Drogentherapie Menschenwürde aus der AmpulleSeite 2/2

Die mit Diamorphin Versorgten zogen eine feste Wohnung dem Leben auf der Straße vor, arbeiteten, begannen mitunter sogar eine Ausbildung. "Für die Abhängigen ist das ein Weg, ein menschenwürdiges Leben zu führen", sagt SPD-Gesundheitspolitikerin Volkmer. Denn der Besuch der Ambulanzen nimmt den Süchtigen den Druck, sich auf kriminelle Weise Geld zu beschaffen. Den Vorwurf, dass Abhängige den Besuch beim Drogendienst als Dauerlösung betrachten könnten, versucht Suchforscher Haasen zu entkräften. Es gehe darum, Abhängige so zu stabilisieren, dass sie eine Abstinenzbehandlung beginnen können. "Gelegentliche Behauptungen, künftig könnten 90.000 Junkies ihren Stoff vom Staat bekommen, sind Unsinn."

Ist der erwartete Nutzen auch groß, die Kosten würden steigen: Diamorphin ist weit teurer als Methadon. "Deshalb sollten sich auch die Länder und Kommunen an der Finanzierung beteiligen und damit die Kassen entlasten", verlangt Suchtforscher Haasen. Die Staatskasse dagegen wird entlastet: "Weil Diamorphin-Patienten kaum noch Straßenheroin konsumieren, sind weniger Polizeieinsätze, weniger Gerichtsverfahren, weniger Krankenhausaufenthalte nötig." Wie die Auswertung des Modellversuchs ergab, sinken die Kosten für Strafauffälligkeiten und Haft für jeden Drogensüchtigen im ersten Behandlungsjahr um 4460 Euro. Nur noch 39 Prozent der mit Diamorphin Behandelten bekamen es im ersten Jahr mit der Polizei zu tun, fand das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen heraus, zuvor waren es 55 Prozent. Bei den Methadon-Konsumenten sank dieser Anteil nur um drei Prozentpunkte. 

 
Leser-Kommentare
  1. Für viele Süchtige kommt also die Menschenwürde aus der Ampulle. Naja, für den Säugling kommt sie aus der Mutterbrust.

    Nun sei aber folgendes Gedankenexperiment erlaubt: Solch ein armer Tropf, dessen Heroinsucht angeblich kein Charakterfehler, sondern eine Krankheit ist, wird nicht in das Deutschland unserer Zeit hineingeboren, sondern - sagen wir mal - in Nordkorea... halt! Wir müssen ihn in unserer Fantasie ja nicht so sadistisch behandeln: Sagen wir, der Suchtkranke wird im Deutschland der Bismarck-Zeit, also vor Entwicklung des Heroins, geboren. Woher bekommt der arme Teufel dann seine Menschenwürde?

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    Es gibt also in der Bismarkzeit kein Heroin oder andere intravenöse Suchtmittel, die das vereldendend wirkten? Das wäre mir neu. Gerade in der Zeit gab es viele Menschen, die in fürchterlichen Situationen vegetierten, weil sie von Suchtstoffen abhängig waren. Wer finanziell gut ausgestattet war, konnte dagegen längere Zeit besser überleben. Die Literatur und Geschichte sind davon nicht frei und man benötigt keine Phantasie, sondern muss sich lediglich informieren.

    Und da sind wir beim Heute angelangt, wo man in Staaten wie unserem aus verschiedenen Gründen versucht, das Elend einzudämmen, wenn man die Mittel dazu hat, nutzen kann und darf. Geforscht wurde viel, Versuche wie die mit der Ausgabe von Heroin, zu der exemplarisch der Link führt (es gibt weltweit weitere) gibt es ebenfalls.

    Ist es dann nicht unsere Verpflichtung, einem durch die Sucht und das Umfeld, in dem sie zumeist stattfindet, verelendetem Menschen, so etwas wie Würde, Lebensqualität und Gesundheit wieder zukommen zu lassen und uns nebenbei noch von den Folgen der Beschaffungskriminalität zu befreien?

    Für viele Süchtige kommt also die Menschenwürde aus der Ampulle.

    Menschenwürde ist ein natürlicher Zustand. Er besteht aus der Abwesenheit von Verletzungen (die auch ein Unterlassen sein können). Ein Leben im Zustand der Sucht ist eine solche Verletzung. Diese kann - prinzipiell - auf unterschiedliche Weise geheilt werden. Eine davon ist die "Ampulle". Das bedeutet natürlich nicht, dass man Menschenwürde in Ampullen füllen kann.

    Verletzungen der Menschenwürde sind immer eine Frage des Betrachters, der für sich klären muss, ob er zum Eingreifen verpflichtet ist. Dass die Menschen vor 1000 Jahren auch irgendwie ge- und überlebt haben, bedeutet eben nicht, dass es mit der für einen heutigen Betrachter angenommenen Menschenwürde vereinbar wäre, heute jemanden so leben zu lassen wie vor 1000 Jahren.

    Es gibt also in der Bismarkzeit kein Heroin oder andere intravenöse Suchtmittel, die das vereldendend wirkten? Das wäre mir neu. Gerade in der Zeit gab es viele Menschen, die in fürchterlichen Situationen vegetierten, weil sie von Suchtstoffen abhängig waren. Wer finanziell gut ausgestattet war, konnte dagegen längere Zeit besser überleben. Die Literatur und Geschichte sind davon nicht frei und man benötigt keine Phantasie, sondern muss sich lediglich informieren.

    Und da sind wir beim Heute angelangt, wo man in Staaten wie unserem aus verschiedenen Gründen versucht, das Elend einzudämmen, wenn man die Mittel dazu hat, nutzen kann und darf. Geforscht wurde viel, Versuche wie die mit der Ausgabe von Heroin, zu der exemplarisch der Link führt (es gibt weltweit weitere) gibt es ebenfalls.

    Ist es dann nicht unsere Verpflichtung, einem durch die Sucht und das Umfeld, in dem sie zumeist stattfindet, verelendetem Menschen, so etwas wie Würde, Lebensqualität und Gesundheit wieder zukommen zu lassen und uns nebenbei noch von den Folgen der Beschaffungskriminalität zu befreien?

    Für viele Süchtige kommt also die Menschenwürde aus der Ampulle.

    Menschenwürde ist ein natürlicher Zustand. Er besteht aus der Abwesenheit von Verletzungen (die auch ein Unterlassen sein können). Ein Leben im Zustand der Sucht ist eine solche Verletzung. Diese kann - prinzipiell - auf unterschiedliche Weise geheilt werden. Eine davon ist die "Ampulle". Das bedeutet natürlich nicht, dass man Menschenwürde in Ampullen füllen kann.

    Verletzungen der Menschenwürde sind immer eine Frage des Betrachters, der für sich klären muss, ob er zum Eingreifen verpflichtet ist. Dass die Menschen vor 1000 Jahren auch irgendwie ge- und überlebt haben, bedeutet eben nicht, dass es mit der für einen heutigen Betrachter angenommenen Menschenwürde vereinbar wäre, heute jemanden so leben zu lassen wie vor 1000 Jahren.

  2. 2. Hm...

    Mal ganz brutal:

    Von nun an ist Heroin okay, denn wenn du es dir absolut nicht mehr leisten kannst und deine Gesundheit ruiniert ist, dann geh einfach zum Arzt und lass dir Diamorphin verschreiben.

    Natürlich ist das total überzeichnet und jedem sollte geholfen werden ob es sich um einen Drogenabhängigen, einem Raucher mit Lungenkrebs oder einen Alkoholiker mit Leberschaden handelt - alle sind, in meinen Augen, selber schuld an ihrer Situation.

    Aber beginnt hier nicht die Drogenpolitk zu wackeln?
    Wenn ich Droge A verbiete, jemand sie aber doch nimmt und ich dann Droge B als Ersatz legalisiere/anbiete... ich sehe den Sinn nicht.

    Man bietet Alkoholsüchtigen ja auch keine "Ersatzdroge" an, zumindest habe ich nichts davon gehört.

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    Von nun an ist Heroin okay, denn wenn du es dir absolut nicht mehr leisten kannst und deine Gesundheit ruiniert ist, dann geh einfach zum Arzt und lass dir Diamorphin verschreiben.

    Verstehe ich das richtig, Sie möchten aus Gründen der Abschreckung dafür sorgen, dass es Drogenabhängigen möglichst dreckig geht? Mal abgesehen davon, dass es nicht für Intellekt und Bildung spricht, in diesem Punkt einen Zusammenhang zu unterstellen, sollten wir dann doch das wöchentliche öffentliche Auspeitschen einführen. Natürlich auch für Alkoholiker und Kettenraucher.

    Wenn ich Droge A verbiete, jemand sie aber doch nimmt und ich dann Droge B als Ersatz legalisiere/anbiete... ich sehe den Sinn nicht.

    Drogen zu konsumieren ist sowieso nicht illegal. Ihr Besitz ist es (der übliche Juristenschwachsinn). Einem normalen Nichtsüchtigen ist nicht egal, ob er wegen des Besitzes (haha) von Drogen belangt wird. Einem Süchtigen ist es egal (ebenso denjenigen, deren Situation so mies ist, dass sie gerade süchtig werden). Dem ist alles egal. Es hat also auf die allgemeine Kriminalisierung keinen Einfluss, wie man mit Süchtigen umgeht. Die Kriminalisierung hemmt den Neugierde-Konsum, nicht den Verzweifelungskonsum.

    Von nun an ist Heroin okay, denn wenn du es dir absolut nicht mehr leisten kannst und deine Gesundheit ruiniert ist, dann geh einfach zum Arzt und lass dir Diamorphin verschreiben.

    Verstehe ich das richtig, Sie möchten aus Gründen der Abschreckung dafür sorgen, dass es Drogenabhängigen möglichst dreckig geht? Mal abgesehen davon, dass es nicht für Intellekt und Bildung spricht, in diesem Punkt einen Zusammenhang zu unterstellen, sollten wir dann doch das wöchentliche öffentliche Auspeitschen einführen. Natürlich auch für Alkoholiker und Kettenraucher.

    Wenn ich Droge A verbiete, jemand sie aber doch nimmt und ich dann Droge B als Ersatz legalisiere/anbiete... ich sehe den Sinn nicht.

    Drogen zu konsumieren ist sowieso nicht illegal. Ihr Besitz ist es (der übliche Juristenschwachsinn). Einem normalen Nichtsüchtigen ist nicht egal, ob er wegen des Besitzes (haha) von Drogen belangt wird. Einem Süchtigen ist es egal (ebenso denjenigen, deren Situation so mies ist, dass sie gerade süchtig werden). Dem ist alles egal. Es hat also auf die allgemeine Kriminalisierung keinen Einfluss, wie man mit Süchtigen umgeht. Die Kriminalisierung hemmt den Neugierde-Konsum, nicht den Verzweifelungskonsum.

  3. Die Begeisterung der behandelnden Mediziner ist verständlich: So brav und fügsam waren die Substitutionspatienten wohl noch nie. Erscheinen pünktlich, verhalten sich ruhig, brechen die Therapie nicht ab...

    Warum also nicht Heroin/Diamorphin verwenden?

    Weil es Augenwischerei ist. Es ist nicht das Heroin sondern die Form der Verabreichung. Praktisch jedes Opioid wirkt mehr oder weniger euphorisierend wenn es intravenös verabreicht wird.

    Die Mehrkosten der Behandlung wären besser aufgehoben bei einer intensiveren psychologischen Betreuung, Prävention und dem Einsatz von moderneren Medikamenten mit besserem Sicherheitsprofil. (Buprenorphin wird in vielen anderen Ländern längst als Regeltherapie eingesetzt)
    In welchem anderen Medizinischen Gebiet lassen sich die Ärzte von den psychisch Kranken die Medikation und Behandlung vorschreiben? Nichts anderes sind Suchtkranke.

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    Die Mehrkosten der Behandlung wären besser aufgehoben bei einer intensiveren psychologischen Betreuung, Prävention und dem Einsatz von moderneren Medikamenten mit besserem Sicherheitsprofil.

    Das ist Ihre fachmännische Meinung? Basierend worauf?

    In welchem anderen Medizinischen Gebiet lassen sich die Ärzte von den psychisch Kranken die Medikation und Behandlung vorschreiben? Nichts anderes sind Suchtkranke.

    Ich würde sagen, dass Ärzte sich von lukrativen Privatpatienten eine Menge "vorschreiben" lassen, solange sie deswegen nicht belangt werden können. Ob die dann suchtkrank sind, spielt vermutlich keine große Rolle.

    Die Mehrkosten der Behandlung wären besser aufgehoben bei einer intensiveren psychologischen Betreuung, Prävention und dem Einsatz von moderneren Medikamenten mit besserem Sicherheitsprofil.

    Das ist Ihre fachmännische Meinung? Basierend worauf?

    In welchem anderen Medizinischen Gebiet lassen sich die Ärzte von den psychisch Kranken die Medikation und Behandlung vorschreiben? Nichts anderes sind Suchtkranke.

    Ich würde sagen, dass Ärzte sich von lukrativen Privatpatienten eine Menge "vorschreiben" lassen, solange sie deswegen nicht belangt werden können. Ob die dann suchtkrank sind, spielt vermutlich keine große Rolle.

  4. Es gibt also in der Bismarkzeit kein Heroin oder andere intravenöse Suchtmittel, die das vereldendend wirkten? Das wäre mir neu. Gerade in der Zeit gab es viele Menschen, die in fürchterlichen Situationen vegetierten, weil sie von Suchtstoffen abhängig waren. Wer finanziell gut ausgestattet war, konnte dagegen längere Zeit besser überleben. Die Literatur und Geschichte sind davon nicht frei und man benötigt keine Phantasie, sondern muss sich lediglich informieren.

    Und da sind wir beim Heute angelangt, wo man in Staaten wie unserem aus verschiedenen Gründen versucht, das Elend einzudämmen, wenn man die Mittel dazu hat, nutzen kann und darf. Geforscht wurde viel, Versuche wie die mit der Ausgabe von Heroin, zu der exemplarisch der Link führt (es gibt weltweit weitere) gibt es ebenfalls.

    Ist es dann nicht unsere Verpflichtung, einem durch die Sucht und das Umfeld, in dem sie zumeist stattfindet, verelendetem Menschen, so etwas wie Würde, Lebensqualität und Gesundheit wieder zukommen zu lassen und uns nebenbei noch von den Folgen der Beschaffungskriminalität zu befreien?

    Antwort auf "Menschenwürde"
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    ...mit Ihrer Fragestellung: "Ist es dann nicht unsere Verpflichtung, einem durch die Sucht und das Umfeld, in dem sie zumeist stattfindet, verelendetem Menschen, so etwas wie Würde, Lebensqualität und Gesundheit wieder zukommen zu lassen und uns nebenbei noch von den Folgen der Beschaffungskriminalität zu befreien?"

    Sie ziehen nur die falschen Schlüsse: Ihr (und auch unser) Ziel wird nicht durch Verlängerung ad infinitum eines unwürdigen Zustands auf Staatskosten erreicht, sondern durch psychologisch begleiteten Sofortentzug mit anschließender Resozialisierung.

    Nun gut! Zur Bismarckzeit gab es zwar noch kein Heroin, aber schon lange frei verkäufliches Laudanum, also Opium-Tinktur. Und eine vertraute Erscheinung war die Koks-Gräfin. Also muss ich in meinem Gedankenexperiment noch weiter zurückgehen und lasse den Heroinsüchtigen, desen Sucht angeblich eine angeborene Krankheit sei, im Athen des Perikles das Licht der Welt erblicken. Damals gab es noch kein Laudanum. Wo kriegt der arme Teufel dann seine Menschenwürde her? Ist er nicht zu einem heillosen Vegetieren unter unstillbaren Entzugserscheinungen verurteilt? Oder definieren wir Heroinsucht lieber als Charakterfehler, der aber erst durch Verführung zur Entfaltung gebracht wird und durch Ferne des Suchtmittels unterdrückt bleibt?

    ...mit Ihrer Fragestellung: "Ist es dann nicht unsere Verpflichtung, einem durch die Sucht und das Umfeld, in dem sie zumeist stattfindet, verelendetem Menschen, so etwas wie Würde, Lebensqualität und Gesundheit wieder zukommen zu lassen und uns nebenbei noch von den Folgen der Beschaffungskriminalität zu befreien?"

    Sie ziehen nur die falschen Schlüsse: Ihr (und auch unser) Ziel wird nicht durch Verlängerung ad infinitum eines unwürdigen Zustands auf Staatskosten erreicht, sondern durch psychologisch begleiteten Sofortentzug mit anschließender Resozialisierung.

    Nun gut! Zur Bismarckzeit gab es zwar noch kein Heroin, aber schon lange frei verkäufliches Laudanum, also Opium-Tinktur. Und eine vertraute Erscheinung war die Koks-Gräfin. Also muss ich in meinem Gedankenexperiment noch weiter zurückgehen und lasse den Heroinsüchtigen, desen Sucht angeblich eine angeborene Krankheit sei, im Athen des Perikles das Licht der Welt erblicken. Damals gab es noch kein Laudanum. Wo kriegt der arme Teufel dann seine Menschenwürde her? Ist er nicht zu einem heillosen Vegetieren unter unstillbaren Entzugserscheinungen verurteilt? Oder definieren wir Heroinsucht lieber als Charakterfehler, der aber erst durch Verführung zur Entfaltung gebracht wird und durch Ferne des Suchtmittels unterdrückt bleibt?

  5. ...Betrachtungsweise auch auf Alkohol und Nikotin ausweiten, eventuell auch Bordellbesuche ( Vergewaltigungen sind ja letztlich auch "Beschaffungskriminalität" )

    Schöne, neue Welt!

  6. ...mit Ihrer Fragestellung: "Ist es dann nicht unsere Verpflichtung, einem durch die Sucht und das Umfeld, in dem sie zumeist stattfindet, verelendetem Menschen, so etwas wie Würde, Lebensqualität und Gesundheit wieder zukommen zu lassen und uns nebenbei noch von den Folgen der Beschaffungskriminalität zu befreien?"

    Sie ziehen nur die falschen Schlüsse: Ihr (und auch unser) Ziel wird nicht durch Verlängerung ad infinitum eines unwürdigen Zustands auf Staatskosten erreicht, sondern durch psychologisch begleiteten Sofortentzug mit anschließender Resozialisierung.

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    wird doch schon lange als Konzept in vielerlei Varianten und Begleitungen verkauft und ist doch im größten Teil der Fälle zum Scheitern verurteilt. Wir lassen so viele Menschen medikamentös leben, obwohl sie ihr Leben auch ohne Drogen in den Griff bekommen könnten, wenn sie selbst aktiv würden, dass ich keine Probelem damit habe, wenn jemand ein Opiat bekommt, das er regelmäßig zu sich nimmt, wie es in den Projekten geschieht.

    Ich verstehe ehrlich gesagt die Vorbehalte nicht, denn von einer suchtfreien Gesellschaft sind wir Lichtjahre entfernt.

    Ihr (und auch unser) Ziel wird nicht durch Verlängerung ad infinitum eines unwürdigen Zustands auf Staatskosten erreicht, sondern durch psychologisch begleiteten Sofortentzug mit anschließender Resozialisierung.

    Das klingt paradox. "[...] wenn die Suchtkranken an anderen Therapien gescheitert sind." Das lese ich im Artikel. Sie behaupten also nichts anderes, als dass die Therapien schlecht durchgeführt werden. Das ist möglich, aber begründungsbedürftig.

    Dieser Staat verlängert übrigens Millionen unwürdiger Zustände auf eigene Kosten ad infinitum.

    wird doch schon lange als Konzept in vielerlei Varianten und Begleitungen verkauft und ist doch im größten Teil der Fälle zum Scheitern verurteilt. Wir lassen so viele Menschen medikamentös leben, obwohl sie ihr Leben auch ohne Drogen in den Griff bekommen könnten, wenn sie selbst aktiv würden, dass ich keine Probelem damit habe, wenn jemand ein Opiat bekommt, das er regelmäßig zu sich nimmt, wie es in den Projekten geschieht.

    Ich verstehe ehrlich gesagt die Vorbehalte nicht, denn von einer suchtfreien Gesellschaft sind wir Lichtjahre entfernt.

    Ihr (und auch unser) Ziel wird nicht durch Verlängerung ad infinitum eines unwürdigen Zustands auf Staatskosten erreicht, sondern durch psychologisch begleiteten Sofortentzug mit anschließender Resozialisierung.

    Das klingt paradox. "[...] wenn die Suchtkranken an anderen Therapien gescheitert sind." Das lese ich im Artikel. Sie behaupten also nichts anderes, als dass die Therapien schlecht durchgeführt werden. Das ist möglich, aber begründungsbedürftig.

    Dieser Staat verlängert übrigens Millionen unwürdiger Zustände auf eigene Kosten ad infinitum.

  7. Seit dem Ausbruch des NATO/ISAF Krieges in Afghanistan, 2001, ist dort die Opiumproduktion um 400 % gestiegen, hinter jedem Bunderwehrsoldat watschelt ein Psychologe hinterher, während daheim betrunkene Autofahrer einen wirtschaftlichen Schaden verursuchen, der die Kosten für solch fragwürdige Projekte bei weitem übersteigt. Wenn "notleidenden" Banken und fantasielos geführte Produktionsstätten von noch notleidenderen Steuerzahlern aus der Patsche geholfen werden muss, kommt es auf das bisschen Feigenblatt auch nicht mehr an um dem sozialen Friedensgedanken gerecht zu werden. Konsum ist eben alles...

  8. wird doch schon lange als Konzept in vielerlei Varianten und Begleitungen verkauft und ist doch im größten Teil der Fälle zum Scheitern verurteilt. Wir lassen so viele Menschen medikamentös leben, obwohl sie ihr Leben auch ohne Drogen in den Griff bekommen könnten, wenn sie selbst aktiv würden, dass ich keine Probelem damit habe, wenn jemand ein Opiat bekommt, das er regelmäßig zu sich nimmt, wie es in den Projekten geschieht.

    Ich verstehe ehrlich gesagt die Vorbehalte nicht, denn von einer suchtfreien Gesellschaft sind wir Lichtjahre entfernt.

    Antwort auf "Sie haben recht..."

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