Europawahl: Erklär mir Europa!
Die Wahl zum Europäischen Parlament lässt viele nur gähnen. Dabei ist die EU längst erfolgreicher, als die meisten glauben
Ist Europa wirklich so langweilig? Die Auguren wetteifern vor den Wahlen zum Europäischen Parlament in der kommenden Woche um den Tipp mit der geringsten Wahlbeteiligung: nur noch 40 oder gar 30 Prozent – wer stapelt tiefer? Wenn es denn so käme, es wäre sehr zu bedauern.
Denn Europa funktioniert, meist sogar besser, als behauptet wird. Aber mit dieser Feststellung lassen es die meisten Politiker in den tonangebenden Hauptstädten der Europäischen Union in der Regel auch schon gut sein. Sie reden von Beschlüssen in Brüssel, von europäischen Richtlinien und deren Umsetzung, von den Kompetenzen der Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission, von den notwendigen inneren Reformen – alles funktional, aber ziemlich blutleer.
Europa wurde schon besser erklärt als in diesem dahinplätschernden Europa-Wahlkampf. Die Kriegsgeneration etwa erzählte Europas Story einst als friedvollen Gegenentwurf zu Hass und Zerstörung und konnte den Leuten so Sinn und Zweck der Gemeinschaft verständlich machen. Doch die Kriegsgeneration ist Geschichte, und Europa wartet vergeblich auf seine neue Erzählung, und vor allem auf Erzähler, die der ganzen Mühe neuen Atem einhauchen.
Warum machen wir dieses Europa eigentlich? Die Antwort, die Story, muss ja nicht gleich einen hohen Ton wie früher anschlagen. Sie könnte, dieser Versuch zur Wahl sei hier gewagt, in etwa wie folgt angelegt sein: Seit dem Fall der Mauer wurde Europa in neuer Einheit nach innen geordnet. Erweitern und Vertiefen bestimmten in dieser Zeit das Denken und Tun der Union. Heute ist die Erweiterung der EU mit 27 Mitgliedern über ihren Höhepunkt hinweg, und ihre Vertiefung durch Vertragsreformen will nach mehrfachem Anlauf nicht zufrieden stellend gelingen.
Doch Warten darauf hilft nicht, zumal die alten Leitbegriffe nicht länger taugen, um in einer globalisierten Welt zu bestehen. Die Welt wartet nicht auf Europa. Die Union muss sich darum schleunigst an neuen Leitbegriffen ausrichten, ihre Story anders, zeitgemäß und weltgerecht erzählen. Und wer genau hinsieht, wird zu seiner Überraschung entdecken: Diese Story muss gar nicht von A bis Z neu erfunden werden, ihre wichtigsten Teile liegen längst vor aller Augen.
Die neuen Leitbegriffe lauten: Solidarität und Selbstbehauptung. Solidarität nicht als inniges, verbindendes Gefühl, sondern als von Eigennutz beförderte Einsicht aller EU-Staaten und -Bürger, dass in der Union die Regel der drei Musketiere oberstes Gebot ist: einer für alle, alle für einen. Wer diese Regel bricht, schwächt sich und das Ganze. Wer die gemeinsame Solidarität aushöhlt, der untergräbt die Chance auf Selbstbehauptung.
Um diese Solidarität zu schaffen, stehen der Union allerlei Instrumente und Institutionen zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Euro, der alle auf dasselbe Regelwerk verpflichtet und zugleich jedem Einzelnen klarmacht, dass er für den gemeinsamen Erfolg zu arbeiten hat. Wer wollte inmitten der heutigen Weltwirtschaftskrise dieses Instrument missen?





langweilig.....weil....man hat da sowieso nichts zu melden! GAEHN
... hat mein Vorredner, aber im Prinzip wollte ich in etwa das selbe schreiben.
Der Wahlkampf ist überhaupt nicht dazu da die Story von Europa zu erzählen.
Wird im Bundestagswahlkampf etwa für Deutschland geworben? Nein wird es nicht. Stattdessen werden dem Wähler die politischen Alternativen vorgestellt über die er zu entscheiden hat.
In Europa bleibt außer Image-Werbung aber wirklich nichts zu tun im Wahlkampf, denn der Wähler kann die Politik der EU bei dieser Wahl eh nicht maßgeblich entscheiden.
Darin liegt auch das eigentliche Problem, weshalb dieser Artikel - mal wieder - meilenweit am Problem vorbei geht.
Keine Sau schleppt sich zur Wahl um zu zeigen wie toll sie die EU finden und wenn noch so viele Werbespots die EU schönreden und noch so viele Artikel darüber berichten, was die EU schon gemacht hat. Die Leute wollen die EU nicht einfach nur abnicken, sondern ihre Politik bestimmen, ihr Souverän sein. Das sind sie aber nicht.
Die Europawahl ist eine Alibi-Wahl, um wenigstens behaupten zu können die EU hätte etwas mit Demokratie zu tun. Stattdessen ist sie eher eine bequeme Institution in der Politiker nach Lust und Laune bestimmen können, ohne lästige Wähler fürchten zu müssen.
Das europäische Parlament hat noch nichtmal ein Initiativrecht. Es ist nichts weiteres als ein Politikerübungsplatz. Die Parteien parken dort die Leute, die sie gerade nicht brauchen. Diese können eine Art Praktikum machen und bekommen was für ihren Lebenslauf.
Da eh niemand weiß wer in diesem Parlament für oder gegen etwas war und was die überhaupt den ganzen Tag machen ist es auch total witzlos darüber abzustimmen wer dort die Stühle warm hält, bzw. warmhalten würde, wenn sie denn überhaupt anwesend wären.
Wenn die Politik will, dass sich das Volk für die EU interessiert, dann muss sie dem Volk die Macht übergeben und sie nicht vollquatschen mit Image-Spots, die auch noch von dem gelangweilten Betrachter finanziert werden.
Direktwahl der EU-Kommission europaweit, Direktwahl der Abgeordneten (weg mit den Listen) und klare, abgegrenzte Zuständigkeiten der EU. Dann schert sich vielleicht auch mal irgendjemand darum, wenn eine EU-Wahl stattfindet.
Falls die Medien auch was dazu beitragen wollen, sollten sie vielleicht nicht so viel über die Geschichte der EU sülzen und stattdessen lieber über die politischen Entscheidungsfindungen auf europäischer Ebene berichten. Wenn man uns gnädigerweise erlaubt über die Verantwortlichen abzustimmen, interessiert sich bestimmt auch mal jemand dafür was diese tun und dann eben auch zur Wahl stellen.
Dem kann ich nur beipflichten.
Ich will mich mal kurz vorstellen, will dabei auch gar nicht bescheiden sein:
Ich bin politisch aktiv. So aktiv, wie man sein kann. Ich habe mich entschieden, in meiner Freizeit politisch aktiv zu sein, und zwar konstruktiv. Für Toleranz, Solidarität, und politische Empathie. Ich lese viel, und schreibe auch selbst. Eine Politikklausur an einer Uni zum politischen System der BRD bestehe ich mit links, obwohl ich das gar nicht studiere. Internationale Politik, außer Europa, kann ich in der Regel sogar unter Einbeziehung verschiedenster parteilicher Meinungsströmungen wiedergeben. Meine Freunde bezeichnen mich schon mal als politischen Gandalf, als wandelnden Almanach dafür, wie man Dinge verändern kann. Ich bin 27 Jahre alt.
Und ich hab, trotz etlicher ernsthafter Versuche es herauszufinden, keine wirkliche Ahnung wer denn eigentlich WAS in der EU macht, wer WAS machen DARF, und warum ich nun eigentlich wählen gehen sollte.
Sehr wohl aber weiß ich soviel: Ich habe überhaupt keine Wahl! Die EU hat, unbestreitbar, eine große Wirkung auf unser alltägliches Leben entfaltet. Es hat sich allerdings keine Wirkung von den Europawahlen auf die europäische Politik entfaltet. Verschiedenste nationale Interessengruppen benutzen direkt oder indirekt europäische Institutionen verschiedenster Funktion je nach Lust und Laune. Allein bei der Debatte zum Thema Urheberrecht findet sich ein ganzer Fundus an Rück-Berufungen auf verschiedenste europäische Ebenen mit jeweils angeblich maßgeblichem rechtlichen Stellenwert.
Das ist von der Qualität her so ein bisl wie der ewige LGH Hamburg-Disclaimer auf deutschen Homepages, nur leider in Entscheidungsebenen unseres Staates. Kurz: Hat eine Lobbygruppe national versagt, nimmt sie halt die Hintertür über Europa und zwingt die eigene Sichtweise einfach dem eigenen Staat auf. Und diese Lobbygruppe, das ist durchaus auch mal die eigene Regierung.
Die EU ist, alles in Allem, eine gute Sache. Die EU garantiert Frieden durch das gemeinsame Ziel der Verbreitung von Wohlstand und die Sicherstellung unser aller Nahrungsgrundlage. Aber diese Wahl-Farce alle paar Jahre, diese ewige Werbung zum "Wählen gehen" nur um des Wählen gehens ... nein Danke!
Ich denke nicht hingehen ist aber nicht die Alternative, die am meisten in unserem Interesse liegt, denn nicht hinzugehen hindert die Politiker in Brüssel überhaupt nicht daran weiterhin so zu verfahren, wie Sie es bisher getan haben.
Wer nicht hingeht wird üblicherweise von Politik und Median einfach für dumm erklärt und alles läuft weiter wie bisher. Anstatt nicht hinzugehen sollte man daher im eigenen Interesse wählen.
Will man Veränderungen sollte man aus meiner Sicht hingehen und eine Nieschenpartei wählen bei der man davon überzeugt ist, dass sie sich für eine Demokratisierung Europas einsetzt.
Ich spiele z.B. daher mit dem Gedanken die ÖDP zu wählen. Damit setzt man wenigstens ein klares Signal an die etablierten Machthaber in Europa.
Aber allgemein gilt: Ein starkes Europa hat vielleicht notwendig ein Demokratiedefizit.
Demokratie funktioniert wesentlich besser in kleinen Strukturen, denn je größer die Strukturen desto geringer ist das Gewicht der einzelnen Akteure (d.h. der einzelne Wähler hat den Eindruck nichts bewegen zu können) und desto aufwändiger werden die Abstimmungsverfahren.
Dem kann ich nur beipflichten.
Ich will mich mal kurz vorstellen, will dabei auch gar nicht bescheiden sein:
Ich bin politisch aktiv. So aktiv, wie man sein kann. Ich habe mich entschieden, in meiner Freizeit politisch aktiv zu sein, und zwar konstruktiv. Für Toleranz, Solidarität, und politische Empathie. Ich lese viel, und schreibe auch selbst. Eine Politikklausur an einer Uni zum politischen System der BRD bestehe ich mit links, obwohl ich das gar nicht studiere. Internationale Politik, außer Europa, kann ich in der Regel sogar unter Einbeziehung verschiedenster parteilicher Meinungsströmungen wiedergeben. Meine Freunde bezeichnen mich schon mal als politischen Gandalf, als wandelnden Almanach dafür, wie man Dinge verändern kann. Ich bin 27 Jahre alt.
Und ich hab, trotz etlicher ernsthafter Versuche es herauszufinden, keine wirkliche Ahnung wer denn eigentlich WAS in der EU macht, wer WAS machen DARF, und warum ich nun eigentlich wählen gehen sollte.
Sehr wohl aber weiß ich soviel: Ich habe überhaupt keine Wahl! Die EU hat, unbestreitbar, eine große Wirkung auf unser alltägliches Leben entfaltet. Es hat sich allerdings keine Wirkung von den Europawahlen auf die europäische Politik entfaltet. Verschiedenste nationale Interessengruppen benutzen direkt oder indirekt europäische Institutionen verschiedenster Funktion je nach Lust und Laune. Allein bei der Debatte zum Thema Urheberrecht findet sich ein ganzer Fundus an Rück-Berufungen auf verschiedenste europäische Ebenen mit jeweils angeblich maßgeblichem rechtlichen Stellenwert.
Das ist von der Qualität her so ein bisl wie der ewige LGH Hamburg-Disclaimer auf deutschen Homepages, nur leider in Entscheidungsebenen unseres Staates. Kurz: Hat eine Lobbygruppe national versagt, nimmt sie halt die Hintertür über Europa und zwingt die eigene Sichtweise einfach dem eigenen Staat auf. Und diese Lobbygruppe, das ist durchaus auch mal die eigene Regierung.
Die EU ist, alles in Allem, eine gute Sache. Die EU garantiert Frieden durch das gemeinsame Ziel der Verbreitung von Wohlstand und die Sicherstellung unser aller Nahrungsgrundlage. Aber diese Wahl-Farce alle paar Jahre, diese ewige Werbung zum "Wählen gehen" nur um des Wählen gehens ... nein Danke!
Ich denke nicht hingehen ist aber nicht die Alternative, die am meisten in unserem Interesse liegt, denn nicht hinzugehen hindert die Politiker in Brüssel überhaupt nicht daran weiterhin so zu verfahren, wie Sie es bisher getan haben.
Wer nicht hingeht wird üblicherweise von Politik und Median einfach für dumm erklärt und alles läuft weiter wie bisher. Anstatt nicht hinzugehen sollte man daher im eigenen Interesse wählen.
Will man Veränderungen sollte man aus meiner Sicht hingehen und eine Nieschenpartei wählen bei der man davon überzeugt ist, dass sie sich für eine Demokratisierung Europas einsetzt.
Ich spiele z.B. daher mit dem Gedanken die ÖDP zu wählen. Damit setzt man wenigstens ein klares Signal an die etablierten Machthaber in Europa.
Aber allgemein gilt: Ein starkes Europa hat vielleicht notwendig ein Demokratiedefizit.
Demokratie funktioniert wesentlich besser in kleinen Strukturen, denn je größer die Strukturen desto geringer ist das Gewicht der einzelnen Akteure (d.h. der einzelne Wähler hat den Eindruck nichts bewegen zu können) und desto aufwändiger werden die Abstimmungsverfahren.
... und wenn man sie gefunden hat und gelesen ... wird man feststellen ... das dies keine Verfassung ist - keine die dem Grundgesetz nur in etwa heran reicht!
Demokratie weiter zu Dissoziiren führt immer weiter weg von der Herrschaft des Volkes - alles andere unter diesem Namen ist egal - kann auch Seife sein!
Es geht um den Inhalt und nicht um die Verpackung - die D*D*R war der Verpackung nach auch eine Demokratie!
http://freigeldpraktiker....
[Einleitung entfernt, bitte mäßigen Sie sich und missbrauchen Sie nicht Ihr Gastrecht im Forum der ZEIT/ Redaktion; svb]
"Die neuen Leitbegriffe lauten: Solidarität und Selbstbehauptung."
Sie wiederholen sich, Herr Vannahme. Mit Solidarität meinen Sie doch nur wieder, dass wir für Osteuropa blechen sollen, wie Sie in ihren letzten Artikeln forderten.
Nein, ich setze andere Leitbegriffe dagegen: Demokratie und Mitbestimmung, europäischer Staatenbund statt Bundesstaat, sozialer Ausgleich statt Kapitalfreizügigkeit. Dafür würde ich ohne Magenschmerzen auch den Euro opfern, er hat uns eh mehr Probleme als Glück gebracht, zusammen mit der damit einhergehenden Deregulierung, der Arbeitnehmerfreizügigkeit, dem Freihandel, den Exportüberschüssen, den sinkenden Löhnen.
"Ein Beispiel ist der Euro, der alle auf dasselbe Regelwerk verpflichtet und zugleich jedem Einzelnen klarmacht, dass er für den gemeinsamen Erfolg zu arbeiten hat."
Sehr witzig. Der Euro hat die europainternen Ungleichgewichte sogar verstärkt. Wenn man sich danebenbenimmt, fangen einen die anderen Staaten auf, müssen sie ja, Supi!
"Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg verordnete gegen den amerikanischen Softwarekonzern Microsoft eine Konventionalstrafe in Höhe von mittlerweile 1,7 Milliarden Euro wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung in Europa."
Und das hätte ein deutsches Gericht nicht gekonnt? Brauchen wir dafür die EU? Gleichzeitig ist sie doch ein Einfallstor für die Lobby, MS macht seit Jahren Druck Pro Softwarepatente, vor allem auf EU-Ebene. Wer da letztlich der Gewinner sein wird, ist noch längst nicht klar.
"Angeboten werden Ländern von Marokko über Ägypten und Israel bis hin zu Aserbaidschan solche Vorteile wie Marktzugang oder Modernisierungshilfen, im Gegenzug werden ihnen Reformen bei Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit abverlangt."
Auch das ist nichts, was wir nicht national hätten machen können. Davon abgesehen hat die EU genug Dreck am Stecken. Neoliberal und großkapitalfreundlich wie sie ist und sich trotzdem nicht scheut, schwächeren Ländern die Küsten leerzufischen und mit Exportsubventionen die Märkte kaputt zu machen. Man muss schon eine Weile suchen, um auch einige positive Seiten zu finden.
"Sicher gibt es auch begründete Kritik an der EU: Man rede gut und tue zu wenig"
Ja sicher, das ist auch wirklich die einzige Kritik an der EU ;-)
Ehrlich gesagt tut sie mir sogar zuviel, zuviel was ich nicht will, dafür wenig was ich mir wünsche. Aber ich will gar niemandem die Schuld geben, ich will lediglich mitbestimmen! Geht das in ihren Kopf Herr Vannahme?
@Redaktion
[Einleitung entfernt, bitte mäßigen Sie sich und missbrauchen Sie nicht Ihr Gastrecht im Forum der ZEIT/ Redaktion; svb]
Wenn ich eine Frage stelle, dann "missbrauche" ich mein Gastrecht? Auf welchem Passus der Teilnahmebedingungen basiert denn diese Beurteilung? Ich meine die Frage war sehr berechtigt, oder nicht? Aber bitte, ich konkretisiere gern: bekommt Herr Vannahme auch vom Bertelsmannverein Geld für "untergebrachte" Artikel bei der ZEIT?
Wenn Sie es nicht wissen, dann lassen Sie es so stehen. Jeder soll wissen, dass Herr Vannahme für diese Organisation arbeitet und sämtliche Artikel von ihm sind sehr tendenziös, man muss nicht sehr intelligent sein um das zu bemerken.
Eine Beschneidung meines Kommentars verstehe ich daher als direkte politische Zensur und als Einschränkung meines Rechts auf freie Meinungsäußerung.
[Die Frage, ob ein Autor auch von einer anderen Institution Geld für einen veröffentlichten Artikel bekommt, ist eine sehr heftige Unterstellung, die die Integrität des Autors und die Souveränität und Unabhängigkeit der ZEIT massiv angreift/ Redaktion; svb]
@Redaktion
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Wenn ich eine Frage stelle, dann "missbrauche" ich mein Gastrecht? Auf welchem Passus der Teilnahmebedingungen basiert denn diese Beurteilung? Ich meine die Frage war sehr berechtigt, oder nicht? Aber bitte, ich konkretisiere gern: bekommt Herr Vannahme auch vom Bertelsmannverein Geld für "untergebrachte" Artikel bei der ZEIT?
Wenn Sie es nicht wissen, dann lassen Sie es so stehen. Jeder soll wissen, dass Herr Vannahme für diese Organisation arbeitet und sämtliche Artikel von ihm sind sehr tendenziös, man muss nicht sehr intelligent sein um das zu bemerken.
Eine Beschneidung meines Kommentars verstehe ich daher als direkte politische Zensur und als Einschränkung meines Rechts auf freie Meinungsäußerung.
[Die Frage, ob ein Autor auch von einer anderen Institution Geld für einen veröffentlichten Artikel bekommt, ist eine sehr heftige Unterstellung, die die Integrität des Autors und die Souveränität und Unabhängigkeit der ZEIT massiv angreift/ Redaktion; svb]
Wir haben schon genug von diesen Fachleuten. Die Parlamente müssen bunter werden, mit Leuten aus der Mitte der Gesellschaft! Wo sind die Nebenerwerbslandwirte, Kfz.-Meister, Krankenschwestern und Bewerber mit Hartz-IV-Bezug in der Vita, in den Wahllisten?
Michel Katzentisch
@Redaktion
[Einleitung entfernt, bitte mäßigen Sie sich und missbrauchen Sie nicht Ihr Gastrecht im Forum der ZEIT/ Redaktion; svb]
Wenn ich eine Frage stelle, dann "missbrauche" ich mein Gastrecht? Auf welchem Passus der Teilnahmebedingungen basiert denn diese Beurteilung? Ich meine die Frage war sehr berechtigt, oder nicht? Aber bitte, ich konkretisiere gern: bekommt Herr Vannahme auch vom Bertelsmannverein Geld für "untergebrachte" Artikel bei der ZEIT?
Wenn Sie es nicht wissen, dann lassen Sie es so stehen. Jeder soll wissen, dass Herr Vannahme für diese Organisation arbeitet und sämtliche Artikel von ihm sind sehr tendenziös, man muss nicht sehr intelligent sein um das zu bemerken.
Eine Beschneidung meines Kommentars verstehe ich daher als direkte politische Zensur und als Einschränkung meines Rechts auf freie Meinungsäußerung.
[Die Frage, ob ein Autor auch von einer anderen Institution Geld für einen veröffentlichten Artikel bekommt, ist eine sehr heftige Unterstellung, die die Integrität des Autors und die Souveränität und Unabhängigkeit der ZEIT massiv angreift/ Redaktion; svb]
Die Vorstellung, dass die Zeit unabhängig sei, ist unrealistisch. Sicherlich bemüht sich die ZEIT mehr um Neutralität als z.B. die Welt, Bild oder FAZ. Aber jedenfalls von Gewinninteressen ist die ZEIT abhängig d.h. sie braucht Anzeigenkunden und Konsumenten und damit ist es auch schon vorbei mit der Unabhängigkeit. Und selbstverständlich ist ein Zeitredakteur der bei der Bertelsmannstiftung tätig ist nicht unabhängig, weil die Bertelsmannstiftung politische Inhalte vertritt. Es kommt doch auch keiner auf die Idee Parteipoltiker als völlig unabhängige Journalisten darzustellen.
[Die Frage, ob ein Autor auch von einer anderen Institution Geld für einen veröffentlichten Artikel bekommt, ist eine sehr heftige Unterstellung, die die Integrität des Autors und die Souveränität und Unabhängigkeit der ZEIT massiv angreift/ Redaktion; svb]
... ist keine Unterstellung, da man sie mit "nein" beantworten kann und dann ist die Sache erledigt.
Offensichtlich kann man das aber bei ZEIT nicht und Herr Vannahme ist offenbar auch nicht bereit sich in einem solchen Forum zu äußern, was zumindest einiges darüber aussagt, wie genau die Artikelschreiber ausgesucht werden und wie man ihre Unabhängigkeit feststellt. In einem aktiven Forum würde Herr V. mit seiner Argumentation wahrscheinlich schnell auflaufen oder untergehen, aber die Herrschaften mit Titel und Amt müssen sich ernsthaften Auseinandersetzungen ja nicht stellen, sie werden auch so gedruckt und bezahlt.
Dass da mal ein Ausrutscher passiert, mag ja sein und ist verzeihlich, mir persönlich ist aber absolut unverständlich warum die (Achtung dies ist lediglich eine Meinungsäußerung) verhältnismässig flachen EU-Jubelartikel von Vannahme immer und immer wieder ihren Weg in die ZEIT finden. Jeder kritische Leser muss dahinter den Versuch einer Meinungsmanipulation vermuten.
In dem Moment wo die ZEIT sich mit Werbeanzeigen finanziert, ist Unabhängigkeit ohnehin nicht mehr gewährleistet, so ehrlich sollte man schon auch sein. Eine Werbeanzeige für PKW's sieht halt nicht so gut aus, neben einem Artikel der die Luftverschmutzung anprangert. Und bitte erzählen Sie mir da keine Märchen, ich hatte selber schon in der Branche zu tun und kenne die Forderungen von Anzeigenkunden (Anzeigeserie gegen Gefälligkeitsartikel). Das ist Gang und Gäbe und da man es schwer nachweisen kann, steht jeder der wirbt unter Generalverdacht, also auch die ZEIT.
Den Ruf der Unabhängigkeit muss ein Medium sich derzeit erst schwer verdienen (behaupten reicht nicht) und bei einigen Themen gelingt das der ZEIT imho nicht (die EU ist nur eines davon).
Die Vorstellung, dass die Zeit unabhängig sei, ist unrealistisch. Sicherlich bemüht sich die ZEIT mehr um Neutralität als z.B. die Welt, Bild oder FAZ. Aber jedenfalls von Gewinninteressen ist die ZEIT abhängig d.h. sie braucht Anzeigenkunden und Konsumenten und damit ist es auch schon vorbei mit der Unabhängigkeit. Und selbstverständlich ist ein Zeitredakteur der bei der Bertelsmannstiftung tätig ist nicht unabhängig, weil die Bertelsmannstiftung politische Inhalte vertritt. Es kommt doch auch keiner auf die Idee Parteipoltiker als völlig unabhängige Journalisten darzustellen.
[Die Frage, ob ein Autor auch von einer anderen Institution Geld für einen veröffentlichten Artikel bekommt, ist eine sehr heftige Unterstellung, die die Integrität des Autors und die Souveränität und Unabhängigkeit der ZEIT massiv angreift/ Redaktion; svb]
... ist keine Unterstellung, da man sie mit "nein" beantworten kann und dann ist die Sache erledigt.
Offensichtlich kann man das aber bei ZEIT nicht und Herr Vannahme ist offenbar auch nicht bereit sich in einem solchen Forum zu äußern, was zumindest einiges darüber aussagt, wie genau die Artikelschreiber ausgesucht werden und wie man ihre Unabhängigkeit feststellt. In einem aktiven Forum würde Herr V. mit seiner Argumentation wahrscheinlich schnell auflaufen oder untergehen, aber die Herrschaften mit Titel und Amt müssen sich ernsthaften Auseinandersetzungen ja nicht stellen, sie werden auch so gedruckt und bezahlt.
Dass da mal ein Ausrutscher passiert, mag ja sein und ist verzeihlich, mir persönlich ist aber absolut unverständlich warum die (Achtung dies ist lediglich eine Meinungsäußerung) verhältnismässig flachen EU-Jubelartikel von Vannahme immer und immer wieder ihren Weg in die ZEIT finden. Jeder kritische Leser muss dahinter den Versuch einer Meinungsmanipulation vermuten.
In dem Moment wo die ZEIT sich mit Werbeanzeigen finanziert, ist Unabhängigkeit ohnehin nicht mehr gewährleistet, so ehrlich sollte man schon auch sein. Eine Werbeanzeige für PKW's sieht halt nicht so gut aus, neben einem Artikel der die Luftverschmutzung anprangert. Und bitte erzählen Sie mir da keine Märchen, ich hatte selber schon in der Branche zu tun und kenne die Forderungen von Anzeigenkunden (Anzeigeserie gegen Gefälligkeitsartikel). Das ist Gang und Gäbe und da man es schwer nachweisen kann, steht jeder der wirbt unter Generalverdacht, also auch die ZEIT.
Den Ruf der Unabhängigkeit muss ein Medium sich derzeit erst schwer verdienen (behaupten reicht nicht) und bei einigen Themen gelingt das der ZEIT imho nicht (die EU ist nur eines davon).
die eu bringt mich nicht zum gähnen, sondern zum schäumen vor wut. hier mal 12 kritikpunkte am vertrag von lissabon:http://www.saarbreaker.com/2009/03/12-kritikpunkte-am-vertrag-von-lissabon/ ...nur so als einstieg. ach ja, dieser herr schultz ist in meinen augen (habe viele debatten im europa "parlament" verfolgt) einer der schlimmsten. er hat sogar diejenigen parlamentarier, die sich gegen den vertrag von lissabon ausgesprochen haben als nazis beschimpft (ja wirklich, liebe ZEIT, bevor ihr hier anfangt zu zensieren....) mit freundlichen grüßen, ein EU- verabscheuer.
Dem kann ich nur beipflichten.
Ich will mich mal kurz vorstellen, will dabei auch gar nicht bescheiden sein:
Ich bin politisch aktiv. So aktiv, wie man sein kann. Ich habe mich entschieden, in meiner Freizeit politisch aktiv zu sein, und zwar konstruktiv. Für Toleranz, Solidarität, und politische Empathie. Ich lese viel, und schreibe auch selbst. Eine Politikklausur an einer Uni zum politischen System der BRD bestehe ich mit links, obwohl ich das gar nicht studiere. Internationale Politik, außer Europa, kann ich in der Regel sogar unter Einbeziehung verschiedenster parteilicher Meinungsströmungen wiedergeben. Meine Freunde bezeichnen mich schon mal als politischen Gandalf, als wandelnden Almanach dafür, wie man Dinge verändern kann. Ich bin 27 Jahre alt.
Und ich hab, trotz etlicher ernsthafter Versuche es herauszufinden, keine wirkliche Ahnung wer denn eigentlich WAS in der EU macht, wer WAS machen DARF, und warum ich nun eigentlich wählen gehen sollte.
Sehr wohl aber weiß ich soviel: Ich habe überhaupt keine Wahl! Die EU hat, unbestreitbar, eine große Wirkung auf unser alltägliches Leben entfaltet. Es hat sich allerdings keine Wirkung von den Europawahlen auf die europäische Politik entfaltet. Verschiedenste nationale Interessengruppen benutzen direkt oder indirekt europäische Institutionen verschiedenster Funktion je nach Lust und Laune. Allein bei der Debatte zum Thema Urheberrecht findet sich ein ganzer Fundus an Rück-Berufungen auf verschiedenste europäische Ebenen mit jeweils angeblich maßgeblichem rechtlichen Stellenwert.
Das ist von der Qualität her so ein bisl wie der ewige LGH Hamburg-Disclaimer auf deutschen Homepages, nur leider in Entscheidungsebenen unseres Staates. Kurz: Hat eine Lobbygruppe national versagt, nimmt sie halt die Hintertür über Europa und zwingt die eigene Sichtweise einfach dem eigenen Staat auf. Und diese Lobbygruppe, das ist durchaus auch mal die eigene Regierung.
Die EU ist, alles in Allem, eine gute Sache. Die EU garantiert Frieden durch das gemeinsame Ziel der Verbreitung von Wohlstand und die Sicherstellung unser aller Nahrungsgrundlage. Aber diese Wahl-Farce alle paar Jahre, diese ewige Werbung zum "Wählen gehen" nur um des Wählen gehens ... nein Danke!
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