Konjunktur Zarte Hoffnungszeichen an der Börse
Die Hinweise auf ein Ende der Rezession verdichten sich. Das stimmt die Aktionäre optimistisch. Die schlechte Nachricht: Auch die Zeit sinkender Preise ist bald vorüber

© Spencer Platt/Getty Images
Nach oben: Am Pfingstmontag stieg der Dow-Jones-Index in New York über 200 Punkte, obwohl Autogigant General Motors seine Insolvenz bekannt gegeben hatte. Positive Konjunkturindizes trieben die Kurse
Die Börsianer wollen glauben, die Krise sei bald vorbei. Seit einiger Zeit reagieren sie vor allem auf die sogenannten green shots sehr sensibel – das sind Frühindikatoren, die konjunkturelle Verbesserungen besonders zeitig ankündigen. Jeder kleine grüne Keim treibt die Aktienkurse nach oben. So auch am Pfingstmontag: Der ISM Einkaufsmanagerindex, der die Lage der US-Industrie beschreibt, war von April auf Mai gestiegen, von 40,1 Punkten auf 42,8 Punkte.
Die Nachricht ließ die Kurse weltweit in die Höhe klettern. In New York gewannen die Aktien um rund drei Prozent hinzu. Die europäischen Börsen verzeichneten Kursgewinne in ähnlicher Höhe, der Dax stieg sogar um vier Prozent. Zwar war die Euphorie am Dienstag schon wieder verflogen, dennoch halten Analysten den Abwärtstrend für gebrochen.
Dabei gilt ein konjunktureller Abschwung erst ab einem ISM-Stand von mindestens 50 Punkten als überwunden. Manche Ökonomen sagen, ein Wert von weniger als 48 Punkten spiegle einen nachhaltigen Rückgang der Industrieproduktion wieder – und damit einen düstere gesamtwirtschaftliche Lage.
Woher kommt also der Optimismus? Der ISM-Index ist eines der besten Beispiele dafür, dass Konjunkturindikatoren nicht immer einfach zu interpretieren sind. Man muss mehr darüber wissen, wie sie zustande kommen.
Der ISM-Index wird monatlich erhoben und immer am ersten Arbeitstag eines Monats veröffentlicht. Damit ist er einer der frühesten Hinweise zur konjunkturellen Entwicklung, die zur Verfügung stehen. Das Besondere: Zu seiner Berechnung werden nur die Einkaufsmanager von wenigen Hundert Unternehmen befragt. Dennoch ist sein Aussagegehalt sehr hoch, schließlich spüren die Einkäufer Veränderungen der wirtschaftlichen Situation am ehesten.
Aufgrund seiner Berechnungsmethodik kann der Index zwischen 0 und 100 Punkten schwanken. Deshalb wird allgemein ein Wert von 50 als neutral angesehen, also als der Zustand, bei dem die Konjunktur gerade unverändert bleibt. Das klingt einleuchtend, doch letztlich ist die 50er Marke ziemlich bedeutungslos. Tatsächlich liegt die magische Grenze beim Wert von 43 Punkten, und der ist jetzt so gut wie erreicht.
- Datum 02.06.2009 - 14:30 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Hurra.. jetzt darf man wieder den ganzen mist nochmal erleben, Hochlebe Feudalismus.
Zitat: Zwar war die Euphorie am Dienstag schon wieder verflogen, dennoch halten Analysten den Abwärtstrend für gebrochen.
Kann man diese Berufspropheten nicht mal mit Namen nennen? Damit man sie später mal an den Quatsch, den die so im Laufe ihres Wahrsagerlebens vorausgesagt haben, erinnern kann!
Mein persönlicher Wohlfühlindex ist heute aufgrund des schönen Wetters um 23,5% gestiegen. Vielleicht kann den Index ja auch jemand verwenden?!
Nur lange genug als Redakteuer Artike veröffentlichen lassen, die ein Ende der Krise heraufbeschwören, dann wird das schon bald Realität werden...... Glaubt ihr diesen Mist selbst?
Wer soll den die Produkte kaufen, wenn so viele Menschen ihren Job verlieren bzw. Lohnkürzungen aufgrund von Kurzarbeit erhalten? Die Amis bilanziell überschuldet sind, wie auch weite Teile Osteuropas, Island und so einige weitere Staaten?
Ob nun die Kaufkraft durch Kredite gestärkt wird, deren Rückzahlung mehr als Zweifelhaft ist - oder durch direkte Transfers ist egal. Der Verkäufer weis ja nich woher das Geld seines Kunden stammt.
Aber bis wir wieder dorthin gelangen, werden wir noch lange durch ein tiefes Tal der Tränen schreiten - Daran ändern auch solch 3. klassigen Artikel nichts.
Wie schwermütig muss man eigentlich sein, jedes noch so zarte Pflänzchen, was auf ein Ende der Rezession hindeuten könnte, gleich in Abrede stellen zu wollen?
Bei einigen Kommentaren, die sich entweder damit beschäftigen, wie schwer die Krise noch ausfallen könnte (natürlich alles noch viel schlimmer) oder damit beschäftigen, wann und wie schnell sie wieder vorbei sein könnte (natürlich nie) fällt auf, dass es Menschen gibt, die gar nicht wollen, dass sich irgend etwas bessert und diese anscheinend nur darauf hoffen, dass alles noch schlimmer wird, als angenommen. Und sei es nur deswegen, um sagen sie können, sie hätten es ja schon immer geahnt.
Leute, habt Ihr eigentlich noch Spaß im Leben?
Für mich gilt nach wie vor, Wirtschaft ist auch zu 50% Psychologie und wenn diese dauerdepressive Grundstimmtung allmählich vorbeizieht und ein paar Optimisten langsam wieder Oberwasser bekommen, soll mir das nur Recht sein. Für mich war und ist das Glas halbvoll. Egal wie schlimm, es kann nur besser werden. Und wenn nicht jetzt, dann sicher morgen. Jeder Rezession hat auch was Positives. Erstens ändert sich was, zweitens geht sie irgendwann vorbei.
Zartes Pflänzchen... oder Chimäre?
Erstmal besteht bei solchen Artikeln der Verdacht, dass sie von z. B. Lobbyisten der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft lanciert werden; anders gesagt: Hochzeit für Mietmäuler!
http://www.zeit.de/2005/1...
Und dann sind auch die Parallelen der Das-Tal-ist-durchschritten-Berichterstattung (nach dem Crash 1929) kaum zu übersehen.
Untermauern Sie ihren Optimismus mit wirtschaftlichen Fakten (die kann man gegebenenfalls widerlegen) und nicht mit schwammigen Gefühlduselindizes!
Karstadt (arcandor) geht wohl pleite, übrigens. Wurden die Einkäufer auch gefragt?
Zartes Pflänzchen... oder Chimäre?
Erstmal besteht bei solchen Artikeln der Verdacht, dass sie von z. B. Lobbyisten der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft lanciert werden; anders gesagt: Hochzeit für Mietmäuler!
http://www.zeit.de/2005/1...
Und dann sind auch die Parallelen der Das-Tal-ist-durchschritten-Berichterstattung (nach dem Crash 1929) kaum zu übersehen.
Untermauern Sie ihren Optimismus mit wirtschaftlichen Fakten (die kann man gegebenenfalls widerlegen) und nicht mit schwammigen Gefühlduselindizes!
Karstadt (arcandor) geht wohl pleite, übrigens. Wurden die Einkäufer auch gefragt?
Zartes Pflänzchen... oder Chimäre?
Erstmal besteht bei solchen Artikeln der Verdacht, dass sie von z. B. Lobbyisten der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft lanciert werden; anders gesagt: Hochzeit für Mietmäuler!
http://www.zeit.de/2005/1...
Und dann sind auch die Parallelen der Das-Tal-ist-durchschritten-Berichterstattung (nach dem Crash 1929) kaum zu übersehen.
Untermauern Sie ihren Optimismus mit wirtschaftlichen Fakten (die kann man gegebenenfalls widerlegen) und nicht mit schwammigen Gefühlduselindizes!
Karstadt (arcandor) geht wohl pleite, übrigens. Wurden die Einkäufer auch gefragt?
Karstadt geht es schlecht, weil die Einkäufer seit längerer Zeit zu wenig bei Karstadt kauften. Insofern sind die Einkäufer am Konkurs von Arcandor, wenn er kommen sollte, maßgeblich beteiligt.
Karstadt geht es schlecht, weil die Einkäufer seit längerer Zeit zu wenig bei Karstadt kauften. Insofern sind die Einkäufer am Konkurs von Arcandor, wenn er kommen sollte, maßgeblich beteiligt.
Karstadt geht es schlecht, weil die Einkäufer seit längerer Zeit zu wenig bei Karstadt kauften. Insofern sind die Einkäufer am Konkurs von Arcandor, wenn er kommen sollte, maßgeblich beteiligt.
soviele staatliche Milliarden an Konjunturhilfen(auf Pump) die in den Markt gepustet werden.
Nur ob sich das von alleine trägt und die Leute wieder zur Bank rennen und neue Konsumkredite aufnehmen, ist noch nicht sicher.
Wir haben es mit einer Überschuldungskrise zu tun, und da helfen nur
- neue, noch höhere Schulden
- unangenehmes, mühsames Abbezahlen (ob durch abstottern oder Inflation bzw. Bankrott).
Natürlich will jeder Version 1, da diese angenehmer ist.
Lohnerhöhungen gibt es nicht, die Arbeitslosigkeit steigt - da kann das Geld nur von der Bank kommen.
Eine neue Blase am Aktienmarkt zeichnet sich ja auch schon ab, die kann man dann beleihen und die Party geht weiter.
Karstadt (arcandor) geht wohl pleite, übrigens.
Und, was sagt das aus? Jede Wette, Karstadt (Arcandor) wäre auch in wirtschaftlich guten Zeiten früher oder später pleite gegangen?
Wie gesagt. Rezessionen haben auch etwas Gutes. Sie beschleunigen marktbereinigende Prozesse. Dass ist zwar hart für die Karstadt-Verkäuferin (die mir in der Tat leid tut, nicht, dass man mich falsch versteht), aber sicher gut für Branchen, die von solchen Pleiten profitieren. Denn in schöner Regelmäßigkeit wird darüber berichtet, dass der Internet-Handel nach wie vor wächst. Und sie werden es kaum glauben, auch da verdienen Leute ihr Geld, weil es Menschen gibt (und das immer mehr), die im Internet einkaufen.
Es ist also müßig darüber zu spekulieren, ob der Aufschwung, wenn er denn kommt, bei allen gleich ankommt. Wird er sicher nicht. Es wird auch im Aufschwung Verlierer geben. Und es ist ja nicht so, dass die derzeitige Krise alle gleich hart gibt. Auch hier gibt es Branchen, die wachsen. Wenn man allerdings derartige Krisen nicht nutzt und versucht, Dinosaurier am Leben zu halten, die eigentlich schon klinisch Tod sind, dann wird das Siechtum für einige länger andauern. Das ist sicher.
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