Seeräuber Wie sich Piraten vertreiben lassen

Bis 2004 galt die Straße von Malakka als gefährlichstes Gewässer der Welt. Dann gingen drei Staaten gegen die Piraten vor – ihre Strategie taugt als Vorbild für Somalia

Soldaten der Marine Malaysias trainieren den Kampf gegen die Piraten (Archivbild)

Die Straße von Malakka war vor wenigen Jahren noch, was der Golf von Aden vor Somalia heute ist: Die Meeresgegend mit den meisten Piratenüberfällen auf Handelsschiffe. Die Seefahrtsstraße zwischen der indonesischen Insel Sumatra und Malaysia gilt heute als sicher. Die Zahl der Überfälle hat in dem früheren Piraten-Jagdrevier deutlich nachgelassen – seitdem die Anrainerstaaten gemeinsam die Seeräuber bekämpfen.

Die Meerenge ist eine der wichtigsten Routen der internationalen Schifffahrt. Die Malakka-Straße verbindet den Persischen Golf und den Indischen Ozean mit dem Südchinesischen Meer und dem Pazifik. Zwischen Südsumatra und Singapur ist sie weniger als drei Kilometer breit. Durch das Nadelöhr fahren jährlich mehr als 50.000 Schiffe.

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In der Straße von Malakka müssen die Frachter und Tanker langsam fahren. Der Verkehr dort ist sehr dicht, zahlreiche Sandbänke, Riffe, Untiefen und kleine Inseln bilden eine Gefahr für die Schiffe und ideale Verstecke für Piraten. Die südostasiatischen Seeräuber schlugen seit der Mitte der neunziger Jahre immer häufiger zu. Und so geriet die Straße von Malakka in den Ruf, ein kriminelles Bermuda-Dreieck zu sein. Dort verschwanden ganze Schiffe. Die Seeräuber und ihre Hintermänner versahen sie mit neuen Namen und verkauften die Schiffe. Vorher verhökerten sie die Ladung. Die Besatzungen wurden auf einsamen Inseln ausgesetzt oder verschwanden ganz.

Erst eine gemeinsame Strategie von Malaysia, Indonesien und Singapur  führte zu einem deutlichen Rückgang der Überfälle. Das Modell Malakka könnte ein Vorbild für die Piraten-Bekämpfung im Golf von Aden sein. Entwickelt wurde das Konzept vom amerikanischen Admiral Thomas Fargo. Er stellte im März 2004 seinen Plan zum Schutz der Straße von Malakka dem US-Repräsentantenhaus vor. Fargo, damals Chef des US-Pazifik-Kommandos, schlug vor, Geheimdienstinformationen mit den Anrainerstaaten auszutauschen und den Kampf gegen die Seeräuber besser zu koordinieren. Die Abgeordneten stimmten zu und die USA erhöhnten den diplomatischen Druck auf die Länder Südostasiens, energischer gegen die Piraterie vorzugehen.

Entscheidend für den erfolgreichen Kampf gegen die Kriminellen war schließlich die Kooperation zwischen Indonesien, Malaysia und Singapur. Erst die enge Zusammenarbeit der drei Länder und der politische Wille, das Übel anzupacken, führten zu einem Rückgang der Piraterie. 2004 begannen die drei Staaten massiv mit der Seeräuber-Bekämpfung.

Malaysische Sicherheitsbehörden schulten Polizisten für den Kampf gegen die Piraten und bauten eine eigene Küstenwache auf. Indonesien unterband den Waffenhandel effektiver und bekämpfte Terrorgruppen energischer. Indonesien und Singapur bauten zudem ihre Marine aus.

Im Jahr 2000 hatte das Internationale Marine Büro in Kuala Lumpur noch 75 Überfälle in der Straße von Malakka registriert. Acht Jahre später meldeten Reedereien nur noch zwei erfolgreiche Attacken.

Zum Rückgang der Piraterie hat allerdings auch ein Tsunami im Jahr 2004 beigetragen. Viele Piraten verloren ihre Boote und Waffen, zahlreiche Seeräuber ertranken. Ohne die langfristige Anti-Piraten-Mission in der Region wären die Seeräuber in den Folgejahren zurückgekehrt; doch die Piraterie stieg nicht wieder an. Die Bekämpfung der Seeräuber in Südostasien gilt deswegen als Erfolgsgeschichte und als Modell für andere Regionen.

In den Gewässern vor Ostafrika lässt sich die Strategie schwieriger umsetzen. Somalia ist kein handlungsfähiger Staat, die Übergangsregierung hat in vielen Regionen des Landes keinerlei Macht. Und auch Jemen, das an der Arabischen Halbinsel am Roten Meer liegt, zählt zu den schwachen Staaten. "Die Sicherung des Golfs von Aden kann daher im Vergleich zur Straße von Malakka nur durch internationales Engagement erfolgen", stellt Julia Galaski von der Stiftung Wissenschaft und Politik fest. Lernen kann die Internationale Gemeinschaft dennoch etwas aus dem erfolgreichen Vorgehen in Südostasien.

Denn bei dem Einsatz gegen die Seeräuber am Horn von Afrika fehlt es an Kooperation. Vor Somalia operieren mittlerweile mehr als 20 Kriegsschiffe aus verschiedenen Ländern – eine gemeinsame Taktik gibt es nicht. Die Schiffe aus den USA, der EU, China, Russland, Indien, Iran, Südkorea, Japan, Malaysia koordinieren ihre Einsätze unzureichend.

Selbst innerhalb der EU-Mission Atalanta sind die einzelnen Staaten sich nicht einig über die richtige Strategie. Während Frankreich Härte gegen Piraten zeigt, mit Elitesoldaten versucht Geiseln zu befreien und Entführer sogar noch an Land jagt, zahlt Deutschland lieber Lösegeld. Und während die Niederlande Piraten in Den Haag den Prozess machen, bringen deutsche Kriegsschiffe gefangene Seeräuber nach Kenia, damit ihnen dort der Prozess gemacht wird, und dänische Soldaten lassen mutmaßliche Piraten schon mal einfach frei.

Um die Piraten effektiv zu bekämpfen, hat Malaysia nun eine koordinierte internationale Mission für Somalia vorgeschlagen – bislang ohne Erfolg. Bis amerikanische, chinesische, iranische und russische Kriegsschiffe unter einem gemeinsamen Oberkommando agieren, muss wohl noch einige Zeit verstreichen. Bis dahin wird noch so mancher Frachter von den Piraten aufgebracht werden.

 
Leser-Kommentare
    • imundt
    • 29.05.2009 um 9:04 Uhr

    Unglaublich. Einen solchen Artikel würde ich in der Zeit nicht erwarten. Diese einseitige Betrachtung des Problems ist typisch für die Industrienationen: Die blöden und bösen Afrikaner machen unsere Schiffe und Waren kaputt.
    Die Frage, wie es dazu kommt, dass jemand zu einem Piraten wird, stellt sich der Autor offenbar nicht. Warum sollte ein Mensch den waghalsigen Schritt unternehmen und trotz Kriegsschiffe aus mehreren Nationen Handelsschiffe überfallen? Vielleicht weil er keine andere Wahl hat, da er in bitterer Armut lebt und in Somalia pure Anarchie herrscht? Vielleicht weil diese Anarchie von Fischfangflotten anderer Nationen ausgenutzt wird, die mit ihren Tiefseenetzen die Meeresböden zerstören, so dass die Einheimischen selber keine Fische mehr fangen können? Vielleicht weil den Afrikaner gesagt wird, dass sie ihre Märke öffnen sollen, von Industrienationenschrott überschwemmt werden, aber selber nicht in der EU verkaufen dürfen, da diese ihre eigenen Märkte schützt?
    Nein, das können nicht die Gründe sein. Es ist viel logischer militärisch gegen die bösen Afrikaner vorzugehen. Denn der Afrikaner ist böse und gemein und klaut uns unsere Waren von den Schiffen. Militärische Aktionen werden die Probleme nur lokal und temporär lösen können, langfristig ist jede Militäraktion zum Scheitern verurteilt. Will man verhindern, dass ein Problem wächst, dann muss man an die Wurzeln des Übels gehen. Armutsbekämpfung, den Menschen ein besseres Leben ermöglichen. Dies wird kein Flottenverband schaffen.
    Und wenn es wirklich militärische Aktionen sein müssen, dann bitte gegen die Hintermänner und Strippenzieher. Diejenigen, die die Millionen für die Schiffe bekommen und nicht der kleine Pirat, der dann in einem Gefängnis (wo auch immer) sitzt und seine Familie nicht mehr ernähren kann.

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    • Edie
    • 29.05.2009 um 11:17 Uhr

    seien sie bitte nicht eingeschnappt wegen meiner antwort..

    aber sie bezeichnen die darstellungen des artikels als einseitig und militärische lösungen als nicht akzeptabel und zeitgemäß...
    ich gebe ihnen ersteinmal völlig recht, es besteht eine nicht unabsichtliche abhängigkeit vieler afrikanishcer "staaten" von dem westen und natürlich hilft es den menschen vor ort wenn wir ihre lebensbedingungen verbessern.
    glauben sie doch hierdurch änderte sich etwas an der allgemeinen lage, so fürchte ich irren sie, wie so viele andere, ganz gewaltig. die probleme z.b. in somalia bestehen nicht nur aufgrund des bösen westens sondern vorragnign aufgrund der mentalität und eigenheiten der menschen vor ort.
    verstehen sie mich btte nicht falsch, es ist klar das der westen afrika künstlich klein hält, aber denken sie mal ein paar schritte weiter, bitte...es kann nicht allen menschen auf der welt so gut gehen wie uns...klingt für sie barbarisch ist aber leider so. allein die tatsache wie es zurzeit in somalia u.ä. gegenden aussieht und auf welche art und weise die dortigen menschen leben muß ihnen die augen öffnen...die menschen dort kennen keine geordneten verhältnisse oder gar ein gewaltfreies geplantes leben so wie sie und ich und deren anführer sind nunja...

    wenn wir diesen staaten entwicklungshilfe in millardenhöhe seit fast 50 jahren zukommen lassen, ändert sich etwas??? nein. bauen sie infrastrukutr auf?? nein. krankenhäuser? nein. eine funktionierende gesellschaft nach unserem vorbild...nein, aber sie kaufen va deutsche landminen, panzer aus frankreich und deutsche gewehre....

    zumal sie immer im auge behalten müßen, sie bewerten deren lebensbedingungenüber einen vergleich mit unseren, das kann nur in die hose gehen...
    [...]

    [...] die priraterie ließe sich durchaus sehr erfolgreich durch hartes vorgehen bekämpfen, wie es der artikel zwischen den zeilen ja auch beschreibt...
    aber da verklären sie lieber die hintergründe mit reiner armut und hilflosigkeit der menschen...denn pirat zu sein ist ja so viel schwerer als friedlich einen acker bestellen, oder mal zusammenzuhalten als staat, [...]

    [Gekürzt. Bitte unterlassen Sie Äußerungen, die Ihnen als rassistisch ausgelegt werden könnten. Danke. /Die Redaktion pt.]

    • kai.n
    • 29.05.2009 um 11:58 Uhr

    Piraterie bring nun mal viel Geld ein und das Risiko ist doch im Vergleich zum Gewinn äußerst gering. Stellen Sie sich einfach mal vor Sie wären ein Bankräuber und die Polizei dürfte sie nur von einer Bankfiliale verscheuchen, wenn Sie davor auftauchen, wenn Sie alledings schon drin wären, müsste sie wieder unverrichteter Dinge abziehen. Unvorstellbar, aber vor Somalia leider Realität. Kriminelle Netzwerke haben das schon lange verstanden und kräftig investiert um jetzt Beute zu machen.

    • dacapo
    • 30.05.2009 um 19:35 Uhr

    wenn die "armen afrikanischen Fischer" die Beute in ihre Taschen stecken könnte, aber "Schinderhannes" ist eine geldversessene Mischpoke. Diese Mär einer Rechtfertigung hatte man lange genug auch der Mafia entgegengebracht (auch die sollte in der Vorstellung mancher Naiven den Armen helfen). Solch eine heile Welt gibt es leider nicht. Es sind immer ein paar sogenannte Eliten, die sich den Raibach beiseite schaffen, ein Luxusleben führen , den Piraten einen Hungerlohn geben, und damit hat es sich, basta.
    @Imundt scheint sich in Afrika nun überhaupt nicht auszukennen. Natürlich ist der "böse Westen" als ehemaliger Kolonist mit daran beteiligt, dass es heutzutage für die meisten Afrikaner schlecht steht. Aber, es ist aber seit Jahren auch hausgemacht. Wenn das "wenige" Geld, was der Westen "ihnen" zugesteht, von den "Oberen Hundert" (nicht Obere Zehntausend) eines jeden Landes ein bischen mehr an ihre armen Brüder und Schwester gerechter verteilt würde, sehe es bedeutend besser aus. Darüber hinaus kann man dann nach externen Schuldigen suchen. Aber das wäre die zweite Halbzeit. Wenn die oben erwähnten "Oberen Hundert" solche Kommentare lesen, wie die von Imundt z.B., lachen sie sich ins Fäustchen.

    • Edie
    • 29.05.2009 um 11:17 Uhr

    seien sie bitte nicht eingeschnappt wegen meiner antwort..

    aber sie bezeichnen die darstellungen des artikels als einseitig und militärische lösungen als nicht akzeptabel und zeitgemäß...
    ich gebe ihnen ersteinmal völlig recht, es besteht eine nicht unabsichtliche abhängigkeit vieler afrikanishcer "staaten" von dem westen und natürlich hilft es den menschen vor ort wenn wir ihre lebensbedingungen verbessern.
    glauben sie doch hierdurch änderte sich etwas an der allgemeinen lage, so fürchte ich irren sie, wie so viele andere, ganz gewaltig. die probleme z.b. in somalia bestehen nicht nur aufgrund des bösen westens sondern vorragnign aufgrund der mentalität und eigenheiten der menschen vor ort.
    verstehen sie mich btte nicht falsch, es ist klar das der westen afrika künstlich klein hält, aber denken sie mal ein paar schritte weiter, bitte...es kann nicht allen menschen auf der welt so gut gehen wie uns...klingt für sie barbarisch ist aber leider so. allein die tatsache wie es zurzeit in somalia u.ä. gegenden aussieht und auf welche art und weise die dortigen menschen leben muß ihnen die augen öffnen...die menschen dort kennen keine geordneten verhältnisse oder gar ein gewaltfreies geplantes leben so wie sie und ich und deren anführer sind nunja...

    wenn wir diesen staaten entwicklungshilfe in millardenhöhe seit fast 50 jahren zukommen lassen, ändert sich etwas??? nein. bauen sie infrastrukutr auf?? nein. krankenhäuser? nein. eine funktionierende gesellschaft nach unserem vorbild...nein, aber sie kaufen va deutsche landminen, panzer aus frankreich und deutsche gewehre....

    zumal sie immer im auge behalten müßen, sie bewerten deren lebensbedingungenüber einen vergleich mit unseren, das kann nur in die hose gehen...
    [...]

    [...] die priraterie ließe sich durchaus sehr erfolgreich durch hartes vorgehen bekämpfen, wie es der artikel zwischen den zeilen ja auch beschreibt...
    aber da verklären sie lieber die hintergründe mit reiner armut und hilflosigkeit der menschen...denn pirat zu sein ist ja so viel schwerer als friedlich einen acker bestellen, oder mal zusammenzuhalten als staat, [...]

    [Gekürzt. Bitte unterlassen Sie Äußerungen, die Ihnen als rassistisch ausgelegt werden könnten. Danke. /Die Redaktion pt.]

    • kai.n
    • 29.05.2009 um 11:58 Uhr

    Piraterie bring nun mal viel Geld ein und das Risiko ist doch im Vergleich zum Gewinn äußerst gering. Stellen Sie sich einfach mal vor Sie wären ein Bankräuber und die Polizei dürfte sie nur von einer Bankfiliale verscheuchen, wenn Sie davor auftauchen, wenn Sie alledings schon drin wären, müsste sie wieder unverrichteter Dinge abziehen. Unvorstellbar, aber vor Somalia leider Realität. Kriminelle Netzwerke haben das schon lange verstanden und kräftig investiert um jetzt Beute zu machen.

    • dacapo
    • 30.05.2009 um 19:35 Uhr

    wenn die "armen afrikanischen Fischer" die Beute in ihre Taschen stecken könnte, aber "Schinderhannes" ist eine geldversessene Mischpoke. Diese Mär einer Rechtfertigung hatte man lange genug auch der Mafia entgegengebracht (auch die sollte in der Vorstellung mancher Naiven den Armen helfen). Solch eine heile Welt gibt es leider nicht. Es sind immer ein paar sogenannte Eliten, die sich den Raibach beiseite schaffen, ein Luxusleben führen , den Piraten einen Hungerlohn geben, und damit hat es sich, basta.
    @Imundt scheint sich in Afrika nun überhaupt nicht auszukennen. Natürlich ist der "böse Westen" als ehemaliger Kolonist mit daran beteiligt, dass es heutzutage für die meisten Afrikaner schlecht steht. Aber, es ist aber seit Jahren auch hausgemacht. Wenn das "wenige" Geld, was der Westen "ihnen" zugesteht, von den "Oberen Hundert" (nicht Obere Zehntausend) eines jeden Landes ein bischen mehr an ihre armen Brüder und Schwester gerechter verteilt würde, sehe es bedeutend besser aus. Darüber hinaus kann man dann nach externen Schuldigen suchen. Aber das wäre die zweite Halbzeit. Wenn die oben erwähnten "Oberen Hundert" solche Kommentare lesen, wie die von Imundt z.B., lachen sie sich ins Fäustchen.

  1. Dass in Somalia Armut und Hunger herrscht, wissen wir auch. Offenbar betrachten sie aber Piraterie als einen legitimen Ersatz für die Entwicklungshilfe. Piraten handeln als kriminelle Organisationen, sie sind sicher keine Wohltäter für ihre Mitbürger. Wenn sie soviel Bewunderung für Piraten haben ( hatte ich auch, aber das ist lange her), warum besuchen sie sie nicht, vielleicht wird ihre Einschätzung dann realistischer.
    Mir scheint die geschilderte Strategie diskussionswürdig. Im Fall Somalia sollte man aber an Land alle Piratenschiffe und ihre Infrastrukturen zerstören.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • imundt
    • 29.05.2009 um 10:15 Uhr

    Eine erstaunliche interpreatation meines Kommentares. Wie Sie zu der Meinung kommen ist mir allerdings rätselhaft.
    Vielleicht kommt beim zweiten Durchlesen ja die Erkentniss, dass es darum geht, dass mit militärischen Aktionen keinerlei dauerhafte Lösung gefunden werden kann.
    Piraterie ist natürlich abzulehnen. Der Glaube, dass das Problem mit Waffen gelöst wird oder es den Menschen danach besser geht aber ebenso. Wenn die obrigen Westlichen Staaten mit ihren Kriegsschiffen und Hubschraubern die Menschen einsperren, wird das mit Sicherheit nicht zu einer Stabilisierung der Region führen.
    Wie ich bereits klar machte: Militärische Aktionen gegen die Hintermänner ist wichtig, den Afrikanern aber eine bessere Perspektive zu geben ist sehr viel wichtiger!

    • imundt
    • 29.05.2009 um 10:15 Uhr

    Eine erstaunliche interpreatation meines Kommentares. Wie Sie zu der Meinung kommen ist mir allerdings rätselhaft.
    Vielleicht kommt beim zweiten Durchlesen ja die Erkentniss, dass es darum geht, dass mit militärischen Aktionen keinerlei dauerhafte Lösung gefunden werden kann.
    Piraterie ist natürlich abzulehnen. Der Glaube, dass das Problem mit Waffen gelöst wird oder es den Menschen danach besser geht aber ebenso. Wenn die obrigen Westlichen Staaten mit ihren Kriegsschiffen und Hubschraubern die Menschen einsperren, wird das mit Sicherheit nicht zu einer Stabilisierung der Region führen.
    Wie ich bereits klar machte: Militärische Aktionen gegen die Hintermänner ist wichtig, den Afrikanern aber eine bessere Perspektive zu geben ist sehr viel wichtiger!

    • imundt
    • 29.05.2009 um 10:15 Uhr

    Eine erstaunliche interpreatation meines Kommentares. Wie Sie zu der Meinung kommen ist mir allerdings rätselhaft.
    Vielleicht kommt beim zweiten Durchlesen ja die Erkentniss, dass es darum geht, dass mit militärischen Aktionen keinerlei dauerhafte Lösung gefunden werden kann.
    Piraterie ist natürlich abzulehnen. Der Glaube, dass das Problem mit Waffen gelöst wird oder es den Menschen danach besser geht aber ebenso. Wenn die obrigen Westlichen Staaten mit ihren Kriegsschiffen und Hubschraubern die Menschen einsperren, wird das mit Sicherheit nicht zu einer Stabilisierung der Region führen.
    Wie ich bereits klar machte: Militärische Aktionen gegen die Hintermänner ist wichtig, den Afrikanern aber eine bessere Perspektive zu geben ist sehr viel wichtiger!

    Antwort auf "@imundt"
    • Edie
    • 29.05.2009 um 11:17 Uhr

    seien sie bitte nicht eingeschnappt wegen meiner antwort..

    aber sie bezeichnen die darstellungen des artikels als einseitig und militärische lösungen als nicht akzeptabel und zeitgemäß...
    ich gebe ihnen ersteinmal völlig recht, es besteht eine nicht unabsichtliche abhängigkeit vieler afrikanishcer "staaten" von dem westen und natürlich hilft es den menschen vor ort wenn wir ihre lebensbedingungen verbessern.
    glauben sie doch hierdurch änderte sich etwas an der allgemeinen lage, so fürchte ich irren sie, wie so viele andere, ganz gewaltig. die probleme z.b. in somalia bestehen nicht nur aufgrund des bösen westens sondern vorragnign aufgrund der mentalität und eigenheiten der menschen vor ort.
    verstehen sie mich btte nicht falsch, es ist klar das der westen afrika künstlich klein hält, aber denken sie mal ein paar schritte weiter, bitte...es kann nicht allen menschen auf der welt so gut gehen wie uns...klingt für sie barbarisch ist aber leider so. allein die tatsache wie es zurzeit in somalia u.ä. gegenden aussieht und auf welche art und weise die dortigen menschen leben muß ihnen die augen öffnen...die menschen dort kennen keine geordneten verhältnisse oder gar ein gewaltfreies geplantes leben so wie sie und ich und deren anführer sind nunja...

    wenn wir diesen staaten entwicklungshilfe in millardenhöhe seit fast 50 jahren zukommen lassen, ändert sich etwas??? nein. bauen sie infrastrukutr auf?? nein. krankenhäuser? nein. eine funktionierende gesellschaft nach unserem vorbild...nein, aber sie kaufen va deutsche landminen, panzer aus frankreich und deutsche gewehre....

    zumal sie immer im auge behalten müßen, sie bewerten deren lebensbedingungenüber einen vergleich mit unseren, das kann nur in die hose gehen...
    [...]

    [...] die priraterie ließe sich durchaus sehr erfolgreich durch hartes vorgehen bekämpfen, wie es der artikel zwischen den zeilen ja auch beschreibt...
    aber da verklären sie lieber die hintergründe mit reiner armut und hilflosigkeit der menschen...denn pirat zu sein ist ja so viel schwerer als friedlich einen acker bestellen, oder mal zusammenzuhalten als staat, [...]

    [Gekürzt. Bitte unterlassen Sie Äußerungen, die Ihnen als rassistisch ausgelegt werden könnten. Danke. /Die Redaktion pt.]

    Antwort auf "Unglaublich..."
    • kai.n
    • 29.05.2009 um 11:58 Uhr

    Piraterie bring nun mal viel Geld ein und das Risiko ist doch im Vergleich zum Gewinn äußerst gering. Stellen Sie sich einfach mal vor Sie wären ein Bankräuber und die Polizei dürfte sie nur von einer Bankfiliale verscheuchen, wenn Sie davor auftauchen, wenn Sie alledings schon drin wären, müsste sie wieder unverrichteter Dinge abziehen. Unvorstellbar, aber vor Somalia leider Realität. Kriminelle Netzwerke haben das schon lange verstanden und kräftig investiert um jetzt Beute zu machen.

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    • E.A.
    • 30.05.2009 um 16:11 Uhr

    Seit dem Sturz der somalischen Regierung 1991 gibt es keinen Schutz r der somalischen Gewässer mehr. Seitdem fangen europäische Schiffe illegal Fische und nehmen dadurch ihren lebensunterhalt weg oder entledigen sich ihren hochgiftigen Müll vor der somalischen Küste. Die Fischer währen sich underweist sich als profitables Geschäft. Die Piratie entwickelt sich und ist heute nicht mehr kontrolierbar. Zu dieser Geschichte kann ich nur sagen:Selber Schuld Europa.

    • E.A.
    • 30.05.2009 um 16:16 Uhr

    *Die Fischer währen sich und die Piratie erweist sich als ein profitables Geschäft.

    • dacapo
    • 30.05.2009 um 19:35 Uhr

    wenn die "armen afrikanischen Fischer" die Beute in ihre Taschen stecken könnte, aber "Schinderhannes" ist eine geldversessene Mischpoke. Diese Mär einer Rechtfertigung hatte man lange genug auch der Mafia entgegengebracht (auch die sollte in der Vorstellung mancher Naiven den Armen helfen). Solch eine heile Welt gibt es leider nicht. Es sind immer ein paar sogenannte Eliten, die sich den Raibach beiseite schaffen, ein Luxusleben führen , den Piraten einen Hungerlohn geben, und damit hat es sich, basta.
    @Imundt scheint sich in Afrika nun überhaupt nicht auszukennen. Natürlich ist der "böse Westen" als ehemaliger Kolonist mit daran beteiligt, dass es heutzutage für die meisten Afrikaner schlecht steht. Aber, es ist aber seit Jahren auch hausgemacht. Wenn das "wenige" Geld, was der Westen "ihnen" zugesteht, von den "Oberen Hundert" (nicht Obere Zehntausend) eines jeden Landes ein bischen mehr an ihre armen Brüder und Schwester gerechter verteilt würde, sehe es bedeutend besser aus. Darüber hinaus kann man dann nach externen Schuldigen suchen. Aber das wäre die zweite Halbzeit. Wenn die oben erwähnten "Oberen Hundert" solche Kommentare lesen, wie die von Imundt z.B., lachen sie sich ins Fäustchen.

    Antwort auf "Unglaublich..."

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