Flugzeugunglück Luftwaffe findet Wrackteile der Air-France-Maschine

Die Absturzstelle des vermissten Airbus 330 scheint gefunden. Brasiliens Luftwaffe will einige hundert Kilometer vor der brasilianischen Küste Wrackteile der Unglücksmaschine gesichtet haben

Die brasilianische Luftwaffe meldet, sie habe in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) einige hundert Kilometer vor der Küste Brasiliens Wrackteile der im Atlantik abgestürzten Air-France-Maschine gesichtet. Es seien unter anderem ein Sitz sowie Öl- und Kerosin-Spuren entdeckt worden, sagte ein Luftwaffensprecher am Dienstag in Brasília. Zuvor hatte der brasilianische Fernsehsender Globo News einen Hobbyfunker mit dieser Information zitiert, der einen Funkspruch eines Jagdflugzeuges der brasilianischen Luftwaffe zufällig abgehört haben will.

Die Jetpiloten waren dem Hinweis eines Piloten der brasilianischen Fluglinie TAM gefolgt, der schilderte, während eines Atlantik-Flugs möglicherweise brennende Teile auf der Meeresoberfläche gesehen zu haben. Die Luftwaffe müsse die Teile jetzt bergen, um sicher zu sein, dass sie auch von dem vermissten Air-France-Airbus stammten, hieß es. Bestätigt sich dies, wäre klar: Der Airbus A 330-200 stürzte auf dem Kurs zwischen Europa und Brasilien etwa 650 Kilometer nordöstlich der Insel Fernando de Noronha mit 228 Menschen an Bord ins Meer.

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Die französische und die brasilianische Armee suchten mit Unterstützung der USA seit Montag nach dem Flugzeug. Paris hat derzeit abwechselnd drei Flugzeuge im Einsatz, die in der senegalesischen Hauptstadt Dakar stationiert sind. Außerdem sind mehrere Schiffe der französischen Marine unterwegs zum mutmaßlichen Unfallort.

Ein Unwetter behinderte die Suche nach dem verschollenen Jet zunächst stark. "Die Wetterbedingungen waren sehr ungünstig, es gab eine Zone mit heftigen Gewittern", zitierten französische Medien den Befehlshaber des französischen Militärstützpunktes in Dakar, Laurent Mathou. Inzwischen sei das Wetter über dem Atlantik besser.

Der Flug AF447 war gegen 0.30 Uhr (MESZ) in Rio mit Passagieren aus 32 Ländern gestartet und sollte um 11.30 Uhr in Paris landen. Dreieinhalb Stunden nach dem Start gab es den letzten Kontakt mit der brasilianischen Flugkontrolle. Da war das Flugzeug schon 560 Kilometer von der Küste entfernt und flog in 11.000 Metern Höhe.

Für die Menschen an Bord gibt es keine Hoffnung mehr. Für die französische Fluggesellschaft wäre der Absturz der opferreichste in der 75-jährigen Firmengeschichte und damit die schwerste Katastrophe in der Zivilluftfahrt seit 2001. Air France zufolge wurde die Maschine erst im April 2005 in Dienst gestellt und hatte 18.870 Flugstunden hinter sich.

Über mögliche Ursachen des Unglücks und des Verschwindens der Maschine wird noch immer spekuliert. Klar ist: Das Flugzeug war während des Nachtflugs in einem großen Unwettergebiet in schwere Turbulenzen geraten und hatte deshalb Probleme mit der Stromversorgung gemeldet. Air France hatte recht früh einen Blitzeinschlag als eine wahrscheinliche Ursache genannt.

Google Maps: Vermutete Absturzstelle von Air France 447

 
Leser-Kommentare
    • do3glm
    • 02.06.2009 um 15:21 Uhr

    Ich könnte mir vorstellen, dass eine Ursache evtl. mit folgendem link etwas zu tun hat.

    http://www.fosar-bludorf....

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    • carol
    • 02.06.2009 um 16:33 Uhr

    können sie uns nicht solche hypthesen ersparen? entweder sie schreiben konkret etwas mehr hin oder lassen es bleiben.

    aber irgendeinen link und dann ein fragezeichen hintersetzen ist schon ziemlich arm.

    __________________________________________________
    Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.

    Interessante Beobachtung; Zeitlich würde das ja passen: 16.4.09 spuckt der Taschenrechner aus. Die vermutete Atmosspärische Störung würde sich 6 Wochen später(heute) ca. 4500 km östlich von NY befinden, also ziemlich exakt der Längengrad an dem gestern Nacht die Maschine verunglückt ist.

    ...scho recht. Vernetzte Blödheit, würd ich sagen. Das mag ich: Wenn sich Esos wie die Schmeissfliegen auf das Unglück werfen.

    • carol
    • 02.06.2009 um 16:33 Uhr

    können sie uns nicht solche hypthesen ersparen? entweder sie schreiben konkret etwas mehr hin oder lassen es bleiben.

    aber irgendeinen link und dann ein fragezeichen hintersetzen ist schon ziemlich arm.

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    Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.

    Interessante Beobachtung; Zeitlich würde das ja passen: 16.4.09 spuckt der Taschenrechner aus. Die vermutete Atmosspärische Störung würde sich 6 Wochen später(heute) ca. 4500 km östlich von NY befinden, also ziemlich exakt der Längengrad an dem gestern Nacht die Maschine verunglückt ist.

    ...scho recht. Vernetzte Blödheit, würd ich sagen. Das mag ich: Wenn sich Esos wie die Schmeissfliegen auf das Unglück werfen.

    • SP1
    • 02.06.2009 um 16:00 Uhr

    eine detailierte wetteranalyse findet sich hier:
    http://www.weathergraphic...

    trümmer wurden nach dieser quelle hier gefunden:
    http://www.plapperstorch....

    • carol
    • 02.06.2009 um 16:33 Uhr

    können sie uns nicht solche hypthesen ersparen? entweder sie schreiben konkret etwas mehr hin oder lassen es bleiben.

    aber irgendeinen link und dann ein fragezeichen hintersetzen ist schon ziemlich arm.

    __________________________________________________
    Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.

  1. Flugzeug in 11000m Höhe von Blitz getroffen? Hört sich für mich erst einmal unlogisch an, denn in 11000m Höhe befindet man sich über dem Wettergeschehen. Nicht?

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    Nach dem, was an anderen Stellen zu lesen ist, reichen Unwetter in Äquator-Nähe bis zu 18 km in die Höhe - dann sind 11.000m "mitten drin".

    F. Mayer

    Nach dem, was an anderen Stellen zu lesen ist, reichen Unwetter in Äquator-Nähe bis zu 18 km in die Höhe - dann sind 11.000m "mitten drin".

    F. Mayer

  2. Interessante Beobachtung; Zeitlich würde das ja passen: 16.4.09 spuckt der Taschenrechner aus. Die vermutete Atmosspärische Störung würde sich 6 Wochen später(heute) ca. 4500 km östlich von NY befinden, also ziemlich exakt der Längengrad an dem gestern Nacht die Maschine verunglückt ist.

  3. Sehr gut! google maps eingebunden... weiter so

  4. Am Anfang dachte ich, das wäre wieder einer dieser Verschwörungstheorien.
    Allerdings ist diese These sehr gut belegt und die Beobachtungen sind insich stimmig.

    Einen Blitzschlag finde ich nämlich auch mehr als unwahrscheinlich, denn Blitze können normalerweise nicht in Flugzeuge einschlagen. Und selbst wenn hieße das nicht sofort, dass es zu einem Absturz kommt.

  5. ...scho recht. Vernetzte Blödheit, würd ich sagen. Das mag ich: Wenn sich Esos wie die Schmeissfliegen auf das Unglück werfen.

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    Wenn du anderer Meinung bist, dann musst du nicht mit kindischen Beleidigungen um dich werfen.

    Wenn du anderer Meinung bist, dann musst du nicht mit kindischen Beleidigungen um dich werfen.

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