Autokrise GM findet chinesischen Käufer für Hummer
Verschlankung für General Motors: Der insolvente US-Autobauer stößt seine Geländewagen-Sparte an einen Spezialmaschinen-Hersteller aus China ab. Unterdessen bleibt der Markt in Übersee weiter angespannt
Mit knapp 400 PS und mehr als 20 Litern Spritverbrauch gelten die wuchtigen Hummer als Symbol der verfehlten Modellpolitik von GM. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, wird die Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery Co sowohl die Rechte an der Marke als auch die bestehenden Händler-Beziehungen übernehmen.
Dabei sei angedacht, eine langfristige Produktionsvereinbarung zu treffen. Zudem sollen die USA weiterhin Hauptstandort von Hummer bleiben, was 3000 Arbeitsplätze sichere, hieß es.
GM und Thengzong wollen die Übernahme bis zum Ende des dritten Quartals abschließen, sofern die zuständigen Behörden in den USA und China zustimmen. Über finanzielle Details des Deals wurde bislang nichts bekannt. Experten gehen jedoch davon aus, dass der Verkauf GM wohl nicht mehr als 100 Millionen Dollar einbringt. 2008 hatte das Unternehmen seine Geländewagen-Sparte vergeblich für rund 500 Millionen Dollar angeboten.
Am Montag hatte GM Insolvenz angemeldet. In dem Gläubigerschutz-Verfahren soll der Konzern weitgehend verstaatlicht und gesundgeschrumpft werden. In Deutschland verkleinert der ehemals weltgrößte Autobauer seinen Anteil bei der bisherigen Tochter Opel auf 35 Prozent. Die Mehrheit soll an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und dessen russische Partner gehen.
Daneben will sich GM von weiteren Marken trennen. So sollen bis Ende des Jahres auch Saab und Saturn veräußert und Pontiac bis Ende 2010 eingestellt werden. GM will sich dann auf Buick, Chevrolet, Cadillac und GMC konzentrieren, die jetzt schon 80 Prozent des Umsatzes ausmachen. Für Saturn soll es bereits 16 Interessenten geben.
Unterdessen bleibt die Lage auf dem US-Automarkt schwierig. Zum Teil mussten die Hersteller im Mai gegenüber dem Vorjahr Umsatzeinbrüche von rund 30 Prozent hinnehmen, auch wenn sich die Lage zu stabilisieren scheint. So verkaufte GM in seinem Stammland mit 191.875 Autos 29,4 Prozent weniger. Verglichen mit April ist das jedoch eine Steigerung um 19.000 Stück.
Auch für die deutschen Autobauer ergab sich ein deutliches Minus: Daimler verkaufte im Mai in den USA mit 16.303 Autos mehr als ein Drittel weniger als im Vorjahr. Auch BMW verbuchte einen Absatzeinbruch von rund 28 Prozent auf 22.993 Fahrzeuge. Volkswagen schlug sich verglichen mit der Konkurrenz erneut vergleichsweise wacker und verkaufte mit 19 568 nur 12,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ähnlich schlug sich die VW-Tochter Audi mit einem Absatzminus von 12,1 Prozent. Der Sportwagenbauer Porsche setzte in Nordamerika mit 2140 Neuwagen 29 Prozent weniger Fahrzeuge ab.
- Datum 03.06.2009 - 08:05 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, rf, dpa, Reuters
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Die Menschheit hats aber nicht sehr weit gebracht wen die höchste Transport Technologie auf dem Landboden immer noch Fahrzeuge mit verbrennungs motor sind.
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