Globalisierung Deutschland anfällig für Jobverlagerung ins Ausland
Der hohe Industrieanteil und die weite Verbreitung moderner Dienstleistungsberufe machen Deutschland anfällig für die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Kieler Institut für Weltwirtschaft veröffentlicht hat. Demnach könnten theoretisch 42 Prozent aller Jobs in Deutschland in andere Länder verlagert werden - 11 Prozent sogar völlig problemlos. 38 Prozent aller Arbeitsplätze gelten dagegen als nicht verlagerbar. Das betrifft überwiegend die niedrigen Einkommensgruppen der Dienstleistungsbranche. Beim Rest ist eine Verlagerung zwar unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen.
Obwohl hoch qualifizierte Arbeitnehmer der Studie zufolge genauso von einer möglichen Jobverlagerung bedroht sind wie gering qualifizierte, raten die Verfasser zu konsequenter Weiterbildung aller Beschäftigten. Dies verhindere, dass der Anteil der Geringqualifizierten steige und der allgemeine Wohlstand in Deutschland sinke.
- Datum 03.06.2009 - 20:19 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, cl, dpa
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