Subventionen Agrarminister sagen Milchbauern Unterstützung zu

Der Bund will die deutschen Milchbauern mit einem Hilfspaket kurzfristig finanziell unterstützen und sie so vor einer Pleite bewahren. Dies forderten die Minister nach einer Sonderkonferenz in Berlin.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner stellte zinsfreie und zinsgünstige Darlehen in Aussicht. "Die Dinge sind noch nicht endgültig entschieden. Aber das ist die Richtung, in die es gehen soll", sagte die CSU-Politikerin nach der Sonderkonferenz. Dabei gehe es um zusätzliche Subventionen der Landwirtschaftlichen Rentenbank, aber auch um Zinsverbilligungen des Bundes und um einen erweiterten Garantierahmen.

Aufgrund des Preisverfalls bei Milch und Milchprodukten sehen sich immer mehr Milchbauern in ihrer Existenz bedroht. Aigner will daher am Montag auf dem EU-Agrarrat ein Vorziehen der Marktanalyse erreichen, auf deren Basis über die Milchquote beraten werden kann. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach den massiven Protesten von Milchbauern in den vergangenen Wochen kurzfristig zu einem Treffen mit Betroffenen entschlossen. Sie besucht am Donnerstag in Ritterhude bei Bremen einen Milchviehbetrieb.

Auch die von den Bauern und allen Länderministern geforderte Rücknahme der Agrardieselbesteuerung steht laut Aigner weiter in der Diskussion. Vertreter von Unions- und SPD-Fraktion hatten erneut mit Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) darüber beraten. Während vor allem die CSU auf eine Änderung zugunsten der Bauern dringt, lehnen Steinbrück und die SPD dies bislang ab.

 

 
Leser-Kommentare
  1. Frau Merkel, Nordmilch, Edeka, Sonnleitner (der sich öffentlich von den Milchbauern distanziert), Agrarminister (die nach den Wahlen auf dem "freien Markt" unterkommen wollen/sollten) und ein paar (vom Bauernverband ?) auserwählte Bauern überlegten - mal wieder - wie mit kleinen Pflästerchen eine Amputation abgemildert werden könnte.
    Und da der Verbraucher "schuld" ist an der ganzen Misere, weil er nicht genug Milch trinkt, wird er indirekt die Hilfspakete finanzieren müssen...."wo doch die Bauern sowieso schon hint' und vorn' subventioniert werden".
    (Ich bitte Sie, an dieser Stelle einmal genau zu recherchieren, wohin der Großteil der Agrarsubventionen und Exporterstattungen tatsächlich überwiesen wird!!)
    Es gibt noch eine andere Möglichkeit, aus diesere Milchkrise herauszukommen.
    Diese wird aber von der Milchindustrie, von den Discountern, den BV-Funktionären, von der Agrarindustrie und somit auch von den Politikern, die sich gerne vor deren Karren spannen lassen (oder gespannt werden?) nicht gern gehört und somit auch in den Medien, der sogenannten "Freien Presse", nicht publik gemacht.

    Falls Sie sich für einen mündigen Verbraucher halten, lege ich Ihnen nahe, die beiden folgenden Links zu öffnen.

    http://www.allintv.de/fil...
    http://www.europeanmilkbo...

    Möglicherweise ist es auch in ihrem Interesse, dass es weiterhin noch (Milch-)Bauern in Ihrer Region, bzw. in Deutschland geben wird und Sie nicht komplett von Aldi & Co abhängig werden.
    Nahrungsmittel, Strom, Wasser in der Hand von wenigen.......?!!...- eine Folge des "Freien Marktes"?

    Wollen wir das?

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