Rüstung Nordkorea bestätigt Atomtest

Das kommunistische Nordkorea hat nach eigenen Angaben einen zweiten Atomtest unternommen. Die Nachbarstaaten sind alarmiert, Japan will den Weltsicherheitsrat einberufen

Nordkoreanische Grenzer (Archivbild)

Nordkoreanische Grenzer (Archivbild)

Nordkorea betrachtet den zweiten unterirdischen Atomtest in drei Jahren als "Maßnahmen zur Stärkung der atomaren Kräfte zur Selbstverteidigung", wie die staatlich kontrollierte Nachrichtenagentur KCNA verbreitete. Die Explosion sei diesmal stärker gewesen als beim ersten Atomtest des kommunistischen Landes im Oktober 2006. Wo genau die Koreaner den Sprengsatz zündeten, blieb jedoch offen. Nordkorea hatte bereits vor einem halben Jahr einen atomaren Sprengsatz gezündet. Dies war weltweit verurteilt worden.

Japan, die USA und Südkorea registrierten am Montag Erderschütterungen in Nordkorea. Wie das südkoreanische Präsidialamt in Seoul mitteilte, maßen Seismologen um 9.54 Uhr im Norden des Nachbarlandes, in der Provinz Nord-Hamkyong, ein "künstliches Erdbeben", das auf einen Nukleartest hindeute. Laut der südkoreanischen Agentur Yonhap hatte es eine Stärke von 4,5. US-Wissenschaftler registrierten im Nordosten des Landes ein Beben der Stärke 4,7 in einer Tiefe von zehn Kilometern.

Die Experten prüfen noch, ob die Erdstöße auf einen Atomtest hindeuten. Doch sie haben bereits politische Folgen: Südkoreas Präsident Lee Myung Bak berief den Nationalen Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung ein.

Weltweit macht sich nun Verunsicherung breit: Die USA reagierten "tief besorgt", wie aus dem US-Außenministerium verlautete. "Wir analysieren die Angaben." Russlands Verteidigungsministerium bestätigte am Vormittag, das es sich um einen Atomtest handle.

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Erst Ende April hatte das kommunistische Land mit einem weiteren Atomtest und Raketentests gedroht. Als Grund nannte die Regierung in Pjöngjang, dass der UN-Sicherheitsrat den Test einer Rakete mit größerer Reichweite verurteilt hatte. Nordkorea verlangte damals eine Entschuldigung von dem höchsten UN-Gremium sowie die Rücknahme von Sanktionen und kündigte einen Boykott der Sechs-Parteien-Gespräche mit Südkorea, Japan, China, Russland und den USA an.

Japan will nun eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. Sein Land werde Nordkoreas Verhalten "nicht tolerieren", sagte ein Regierungssprecher. Es werde beim Sicherheitsrat auf eine neue Resolution drängen. 

Leser-Kommentare
    • peto1
    • 25.05.2009 um 7:31 Uhr

    Niemand weis welche auswirkungen das auf den Planeten hat, geschweige den die nebenwirkungen vom verseuchtem Natur für die nächsten hunderte jahre, man kann Pracktich mit einer Wasserstoff bombe den ganzen Planeten in die Luft jagen weil es bei der Wasserstoff bombe nach oben keine grenze gibt und deshalb verboten wurden.

  1. Das das Land ruiniert ist, weiß die politische Führung von Nordkorea selbst ganz genau. Um die Macht der Nomenklatura zu erhalten, bleibt von daher nur die Möglichkeit, auf die Karte Atommacht zu setzen. Damit soll ein Abschreckungs-potential aufgebaut werden, um andere Staaten zur wirtschaftlichen Unterstützung zu zwingen.

    Aus meiner Sicht bleiben weitere Wirtschaftssanktionen wirkungslos, solange Staaten heimlich weiter Handel betreiben.

    Ich denke dabei in erster Linie an China. China muss sich bewusst werden, dass es auf einem ganz schmalen Grad agiert. Nordkorea ist unberechenbar. Insofern sollte China einsichtig sein, seinen Handel komplett auszusetzen. Es bleibt nur übrig, über die Wirtschaftsseite Druck auf Nordkorrea auszuüben. Es ist 5 Minuten vor Zwölf. Wenn Nordkorea erst einmal seine atomare Infrastruktur komplett aufgebaut hat, ist es zu spät. Dann könnte Nordkorea damit auch China erpressen. Das Land steht mit dem Rücken an der Wand. Was hat es denn schon zu verlieren?

    Wenn China jetzt nicht drastisch eingreift... in wenigen Jahren ist es zu spät.

    • ela01
    • 25.05.2009 um 8:41 Uhr
    3. China

    Und sie meinen das China - das Land, besser gesagt die Regierung, welche immer nur zu ihrem Vorteil handelt - Wirtschaftsbeziehungen zu Nordkorea einbrechen lässt, nur weil es die westliche Welt erwartet. Auch noch jetzt, wo es sich von einer Wirtschaftskrise zu erholen hat und nach jedem Strohhalm (Importländer) greift. China ist kaum so weitsichtig wie sie hoffen. Und eine militärische Gefahr, wird meine Meinung nach, gar nicht gesehen.

    _______________________________

    Ich weiß, dass ich nichts weiß.

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    Und sie meinen das China - das Land, besser gesagt die Regierung, welche immer nur zu ihrem Vorteil handelt - Wirtschaftsbeziehungen zu Nordkorea einbrechen lässt, nur weil es die westliche Welt erwartet.

    Ich fürchte, dieser Gedanke ist etwas unausgegoren. Sie werden lange suchen müssen, um auf dieser Welt eine Regierung zu finden, die nicht zu ihrem Vorteil handelt. Das Nordkorea-Problem ist eine knallharte Machtfrage - auf allen Seiten. China könnte auf Wirtschftsbeziehungen zu einem der ärmsten Länder der Welt getrost verzichten. Aber amerikanische Truppen nach einer eventuellen Wiedervereinigung an der eigenen Grenze wiederzutreffen, kann es sich nicht leisten. Ein Schelm, wer denkt, dass den USA ein solcher Einfluss gelegen käme...

    Tragisch (und leider nicht neu) ist vor allem, dass die Nordkoreaner am meisten unter dieser Weltmacht-Konkurrenz leiden.

    Und sie meinen das China - das Land, besser gesagt die Regierung, welche immer nur zu ihrem Vorteil handelt - Wirtschaftsbeziehungen zu Nordkorea einbrechen lässt, nur weil es die westliche Welt erwartet.

    Ich fürchte, dieser Gedanke ist etwas unausgegoren. Sie werden lange suchen müssen, um auf dieser Welt eine Regierung zu finden, die nicht zu ihrem Vorteil handelt. Das Nordkorea-Problem ist eine knallharte Machtfrage - auf allen Seiten. China könnte auf Wirtschftsbeziehungen zu einem der ärmsten Länder der Welt getrost verzichten. Aber amerikanische Truppen nach einer eventuellen Wiedervereinigung an der eigenen Grenze wiederzutreffen, kann es sich nicht leisten. Ein Schelm, wer denkt, dass den USA ein solcher Einfluss gelegen käme...

    Tragisch (und leider nicht neu) ist vor allem, dass die Nordkoreaner am meisten unter dieser Weltmacht-Konkurrenz leiden.

    • helgam
    • 25.05.2009 um 10:34 Uhr

    Ehe wir das Ausland verurteilen sollen wir unseren Machthabern auf die Finger schauen. haben Sie vergessen, daß die völkerrechtswidrigen Nato-Kriege permanent Uranmunition im Ausland freisetzt?
    http://www.youtube.com/wa...

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    4. Das schlechte Vorbild ist der Westen

    Ehe wir das Ausland verurteilen sollen wir unseren Machthabern auf die Finger schauen. haben Sie vergessen, daß die völkerrechtswidrigen Nato-Kriege permanent Uranmunition im Ausland freisetzt?
    http://www.youtube.com/wa...

    Ja, die Angriffskriege gegen UN-Mandat seitens der NATO, die dazu gefuerht haben das Uranmunition Menschen umbringt!

    Ja, der Unterschied ist halt der das nun der Gegner dies eventuell ebenfalls zurueckschiessen kann!!!

    Tja, wie es wohl aussieht werden wir uns in Zukunft in unserer Dekandenz ein wenig zuegeln muessen, da man sonst um Rohstoffe mit solchen bösen Menschen kämpfen muss!

    Jammer!

    4. Das schlechte Vorbild ist der Westen

    Ehe wir das Ausland verurteilen sollen wir unseren Machthabern auf die Finger schauen. haben Sie vergessen, daß die völkerrechtswidrigen Nato-Kriege permanent Uranmunition im Ausland freisetzt?
    http://www.youtube.com/wa...

    Ja, die Angriffskriege gegen UN-Mandat seitens der NATO, die dazu gefuerht haben das Uranmunition Menschen umbringt!

    Ja, der Unterschied ist halt der das nun der Gegner dies eventuell ebenfalls zurueckschiessen kann!!!

    Tja, wie es wohl aussieht werden wir uns in Zukunft in unserer Dekandenz ein wenig zuegeln muessen, da man sonst um Rohstoffe mit solchen bösen Menschen kämpfen muss!

    Jammer!

  2. China ist nicht das einzige Land, das Fortschritte in der Koreafrage blockiert. Inzwischen (vor 20 bis 30 Jahren war das vielleicht noch was anderes) ist sogar Südkorea - zumindest auf Regierungsebene - nicht wirklich an der Perspektive einer Wiedervereinigung oder eines Zusammenbruchs Nordkoreas interessiert. In diesem Fall müssten sie nämlich (vor allen Dingen) finanziell ein Land übernehmen, das - abgesehen von seinem extrem überdimensionierten Militär - auf Steinzeitniveau lebt. Das ist eine ganz wesentlich prekärere Situation als damals bei der Wiedervereinigung Deutschlands. Die DDR und die BRD lebten auf ganz anderen Standards. Natürlich ist Südkorea an keiner Bedrohung aus dem Norden interessiert. Aber dafür bedarf es einer gemeinsamen Strategie der USA, Russlands, Chinas, Japans und Südkoreas, die mittel- bis langfristig auf eine Wiedervereinigung gerichtet ist, und eines entsprechenden Willens dieser Länder.

  3. Und sie meinen das China - das Land, besser gesagt die Regierung, welche immer nur zu ihrem Vorteil handelt - Wirtschaftsbeziehungen zu Nordkorea einbrechen lässt, nur weil es die westliche Welt erwartet.

    Ich fürchte, dieser Gedanke ist etwas unausgegoren. Sie werden lange suchen müssen, um auf dieser Welt eine Regierung zu finden, die nicht zu ihrem Vorteil handelt. Das Nordkorea-Problem ist eine knallharte Machtfrage - auf allen Seiten. China könnte auf Wirtschftsbeziehungen zu einem der ärmsten Länder der Welt getrost verzichten. Aber amerikanische Truppen nach einer eventuellen Wiedervereinigung an der eigenen Grenze wiederzutreffen, kann es sich nicht leisten. Ein Schelm, wer denkt, dass den USA ein solcher Einfluss gelegen käme...

    Tragisch (und leider nicht neu) ist vor allem, dass die Nordkoreaner am meisten unter dieser Weltmacht-Konkurrenz leiden.

    Antwort auf "China"
  4. 4. Das schlechte Vorbild ist der Westen

    Ehe wir das Ausland verurteilen sollen wir unseren Machthabern auf die Finger schauen. haben Sie vergessen, daß die völkerrechtswidrigen Nato-Kriege permanent Uranmunition im Ausland freisetzt?
    http://www.youtube.com/wa...

    Ja, die Angriffskriege gegen UN-Mandat seitens der NATO, die dazu gefuerht haben das Uranmunition Menschen umbringt!

    Ja, der Unterschied ist halt der das nun der Gegner dies eventuell ebenfalls zurueckschiessen kann!!!

    Tja, wie es wohl aussieht werden wir uns in Zukunft in unserer Dekandenz ein wenig zuegeln muessen, da man sonst um Rohstoffe mit solchen bösen Menschen kämpfen muss!

    Jammer!

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