Medizin Ernüchternde AlternativeSeite 3/3

Auch der deutsche Arzt Samuel Hahnemann, Begründer der Homöopathie, begann Ende des 18. Jahrhunderts als Kritiker der zeitgenössischen Medizin und des Aderlasses. Hahnemann erkannte, dass diese Behandlung gefährlich und nicht gerechtfertigt war. Im Selbstversuch mit Chinarinde entwickelte er das Ähnlichkeitsprinzip. Die Chinarinde, die gegen Malaria verschrieben wurde, rief bei dem gesunden Arzt ähnliche Symptome wie die Malaria hervor. "Ähnliches heilt Ähnliches", schloss Hahnemann.

Das zweite "Grundgesetz", das Hahnemann glaubte gefunden zu haben, war das der "Potenzierung". Ein nach dem Ähnlichkeitsprinzip hergestellter Wirkstoff werde in seinem Effekt "potenziert", wenn man ihn schüttelte – und verdünnte.

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Es ist vor allem diese "Potenzierung", die bis heute den stärksten Widerspruch der "Schulmedizin" herausfordert, stellt sie doch die Grundregel der Arzneikunde auf den Kopf: Je höher dosiert ein Wirkstoff ist, umso stärker wirkt er. Hahnemann behauptete das Gegenteil. Ein homöopathisches Mittel "in hoher Potenz" enthält kein einziges Wirkstoffmolekül mehr. Und doch soll es gerade deshalb extrem stark wirken.

Ein Grund für die Wirksamkeit der "Hochpotenzen" könnte das "Gedächtnis" des Wassers sein, dem die Information aus dem Wirkstoff "aufgeprägt" wurde, nehmen Homöopathen an. Aber mittlerweile hat sich herausgestellt, dass Wasser kein solches Gedächtnis besitzt. Auch homöopathische Experimente mit Zellkulturen verliefen ernüchternd, ebenso Heilversuche an Tieren.

Letztlich aber ist die entscheidende Frage, ob Homöopathie beim Menschen wirkt. 1997 erschien im Fachblatt Lancet eine zusammenfassende Analyse des Münchner Mediziners Klaus Linde, die eben dies tatsächlich nahelegte. Homöopathie, so Linde, hilft tatsächlich. Wegen heftiger Kritik überarbeitete der Forscher seine Studie, und zwei Jahre später fiel das Ergebnis schon wesentlich schwächer aus.

Vollends entlarvend war eine Analyse von Aijing Shang von der Universität Bern, die 2005 in Lancet erschien. Shang gestand der Homöopathie lediglich "Placeboeffekte" zu.

Ernst stimmt nicht in das Gesäusel von der sanften Medizin ein, von der notwendigen Ergänzung herkömmlicher Verfahren durch die "Komplementärmedizin". Sein Blick ist unbestechlich, seine Diagnose ernüchternd. Die Konjunktur der Alternativmedizin dürfte das nicht abschwächen. Ist ihre Basis doch viel eher der Glauben als das Wissen.

 
Leser-Kommentare
  1. Endlich mal ein Artikel, der die paramedizinischen Lügenbolde, Scharlatane und Schamanen als das entlarvt, was sie sind: Gläubige Sklaven, die den Patienten das Geld aus der Tasche ziehen!

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    Was nehmen Sie. Rita-Lin

    Was nehmen Sie. Rita-Lin

    • dyx
    • 27.05.2009 um 13:29 Uhr

    Meine Mutter hatte mit Nachwirkungen einer Operation zu kämpfen und nachdem es ihr über ein paar Monate hinweg unverändert relativ schlecht ging, ist sie schließlich zum Akupunkteuer. Sie hat da selber nie etwas von gehalten und auch nicht daran geglaubt, aber eine Freundin hat ihr davon vorgeschwärmt und ja... es hat sich ziemlich schnell eine Verbesserung eingestellt.
    Jetzt kann irgendein Korinthenkacker kommen und sagen "Ja aber wenn sie nicht dort hin gegangen wäre, hätte sich die Verbesserung sicher von alleine eingestellt, blablabla...". Ja, wäre und hätte und so weiter, es wäre meiner Meinung nach ein ziemlicher Zufall gewesen.
    Das ist aber eigentlich auch völlig egal, im Nachhinein kann man es eh nicht nachprüfen, was im Falle andere "hätte" und "wäre" passiert wäre. Tatsache ist, es ging ihr besser. Und das ist auch das einzig wichtige an der ganzen Geschichte. Schließlich sollte es ja in der Medizin primär darum gehen, Menschen zu helfen und nicht über sämtliche Ursachen Bescheid zu wissen um dann in bester Dr. House Manier herumzurätseln. Warum kompliziert, wenn es auch einfach gehen kann?

    Und die Lügenbolde, Scharlatane und Schamanen sind meiner Meinung nach die Ärzte, die ihren Patienten bei jeder winzigen Kleinigkeit direkt (sehr gerne teure) Medikamente verschreiben. Denn genau das sind die Leute die es angeblich besser wissen. Anstatt also den Kranken mit einem Kräutertee nach Hause ins Bett zu schicken heißt es "Aha, ich habe da etwas!"

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    Und die Lügenbolde, Scharlatane und Schamanen sind meiner Meinung nach die Ärzte, die ihren Patienten bei jeder winzigen Kleinigkeit direkt (sehr gerne teure) Medikamente verschreiben.

    So sehe ich das auch! Es geht doch um etwas anderes: Alternativmedizin ist vllt am besten als Präventivmedizin zu beschreiben - dh, ihr Wirkungsfeld liegt in dem Zeitfenster, in dem ein Mensch noch kein Patient ist. Zumindest kann ich das bestätigen für Phyto"pharmaka", tlw auch für die sog. Orthomolekulare Medizin. Sie verhilft Menschen zu mehr Verantwortung für sich selbst, ihren Körper und ihre Psyche.
    Menschen und andere Tiere sind keine Autos, die man vorwiegend zur Reparatur bringen sollte (vllt ist die Alternativ- oder Komplementär"medizin" soetwas wie der TÜV....täglich/regelmäßig zu vollziehen).
    Wichtig ist doch definitiv, Menschen und Tiere *ganzheitlich* (trallalla...dieses wunderbare Wort...) zu betrachten und zu "behandeln". Für mich gibt es kein Entweder-Oder, sondern wirklich weiterhin, trotz dieses "aufklärenden-nüchternen" Artikels ein Sowohl-Alsauch.
    Sehr zu empfehlen auch ein Besuch dieser Webseite: http://www.mezis.de/

    Genau das ist der Punkt: wenn man einige Zeit Schmerzen hatte und die Schulmedizin konnte einem nicht helfen und dann geht man zu so einem "Scharlatan" und der macht 20 Minuten Hokuspokus und sie gehen schmerzfrei nach Hause dann ist es doch egal was bewießen ist und was nicht. Scharlatane gibt es in beiden medizinischen Ausrichtungen. Kommt mal runter liebe "Zeit", da war doch neulich schon so ein schwacher Artikel.

    Das ist aber eigentlich auch völlig egal [...] Eben. Wie immer gilt der Grundsatz: "Wer heult, hat recht"

    Es wird keiner gezwungen zum Scharlatan zu gehen. Neulich ist jemand an Krebs gestorben, der trotz beschwerden erst nach 6 Monaten zum Scharlatan gegangen ist....vielleicht hätte die Nisteltherapie Heilung gebracht.

    Die Behauptung, dass Ärzte gerne teuere Medikamente verschreiben zeugt schlicht und einfach von Unwissen. Ärzten hat über Jahre hinweg sogar eine Strafzahlung, ein sogenannter Regress gedroht, wenn sie ihr Medikamentenbudget überschritten haben. Deutlicher gesagt bedeutet das, dass bei zu teuren Medikamenten die anfallenden Kosten vom Arzthonorar abgezogen werden konnten. Ob sich das inzwischen geändert hat weiss ich nicht?!

    Und die Lügenbolde, Scharlatane und Schamanen sind meiner Meinung nach die Ärzte, die ihren Patienten bei jeder winzigen Kleinigkeit direkt (sehr gerne teure) Medikamente verschreiben.

    So sehe ich das auch! Es geht doch um etwas anderes: Alternativmedizin ist vllt am besten als Präventivmedizin zu beschreiben - dh, ihr Wirkungsfeld liegt in dem Zeitfenster, in dem ein Mensch noch kein Patient ist. Zumindest kann ich das bestätigen für Phyto"pharmaka", tlw auch für die sog. Orthomolekulare Medizin. Sie verhilft Menschen zu mehr Verantwortung für sich selbst, ihren Körper und ihre Psyche.
    Menschen und andere Tiere sind keine Autos, die man vorwiegend zur Reparatur bringen sollte (vllt ist die Alternativ- oder Komplementär"medizin" soetwas wie der TÜV....täglich/regelmäßig zu vollziehen).
    Wichtig ist doch definitiv, Menschen und Tiere *ganzheitlich* (trallalla...dieses wunderbare Wort...) zu betrachten und zu "behandeln". Für mich gibt es kein Entweder-Oder, sondern wirklich weiterhin, trotz dieses "aufklärenden-nüchternen" Artikels ein Sowohl-Alsauch.
    Sehr zu empfehlen auch ein Besuch dieser Webseite: http://www.mezis.de/

    Genau das ist der Punkt: wenn man einige Zeit Schmerzen hatte und die Schulmedizin konnte einem nicht helfen und dann geht man zu so einem "Scharlatan" und der macht 20 Minuten Hokuspokus und sie gehen schmerzfrei nach Hause dann ist es doch egal was bewießen ist und was nicht. Scharlatane gibt es in beiden medizinischen Ausrichtungen. Kommt mal runter liebe "Zeit", da war doch neulich schon so ein schwacher Artikel.

    Das ist aber eigentlich auch völlig egal [...] Eben. Wie immer gilt der Grundsatz: "Wer heult, hat recht"

    Es wird keiner gezwungen zum Scharlatan zu gehen. Neulich ist jemand an Krebs gestorben, der trotz beschwerden erst nach 6 Monaten zum Scharlatan gegangen ist....vielleicht hätte die Nisteltherapie Heilung gebracht.

    Die Behauptung, dass Ärzte gerne teuere Medikamente verschreiben zeugt schlicht und einfach von Unwissen. Ärzten hat über Jahre hinweg sogar eine Strafzahlung, ein sogenannter Regress gedroht, wenn sie ihr Medikamentenbudget überschritten haben. Deutlicher gesagt bedeutet das, dass bei zu teuren Medikamenten die anfallenden Kosten vom Arzthonorar abgezogen werden konnten. Ob sich das inzwischen geändert hat weiss ich nicht?!

  2. Und die Lügenbolde, Scharlatane und Schamanen sind meiner Meinung nach die Ärzte, die ihren Patienten bei jeder winzigen Kleinigkeit direkt (sehr gerne teure) Medikamente verschreiben.

    So sehe ich das auch! Es geht doch um etwas anderes: Alternativmedizin ist vllt am besten als Präventivmedizin zu beschreiben - dh, ihr Wirkungsfeld liegt in dem Zeitfenster, in dem ein Mensch noch kein Patient ist. Zumindest kann ich das bestätigen für Phyto"pharmaka", tlw auch für die sog. Orthomolekulare Medizin. Sie verhilft Menschen zu mehr Verantwortung für sich selbst, ihren Körper und ihre Psyche.
    Menschen und andere Tiere sind keine Autos, die man vorwiegend zur Reparatur bringen sollte (vllt ist die Alternativ- oder Komplementär"medizin" soetwas wie der TÜV....täglich/regelmäßig zu vollziehen).
    Wichtig ist doch definitiv, Menschen und Tiere *ganzheitlich* (trallalla...dieses wunderbare Wort...) zu betrachten und zu "behandeln". Für mich gibt es kein Entweder-Oder, sondern wirklich weiterhin, trotz dieses "aufklärenden-nüchternen" Artikels ein Sowohl-Alsauch.
    Sehr zu empfehlen auch ein Besuch dieser Webseite: http://www.mezis.de/

    Antwort auf "Meine Mutter hatte mit"
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    Führen wir uns mal vor Augen was das Wort "Präventivmedizin" versucht zu beschreiben. Es geht darum Heilmittel vor dem ausbruch der zu heilenden Krankheit einzusetzen. Meine Frage ist nun "Wofür Medizin wenn keine Heilung notwendig?". Ich verstehe den Versuch sich an die Impung anzulehnen, aber die Impung dient nur zur Trainierung des eigenen Immunsystem zur "selbstheilung". Kein alternativ Heilpraktisches Mittel wird soetwas vermögen.

    Und zum Wort "ganzheitlich". Es ist eine Erfindung der "Szene" die versucht das gegenteil der "Symptomatikbehandlung" der Schulmedizin darzustellen. Es hat jedoch keinerlei Bedeutung oder Aussagekraft.

    Die Schulmedizin ist alles andere als Perfekt aber mit dem Defizit des einen kann man das andere nicht begründen.

    Es wäre wie wenn wir versuchen würden mit den Fehlern (oder eher offenen Fragen) in Darwins Theorie, die Schöpufslehre zu bestätigen.

    Führen wir uns mal vor Augen was das Wort "Präventivmedizin" versucht zu beschreiben. Es geht darum Heilmittel vor dem ausbruch der zu heilenden Krankheit einzusetzen. Meine Frage ist nun "Wofür Medizin wenn keine Heilung notwendig?". Ich verstehe den Versuch sich an die Impung anzulehnen, aber die Impung dient nur zur Trainierung des eigenen Immunsystem zur "selbstheilung". Kein alternativ Heilpraktisches Mittel wird soetwas vermögen.

    Und zum Wort "ganzheitlich". Es ist eine Erfindung der "Szene" die versucht das gegenteil der "Symptomatikbehandlung" der Schulmedizin darzustellen. Es hat jedoch keinerlei Bedeutung oder Aussagekraft.

    Die Schulmedizin ist alles andere als Perfekt aber mit dem Defizit des einen kann man das andere nicht begründen.

    Es wäre wie wenn wir versuchen würden mit den Fehlern (oder eher offenen Fragen) in Darwins Theorie, die Schöpufslehre zu bestätigen.

  3. 4. Schade

    Es ist schade das dieser Artikel lediglich behauptet, dass es keinerlei Belege für die Wirksamkeit alternativer Heilverfahren gibt - und dafür selber keinerlei Belege gibt.

    Nicht ein Mal einen Hinweis ob diese These (der Unwirksamkeit) im Besprochenen Buch tatsächlich mit Studien hinterlegt ist vorhanden.

    So fehlt mir leider auch eine wirkliche Aussage dieses Textes (außer das der Autor wohl auch eher skeptisch ist)...

    • Buker
    • 27.05.2009 um 13:49 Uhr

    Schön, dass auf einen Artikel in dem die evidenzbasierte Medizin sogar noch extra erläutert wurde schon fast reflexartig Einzelfälle aufgeführt werden die scheinbar das Gegenteil belegen.
    Scheinbar hat der Autor doch Recht, Glauben ist einfach(er) besser als Wissen und Homöopathie und Naturheilkunde scheinen sich irgenwie ja auch so schön als Ersatzreligion zu eigenen...

  4. Von erkenntnistheoretischem Problembewusstsein ist sowohl der Artikelschreiber als auch der von ihm rezensierte Autor völlig unangekränkelt. Typisch Mediziner - Ingenieure der Humanwissenschaft. Es wäre aber in der Tat das Mindeste, dass die Schulmedizin ihre Glaubenssätze wenigstens nach den eigenen Regeln "beweisen" könnte - und es nicht nötig hätte, ständig bei ihren Studien zu schummeln, unbequeme Ergebnisse gar nicht erst zu veröffentlichen etc pp. Im Moment glaubt immerhin noch die Bevölkerungsmehrheit in den westlichen Ländern an die Apparatemedizin. Und solange dies der Fall ist, sind Alternativen selbstverständlich "unwirksam".

  5. Warum sollen Einzelbeispiele denn nichts zählen? Und warum werden Einzelfallbeispiele einfach ein Glaubenshintergrund unterstellt? Das ist immer genau der Tenor der angeschlagen wird und selber sehr unsachlich ist.
    Es muss sich schon bequemt werden auch Einzelfallbeispiele die dem eigenen "Glauben" widersprechen anzuerkennen! Ja, denn nur auf die Schulmedizin zu setzen bzw. diese vorbehaltlos hinzunehmen ist schon mehr Naivität als Glaube.
    Es ist bei Tieren und Kindern ganz schön "beweisbar" wie homöopathische Medikamente wirken. Bei Erkältungen ist es gut sichtbar und beobachtbar. Welchen Beweis will man eigentlich? Man kann das sehr praktisch sehen. Es geht ganz einfach praktisch darum, ob es hilft oder nicht hilft. Um nichts anderes. Und da brauchen die Vertreter der Schulmedizin wahrlich keinen "Glaubenskrieg" führen.
    Sie sind die, die es scheinbar nicht aushalten eine Anschauung und eine Medizin zuzulassen, die ihr medizinisches Handeln mitunter in Frage stellt.

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    • Wieldy
    • 27.05.2009 um 14:40 Uhr

    Gerade Erkältungen haben bekanntlich die Eigenschaft auch von allein schnell wieder zu verschwinden...

    Wenn es nur Einzelfälle gibt, könnte Heilung auch Zufall sein.

    "Warum sollen Einzelbeispiele denn nichts zählen? Und warum werden Einzelfallbeispiele einfach ein Glaubenshintergrund unterstellt? [...]
    Es muss sich schon bequemt werden auch Einzelfallbeispiele die dem eigenen "Glauben" widersprechen anzuerkennen! Ja, denn nur auf die Schulmedizin zu setzen bzw. diese vorbehaltlos hinzunehmen ist schon mehr Naivität als Glaube.
    "

    Einzelbeispielen wird keine Bedeutung zugemessen, weil es keine Kontrollgruppe gibt und weil man nie wissen kann, was die Genesung (oder Verschlimmerung, die Geschichten gibt es ja auch) hervorrief. Beispiel:

    "Mein Bekannter war krank. Er fuhr dann an die Nordsee und gleich ging es ihm besser."

    Eine møgliche Schlussvolgerung wære, die Nordsee hat ihn gesund gemacht. Es kønnte aber auch die Fahrt gewesen sein oder die Urlaubszeit an sich. Womøglich wære er zu Hause genauso gesund geworden, ohne Kontrollgruppen ist das unmøglich zu sagen.

    Deshalb werden Studien gemacht, mit vielen Teilnehmern, um unbekannte Faktoren so weit wie møglich auszuschliessen und mit Kontrollgruppen, um zu sehen, ob die Therapie besser wirkt als nichts tun und besser wirkt als alternative Therapien.

    Alternative Medizin definiert sich ja geradezu dadurch, diese Kontrollen ihrer Wirksamkeit nicht durchzufuehren. Tæte sie es und wære wirksam, dann wære es schlicht Medizin.

    "Und da brauchen die Vertreter der Schulmedizin wahrlich keinen "Glaubenskrieg" führen.
    Sie sind die, die es scheinbar nicht aushalten eine Anschauung und eine Medizin zuzulassen, die ihr medizinisches Handeln mitunter in Frage stellt."

    Wenn Sie schon diese widerwärtige Kriegsmetapher wählen, bleiben Sie bitte bei den Fakten, falls Ihnen diese Begrifflichkeit vertraut ist!

    Den GLAUBENSkrieg führen Sie, WIR (Ich bin mal so frei ;-)) führen, wenn überhaupt, einen WISSENSkrieg! Wobei ich selbigen eigentlich lieber als fruchtbare Diskussion im Plenum sehen möchte, zu der sich aber die meisten Chakra-Schamanen leider nicht in der Lage sehen, weil sie eben das Verhalten an den Tag legen, das Sie monieren!

    MfG,

    Methyl und Phenidat

    • Wieldy
    • 27.05.2009 um 14:40 Uhr

    Gerade Erkältungen haben bekanntlich die Eigenschaft auch von allein schnell wieder zu verschwinden...

    Wenn es nur Einzelfälle gibt, könnte Heilung auch Zufall sein.

    "Warum sollen Einzelbeispiele denn nichts zählen? Und warum werden Einzelfallbeispiele einfach ein Glaubenshintergrund unterstellt? [...]
    Es muss sich schon bequemt werden auch Einzelfallbeispiele die dem eigenen "Glauben" widersprechen anzuerkennen! Ja, denn nur auf die Schulmedizin zu setzen bzw. diese vorbehaltlos hinzunehmen ist schon mehr Naivität als Glaube.
    "

    Einzelbeispielen wird keine Bedeutung zugemessen, weil es keine Kontrollgruppe gibt und weil man nie wissen kann, was die Genesung (oder Verschlimmerung, die Geschichten gibt es ja auch) hervorrief. Beispiel:

    "Mein Bekannter war krank. Er fuhr dann an die Nordsee und gleich ging es ihm besser."

    Eine møgliche Schlussvolgerung wære, die Nordsee hat ihn gesund gemacht. Es kønnte aber auch die Fahrt gewesen sein oder die Urlaubszeit an sich. Womøglich wære er zu Hause genauso gesund geworden, ohne Kontrollgruppen ist das unmøglich zu sagen.

    Deshalb werden Studien gemacht, mit vielen Teilnehmern, um unbekannte Faktoren so weit wie møglich auszuschliessen und mit Kontrollgruppen, um zu sehen, ob die Therapie besser wirkt als nichts tun und besser wirkt als alternative Therapien.

    Alternative Medizin definiert sich ja geradezu dadurch, diese Kontrollen ihrer Wirksamkeit nicht durchzufuehren. Tæte sie es und wære wirksam, dann wære es schlicht Medizin.

    "Und da brauchen die Vertreter der Schulmedizin wahrlich keinen "Glaubenskrieg" führen.
    Sie sind die, die es scheinbar nicht aushalten eine Anschauung und eine Medizin zuzulassen, die ihr medizinisches Handeln mitunter in Frage stellt."

    Wenn Sie schon diese widerwärtige Kriegsmetapher wählen, bleiben Sie bitte bei den Fakten, falls Ihnen diese Begrifflichkeit vertraut ist!

    Den GLAUBENSkrieg führen Sie, WIR (Ich bin mal so frei ;-)) führen, wenn überhaupt, einen WISSENSkrieg! Wobei ich selbigen eigentlich lieber als fruchtbare Diskussion im Plenum sehen möchte, zu der sich aber die meisten Chakra-Schamanen leider nicht in der Lage sehen, weil sie eben das Verhalten an den Tag legen, das Sie monieren!

    MfG,

    Methyl und Phenidat

  6. "und Kindern ganz schön "beweisbar" wie homöopathische Medikamente wirken. Bei Erkältungen ist es gut sichtbar und beobachtbar. "

    Sie meinen also die Wirkung von Homöopathie durch Krankheiten, die nach einer Woche sowieso von selbst verschwinden, beweisen zu können? Ganz großes Kino...

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    Es ist ja die Frage was als Beweis überhaupt gelten soll? Das müsste umrissen werden. Und wenn man nun einfach sagt, ein fieberhafter Infekt na ja der vergeht ja eh irgendwann, dabei ist Homöopathie nicht beweisbar, geben sie dieser eben einfach gar keiner Chance. Und ich denke das wollen Sie auch nicht.
    Vielleicht wissen Sie aber auch, das selbst bei einer Erkältung und einem Fieber durchaus schnellere Verbesserungen möglich sind, als wenn man gar keine Medizin genommen hätte, oder? Das ist doch eine übliche Erfahrung die auch mit paracetamol und Allopathie zu beobachten ist! Wenn dasselbe auch bei Homöopathie eintritt und zwar deutlich und eindrücklich.......dann mag das immer noch noch kein Beweis für Sie sein....dann bleibt aber die Frage was als Beweis gilt?

    Es ist ja die Frage was als Beweis überhaupt gelten soll? Das müsste umrissen werden. Und wenn man nun einfach sagt, ein fieberhafter Infekt na ja der vergeht ja eh irgendwann, dabei ist Homöopathie nicht beweisbar, geben sie dieser eben einfach gar keiner Chance. Und ich denke das wollen Sie auch nicht.
    Vielleicht wissen Sie aber auch, das selbst bei einer Erkältung und einem Fieber durchaus schnellere Verbesserungen möglich sind, als wenn man gar keine Medizin genommen hätte, oder? Das ist doch eine übliche Erfahrung die auch mit paracetamol und Allopathie zu beobachten ist! Wenn dasselbe auch bei Homöopathie eintritt und zwar deutlich und eindrücklich.......dann mag das immer noch noch kein Beweis für Sie sein....dann bleibt aber die Frage was als Beweis gilt?

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