Nordkorea Kim bereitet Start einer Interkontinentalrakete vor

Eine neue Eskalationsstufe? Nordkoreanisches Militär präpariert offenbar eine Langstreckenrakete für den Transport zu einer Abschussrampe

Der Diktator und sein Militär: Kim Jong Il bei der Koreanischen Volksarmee KPA in Pjöngjang

Der Diktator und sein Militär: Kim Jong Il bei der Koreanischen Volksarmee KPA in Pjöngjang

Nach seinem Atomtest trifft Nordkorea nach südkoreanischen Berichten möglicherweise wieder Vorbereitungen für den Start einer Interkontinentalrakete. Es gebe Anzeichen dafür, dass Nordkorea ein Objekt, dass mit Sicherheit eine Interkontinentalrakete sei, bereits per Güterzug zur Raketenstartanlage Musudan-ri an der Ostküste schaffe, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Bei dem Flugkörper handele es sich vermutlich um eine veränderte Version einer Taepodong-2-Rakete, die theoretisch US-Territorium erreichen kann. Die Startvorbereitungen könnten frühestens in zwei Wochen abgeschlossen sein.

Ausgangspunkt für den Raketentransport ist den Angaben zufolge ein Waffenforschungszentrum nahe der Hauptstadt Pjöngjang. Das Objekt habe in etwa die Größe derjenigen Rakete, die Nordkorea Anfang April
abgeschossen habe. Die Taepodong-2-Langstreckenrakete war jedoch kurz nach dem Abschuss ins Meer gestürzt. Dennoch war der Start ein Hinweis darauf, dass die stalinistische Diktatur in der Raketentechnikentwicklung weitergekommen ist.

Am vergangenen Montag unternahm Nordkorea zudem einen zweiten Atombombentest, der wie schon der Raketenstart vom Weltsicherheitsrat verurteilt wurde. Nach dem Atomtest feuerte Nordkorea außerdem nach südkoreanischen Angaben noch sechs Raketen mit kurzer Reichweite an der Ostküste ab. Kurzstreckenraketen können beispielsweise den Nachbarstaat  Südkorea  erreichen.

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Nordkorea hatte am Freitag die Vereinten Nationen vor einer Verschärfung von Sanktionen gewarnt.  Sollte der UN-Sicherheitsrat das kommunistische Land für seinen Atomtest zu Wochenbeginn bestrafen, würden weitere "Schritte zur Selbstverteidigung" vorbereitet, erklärte das Außenministerium in Pjöngjang.

Südkoreas Verteidigungsminister Lee Sang Hee warnte nach einem Treffen mit Gates in Singapur, dass Seoul und Washington die Geduld mit Nordkorea verlieren würden. «Wir sind müde, Nordkorea immer wieder die gleichen Geschichten zu erzählen und dass Nordkorea durch schlechtes Verhalten nichts gewinnt», wurde Lee von der Agentur Yonhap zitiert.

US-Verteidigungsminister Robert Gates sagte in Singapur, dass die USA eine atomare Aufrüstung des Landes nicht akzeptieren werde. "Wir werden nicht untätig herumstehen, wenn Nordkorea sich Fähigkeiten zulegt, Ziele in der Region oder bei uns zu zerstören."

 
Leser-Kommentare
  1. Na dann lad doch mal einer diesen Deppen ein, um dessen Selbstwertgefühl zu stärken. Es steht zu befürchten, daß wenn ihm sein eigenes Volk schon sch...egal ist, daß es mit dem Rest der Welt ebenso ist.
    Ob jedoch wirklich Gefahr besteht, kann ich nicht sagen. Die Menschen in Südkorea sind zumindest sehr gelassen und reden auf Nachfrage von einer sicheren Situation.
    Hoffen wir, daß es so ist.

  2. Wie man hört und sieht ein ist der gesunde Menschenverstand bei den nordkoreanische Militär im Keller eingesperrt. Man darf sich immer wieder wundern wie einige oder mehrere Menschen ihren Egoismus freien Lauf lassen und so Menschen in Schrecken und Angst versetzen.

  3. http://www.nordkorea-info...

    Zuerst fand ich die hier geposteten Kommentare im Forum nur lächerlich, inzwischen bin ich schon relativ entsetzt.... Wenn man in solch verzerrender Darstellung über die Zustände im Dritten Reich öffentlich berichten würde, dann bekäme man wahrscheinlich bald mit dem Staatsanwalt zu tun!
    Was wird wohl eines Tages ans Licht kommen, unter welchen grausamen Bedingungen noch in der heutigen Zeit Menschen in einem KZ Staat leben müssen?

  4. Korea eine völlig neue Bedrohung und das mit Atomwaffen. Während Situationen
    wie Irak-Afghanistan -Muslime etc als Weltbedrohung etabliert sind kann nebenbei jemand mal kurz ein paar Bomben zünden und die Staatsmächte schauen zu.Konkrete Gefahr besteht erst wenn die ersten Flugkörper im Anflug sind. Achso , ich vergaß die haben ja auch kein Öl oder sonstige wirtschaftlich relevaten Besitztümer zubieten.

    Karin Schneider Managersos

  5. ...das Fehlen jeglicher Drohung oder Forderung an andere Staaten.

    Vielleicht ist Kim Jog Il nur langweilig ?

    • Anonym
    • 30.05.2009 um 14:03 Uhr

    Da wurde uns jahrelang weisgemacht, man könne ein Schutzschild gegen abertausende russische Raketen errichten.

    Und nun sind an einer Hand abzählbare koreanische Raketen eine ernsthafte Bedrohung?

    Irgendwie kann ich das nicht wirklich glauben. Die fliegen doch keine 100 Meter weit und sind zerstört, wenn es ernst wird. Oder doch nicht? Was denn nun?

  6. Ich würde meinen, dass die Absurdität doch schreiend ist: Kann jemand wirklich annehmen, Nordkorea würde sich nun mit seiner Atombombe aufmachen, andere Länder zu überfallen? Mal überlegen: Wer hat das denn in den letzten Jahren gemacht? Komisch - keiner der Unrechtsstaaten ist dabei. Also: zigtausend Atombomben der USA und Israels sind ok - weil diese Staaten bekanntermaßen friedlich sind und nie auf die Idee kämen, andere Länder anzugreifen?
    So irrsinnig das System Nordkoreas auch ist, so übel auch die Menschenrechtsverletzungen dort: Das Gefuchtel mit der Atombombe bedroht nicht die Welt und ist vollkommen nachvollziehbar - wie will man sich sonst die selbsternannten Weltpolizisten vom Leib halten? Aber natürlich ist Nordkorea völlig paranoid. Kein Öl und keine anderen wertvollen Ressourcen - nur Hunger und Misshandlung der Bevölkerung. Da muss man wahrlich keine Angst haben, dass die Hüter von Freiheit, Menschenrechten und Demokratie eingreifen.

    P.S.: Von der ZEIT hätte ich schon mehr erwartet als die platte, irreführende Aussage, Nordkoreas Rakete könnte die USA erreichen. Freilich kann sie: Ohne Bombe schafft sie's bis Alaska...

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Habe mich angesichts dieses Artikels gefragt, wie es die üblichen Apologeten diesmal schaffen wollen einen - wie abstrus auch immer seienden - Bogen nach Israel zu schlagen. Sie haben es geschafft! Meine Begeisterung hält sich in sehr engen Grenzen, aber eine beeindruckende Leistung ist Ihnen da trotzdem gelungen.
    Bestimmt würden Sie es auch hinbekommen, die Protokolle der Weisen von Zion in einen nordkoreanischen Zusammenhang zu stellen. Nur zu! Geben Sie sich Mühe!

    • aji
    • 30.05.2009 um 17:53 Uhr

    Nordkorea hat ueber die Jahre so ziemlich jede Waffentechnologie die sie entwickelt haben an jeden Interessenten verkauft. Die derzeitigen Atom- und Raketentests sollen auch beweisen das Nordkorea einerseits seine Nukleare Kapazitaet erweitert und andererseits ueber ein Deliverysystem verfuegt.

    Natuerlich kann man damit Argumentieren, dass Waffen die in international "verlaesslichen" Nationen produziert werden (z.B. Deutschland, USA, Frankreich, Israel uvm) in Konfliktherden und Krisengebieten auftauchen und eingesetzt werden. Obwohl dies schon schrecklich genug ist, beschraenkt es sich aber auf konventionelle Waffen. Keines der Laender das Atomwaffentechnolgie besitzt hat diese an andere Laender, oder Gruppierungen verkauft, mit Ausnahme von Pakistan, wo einer der Wissenschaftler der an der Entwicklung des Nukleararsenales dabei ertappt wurde, als er Informationen ueber das Programm verkaufen wollte.

    Die Annahme das Nordkorea auch nur einen Moment zoegern wuerde diese Technologie zu verkaufen, ist sehr naiv. Atomwaffen in der Hand eines stabilen, demokratischen Landes sind eine Sache. In der Hand einer irrationalen Diktatur stellen sie eine Gefaehrdung ungeahnter Dimension dar

    Habe mich angesichts dieses Artikels gefragt, wie es die üblichen Apologeten diesmal schaffen wollen einen - wie abstrus auch immer seienden - Bogen nach Israel zu schlagen. Sie haben es geschafft! Meine Begeisterung hält sich in sehr engen Grenzen, aber eine beeindruckende Leistung ist Ihnen da trotzdem gelungen.
    Bestimmt würden Sie es auch hinbekommen, die Protokolle der Weisen von Zion in einen nordkoreanischen Zusammenhang zu stellen. Nur zu! Geben Sie sich Mühe!

    • aji
    • 30.05.2009 um 17:53 Uhr

    Nordkorea hat ueber die Jahre so ziemlich jede Waffentechnologie die sie entwickelt haben an jeden Interessenten verkauft. Die derzeitigen Atom- und Raketentests sollen auch beweisen das Nordkorea einerseits seine Nukleare Kapazitaet erweitert und andererseits ueber ein Deliverysystem verfuegt.

    Natuerlich kann man damit Argumentieren, dass Waffen die in international "verlaesslichen" Nationen produziert werden (z.B. Deutschland, USA, Frankreich, Israel uvm) in Konfliktherden und Krisengebieten auftauchen und eingesetzt werden. Obwohl dies schon schrecklich genug ist, beschraenkt es sich aber auf konventionelle Waffen. Keines der Laender das Atomwaffentechnolgie besitzt hat diese an andere Laender, oder Gruppierungen verkauft, mit Ausnahme von Pakistan, wo einer der Wissenschaftler der an der Entwicklung des Nukleararsenales dabei ertappt wurde, als er Informationen ueber das Programm verkaufen wollte.

    Die Annahme das Nordkorea auch nur einen Moment zoegern wuerde diese Technologie zu verkaufen, ist sehr naiv. Atomwaffen in der Hand eines stabilen, demokratischen Landes sind eine Sache. In der Hand einer irrationalen Diktatur stellen sie eine Gefaehrdung ungeahnter Dimension dar

  7. Die Abläufe als unkontrolliert darzustellen ist falsch und irreführend. Die Koreanische Halbinsel ist ein Aufmarschgebiet verschiedener Teilnehmer. Wer welche Hebel gezogen hat, bleibt vorerst unklar. Man könnte einen typsichen Stellvertreterkonflikt als Hauptursache vermuten, möglich wäre aber auch der Versuch des Regimes, die Blockade zu durchbrechen. Eine Gesprächsverweigerung seitens der USA ist nicht produktiv. Das hohle Gerede von "wir können nicht akzeptieren ... dass " ist Aussenpolitik für Anfänger. Vergegenwärtigen wir uns, dass U-Boote der USA, Russlands, Grossbritanniens, Frankreichs, Chinas und möglicherweise anderer Staaten auf allen Weltmeeren kreuzen und jeden Punkt des Planeten Nuklear beschiessen könnnen. Grundsätzlich ist dies für keinen Staat hinnehmbar, aber entspricht den machtpolitischen Verhältnissen. Daraus eine Frage der Moral zu machen ist lächerlich. Es ist eine Sache der Dominanz.

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