Datenschutz Deutsche Bank gesteht mögliche Sicherheitspanne
Erneut droht eine Datenaffäre: Die Deutsche Bank hat eine Anwaltskanzlei beauftragt, mögliche Verstöße gegen rechtliche und interne Sicherheitsvorschriften zu untersuchen.
Es handele sich nach bisherigen Erkenntnisstand um wenige Fälle in früheren Jahren, teilte das Institut mit. Es bestätigte, dass es dabei um Daten gehe. Unklar blieb, ob eigene Mitarbeiter von den mutmaßlich unzulässigen Aktionen betroffen waren und wie die Bank auf die Spur der Aktivitäten kam. Ein Sprecher wollte sich unter Verweis auf die laufenden Untersuchungen dazu nicht äußern. Um Kontendaten oder andere Informationen über Kunden gehe es aber nicht.
Auch die Bankenaufsicht BaFin hat sich mittlerweile in den Fall eingeschaltet. Wie eine Sprecherin sagte, untersucht die Behörde in einer Sonderprüfung mögliche "Regelverstöße" der Sicherheitsabteilung gegen gesetzliche oder interne Vorgaben der größten deutschen Bank.
In der letzten Zeit hatten bereits andere Datenaffären Aufsehen erregt. So hatte die Deutsche Bahn die Daten fast aller Mitarbeiter systematisch durchleuchtet. Vorstandschef Hartmut Mehdorn hatte sich daraufhin von der Unternehmensspitze zurückgezogen. Bei der Deutschen Telekom war vor einem Jahr bekannt geworden, dass sie Journalisten, aber auch eigene Vorstände und Aufsichtsräte auf der Suche nach undichten Stellen ausgeforscht hatte.
- Datum 22.05.2009 - 20:46 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, rf, Reuters
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