Kriminalität Europarat rüffelt Berlins Politik gegen Rassismus

Täglich werden Asylbewerber, Juden und Schwarze diskriminiert – der Europarat bescheinigt Berlin, sich im Kampf gegen Rassismus zwar zu bemühen, doch nicht wirksam genug

Vor allem die Integration von Asylbewerbern, Juden und Schwarzen bereitet dem Europarat große Sorgen. Diese Menschen blieben Ziele "rassistischer, fremdenfeindlicher und antisemitischer Angriffe", erklärte die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz des Rates (ECRI) in ihrem Deutschlandbericht.

Die Kommission schlägt vor, bei Straftaten eine rassistische Motivation als erschwerenden Umstand zu werten. Deutschland solle Einwanderern mehr beim Deutschunterricht helfen und dafür sorgen, dass Kinder nicht wegen sprachlicher Schwierigkeiten in der Schule benachteiligt werden. Diskriminierungen müssten wirksamer verfolgt werden. Ferner sollten die Behörden den geltenden Rechtsrahmen gegen rassische Diskriminierung besser bekannt machen.

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Sorgen bereiten der Kommission Parteien mit rassistischen, antisemitischen oder revisionistischen Positionen, die in den vergangenen Jahren Anhänger gewonnen hätten. "Trotz der beträchtlichen Anstrengungen der Behörden, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu bekämpfen, sind rassistische Reden im Internet und die Zahlen Rechtsradikaler oder Neonazis nicht zurückgegangen", heißt es.

Muslime, Türken, Schwarze, Sinti und Roma gäben an, dass sie im täglichen Leben diskriminiert würden, heißt es. Besonders Schwarze würden Opfer rassistischer Gewalt. In einigen Bundesländern existieren nach ihren Angaben "Verbotszonen", bekannt als "No-Go-Areas", in die sie sich nicht allein hineinwagten oder die sie vollständig mieden.

Die Kommission untersucht regelmäßig die Lage in den 47 Europaratsländern. Sie bescheinigt Deutschland, seit ihrem 3. Deutschlandbericht 2004 aktiv gegen Neonazis ermittelt zu haben. Mit der Verschärfung der Strafen für rassistische Reden bei öffentlichen Auftritten sei zudem die Zahl von Neonazi-Veranstaltungen deutlich zurückgegangen.

Die ECRI begrüße die Entschlossenheit der Behörden, alle Formen des Antisemitismus zu verurteilen und zu bekämpfen und die jüdische Kultur in Deutschland zu fördern, heißt es. Die Schaffung einer Konferenz des Islams in Deutschland wird von dem Ausschuss als "wichtiges Zeichen der Veränderung" gewertet.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Der "RAT" soll sich um sich selbst kümmern - andauernd nur noch dieses Gängeln von all den Gutmeinenden - vor einiger Zeit beschwert sich Saudi Arabien über religiöse Toleranz in Deutschland, die religiöse Freiheit der Muslime sehen sie in der BRD gefährtet. Nun solch ein *Rat*, wohl bestens mit eutschen auch besetzt - die LINKE, Grüne und SPD läßt via Europa grüßen.
    (entfernt. Bitte verzichten Sie auf herabwürdigende Pauschalisierungen. Die Redaktion/jk)
    Ich persönlich kann langsam aber sicher nur noch Ekel - und zwar im körperlichen Sinne - verspüren, wenn ich solche *Räte*, *Kommissionen* & Co. hören muss mit ihrer andauernden gänngelung - die sollen sich mal um sich selbst und ihren Dreck kümmern. Und nein, dieses über EU, die als Wirtschaftsunion ursprünglich gedacht war, ist nicht als moralische Anstalt der menschheit oder überhaupt der EU zuständig. ICH lehne sie ab und spreche ihnen jegliche Kompetenz diesbezüglich ab.

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    Hoch lebe der abwehrende Fingerzeig! Er lebe hoch!

    "Linke, Grüne und SPD" so so. Aus welchem Wahlprogramm kommt denn das Zítat: "Es ist ein Europa der Vielfalt geworden, das auf der Grundlage gemeinsamer Werte – Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – beruht"? Drei mal dürfen Sie raten..., genau: Das Europawahlprogramm der CDU. Aufgabe des Europarates war stets auch die Sicherung demokratischer und rechtsstaatlicher Grundsätze. Wenn in Deutschland unter Jugendlichen heute vielfach das Wort "Jude" als Schimpfwort missbraucht wird, dann läuft in der Tat etwas falsch (und das war übrigens das Ergebnis einer von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie). Rassistisch und antisemitisch motivierte Straftaten müssen schärfer bestraft werden. Das ist teilweise heute schon glücklicher Weise gängige Rechtspraxis. Andererseits muss aber der bereits nach dem StGB mögliche Strafrahmen bei rassistischen Straftaten häufiger ausgeschöpft werden und die Polizei muss mancher Orts entschiedener gegen solche Straftaten vorgehen. Wenn z.B. Fans zweier Fußballclubs sich gegenseitig auf der Straße mit "Jude" beschimpfen, hat die Polizei nicht bloß dazustehen, sondern einzugreifen und die Leute auf dringenden Tatverdacht wegen Volksverhetzung fest zu nehmen.

    • Anonym
    • 26.05.2009 um 14:58 Uhr

    Vielleicht können Sie sich an die amerikanische TV-Serie "Twilight Zone" erinnern? Da gab es eine Episode (Regisseur war wohl John Landis?) "Ein Haufen weiße, Jugendliche macht abfällige, rassistische und antisemitische Bemerkungen über Restaurantbesucher mit dunkler Haut und über eine jüdische Familie, die am Nebentisch das Examen der Tochter feiert. Dann ... Time Warp: DIE VIER NACHWUCHS-RASSISTEN WERDEN VON SS-LEUTEN IM NAZIDEUTSCHLAND GEJAGT UND ALS "VERDAMMTE J.......-SCHWEINE" BESCHIMPFT" - Schlagartig wird ihnen klar, wie es ist rassistisch oder antisemitisch (ich ergänze: homophob) motivierter Gewalt ausgesetzt zu sein.

    Offenbar fehlt vielen unserer sog. "Normalbürger" diese Erfahrung. Anders kann ich mir Kommentare, wie Ihren kaum erklären.

    Knüppel

    Hoch lebe der abwehrende Fingerzeig! Er lebe hoch!

    "Linke, Grüne und SPD" so so. Aus welchem Wahlprogramm kommt denn das Zítat: "Es ist ein Europa der Vielfalt geworden, das auf der Grundlage gemeinsamer Werte – Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – beruht"? Drei mal dürfen Sie raten..., genau: Das Europawahlprogramm der CDU. Aufgabe des Europarates war stets auch die Sicherung demokratischer und rechtsstaatlicher Grundsätze. Wenn in Deutschland unter Jugendlichen heute vielfach das Wort "Jude" als Schimpfwort missbraucht wird, dann läuft in der Tat etwas falsch (und das war übrigens das Ergebnis einer von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie). Rassistisch und antisemitisch motivierte Straftaten müssen schärfer bestraft werden. Das ist teilweise heute schon glücklicher Weise gängige Rechtspraxis. Andererseits muss aber der bereits nach dem StGB mögliche Strafrahmen bei rassistischen Straftaten häufiger ausgeschöpft werden und die Polizei muss mancher Orts entschiedener gegen solche Straftaten vorgehen. Wenn z.B. Fans zweier Fußballclubs sich gegenseitig auf der Straße mit "Jude" beschimpfen, hat die Polizei nicht bloß dazustehen, sondern einzugreifen und die Leute auf dringenden Tatverdacht wegen Volksverhetzung fest zu nehmen.

    • Anonym
    • 26.05.2009 um 14:58 Uhr

    Vielleicht können Sie sich an die amerikanische TV-Serie "Twilight Zone" erinnern? Da gab es eine Episode (Regisseur war wohl John Landis?) "Ein Haufen weiße, Jugendliche macht abfällige, rassistische und antisemitische Bemerkungen über Restaurantbesucher mit dunkler Haut und über eine jüdische Familie, die am Nebentisch das Examen der Tochter feiert. Dann ... Time Warp: DIE VIER NACHWUCHS-RASSISTEN WERDEN VON SS-LEUTEN IM NAZIDEUTSCHLAND GEJAGT UND ALS "VERDAMMTE J.......-SCHWEINE" BESCHIMPFT" - Schlagartig wird ihnen klar, wie es ist rassistisch oder antisemitisch (ich ergänze: homophob) motivierter Gewalt ausgesetzt zu sein.

    Offenbar fehlt vielen unserer sog. "Normalbürger" diese Erfahrung. Anders kann ich mir Kommentare, wie Ihren kaum erklären.

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  2. Hoch lebe der abwehrende Fingerzeig! Er lebe hoch!

    • peto1
    • 26.05.2009 um 9:08 Uhr

    Manche Politiker wie sie über andere Nationen reden geben einen gutes beispiel ab, solche politiker Isolieren sich selbst und Deutschland von den anderen Nationen und der Welt ab, und der Hinweis stimmt auch "Die Kommission schlägt vor, bei Straftaten eine rassistische Motivation als erschwerenden Umstand zu werten. " . Besonders "No-Go-Areas" ist einne Fatale verletzung des Grundgesetzes, und wen der Staat und Verfassungsschützer so ein zustand dulded wird sie zum mittäter.

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    wen das auch für die muslimischen No-Go-Areas z.B. in Dortmund gilt. Die Ausländerfeindlichkeit der Autochthonen ist selten schön, aber die Inländerfeindlichkeit mancher Migrantengruppen ist keinesfalls besser oder hinnehmbarer.

    _________________________________________________
    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
    ______

    wen das auch für die muslimischen No-Go-Areas z.B. in Dortmund gilt. Die Ausländerfeindlichkeit der Autochthonen ist selten schön, aber die Inländerfeindlichkeit mancher Migrantengruppen ist keinesfalls besser oder hinnehmbarer.

    _________________________________________________
    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
    ______

  3. Auch wenn wir zum x-ten Male erklären, dass wir gegen jede Form von Gewalt gegen Fremde sind:

    Was ist der Sinn dieses Artikels?

    Uns über die jüngste "amtliche" Feststellung verurteilenswerter zwischenmenschlicher Phänomene zu informieren, die weltweit so oder so ähnlich in allen Schmelztiegel-Staaten zu beobachten sind, angefangen bei den USA, GB, F und D bis hin zu Israel?

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    • Anonym
    • 26.05.2009 um 15:06 Uhr

    zu ändern?
    Ist das die Aussage Ihres Kommentars? Ich nenne das "Verharmlosung" mit dem Mittel der "Relativierung."

    Knüppel

    • Anonym
    • 26.05.2009 um 15:06 Uhr

    zu ändern?
    Ist das die Aussage Ihres Kommentars? Ich nenne das "Verharmlosung" mit dem Mittel der "Relativierung."

    Knüppel

  4. "Linke, Grüne und SPD" so so. Aus welchem Wahlprogramm kommt denn das Zítat: "Es ist ein Europa der Vielfalt geworden, das auf der Grundlage gemeinsamer Werte – Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – beruht"? Drei mal dürfen Sie raten..., genau: Das Europawahlprogramm der CDU. Aufgabe des Europarates war stets auch die Sicherung demokratischer und rechtsstaatlicher Grundsätze. Wenn in Deutschland unter Jugendlichen heute vielfach das Wort "Jude" als Schimpfwort missbraucht wird, dann läuft in der Tat etwas falsch (und das war übrigens das Ergebnis einer von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie). Rassistisch und antisemitisch motivierte Straftaten müssen schärfer bestraft werden. Das ist teilweise heute schon glücklicher Weise gängige Rechtspraxis. Andererseits muss aber der bereits nach dem StGB mögliche Strafrahmen bei rassistischen Straftaten häufiger ausgeschöpft werden und die Polizei muss mancher Orts entschiedener gegen solche Straftaten vorgehen. Wenn z.B. Fans zweier Fußballclubs sich gegenseitig auf der Straße mit "Jude" beschimpfen, hat die Polizei nicht bloß dazustehen, sondern einzugreifen und die Leute auf dringenden Tatverdacht wegen Volksverhetzung fest zu nehmen.

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    Und warum ist "Jude" zum Mode-Schimpfwort avanciert? "Die Lehrer behaupten, dies sei das Ergebnis des Einflusses radikaler Rechter und extremistischer Moslems in den deutschen Schulen." (http://www.hagalil.com/01... ) D.h. ein grosser Teil dieses Antisemitismus ist ganz einfach eingewandert - aber das ist natürlich ein Tabu, bleiben also die "radikalen Rechten" als einziger Ansatzpunkt übrig - und wir sind wieder im Tal der eindimensionalen Problemlösungen des "Kampfes gegen Rechts", welcher zu einer Art Staatsdoktrin überhöht wird: "Brot und Spiele" auf deutsch: wer sich schuldig fühlt, wehrt sich nicht, und alle anderen Probleme erscheinen auf einmal nebensächlich zu sein. Denn: Wir drehen das ganz grosse moralische Rad!

    Es ist ein Europa der Vielfalt geworden
    Und die Wahrnehmung im realen Alltag?
    Ich habe dieses unangenehme Gefühl des Andersseins in Frankreich kennengelernt
    Ich bin Europäer/ Deutscher - und Du gehst durch Wohngebiete, da bis Du fremd und nicht erwünscht .... In Frankreich und bei den Franzosen schon - aber bei den arabischen/ muslimischen Zugewanderten?
    Die banlieus brennen, sobald die Polizei versucht, Ordnung herzustellen und dabei gegen arabisch- oder muslimstämmige Gesetzesbrecher vorgehen muss.
    Der Verkehr in manchen Straßen kommt zum Erliegen, wenn zur Gebetszeit die Reingläubigen aus den Teehäusern strömen und auf Hauptdurchgangsstraßen ihre Gebetsteppiche auf der Straße aubreiten müssen - man gönnt sich ja sonst nichts ...
    Zurück nach Deutschland, im Ländle- Grenzgebiet zu Frankreich: die elsässischen Kollegen sind "voll des Lobes" über die Zustände in Strasbourg - sie resignieren verzweifelt über die Gesetzesbrüche ihrer muslimischen "Landsleute".
    In Deutschland allenthalben "no-go-areas" für Deutsche ...
    Ein geordnetes Nebeneinander der Kulturen - möglich nur dort, wo die Einheimischen sich zurückziehen ?!
    Jude als Schimpfwort von Jugendlichen
    wo denn, bitteschön? Bitte mal ganz wertfrei reflektieren - in deutschsprachigen Regionen ganz sicher nicht.
    Du findest es da, wo -hier in Deutschland- türkischstämmige Bevölkerung das Klassenbild prägt
    so wie in Frankreich dort, wo die arabisch- und muslimischstämmige Bevölkerung den Ton angibt. Dort ist man schon weiter - dort werden jüdische Mitschüler gemobbt, bedroht, verprügelt und auch schon ermordet - weil sie salopards de juifs waren.

    Schuld an allem ist dann natürlich der Rassismus der Einheimischen
    so, wie ich ein Rechter o0der ein Nazi bin.

    Bin ich weder, noch. Ich habe immer mit Ausländern zusammengelebt und wir sind als Freunde auseinander gegangen. Ich war "Gastarbeiter" in Italien in den 1970 er Jahren, ohne Ressentiments auf beiden Seiten. Ich habe mit und unter Schwarzen und auch schwarzen Muslimen gelebt - freundchaftlich. Mit Reibereien, wenn ich auf Rassismus gestoßen bin, und Ihr könnt Euch nicht vorstellen Wie rassistisch viele dort sind! Es waren aber immer Einheimische Landsleute dort zur Stelle um herauszustellen, wo der Rassismus dann angesiedelt war.

    Ich kann über die Vorwürfe der hiesigen Gutmenschen- Gemeinde nur milde lächeln - im Gegensatz zu den meisten von ihnen habe ich unter den anderen Mitmenschgen gelebt

    aber das, was sich hier in Europa abspielt, ist keine einheimischer Rassismus gegen die Zuwanderer, das ist das religiös- rassistische Gedankengut der muslimischen Mitmenschen gegen uns Andersgläubige.
    (Anmerkung zum letzten Absatz: Bitte vermeiden Sie Pauschalisierungen. Die Redaktion/jk)

    • Anonym
    • 26.05.2009 um 15:20 Uhr

    Es gibt wohl kaum etwas schlimmeres, als aufgrund von Hautfarbe, Ethnie, Religiononszugehörigkeit oder auch sexueller Identität verbal oder tätlich attackiert zu werden. Denn man hat nichts getan, das die Aggression gegen die eigene Person verursacht oder gar "rechtfertigt." In den U.S.A. wirken rasstistisch, antisemitisch und künftig (Präsident Obama sei Dank) auch homophob motivierte Taten, völlig zu recht, strafverschärfend.

    In diesem Zusammenhang empört mich, als schwulen Mann, folgendes:
    "In Bulgarien, Italien!, Malta und Österreich! gibt es einen Paragraphen, der Hassausbrüche gegen schwule Männer und lesbische Frauen ausdrücklich aus der Strafverfolgung ausschließt."

    Europa im Jahre 2009! Herzlichen Glückwunsch!

    Knüppel

    Und warum ist "Jude" zum Mode-Schimpfwort avanciert? "Die Lehrer behaupten, dies sei das Ergebnis des Einflusses radikaler Rechter und extremistischer Moslems in den deutschen Schulen." (http://www.hagalil.com/01... ) D.h. ein grosser Teil dieses Antisemitismus ist ganz einfach eingewandert - aber das ist natürlich ein Tabu, bleiben also die "radikalen Rechten" als einziger Ansatzpunkt übrig - und wir sind wieder im Tal der eindimensionalen Problemlösungen des "Kampfes gegen Rechts", welcher zu einer Art Staatsdoktrin überhöht wird: "Brot und Spiele" auf deutsch: wer sich schuldig fühlt, wehrt sich nicht, und alle anderen Probleme erscheinen auf einmal nebensächlich zu sein. Denn: Wir drehen das ganz grosse moralische Rad!

    Es ist ein Europa der Vielfalt geworden
    Und die Wahrnehmung im realen Alltag?
    Ich habe dieses unangenehme Gefühl des Andersseins in Frankreich kennengelernt
    Ich bin Europäer/ Deutscher - und Du gehst durch Wohngebiete, da bis Du fremd und nicht erwünscht .... In Frankreich und bei den Franzosen schon - aber bei den arabischen/ muslimischen Zugewanderten?
    Die banlieus brennen, sobald die Polizei versucht, Ordnung herzustellen und dabei gegen arabisch- oder muslimstämmige Gesetzesbrecher vorgehen muss.
    Der Verkehr in manchen Straßen kommt zum Erliegen, wenn zur Gebetszeit die Reingläubigen aus den Teehäusern strömen und auf Hauptdurchgangsstraßen ihre Gebetsteppiche auf der Straße aubreiten müssen - man gönnt sich ja sonst nichts ...
    Zurück nach Deutschland, im Ländle- Grenzgebiet zu Frankreich: die elsässischen Kollegen sind "voll des Lobes" über die Zustände in Strasbourg - sie resignieren verzweifelt über die Gesetzesbrüche ihrer muslimischen "Landsleute".
    In Deutschland allenthalben "no-go-areas" für Deutsche ...
    Ein geordnetes Nebeneinander der Kulturen - möglich nur dort, wo die Einheimischen sich zurückziehen ?!
    Jude als Schimpfwort von Jugendlichen
    wo denn, bitteschön? Bitte mal ganz wertfrei reflektieren - in deutschsprachigen Regionen ganz sicher nicht.
    Du findest es da, wo -hier in Deutschland- türkischstämmige Bevölkerung das Klassenbild prägt
    so wie in Frankreich dort, wo die arabisch- und muslimischstämmige Bevölkerung den Ton angibt. Dort ist man schon weiter - dort werden jüdische Mitschüler gemobbt, bedroht, verprügelt und auch schon ermordet - weil sie salopards de juifs waren.

    Schuld an allem ist dann natürlich der Rassismus der Einheimischen
    so, wie ich ein Rechter o0der ein Nazi bin.

    Bin ich weder, noch. Ich habe immer mit Ausländern zusammengelebt und wir sind als Freunde auseinander gegangen. Ich war "Gastarbeiter" in Italien in den 1970 er Jahren, ohne Ressentiments auf beiden Seiten. Ich habe mit und unter Schwarzen und auch schwarzen Muslimen gelebt - freundchaftlich. Mit Reibereien, wenn ich auf Rassismus gestoßen bin, und Ihr könnt Euch nicht vorstellen Wie rassistisch viele dort sind! Es waren aber immer Einheimische Landsleute dort zur Stelle um herauszustellen, wo der Rassismus dann angesiedelt war.

    Ich kann über die Vorwürfe der hiesigen Gutmenschen- Gemeinde nur milde lächeln - im Gegensatz zu den meisten von ihnen habe ich unter den anderen Mitmenschgen gelebt

    aber das, was sich hier in Europa abspielt, ist keine einheimischer Rassismus gegen die Zuwanderer, das ist das religiös- rassistische Gedankengut der muslimischen Mitmenschen gegen uns Andersgläubige.
    (Anmerkung zum letzten Absatz: Bitte vermeiden Sie Pauschalisierungen. Die Redaktion/jk)

    • Anonym
    • 26.05.2009 um 15:20 Uhr

    Es gibt wohl kaum etwas schlimmeres, als aufgrund von Hautfarbe, Ethnie, Religiononszugehörigkeit oder auch sexueller Identität verbal oder tätlich attackiert zu werden. Denn man hat nichts getan, das die Aggression gegen die eigene Person verursacht oder gar "rechtfertigt." In den U.S.A. wirken rasstistisch, antisemitisch und künftig (Präsident Obama sei Dank) auch homophob motivierte Taten, völlig zu recht, strafverschärfend.

    In diesem Zusammenhang empört mich, als schwulen Mann, folgendes:
    "In Bulgarien, Italien!, Malta und Österreich! gibt es einen Paragraphen, der Hassausbrüche gegen schwule Männer und lesbische Frauen ausdrücklich aus der Strafverfolgung ausschließt."

    Europa im Jahre 2009! Herzlichen Glückwunsch!

    Knüppel

  5. wegen solcher Zeitgenossen wie meinem Vorredner braucht dieses Land (wie übrigens alle Länder dieser Welt) dringend internationale Institutionen und NGOs, die ihm auf die Finger schauen. Deutschland hinkt in der gesellschafltichen Entwicklung vielen seiner westlichen Nachbarn zum Teil um Jahrzehnte hinterher. Rassismus fängt nicht bei brennenden Asylbewerberheimen an, Rasismus, das ist auch der freie Sitzplatz neben dem einzigen Schwarzen in der überfüllten U-Bahn oder die ewige Frage: "Wo kommen Sie denn ursprünglich her", die jeder Afro-Deutsche auswendig kennt.

    Es braucht hierzulande nicht mal eine andere Hautfarbe, um Tag für Tag kleine schmerzende Demütigungen zu erleben. Mein weißer! us-amerikanischer! Lebenpartner weigert sich seit Jahren alleine auf deutsche Ämter zu gehen, mit ausländischem Akzent ist er dort Mensch dritter Klasse. Dass dialektsprechende Beamte sich oft nicht mal Mühe geben von Nicht-Deutschen verstanden zu werden, (die oft besser Hochdeutsch sprechen als sie selber) --- es ist nur die Spitze des Eisbergs aus teutonischer Selbstgefälligkeit und Xenophobie.

    Rassismus, das gibt es in Amerika oder Südafrika – und bei einigen Deppen bei uns. Das ist die deutsche Haltung. Die Realität ist: In Ländern wie USA, England, Niederlande, Südafrika, gibt es seit Jahren einen öffentlichen Diskurs um Rassismus, von dem die allermeisten Deutschen, einschließlich der meisten so genannten Gutmenschen noch Lichtjahre entfernt sind. Solange in Deutschland wirklich geglaubt wird, Rassismus sei ein Randgruppenphänomen, so lange wird sich hier überhaupt nichts ändern. Rassismus und Xenophobie sind ein Kernproblem dieses Landes, seiner Institutionen und seiner Bewohner.

    Nach sechs Jahren in den USA kam ich zurück nach Deutschland und meine Scham darüber, wie hierzulande Menschen mit anderer Hautfarbe behandelt werden, ist seitdem nicht geringer geworden. Ich empfehle zur Anschauung diesen Beitrag einer schwarzen amerikanischen Journalistin, die seit Jahren in Berlin lebt. Im angeblich ach so toleranten, weltoffenen Berlin!

    http://berlinstories.org/...

    FLUCTUAT NEC MERGITUR

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    Sie meinen aber sich nicht mich als Vorredner, oder ;)? Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Wenn man Rassismus als Randgruppenphänomen betrachtet braucht man auch nur mal aus den Städten rauszugehen (und zwar nicht nur im Osten, sondern auch im Südwesten Baden Württembergs). Aber natürlich ist die Gesamtlage (auch in den Städten) extrem verbesserungswürdig und es bedarf deutlich mehr gesellschaftlicher Anstrengungen gegen Rassismus.

    • Anonym
    • 26.05.2009 um 15:22 Uhr

    Beste Grüsse
    Knüppel

    Sie meinen aber sich nicht mich als Vorredner, oder ;)? Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Wenn man Rassismus als Randgruppenphänomen betrachtet braucht man auch nur mal aus den Städten rauszugehen (und zwar nicht nur im Osten, sondern auch im Südwesten Baden Württembergs). Aber natürlich ist die Gesamtlage (auch in den Städten) extrem verbesserungswürdig und es bedarf deutlich mehr gesellschaftlicher Anstrengungen gegen Rassismus.

    • Anonym
    • 26.05.2009 um 15:22 Uhr

    Beste Grüsse
    Knüppel

  6. ...Diskriminierung ? Eigentlich bedeutet es lediglich Unterscheidung.

    Da alle Menschen verschieden sind, selbst innerhalb einer Ethnie, wird es auch immer mehr oder weniger deutliche Reaktionen auf das Anderssein von Menschen geben.

    Es wäre zu wünschen, daß alle Menschen weniger ihre Paranoia pflegen und statt dessen etwas für ihr Selbstbewusssein tun.

    Wenn man sich die Auswirkungen der Minderheiten Gesetzgebung (Minority Laws) auf das praktische Leben in USA anschaut, dann weiß man: Wir sind auf dem Holzweg.

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    • Ranjit
    • 26.05.2009 um 10:10 Uhr

    Lieber dippegucker,

    Diskriminierung beschreibt hier eine ungerechtfertigte Benachteiligung von Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer (nationalen, ethnischen, geschlechts-, religions- etc.) Gruppe.
    Die Bedeutung die sie ansprechen ist eine spezifische Verwendung in einigen anderen wissenschaftlichen Kontexten und ist strikt zu unterscheiden vom soziologischen Terminus der Diskriminierung.

    Diskriminierung als soziales Phänomen als blose "Unterscheidung" zu bezeichnen ist genauso sachlich unrichtig, wie den gesellschaftlichen Wert der Toleranz als Erduldung zu übersetzen.

    • Ranjit
    • 26.05.2009 um 10:10 Uhr

    Lieber dippegucker,

    Diskriminierung beschreibt hier eine ungerechtfertigte Benachteiligung von Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer (nationalen, ethnischen, geschlechts-, religions- etc.) Gruppe.
    Die Bedeutung die sie ansprechen ist eine spezifische Verwendung in einigen anderen wissenschaftlichen Kontexten und ist strikt zu unterscheiden vom soziologischen Terminus der Diskriminierung.

    Diskriminierung als soziales Phänomen als blose "Unterscheidung" zu bezeichnen ist genauso sachlich unrichtig, wie den gesellschaftlichen Wert der Toleranz als Erduldung zu übersetzen.

  7. Gegenwärtig werden in Deutschland Menschen in entwürdigenden Heimlagern aufgehalten, mit Arbeitsverboten an der Integration gehindert und deren Bewegungsfreiheit durch die Residenzpflicht massiv eingeschränkt. Dazu kommt deutsche Behördenschikane mit der die Menschen physisch krank gemacht werden. Es gibt immer noch viele Instrumente der menschenverachtenden Rassenpolitik der 60`Jahre alten BRD.
    Gruss
    Trizmachine

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    sind die Menschen, die in Deutschland in Heimlagern auf Staatskosten versorgt werden, alle freiwillig hier. Wem diese Zustaende nicht passen, kann jederzeit - ebenso freiwillig - in sein Herkunftsland zurueck gehen.

    sind die Menschen, die in Deutschland in Heimlagern auf Staatskosten versorgt werden, alle freiwillig hier. Wem diese Zustaende nicht passen, kann jederzeit - ebenso freiwillig - in sein Herkunftsland zurueck gehen.

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