US-Autoindustrie Obama beschwört bessere Zukunft für GMSeite 2/2
Auch die Gewerkschaft UAW hatte am Freitag Einschnitten bei Löhnen und Sozialleistungen zugestimmt, die für GM jährliche Einsparungen von 1,3 Milliarden Dollar bedeuten. Dafür erhält die Gewerkschaft einen Anteil von 17,5 Prozent an GM. "Diese Vereinbarung gibt GM eine Chance zu überleben", sagte der UAW-Vorsitzende Ron Gettelfinger. Auch die Einigung mit Opel gilt als wichtige Voraussetzung für ein zügiges Verfahren.
Sollte das Insolvenzverfahren gelingen und das neue Unternehmen, das vom GM-Konzern noch übrig bleibt, langfristig überleben, könnte die deutsche Tochterfirma Opel noch wichtig werden. "GM braucht Opel dringend, wenn es die Insolvenz überstanden hat", sagte der unabhängige Branchenexperte Peter DeLorenzo. Deshalb sei General Motors durchaus daran gelegen, die Beziehung mit Opel fortzusetzen.
- Datum 02.06.2009 - 08:09 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, pf, dpa, Reuters
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Wer die politische Macht hat, braucht sich an Verträge nicht zu halten und der größte Abzocker wird in solchen Betrieben gefeiert. Nun ist der Deal fast perfekt und GM ist Großaktionär bei Opel und bestimmt den Vorstand der Autoschmiede in Deutschland. Freie Bahn geschaltet von vielen beflissenen Politikern, die die neue Zeit des Wandels richtig erkannt haben. Mit den Heuschrecken ist es ja schon biblisch überliefert, wenn noch irgendwo was Grünes schimmert, wird es radikal weggefressen und GM hat beim US-Staat und in Rüsselsheim noch Grünes schimmern sehen. Bewährte ökonomische Sitten sind wie dicke Betonpfeiler, die die Wirtschaft und letzten Endes auch den gesamten Staat tragen. Eine fundamentale Sitte war, dass ein Unternehmen in Konkurs geht, wenn es langfristig und vorsätzlich Mist gebaut hat und da geht es nicht um Gläubigerschutz, sondern um Aufteilung des Firmeneigentums unter den Gläubigern, wenn überhaupt noch Masse für ein ordnungsgemäßes Konkursverfahren vorhanden ist. Aber so soll es nicht laufen. Nun kriegen die Gläubiger kaum etwas und der Steuerzahler gibt alles und der Pleitier ist der fehlerfreie Manager, der gekonnt aufgrund seiner politischen Connection die Situation gemeistert hat.
Die Folgen deuten sich bereits heute wie ein Menetekel an: Wer wird noch Verträge abschließen wollen, wenn immer nur der Schuldner politisch gewinnt. Wer soll denn bitteschön die Autos kaufen, wenn alles Volksvermögen in die Produktion von Autos gesteckt wird und ausschließlich eine politische Richtung gefördert wird, die mit Marktwirtschaft und gutem Einkommen nix am Hut hat. Wie stellt man sich eigentlich die Gestaltung der Marke GM und der damit verbundenen Tochterfirmen vor, wenn das Image so nachhaltig geschädigt wurde und alles nur ohne Konsens gegen den Willen eines Großteils der steuerzahlenden Bevölkerung gemacht wurde. Letzten Endes werden die Autos im Kontext mit GM nur noch von staatlichen Stellen weltweit gekauft werden. So bleibt GM mit altem Management und Personal weiter GM und kann mit neuer Bestätigung und neuem Schwung noch viel schlimmer weiter machen als bisher.
Per Dekret zu entscheiden, was Arbeit von Nicht-Arbeit unterscheidet, war schon immer nichtig. Die Scheidung effizienter Arbeit bleibt stets ein sozialer Prozess, an dessen Stelle kein Surrogat, wie es insbesondere ein das staatliche Gewaltmonopol ausübendes New Yorker Insolvenzgericht ist, treten kann.
"Dieses Unternehmen soll künftig schon ab zehn statt wie bislang 16 Millionen verkaufter Autos pro Jahr in die Gewinnzone fahren. "
GM hat noch nie über 10 Mio Autos im Jahr hergestellt und seit 2008 massive einbrüche erlebt. Wenn zudem Opel, Saab, Saturn und Hummer, etc... nicht mehr dazu gehören sind 10 Mio Autos pro Jahr für GM eine absolute Fiktion. 5 Mio dürften 2010 vielleicht realistisch sein.
Seltsamerweise hat www.spiegel.de aber die gleiche Aussage? Hat da wer in einer Presseagentur einen Fehler gemacht oder meint das irgendwer ernst?
Das hier habe ich in einem anderen Artikel zum Thema gefunden:
"GM soll künftig schon in die Gewinnzone fahren, wenn in den USA - wie etwa für 2009 erwartet - nur zehn Millionen Autos aller Hersteller pro Jahr verkauft werden. "
Das beantwortet meine Frage. Es geht nicht um Autos die GM insgesamt verkauft sondern wie viele Autos in den USA verkauft werden. Von den 10 Mio dürfte dann GM 2,5-3 verkaufen und zudem halt noch ein paar im Ausland.
Diese Darstellung macht als erstes wenig Sinn. Allerdings will die US-Regierung vorrangig den Nordamerikanischen Part von GM retten. Und der baut nun mal hauptsächlich für Nordamerika. Die Auslandsgesellschaften sollen isoliert betrachtet werden und evtl. einzeln in Insolvenz gehen oder aus eigener Kraft überleben.
Das hier habe ich in einem anderen Artikel zum Thema gefunden:
"GM soll künftig schon in die Gewinnzone fahren, wenn in den USA - wie etwa für 2009 erwartet - nur zehn Millionen Autos aller Hersteller pro Jahr verkauft werden. "
Das beantwortet meine Frage. Es geht nicht um Autos die GM insgesamt verkauft sondern wie viele Autos in den USA verkauft werden. Von den 10 Mio dürfte dann GM 2,5-3 verkaufen und zudem halt noch ein paar im Ausland.
Diese Darstellung macht als erstes wenig Sinn. Allerdings will die US-Regierung vorrangig den Nordamerikanischen Part von GM retten. Und der baut nun mal hauptsächlich für Nordamerika. Die Auslandsgesellschaften sollen isoliert betrachtet werden und evtl. einzeln in Insolvenz gehen oder aus eigener Kraft überleben.
GM wird in Zukunft wesentlich kleinere Autos wesentlich billiger und mit modernerer Technik ausgestattet bauen müssen. Damit tritt GM in eine direkte Konkurenz zu den ebenfalls in den USA produzierenden Firmen Toyota, Nissan, VW, Mercedes, BMW, um nur die Größten zu nennen.
Diese Firmen verfügen über umfangreiche Patente hinsichtlich Motorsteuerungen, Bremstechnik etc. pp. Opel besitzt sicher auch solche Patente, aber ob die Nutzung dieser Patente GM helfen wird, sei einmal dahingestellt.
Was GM aber zum Überleben benötigt, sind umfangreiche Umbauten und Neubauten der Produktionslinien, denn die Anlagen und Automaten, mit denen große Autos gebaut werden, sind nicht ohne weiteres für Kleinwagen einsetzbar. Somit kommen nach der Abspeckkur, die ohnehin etliche hunderttausend Arbeitsplätze kosten wird, umfangreiche Investitionen auf den geschrumpften Restkonzern zu: Industrieroboter, Montagelinien, an denen, um wettbewerbsfähig bleiben zu können, viel weniger Werker als bisher arbeiten werden. Und all diese Einrichtungen werden nicht oder nur zu einem kleinen Teil in den USA hergestellt, müssen irgendwo im Ausland eingekauft werden; Europa hat in Maschinenbautechnik klar die Nase vorn. Das aber bedeutet, dass der Amerikanische Staat, als derzeit größter Anteileigner von GM noch mehr Schulden machen , mithin noch mehr $$ in Form von Anleihen auf den Markt werfen muss, um diese Investitionen überhaupt tätigen zu können.
Damit aber ist GM zwar in der Lage, billigere Autos zu bauen, aber dann stellt sich schon die nächste Frage: wer wird diese Autos kaufen? Verfügen diese Fahrzeuge über eine Technik, die dem Prädikat modern genügt? Wie will Amerika die desaströse Handelsbilanz ausgleichen, denn mit dem billigen Einkauf und der Finanzierung durch Anleihen wird es wohl auch nicht mehr weitergehen.
Wie ein solchermaßen verkleinerter Konzern sodann die Sozial- und Gesundheitsleistungen tragen will, die heute den Pensionären gezahlt werden, bleibt vorerst ebenfalls ein Geheimnis der Handelnden meint ...
Kuni
Besser semiintellektuel als grenzdebil
"Wie ein solchermaßen verkleinerter Konzern sodann die Sozial- und Gesundheitsleistungen tragen will, die heute den Pensionären gezahlt werden, bleibt vorerst ebenfalls ein Geheimnis der Handelnden meint ..."
- Gar nicht... bzw. fast nicht!
GM zahlte bisher die Renten für 400.000 Pensionäre und die Krankenkasse für 700.000 Familien. Damit sind die genannten ebenso Gläubiger von GM wie auch die Banken und Investoren die GM Geld geliehen haben. Eine Insolvenz nach Chapter 11 sorgt dafür, dass eine Firma restrukturiert und nach Möglichkeit am Stück und ohne Vorschulden weiterverkauft bzw. an die Börse gebracht wird.
Die Gläubiger von der Zeit vor dem Insolvenzantrag (darunter also auch die Familien und Rentner) werden dann an dem Erlös beteiligt oder mit Aktien entlohnt. In diesem Fall ist schon vorher vereinbart wie hoch die Anteile am Unternehmen sind. Die Gewerkschaft UAW erhält 17,5 % an dem neuen Konzern und muss daraus die Sozialleistungen finanzieren was nur zu einem Bruchteil funktionieren dürfte.
Die neue GM aber jedes Jahr 15-20 Mrd Dollar weniger an Renten und Krankenversicherungsbeiträgen zahlen. Durch die 30.000 Menschen die mithilfe von Chapter 11 (nahezu) ohne Abfindung gekündigt werden dürften weitere 2-4 mrd. gespart werden und durch die entfallenden Kreditzinszahlungen weitere 2-3 Mrd. $.
Der Haken dabei ist das GM alleine im letzen Quartal 10 Mrd Verlust gemacht hat. Ob jährlich Einsparungen von 19-27 Mrd. reichen um GM in die Gewinnzone zu fahren dürfte nicht sicher sein.
Trotz der sozialen Härte dürfte es aber die einzige Chance sein überhaupt Arbeitsplätze bei GM zu erhalten.
"Wie ein solchermaßen verkleinerter Konzern sodann die Sozial- und Gesundheitsleistungen tragen will, die heute den Pensionären gezahlt werden, bleibt vorerst ebenfalls ein Geheimnis der Handelnden meint ..."
- Gar nicht... bzw. fast nicht!
GM zahlte bisher die Renten für 400.000 Pensionäre und die Krankenkasse für 700.000 Familien. Damit sind die genannten ebenso Gläubiger von GM wie auch die Banken und Investoren die GM Geld geliehen haben. Eine Insolvenz nach Chapter 11 sorgt dafür, dass eine Firma restrukturiert und nach Möglichkeit am Stück und ohne Vorschulden weiterverkauft bzw. an die Börse gebracht wird.
Die Gläubiger von der Zeit vor dem Insolvenzantrag (darunter also auch die Familien und Rentner) werden dann an dem Erlös beteiligt oder mit Aktien entlohnt. In diesem Fall ist schon vorher vereinbart wie hoch die Anteile am Unternehmen sind. Die Gewerkschaft UAW erhält 17,5 % an dem neuen Konzern und muss daraus die Sozialleistungen finanzieren was nur zu einem Bruchteil funktionieren dürfte.
Die neue GM aber jedes Jahr 15-20 Mrd Dollar weniger an Renten und Krankenversicherungsbeiträgen zahlen. Durch die 30.000 Menschen die mithilfe von Chapter 11 (nahezu) ohne Abfindung gekündigt werden dürften weitere 2-4 mrd. gespart werden und durch die entfallenden Kreditzinszahlungen weitere 2-3 Mrd. $.
Der Haken dabei ist das GM alleine im letzen Quartal 10 Mrd Verlust gemacht hat. Ob jährlich Einsparungen von 19-27 Mrd. reichen um GM in die Gewinnzone zu fahren dürfte nicht sicher sein.
Trotz der sozialen Härte dürfte es aber die einzige Chance sein überhaupt Arbeitsplätze bei GM zu erhalten.
Chapter 11 hört sich zwar toll an, man befreit ein Unternehmen von seinen Schulden und schon ist wieder alles im Lot, aber im Prinzip wird der schlechte Kaufmann belohnt und der gute bestraft. GM kann jetzt mit Kampfpreisen in den Markt kommen und da Ford und GM im gleichen Segment spielen, wird Ford der Verlierer sein. Zum Vergleich sollte man sich einfach mal die Chapter 11 Verfahren der Airlines ansehen.
Chapter 11 heißt nicht, daß sich ein Unternehmen von den Schulden befreit. Es werden nur für eine begrenzte Zeit die Zahlungen an die Gläubiger ausgesetzt und versucht, daß Unternehmen zu sanieren. Das kann einen Verzicht von Forderungen bedeuten, muß es aber nicht. Wichtig ist der Sanierungsplan, mit dessen Hilfe das Unternehmen wieder flott gemacht werden soll.
Ich halte diese Lösung für Unternehmen für angemessener, als die in Deutschland leider viel zu oft durchgeführte Unternehmensvernichtung. So hat ein Unternehmen eine Chance, wieder profitabel zu werden. In den USA hat das Unternehmen und sein Fortbestand eine höhere Priorität als die Befriedigung von Gläubigern. Das ist auch sinnvoll, den im Falle der Durchführung der Insolvenz verlieren alle Werte dramatisch.
Chapter 11 heißt nicht, daß sich ein Unternehmen von den Schulden befreit. Es werden nur für eine begrenzte Zeit die Zahlungen an die Gläubiger ausgesetzt und versucht, daß Unternehmen zu sanieren. Das kann einen Verzicht von Forderungen bedeuten, muß es aber nicht. Wichtig ist der Sanierungsplan, mit dessen Hilfe das Unternehmen wieder flott gemacht werden soll.
Ich halte diese Lösung für Unternehmen für angemessener, als die in Deutschland leider viel zu oft durchgeführte Unternehmensvernichtung. So hat ein Unternehmen eine Chance, wieder profitabel zu werden. In den USA hat das Unternehmen und sein Fortbestand eine höhere Priorität als die Befriedigung von Gläubigern. Das ist auch sinnvoll, den im Falle der Durchführung der Insolvenz verlieren alle Werte dramatisch.
"Wie ein solchermaßen verkleinerter Konzern sodann die Sozial- und Gesundheitsleistungen tragen will, die heute den Pensionären gezahlt werden, bleibt vorerst ebenfalls ein Geheimnis der Handelnden meint ..."
- Gar nicht... bzw. fast nicht!
GM zahlte bisher die Renten für 400.000 Pensionäre und die Krankenkasse für 700.000 Familien. Damit sind die genannten ebenso Gläubiger von GM wie auch die Banken und Investoren die GM Geld geliehen haben. Eine Insolvenz nach Chapter 11 sorgt dafür, dass eine Firma restrukturiert und nach Möglichkeit am Stück und ohne Vorschulden weiterverkauft bzw. an die Börse gebracht wird.
Die Gläubiger von der Zeit vor dem Insolvenzantrag (darunter also auch die Familien und Rentner) werden dann an dem Erlös beteiligt oder mit Aktien entlohnt. In diesem Fall ist schon vorher vereinbart wie hoch die Anteile am Unternehmen sind. Die Gewerkschaft UAW erhält 17,5 % an dem neuen Konzern und muss daraus die Sozialleistungen finanzieren was nur zu einem Bruchteil funktionieren dürfte.
Die neue GM aber jedes Jahr 15-20 Mrd Dollar weniger an Renten und Krankenversicherungsbeiträgen zahlen. Durch die 30.000 Menschen die mithilfe von Chapter 11 (nahezu) ohne Abfindung gekündigt werden dürften weitere 2-4 mrd. gespart werden und durch die entfallenden Kreditzinszahlungen weitere 2-3 Mrd. $.
Der Haken dabei ist das GM alleine im letzen Quartal 10 Mrd Verlust gemacht hat. Ob jährlich Einsparungen von 19-27 Mrd. reichen um GM in die Gewinnzone zu fahren dürfte nicht sicher sein.
Trotz der sozialen Härte dürfte es aber die einzige Chance sein überhaupt Arbeitsplätze bei GM zu erhalten.
Ich will in diesem Zusammenhang an die Rentendebatte in Deutschland erinnern und daran, in welchem unglaublichen Ausmaß Versicherungsvertreter wie der Ökonom Professor Rürup es verstanden haben, das deutsche Rentensystem zu schwächen und die Versorgung der Rentner der privatwirtschaftliche Willkür und den Unwägbarkeiten des so genannten Marktes auszusetzen..
Politiker aller Parteien haben dazu die Hand gereicht. Manche, wie die Neoliberalen sind unbelehrbar und verbreiten den Unsinn noch heute als der Weisheit letzter Schluss. Auch Herr Merz darf nicht als Industriekommissar nach Brüssel. Das wäre den Bock zum Gärtner gemacht!
Ein Weiteres ist anzumerken. Die neoliberale Lebenslüge von der Zwanghaftigkeit des Wachstums ist als das entlarvt, was sie ist, eine Zwanghaftigkeit, eine Wahnvorstellung. Der Glaube, dass Größe für das Überleben notwendig ist, ist falsch. Mit dem Verlust der Vielfalt wird die Wirtschaft anfällig für alle Spekulanten. Um Vielfalt, Differenzierung zu gewährleisten, muss das Wachstum begrenzt werden. Unbegrenztes Wachstum ist die Eigenschaft eines Krebses, jeder weiß, dass er den lebenden Organismus endlich zerstört – und das soll in der Wirtschaft anders sein?
Ich will in diesem Zusammenhang an die Rentendebatte in Deutschland erinnern und daran, in welchem unglaublichen Ausmaß Versicherungsvertreter wie der Ökonom Professor Rürup es verstanden haben, das deutsche Rentensystem zu schwächen und die Versorgung der Rentner der privatwirtschaftliche Willkür und den Unwägbarkeiten des so genannten Marktes auszusetzen..
Politiker aller Parteien haben dazu die Hand gereicht. Manche, wie die Neoliberalen sind unbelehrbar und verbreiten den Unsinn noch heute als der Weisheit letzter Schluss. Auch Herr Merz darf nicht als Industriekommissar nach Brüssel. Das wäre den Bock zum Gärtner gemacht!
Ein Weiteres ist anzumerken. Die neoliberale Lebenslüge von der Zwanghaftigkeit des Wachstums ist als das entlarvt, was sie ist, eine Zwanghaftigkeit, eine Wahnvorstellung. Der Glaube, dass Größe für das Überleben notwendig ist, ist falsch. Mit dem Verlust der Vielfalt wird die Wirtschaft anfällig für alle Spekulanten. Um Vielfalt, Differenzierung zu gewährleisten, muss das Wachstum begrenzt werden. Unbegrenztes Wachstum ist die Eigenschaft eines Krebses, jeder weiß, dass er den lebenden Organismus endlich zerstört – und das soll in der Wirtschaft anders sein?
Mit dem Mondschlitten der Mondfee zum Fest der Sterne fahren wäre doch ein wesentlich schöneres Szenario, das unsere Fantasie wirklich in Schwung bringen könnte.
Man kann die Mechanismen, die effiziente Arbeit abscheiden, dadurch in Gang setzen, indem insbesondere die Arbeitszeit von 40 Std./Woche auf 28 Std./Woche verändert und damit ein allgemeines Target von 30% Produktivitätsanstieg gesetzt wird. Meister Toyoda sinnierte seinerzeit auch schon darüber nach, welche Prozesse zu durchlaufen sind, effiziente Arbeit (jap.: muda) zu gewinnen. Dass seine Schüler Jahrzehnte später posthum sich nun in Detroit einfinden, träumte sich der Meister nicht in seinen kühnsten Träumen.
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