Airbus-Absturz Behörden grenzen Herkunft der Opfer ein
Eine Familie aus Fellbach, Passagiere aus Bayern, Ausflügler einer französischen Firma, ein brasilianischer Prinz: Langsam werden Details über die Herkunft der Opfer bekannt
Die Zahl der deutschen Passagiere in dem vor Brasilien abgestürzten Airbus A330-200 ist noch immer nicht von Deutschland bestätigt. Air France hatte nach Durchsicht der Passagierliste von 26 Deutschen unter den 228 Menschen an Bord gesprochen. Das Auswärtige Amt wollte die Zahl am Dienstag nicht bestätigen.
Der Flug Air France AF 447 war in der Nacht zum Sonntag (MESZ) nach dem Start in Rio de Janeiro mit Ziel Paris in den Atlantik gestürzt. In der Nacht entlud sich ein schweres Unwetter in der Gegend. Seit die brasilianische Luftwaffe schwimmende Trümmer sichtete, ist die mögliche Absturzstelle näher eingegrenzt.
Französische, brasilianische und US-Flugzeuge suchen seit Montag nach dem Wrack. Das Bundeskriminalamt beschafft derzeit Vergleichsmaterial der Opfer und sammelt Informationen, mit denen geklärt werden kann, wer zu den Opfern zählt. Insgesamt neun Passagiere der Unglücksmaschine hatten einen Anschlussflug nach Bayern gebucht. Wie das Landeskriminalamt in München mitteilte, wollten acht Passagiere nach München und einer nach Nürnberg weiterfliegen. Einer von ihnen wollte gemäß den Angaben nach Sachsen weiter.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zufolge sind darunter drei wohl allein reisende Münchner sowie ein Passagier, der nach Sachsen weiter wollte. Laut einem Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamtes wollten zudem elf Passagiere von Paris aus nach Stuttgart weiter, darunter wohl auch eine fünfköpfige Familie aus Fellbach bei Stuttgart: Ein Ehepaar, seine zwei erwachsenen Töchter sowie eine Enkelin seien in der Maschine gewesen, sagte Oberbürgermeister Christoph Palm (CDU).
Der Fluggast nach Nürnberg sei vermutlich ein Mann aus Erlangen. Noch gibt es keine letzte Sicherheit, denn der Abgleich gestaltet sich schwierig: "All das wird derzeit intensiv abgeklärt, was gar nicht so einfach ist, weil wir von Air France keine Adressen kriegen, sondern nur Namen, Vornamen und Geschlecht", sagte der Innenminister.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit war auch ein ranghoher Manager des deutschen ThyssenKrupp-Konzerns an Bord. Der Mann wollte von Paris weiter nach Deutschland fliegen.
- Datum 03.06.2009 - 07:34 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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