Spitze wählt.

    [Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    ...denn Ihrer Meinung nach benennen sollen ? Hätte er die unfaßbare Zahl von 6 Millionen genannt, wäre vom Zentralrat bestimmt nachgekartet worden, daß es ja zwei oder drei mehr waren, und dies als böswillige Geschichtsklitterung verdammt.

    Im Übrigen ist mir ein Papst der in seiner Kindheit Hitlerjunge war sympathischer als ein Staat [...] an seine Spitze wählt.

    [Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

  3. ...sondern Nachfolger. Da Jesus immer in Gleichnissen gesprochen hat, ist doch rätselhaftes Verhalten absolut korrekt.

    Jesus' überlieferte Toleranz bezog sich übrigens ausschließlich auf Underdogs und solche die es werden wollten.

    Ziele seiner Intoleranz: Klerus, Kapitalisten, Militär, kurz Establishment.

  4. ...denn Ihrer Meinung nach benennen sollen ? Hätte er die unfaßbare Zahl von 6 Millionen genannt, wäre vom Zentralrat bestimmt nachgekartet worden, daß es ja zwei oder drei mehr waren, und dies als böswillige Geschichtsklitterung verdammt.

    Im Übrigen ist mir ein Papst der in seiner Kindheit Hitlerjunge war sympathischer als ein Staat [...] an seine Spitze wählt.

    [Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    Antwort auf "kein haar in der suppe"
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    "wen haette er denn ihrer meinung nach [als taeter] benennen sollen?"
    ist diese frage ernst gemeint, oder besteht da ihrer meinung nach unklarheit?
    "als ein staat der auftragskiller an seine spitze wählt"
    welcher staat waehlt denn auftragskiller an seine spitze?
    wer hat ihr geschichts- und politikwissen derart beschaedigt, dass sie einerseits nicht zu sagen wagen, wer sechs millionen juden planmaessig ermordet hat und andererseits aber nicht davor zurueckschrecken, dem juedischen staat planmaessiges morden zuzuschieben?

    "wen haette er denn ihrer meinung nach [als taeter] benennen sollen?"
    ist diese frage ernst gemeint, oder besteht da ihrer meinung nach unklarheit?
    "als ein staat der auftragskiller an seine spitze wählt"
    welcher staat waehlt denn auftragskiller an seine spitze?
    wer hat ihr geschichts- und politikwissen derart beschaedigt, dass sie einerseits nicht zu sagen wagen, wer sechs millionen juden planmaessig ermordet hat und andererseits aber nicht davor zurueckschrecken, dem juedischen staat planmaessiges morden zuzuschieben?

    • domit
    • 14.05.2009 um 16:44 Uhr

    Dieser Hinweis fehlt in der unverhälnismässig voluminösen Reiseberichtserstattung über den Interessenvertreter Papst. Fast vermute ich, dass die kath. Kirche für diese unendliche PR ebendso viel bezahlt, wie an Grundbesitzabgaben an Israel. Nichts.

  5. "wen haette er denn ihrer meinung nach [als taeter] benennen sollen?"
    ist diese frage ernst gemeint, oder besteht da ihrer meinung nach unklarheit?
    "als ein staat der auftragskiller an seine spitze wählt"
    welcher staat waehlt denn auftragskiller an seine spitze?
    wer hat ihr geschichts- und politikwissen derart beschaedigt, dass sie einerseits nicht zu sagen wagen, wer sechs millionen juden planmaessig ermordet hat und andererseits aber nicht davor zurueckschrecken, dem juedischen staat planmaessiges morden zuzuschieben?

    Antwort auf "Wen hätte er..."
  6. endlich ein interessanter Artikel, der offensichtlich dem ZdJ nicht zur Freigabe vorgelegt wurde, hmmmm, ist JJ im Urlaub???

    Diese Haltung und Mut in seinen Reden hätte ich dem Papa vor Tagen nicht zugetraut, Respekt.

    Dass die weltweit gesendeten Bilder von der Schandmauer, die Situation annähernd dokumentieren, öffnet hoffentlich auch den verbohrtesten Israel-Apologeten die Augen über die Situation der dort lebenden Menschen im Jordan-, Gaza-Gefängnis.

    Bleibt zu hoffen, dass die religiösen Führer der Moslems die Versprechungen, hinsichtlich Glaubensfreiheit und Toleranz gegenüber Christen/Andersgläubigen auch künftig halten.

    Gute Reise Bruder Benedikt
    ...

    @dippegucker - seh ich ähnlich

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    • WNYC
    • 14.05.2009 um 20:58 Uhr

    Naja, ich denk mir, wenn er wispert "ich bete für Euch," ist das weder Mut noch Haltung sondern seine typische anchronistische und surreale Weltsicht von der Kraft mythischer Heilslehren. Wenn er gesagt hätte: "Ich verbrenne in einem Ritual ein paar Pferdehaare für Euch und steck Nadeln in Voodoopuppen" dann hätten wir zu Recht gelacht. Und jetzt sagen Sie Haltung und Mut wenn er "beten" will? Das ist doch genauso sinnlos und hilft dem Plästinenser in Gaza auch null. Ihnen scheints ja nur darum zu gehen, Israel runterzumachen. Sie können mir doch nicht ernsthaft weismachen wollen, dass sie den Papst sonst auch unterstützen mit seinen weltfremden intoleranten Ideen. Der Mann hat überhaupt nichts erreicht, außer dass er unverantwortlicherweise einen paar Palästinensern Mut und Hoffnung gemacht hat--- Hoffnung auf was, das er niemals erfüllen kann und will.

    • WNYC
    • 14.05.2009 um 20:58 Uhr

    Naja, ich denk mir, wenn er wispert "ich bete für Euch," ist das weder Mut noch Haltung sondern seine typische anchronistische und surreale Weltsicht von der Kraft mythischer Heilslehren. Wenn er gesagt hätte: "Ich verbrenne in einem Ritual ein paar Pferdehaare für Euch und steck Nadeln in Voodoopuppen" dann hätten wir zu Recht gelacht. Und jetzt sagen Sie Haltung und Mut wenn er "beten" will? Das ist doch genauso sinnlos und hilft dem Plästinenser in Gaza auch null. Ihnen scheints ja nur darum zu gehen, Israel runterzumachen. Sie können mir doch nicht ernsthaft weismachen wollen, dass sie den Papst sonst auch unterstützen mit seinen weltfremden intoleranten Ideen. Der Mann hat überhaupt nichts erreicht, außer dass er unverantwortlicherweise einen paar Palästinensern Mut und Hoffnung gemacht hat--- Hoffnung auf was, das er niemals erfüllen kann und will.

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