Konjunkturpaket Abwrackprämie kurbelt Autoabsatz an
Der staatlich verursachte Autoboom hat sich im Mai fortgesetzt. Es gab rund 384.600 Neuzulassungen.
Das sind fast 40 Prozent mehr Fahrzeuge als im gleichen Monat des Vorjahres, teilten das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Dies war nach VDA-Angaben der höchste Mai-Wert nach dem Wiedervereinigungsboom 1991. Gegenüber dem Vormonat betrug das Plus 1,3 Prozent.
Besonders gefragt waren erneut Minis (plus 140 Prozent), Kleinwagen (plus 92,7 Prozent) und Autos der Kompaktklasse (plus 55,7 Prozent). Oberklasse und obere Mittelklasse mussten dagegen abermals Rückgänge hinnehmen. VDA-Präsident Matthias Wissmann sagte in Frankfurt: "Die Kfz-Steuer und die Umweltprämie erfüllen damit die ihr von der Politik zugewiesene Aufgabe, die Pkw-Inlandsnachfrage angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die vor allem zu einem Einbruch im Export geführt hat, zu verstärken."
Auch ausländische Hersteller profitierten von der Abwrackprämie. Ihr Anteil lag im Mai laut KBA bei 40 Prozent. Den größten Sprung von Januar bis Mai machte laut Statistik der koreanische Hersteller Hyundai mit einem Absatzplus von 145,5 Prozent auf 47.347 Fahrzeuge, der Marktanteil blieb mit 2,9 Prozent aber niedrig. Der italienische Anbieter Fiat brachte es mit 85.164 Fahrzeugen auf einen Zuwachs von knapp 113 Prozent (Marktanteil 5,2 Prozent).
Bei den deutschen Herstellern profitierten vor allem die Anbieter mit kleinen und kompakten Fahrzeugen im Angebot. VW verzeichnete ein Plus von rund 26 Prozent, Opel von 24 Prozent. Den größten Sprung machte Ford mit einem Zuwachs von rund 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dagegen blieb Audi 2,6 Prozent im Minus. BMW/Mini verkauften fast 14 Prozent weniger Autos als vor einem Jahr, Mercedes lag rund 21 Prozent unter dem Wert von Januar bis Mai 2008. Auch Porsche blieb im Rückwärtsgang (15,3 Prozent).
Die Inlandsnachfrage zieht zwar an, Deutschlands Autohersteller leiden aber weiterhin unter der schwachen weltweiten Nachfrage. Allerdings zeichnet sich nach VDA- Angaben zunehmend eine Bodenbildung ab. Dies sei nicht zuletzt auf staatliche Anreizprogramme ähnlich der deutschen Abwrackprämie in verschiedenen Ländern zurückzuführen.
Insgesamt exportierten die deutschen Hersteller im Mai 246.000 Autos und damit 24 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im April hatte das Minus noch bei 48 Prozent (auf 221.000 Autos) gelegen. In den ersten fünf Monaten des Jahres führten deutsche Hersteller 1,176 Millionen Autos aus - 38 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der VDA erwartet, dass sich die Auslandsnachfrage in den kommenden Monaten wegen "der leicht verbesserten Konsumentenstimmung" weiter stabilisiert.
Das Interesse an der Abwrackprämie geht indes nur langsam zurück. Bei dem für die Vergabe zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) in Eschborn gehen immer noch pro Werktag rund 8000 Anträge auf die jeweils 2500 Euro Prämie ein, wie eine Behördensprecherin berichtete. Nach Stand vom Mittwoch waren noch rund 460 000 von insgesamt 2 Millionen Prämien zu vergeben. Bei unverändertem Zulauf ergibt sich daraus noch eine Frist von etwa drei Monaten, bis der Topf leer ist.
- Datum 03.06.2009 - 16:48 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, cl, dpa
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"Doch aus deutsche Hersteller legen zu. Allen Insolvenzspekulationen zum Trotz zählte Opel im Mai zu den großen Gewinnern".
Warum wohl hat Herr Steinbrück dann 300 Millionen an Magna überwiesen?
"In Deutschland baute Opel seinen Marktanteil mitten in der Krise aus. Er stieg im Mai nach Werksangaben mit 39.256 Zulassungen auf 10,2 Prozent nach 10,0 Prozent im April. ... Immens mutet das Plus gegenüber dem Vorjahr an: Das Kraftfahrt-Bundesamt weist für die General-Motors-Tochter ein Plus von 57,1 Prozent bei den Neuzulassungen aus."
Ist Opel etwa Opfer der eigenen betriebswirtschaftlichen Unzulänglichkeit und nicht Opfer der Finanazkrise? Wie Arcandor (EU)? Stimmt da etwas nicht? Wer spielt da falsch?
"In den nächsten vier bis fünf Wochen könne ein Vertrag unterzeichnet werden."
300 Millionen ohne schriftlichen Vertrag? Und das von Freitag auf Montag? So schnell hat das Finanzministerium noch nie gearbeitet! Die Sache stinkt!
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