Kita-Streik Kinderbetreuung in Zahlen

Wie steht es um die Kinderbetreuung in Deutschland? Wir stellen die wichtigsten Daten dazu in einer Infografik dar

Wie viele Kinder betreuen Erzieher in Deutschland, was verdienen sie, wie ist die Lage in den Nachbarländern? Unsere Grafik zeigt die wichtigsten Daten. Klicken Sie auf das Bild, um sie zu öffnen!

Wie viele Kinder betreuen Erzieher in Deutschland, was verdienen sie, wie ist die Lage in den Nachbarländern? Unsere Grafik zeigt die wichtigsten Daten. Klicken Sie auf das Bild, um sie zu öffnen!

Die zentrale Karte der Grafik zeigt, aufgeschlüsselt nach Bundesländern, wie hoch der Anteil der Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren ist, die eine Kindertagesstätte besuchen ("Betreuungsquote"), und die Anzahl der Kinder pro Betreuer ("Personalschlüssel").

Die Daten sind teilweise schwierig zu bekommen. Die Betreuungsquote, dargestellt durch eine rote Prozentzahl, haben wir aus Daten des Statistischen Bundesamtes errechnet. Weil sie alle aus der gleichen Quelle stammen, sind sie gut vergleichbar.

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Komplizierter ist die Lage im Fall des Personalschlüssels, der in der Karte grün dargestellt ist. Er wird nirgendwo zentral erfasst, und nicht alle Bundesländer erheben die Daten, die man braucht, um ihn zu berechnen. Wo Zahlen aus den Ländern vorlagen, haben wir sie verwendet.

Ausnahmen sind Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg: Dort konnten die Behörden uns keine Auskunft über den Personalschlüssel geben. Im Fall Schleswig-Holsteins gab eine Überblicksstatistik des Landes Brandenburg Aufschluss über die Betreuungslage im Norden. Doch weil diese Statistik vermutlich auf eigenen Quellen basiert, darf der in der Karte gezeigte Personalschlüssel Schleswig-Holsteins nicht mit dem anderer Bundesländer verglichen werden.

Die Säulengrafik unter der Karte zeigt, wie viele Drei- bis Sechsjährige in ausgewählten europäischen Ländern in einer Kindertageseinrichtung betreut werden, ebenfalls ausgedrückt in Prozent. Ergänzende Daten zeigen: Erzieherinnen haben zumeist keinen Studienabschluss und verdienenn nicht besonders gut. Das, obwohl die Ansprüche, die man an sie stellt, immer höher werden.

 
Leser-Kommentare
  1. Interessant ist an der Grafik vor allem, die Tatsache, dass Baden Wuerttemberg noch nicht einmal eine Zahl angibt. Wohl weil diese weit ueber dem Bundesdurchschnitt liegt.

    Doch mal ehrlich! Die Kinderzahl ist wirklich NICHT das Problem!

    Unsere 3 Jungs besuchten hier mit sehr grosser Freude den Kindergarten, der von 3 Betreuerinnen betreut wurde. In einer Gruppe waren taeglich zwischen 70 - 80 Kinder im Alter von 2 - 5 und die Nachbargruppe mit 4 Betreuern hatte 120 Kinder im Alter von 5-6 Jahre. Die Disziplin im Kindergarten war vorbildlich und Elternarbeit wurde sehr gross geschrieben. Bevor die Eltern die Kinder wieder vom Ganztageskindergarten 7:30 - 16:00 abholten, wurden die Kinder nach dem Mittagessen und Mittagsschlaf zudem taeglich geduscht und gepudert.

    Die Erzieherinnen verdienen 200 - 300 Euro umgerechnet und lieben ihren Beruf. Oft trifft man sie auch an den Wochenenden und in den Ferien im Kindergarten an, wo sie nicht selten gemeinsam mit Eltern oder auch Kindern die noch laenger bleiben oder mal am Wochenende vorbeischauen Materialien fuer die naechste Woche erstellen.

    Ich habe von 1987 - 1991 selber einen Montessori Kindergarten geleitet und auch wir hatten damals kein Problem mit der Groesse der Gruppe - wir durften leider wegen gesetztlicher Bestimmungen nicht mehr aufnehmen, obwohl wir dies gerne getan haetten, so mussten bereits nach wenigen Monaten Eltern ueber ein Jahr warten bevor sie hoffen konnten evtl bei uns einen Platz zu bekommen.

    Auch die Bezahlung ist nicht das Problem, denn auch die Erzieher und Erzieherinnen lieben zumeist ihren Beruf und wegen dem Geld wird nun einmal keiner Erzieher - da schon eher Lehrer (auch wegen der viele Ferien) - sind wir doch mal ehrlich!

    Es geht hier um die Zukunft - naemlich um die Zukunft, die spaeter einmal unsere Kinder gestalten sollen, in der sie aufwachsen sollen und wo sie sich vor allem liebevoll geborgen und sicher fuehlen sollen.

    Die Realitaet heute sieht leider ganz anders aus. Zahlreiche alleinerziehende Muetter sind mit der Erziehung ihrer Kinderschar, die sie oft zudem nicht dem liebevoll fuer die Kinder sorgenden Vater nach der Scheidung ueberlassen wollten, total ueberfordert. Sie werden von ihren Muettern entfuehrt und dann meist vom Vater fern gehalten mit staatlicher und kirchlicher Hilfe. Man gibt den Vaetern oft sogar Recht, jedoch gibt man ihnen meist nie die Kinder! PAS vorprogrammiert! Das leben die Kinder nicht nur zu Hause sondern besonders auch im Kindergarten aus. Mutter zu Hause und Erzieherin im Kindergarten wird dann oft leicht verwechselt und spaeter kommt dann noch die Lehrerin in der Grundschule und die in den Sek1 dazu bevor endlich dann einmal ein Mann auftaucht - doch dann ist es meist schon viel zu spaet.

    Damals in 1987 wollten Eltern in unseren Kindergarten da es bei uns anders war. Hier betreuten Maenner und Frauen die Kinder. Die Kinder liebten dies!

    Da die Erzieher in den ersten 3 bzw. 6 Jahren den Kindern besonders die Grundlagen fuer das spaetere Leben mitgeben, sollte man von der Politik auch diesen Bereich wesentlich staerker foerdern. Gelder hierzu sind genuegend da!

    Gymnasial Lehrer und Realschullehrer benoetigen bei weitem keine so hohe Bezahlung und schon gar nicht ein viertel Jahr Ferien! Hier sollte man beginnen und deren Gehaelter um ca. 40% zurueckfahren und das Eingesparte dann auf die Kindergaerten verteilen. Lehrer sind ja zumindest im Westen immer noch Staatsbedienstete und somit liese sich dies auch einfach umsetzen. Bevor der Staat sich neuverschuldet, sollte er erst einmal die Diaeten und die Gehaelter seiner Beamten in den Hohen Besoldungs Gruppen erheblich kuerzen bzw. diese in deren Ferienzeit zur Entlastung in Kindergaerten abordern.

    Als Schulleiter einer internationalen Schule machte ich die Erfahrung, dass Paedagogen die ihren Beruf ernst nehmen und auch lieben, zu denen ich Kindergaertner wie Lehrer zaehle. Sie arbeiten absolut nicht des Geldes wegens, jedoch wollen sie ihre Arbeit auch anerkannt und respektiert wissen. Erzieher unabhaengig von ihrer Ausbildung, sondern vielmehr nach ihrem Koennen und ihren Qualitaeten bezahlt werden. Anstatt Lehrer auf die Uni zu schicken sollten diese zuerst einmal unten Erfahrungen im Kindergarten sammeln. Dabei spielt es absolut keine Rolle ob nun Kindergaertner oder Schulleiter! Sie sollten im Grunde alle genau gleichviel verdienen, da sie alle an der Erziehung unserer Kinder zu gleichen Massen beteiligt sind und sie sollten alle zusammenarbeiten ohne "Hierarchien" in der Gehaltsstruktur. Erst dann wird es auch wieder ein Gleichgewicht der Geschlechter - also wieder 50% Maenner in der Kidnergarten und Grundschulerziehung unserer Kinder geben in Deutschland und damit verbunden wesentlich weniger Probleme nicht nur in den Familien, sondern in der gesamten Gesellschaft. Die Kindergaertner in Deutschland arbeiten im Augenblick sogar eher doppelt soviel wie Gymnasial Lehrer (zeitlich gesehen incl Vorbereitungszeit und Ferien).

    Evtl. sollte man fuer Lehrer und Kindergaertner ein Pflichtjahr an einer Schule/Kindergarten im Ausland z.B. in Indien, Bangladesch, Malaysia, Thailand oder einem afrikanischen Land einfuehren. Ich denke das waere sehr heilsam und wuerde auch diesen Staaten sehr helfen! Interessenten bitte melden, denn wir sind gerne bei der Vermittlung behilflich.

    Andi

  2. besnders schön fand ich: Die Erzieherinnen verdienen 200 - 300 Euro umgerechnet ( umgerechnet ? Frage von blockbert) und lieben ihren Beruf. Auch die Bezahlung ist nicht das Problem, denn auch die Erzieher und Erzieherinnen lieben zumeist ihren Beruf und wegen dem Geld wird nun einmal keiner Erzieher - da schon eher Lehrer

  3. 3. Aber

    vielleicht lernen Sie bei das Lehrer dem Genitiv. Könnte ein Anzeichen für Bildung sein.

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