Airbus-Absturz Flug in die Gewitterfront
Einen Tag nach Absturz eines Airbus 330 sind viele Fragen offen: Warum etwa haben die Piloten das gigantische Unwetter über dem Atlantik nicht umflogen?

© Ethan Miller/Getty Images
Nicht nur an Land gefährlich: Gewitter
Noch am Dienstag behinderte ein Unwetter die Suche nach dem seit Montag im Atlantik vermissten Airbus 330-200. Mittlerweile sind in der Unglücksregion 500 Kilometer vor der brasilianischen Küste Trümmerteile gefunden worden, die wahrscheinlich von dem Unglücksjet stammen. Piloten der brasilianischen Luftwaffe sichteten zudem Flecken auf dem Wasser, die von Öl oder Kerosin herrühren könnten. Für die 228 Menschen an Bord, die eigentlich am Pfingstmontagmittag in Paris sein wollten, gibt es jedoch kaum noch eine Chance zu überleben. Die französische Regierung schickte sofort das knapp 110 Meter lange Spezialschiff Pourquoi Pas auf den Weg in die Zone mit den Wrackteilen. Es ist mit dem Tauchroboter Nautilus und einem bemannten U-Boot Victor 6000 ausgestattet, die bis zu einer Tiefe von 6000 Metern arbeiten können.
Auch in der Unglücksnacht hatte ein Unwetter über der Region getobt. Die französische Fluggesellschaft Air France nannte bald einen Blitzschlag als mögliche Ursache des Absturzes. Belegen lässt sich das bisher nicht, Flugschreiber und Voice-Recorder (siehe Infobox) sind verschollen und liegen aller Wahrscheinlichkeit nach auf dem Grund des Atlantiks. Die Fluglinie stützte sich bei ihrer Annahme offenbar nur auf die Tatsache, dass im Unglücksgebiet eine Gewitterfront aufgezogen war, wie es nahe des Äquators so oft geschieht.
Wegen der starken Luftbewegungen innerhalb der Gewitterwolken und den elektrischen Entladungen gelten Gewitter auch für Flugzeuge als gefährlich. Blitze leitet zwar der Flugzeugrumpf ab, der wie eine Autokarosserie einen sogenannten Faradayischen Käfig bildet. Mehr als ein Lackschaden sei meist nicht zu beklagen, sagte Luftfahrtexperte Jörg Handwerg von der Vereinigung Cockpit sueddeutsche.de.
Doch Stress ist beim Durchflug einer Gewitterfront garantiert: Aufprallende Hagelkörner bis zur Größe von Tennisbällen könnten im Flugzeug einen ohrenbetäubenden Lärm verursachen. Warum der Pilot des in Rio de Janeiro gestarteten Fluges jedoch die kritische Wetterlage nicht mied, ist daher die Hauptfrage. "In der Regel umfliegt man solche Gebiete, mitten hindurchzusteuern wäre zu gefährlich", sagte Luftfahrtexperte Handwerg. Piloten suchten immer einen möglichst störungsfreien Weg und erkundigten sich vor dem Start genau, was sie auf der Route an Wetterunbilden erwartet.
Doch nicht alles ist auf dem Wetterradar zu erkennen: Regen sei gut sichtbar, Hagel dagegen weniger, heißt es beim Luftfahrtbundesamt. Die Wetterlage sei aber für das Gebiet typisch für diese Jahreszeit gewesen, erläutert der Bochumer Unwetterexperte Thomas Sävert. "In einem Streifen etwa entlang des Äquators gibt es praktisch ständig Unwetter." Hinzu kommt: Während Gewitterwolken in Europa meist nur Höhen bis zehn oder zwölf Kilometer erreichen, sind sie in den Tropen auch in 18 Kilometern Höhe noch möglich. Darüber kommt kein Flugzeug hinweg.
Nicht einfach aber sei gerade bei Nacht das Umfliegen von Gewitterwolken. Das Bord-Radar könne hintereinander liegende Gewitterzellen schlecht einschätzen, sagt der Meteorologe Jörg Kachelmann. Selbst wenn die Front erst während des Fluges auftaucht oder sich gar vor dem Bug erst bildet, "macht man alles, um den Kontakt mit ihr zu vermeiden", sagt Jürgen Heermann, ehemaliger Flugingenieur und Autor des Buches Warum sie oben bleiben? Treibstoffmangel sei jedenfalls kein Grund, durch ein Gewitter zu fliegen. "Der Pilot meidet das Gewitter wie der Teufel das Weihwasser", bekräftigt die Deutsche Flugsicherung.
Der französische Airbus hatte ein automatisches Signal ausgesendet, dass es ein Problem mit der Stromversorgung gebe. Offen ist noch, ob dies ein Auslöser oder die Folge eines anderen Problems war. Möglicherweise hatte Sturm die Antennen und das Radar der Maschine zerstört. Ein Notruf blieb aus. Warum ist auch Flugexperten Heermann unklar: "Entweder gab es irgendein technisches Problem, das wir nicht kennen – oder die Situation an Bord hat den Piloten keine Zeit gelassen, sich zu melden."
- Datum 23.06.2009 - 11:47 Uhr
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ok, fassen wir nochmal zusammen:
*gewitter sind böse
*pilot mag gewitter auch nicht
*ein sitz könnte gefunden sein
*vielleicht treibstoff auf dem wasser
jetzt bin ich mit den tatsachen auch schon am ende. oder habe ich was vergessen?
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Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.
[Anm.: Bitte unterlassen Sie Zynismus. /Die Redaktion pt.]
liebe redaktion,
mein zynimus kommt nicht ungefähr. es ist äusserst befremdlich von der ZEIT über ein thema zu berichten über das keinerlei informationen vorliegen. es wurden in so kurzer zeit so viele artikel mit mutmassungen online gestellt, dass sich nicht mal eine richtige foren gemeinschaft über das thema bilden konnte.
es spricht nicht für qualität wenn man sich am medialen rate-rennspiel beteiligt. ich verstehe wenn man leser auf dem laufenden halten will, aber aktualität sollte bei einer wochenzeitung auf einer anderen ebene stattfinden.
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Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.
Ich hatte bisher einen im Vergleich immer ziemlich guten Eindruck von der Moderation und den durchaus angebrachten Anmerkungen der Redaktion hier bei ZEIT online. Das hat sich heute etwas geändert. Die Anmerkung:
[Anm.: Bitte unterlassen Sie Zynismus. /Die Redaktion pt.]
am ersten Kommentar ist der mit Abstand unabgebrachteste Steuerungs- bzw. Bevormundungsversuch, den ich hier jemals von der Redaktion gelesen habe. Ganz, ganz schlecht.
Ich muss den Kommentar von "carol" nicht mögen, vielleicht ist er sogar verletzend? oder rücksichtslos (finde ich persönlich nicht, die Berichterstattung ekelt mich an, die Fotos, die ZEIT online gekauft und veröffentlicht hat, von entsetzten Angehörigen am Flughafen, die sich gegenseitig stützen müssen sind zynisch und geschmack- und rücksichtslos). Was bilden Sie sich ein, einen Leser da um den Verzicht auf Zynismus zu bitten, wenn er lediglich feststellt, dass Sie ohne Informationen das Thema ausweiden? Vor dem Hintergrund des Geburtstages des Grundgesetzes, der KemperTrautmann-Affäre zu DuBistTerrorist und Satire-Verbot kommt das jetzt bald eingeführte Zynismus-Verbot auf ZEIT online gerade richtig.
Ein Armutszeugnis.
P.S.: Es heisst richtig Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, nicht Raumfahrttechnik.
liebe redaktion,
mein zynimus kommt nicht ungefähr. es ist äusserst befremdlich von der ZEIT über ein thema zu berichten über das keinerlei informationen vorliegen. es wurden in so kurzer zeit so viele artikel mit mutmassungen online gestellt, dass sich nicht mal eine richtige foren gemeinschaft über das thema bilden konnte.
es spricht nicht für qualität wenn man sich am medialen rate-rennspiel beteiligt. ich verstehe wenn man leser auf dem laufenden halten will, aber aktualität sollte bei einer wochenzeitung auf einer anderen ebene stattfinden.
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Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.
Ich hatte bisher einen im Vergleich immer ziemlich guten Eindruck von der Moderation und den durchaus angebrachten Anmerkungen der Redaktion hier bei ZEIT online. Das hat sich heute etwas geändert. Die Anmerkung:
[Anm.: Bitte unterlassen Sie Zynismus. /Die Redaktion pt.]
am ersten Kommentar ist der mit Abstand unabgebrachteste Steuerungs- bzw. Bevormundungsversuch, den ich hier jemals von der Redaktion gelesen habe. Ganz, ganz schlecht.
Ich muss den Kommentar von "carol" nicht mögen, vielleicht ist er sogar verletzend? oder rücksichtslos (finde ich persönlich nicht, die Berichterstattung ekelt mich an, die Fotos, die ZEIT online gekauft und veröffentlicht hat, von entsetzten Angehörigen am Flughafen, die sich gegenseitig stützen müssen sind zynisch und geschmack- und rücksichtslos). Was bilden Sie sich ein, einen Leser da um den Verzicht auf Zynismus zu bitten, wenn er lediglich feststellt, dass Sie ohne Informationen das Thema ausweiden? Vor dem Hintergrund des Geburtstages des Grundgesetzes, der KemperTrautmann-Affäre zu DuBistTerrorist und Satire-Verbot kommt das jetzt bald eingeführte Zynismus-Verbot auf ZEIT online gerade richtig.
Ein Armutszeugnis.
P.S.: Es heisst richtig Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, nicht Raumfahrttechnik.
In solchen Ausnahmesituationen wird möglichst nach vielen Gründen und Möglichkeiten gesucht. Es wird abgewägt, vermutet, verworfen, neue Ideen aufs Tapet gebracht. Das Unerklärliche in eine Erklärung umzuformen.
Das ist eine Möglichkeit, mit dem Schrecken, dem Unfassbaren umzugehen. Oder es zumindest zu versuchen. Der Mensch tendiert sowieso dazu, Dingen auf den Grund zu gehen, nachzuforschen, herauszufinden, wieso etwas so und nicht anders ist.
Gerade für Hinterbliebene ist das wichtig. Vor allem wird die wichtigste Frage sein: Mussten die Menschen an Bord lange Angstminuten durchstehen? Haben sie es gemerkt, gespürt oder ging es so schnell, dass sie "einfach weg" waren?
Jeder Strohhalm an Erklärungen und Vermutungen wird in solchen Momenten ergriffen, um das Unmögliche irgendwie verstehen zu können.
die Wetterverhaeltnisse aller Routen den Piloten bei Abflug vor. Ein solches
Sturmtief oder eine solche Gewitterzone mit bis zu 16 km hohen Wolken haette den Piloten sagen muessen, dass er da nicht durch kommt. Warum ist er dann also nicht fuers erste in Rio geblieben und haette abgewartet ?
@eh:
Manche Kommentatoren kennen sich offenbar nicht mit äquatorialen Tropenstürmen aus. Auf der Wetterkarte sah man deutlich, dass der ungeheure Sturm fast so groß wie Europa war. Solche Wetterfronten sind weder umfliegbar noch kommt ein Linienflugzeug über sie hinweg. Flug absagen wäre das einzig Richtige.
@eh:
Manche Kommentatoren kennen sich offenbar nicht mit äquatorialen Tropenstürmen aus. Auf der Wetterkarte sah man deutlich, dass der ungeheure Sturm fast so groß wie Europa war. Solche Wetterfronten sind weder umfliegbar noch kommt ein Linienflugzeug über sie hinweg. Flug absagen wäre das einzig Richtige.
Wen die nur paar teile gefunden haben und eins zwei sitze dan kann das flugzeug nicht in unzählige teile gebrochen sein, sonst würden die körper mit den sitzen auf dem wasser treiben, also dürften sie noch vom flugzeug festgehalten werden, das heist sie sind noch angeschnallt.
@eh:
Manche Kommentatoren kennen sich offenbar nicht mit äquatorialen Tropenstürmen aus. Auf der Wetterkarte sah man deutlich, dass der ungeheure Sturm fast so groß wie Europa war. Solche Wetterfronten sind weder umfliegbar noch kommt ein Linienflugzeug über sie hinweg. Flug absagen wäre das einzig Richtige.
liebe redaktion,
mein zynimus kommt nicht ungefähr. es ist äusserst befremdlich von der ZEIT über ein thema zu berichten über das keinerlei informationen vorliegen. es wurden in so kurzer zeit so viele artikel mit mutmassungen online gestellt, dass sich nicht mal eine richtige foren gemeinschaft über das thema bilden konnte.
es spricht nicht für qualität wenn man sich am medialen rate-rennspiel beteiligt. ich verstehe wenn man leser auf dem laufenden halten will, aber aktualität sollte bei einer wochenzeitung auf einer anderen ebene stattfinden.
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Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.
Möglicherweise wurde dadurch Bordcomputer und/oder Steuerung beinflusst.
Heute ist der Pilot nur noch aktiv an Start, Landung und Notfällen beteiligt. Alles andere erledigt der Bordcomputer, inklusive Umgehungsmanöver von Gewittern anhand von meteorologischen Karten und GPS. Hier sind viele Fehlerquellen möglich, die nicht zum Ausweichen geführt haben. Natürlich hat die Crew die Möglichkeit selbst das Steuer zu übernehmen. Aber auch hier können Probleme auftreten, wenn die Umschaltung von Autopilot in manuelle Steuerung nicht funktioniert.
Das nächste und wahrscheinliche ist, dass die Übermittlung elektrischer Signale an die Stellmotoren der Ruder oder der Stromkreis für die Ruderverstellung selbst ausgefallen sind. Dadurch wird das Flugzeug unsteuerbar, da es heute keine mechanische Verbindung mehr zwischen Steuerkonsole und Ruder gibt. Das ist solange kein Problem wie der Flug normal verläuft, da die Voreinstellung der Trimmung und Ruder so ausgelegt sind, dass das Flugzeug mit laufenden Triebwerken auch ohne Steuerung fliegt.
Jetzt aber fliegt das Flugzeug geradewegs in das Gewitter. Da können Bordcomputer und Pilot noch so fleißig versuchen den Kurs zu ändern. Treten dann noch schwere Turbulenzen (Abwinde) auf, fällt die Maschine nach unten wie ein Stein und ohne funktionierende Steuerung hat der Pilot auch keine Möglichkeit den Sturz abzufangen.
Das ist die Ursache die ich annehme.
das was sie da annehmen ist superhypothetisch. ein flugzeug ist so kompliziert und nach allem was ich bisher über flugzeugunfälle gelesen habe, sind es meistens die wahnsinnigsten ursachen die zu einem absturz geführt haben.
aber natürlich kann auch die steuerung einfach nur ausgefallen sein.
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Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.
das was sie da annehmen ist superhypothetisch. ein flugzeug ist so kompliziert und nach allem was ich bisher über flugzeugunfälle gelesen habe, sind es meistens die wahnsinnigsten ursachen die zu einem absturz geführt haben.
aber natürlich kann auch die steuerung einfach nur ausgefallen sein.
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das was sie da annehmen ist superhypothetisch. ein flugzeug ist so kompliziert und nach allem was ich bisher über flugzeugunfälle gelesen habe, sind es meistens die wahnsinnigsten ursachen die zu einem absturz geführt haben.
aber natürlich kann auch die steuerung einfach nur ausgefallen sein.
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