Birma Gericht zögert Prozessende gegen Suu Kyi hinaus

Das international kritisierte Verfahren gegen die Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi wurde um eine Woche verschoben. Der Gesundheitszustand der Politikerin ist bedenklich.

Die 63-jährige Friedensnobelpreisträgerin ist seit drei Wochen im berüchtigten Insein- Gefängnis in Rangun eingesperrt. Aung San Suu Kyi wird vorgeworfen, gegen Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben. Sie bestreitet dies. Ihr drohen fünf Jahre Haft.

Das Verfahren gegen die Oppositionsführerin wird international als "Schauprozess" kritisiert. Suu Kyi war verhaftet und angeklagt worden, nachdem ein Amerikaner Anfang Mai in ihr schwer bewachtes Haus eingedrungen war.

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Der Amerikaner hatte ausgesagt, er sei heimlich über den See zu Suu Kyi geschwommen, weil er von einem Attentat gegen sie geträumt habe und sie warnen wollte.

Das Gericht hat indes nach Angaben von Suu Kyis Verteidigern, ohne Angabe von Gründen den Termin für die Schlussplädoyers auf kommenden Freitag verschoben. Am Montag solle nun nur die letzte Anhörung stattfinden.

Beobachter vermuten, dass das Regime die Politikerin auf jeden Fall bis Ende kommenden Jahres aus dem Verkehr ziehen wollen, damit sie sich nicht an den von der Junta versprochenen Wahlen beteiligen kann.

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