Nationalmannschaft Erfreuliches Ende einer Dienstreise

Mit einem 7:2 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate beendet die DFB-Delegation ihren Asien-Trip. Manuel Neuer und Mario Gomez nutzten die Marketing-Tour zur Werbung in eigener Sache

Hat seinen Torriecher wiederentdeckt: Mario Gomez

Hat seinen Torriecher wiederentdeckt: Mario Gomez

Eine laue Sommernacht, etwas über 30 Grad im Schatten, ein leichter Wind, 5.000 fröhlich gestimmte, zum überwiegenden Teil deutsche Zuschauer im übersichtlichen, 12.000 Menschen fassenden Al Maktoum Stadion zu Dubai: in freudiger Erwartung auf das Länderspiel der Vereinigten Arabischen Emirate gegen die Auswahl des DFB. Der ehemalige Bundesliga-Trainer Winnie Schäfer, der hier in Dubai gerade mit seiner Mannschaft Pokal- und Supercup-Sieger geworden war, posierte für die mitgereisten deutschen Fotografen mit Scheich um Scheich. Das Schiedsrichtergespann vollführte Aufwärmübungen, die einer perfekt synchron einstudierten Ballettaufführung glichen.

Tim Meyer, der deutsche Mannschaftsarzt, deponierte an den Seitenlinien ganze Batterien von Trinkwasserflaschen. Das Publikum verlangte lautstark nach dem Wasser, das ein Sprenger bis kurz vor Spielbeginn dem Rasen spendete. Schließlich gelang es nicht, die Nationalhymnen auf einer angemessenen Tonspur zu schicken – ein echter Präzedenzfall. (Selbst langjährige Begleiter der Nationalmannschaft konnten sich an ein Länderspiel ohne Hymne nicht erinnern.) Die Journalisten schließlich gelangten wie die Mannschaften durch den Spielertunnel zu ihren Arbeitsplätzen.

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Ein wirklich vergnüglicher Abend kündigte sich also an, ein angemessener entspannter Abschluss einer einwöchigen Asien-Reise, die der "Werbung für den deutschen Fußball" gewidmet war und auf der die Nationalmannschaft bei extremer Witterung buchstäblich nach Leibeskräften und zum Schluss sehr ansehnlich und erfolgreich versuchte, den Eindruck zu zerstreuen, es handelte sich nur um eine verbandspolitischen Notwendigkeiten geschuldete Pflichtübung.

Deutschland spielte, wie angekündigt, mit dem bewährten 4:4:2-System, im Gegensatz zum China-Länderspiel rückte Philipp Lahm wieder auf die linke Verteidigerposition, Andreas Hinkel übernahm die rechte Seite und Heiko Westermann für Robert Huth an der Seite von Arne Friedrich das Zentrum. Und Manuel Neuer, von Bundestrainer Joachim Löw am Vortag mit ausgesuchten Worten umfassend belobigt, hütete in seinem ersten Länderspiel von Beginn an das Tor – um in der 18. Minute mit einer Glanzparade sein Team vor einem Rückstand zu bewahren.

Es war deutlich spürbar, dass die Mannschaft in den ersten Minuten bestrebt war, mit einer raschen Führung dem Gegner früh die Grenzen aufzuzeigen, um den Aufwand dosieren zu können. Doch außer einem Pfostenschuss von Lukas Podolski führte dieses Engagement zunächst nicht zu zwingenden Chancen. Doch auch als Heiko Westermann nach einer halben Stunde und einem schönen Solo von Lahm den Ball zum 1:0 mit der Pieke ins Tor bugsierte, kam keine Ruhe auf, schon im Gegenzug konnte sich Neuer erneut in einer Eins-gegen-Eins-Situation bewähren.

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