US-Gefangenenlager Guantánamo-Häftling tötet sich selbst

Sechster Todesfall in dem US-Gefangenenlager: Laut Militärangaben hat sich der Insasse Mohammed Ahmad Abdallah Sali aus dem Jemen das Leben genommen

Wächter hätten den 31-Jährige Montagnacht in seiner Zelle leblos aufgefunden, teilten die US-Streitkräfte mit. Der auch als Al Hanaschi bekannte Mann, der seit Februar 2002 inhaftiert gewesen sei, habe sich nicht erhängt, sagte eine Sprecherin, ohne weitere Details zu nennen. Eine Autopsie solle die genaue Todesursache klären.

Es ist der sechste Todesfall unter Gefangenen in dem Lager auf Kuba. Darunter sind vier Menschen, die sich in ihren Zellen erhängt hatten. Zudem hätten seit der Eröffnung im Jahr 2002 Dutzende Insassen versucht, sich das Leben zu nehmen, meldete der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf das Militär.

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Derzeit sitzen in Guantánamo mehr als 200 Terrorverdächtige ein. US-Präsident Barack Obama hat angeordnet, das unter der Bush-Regierung nach den Anschlägen vom 11. September 2001 errichtete Gefangenenlager bis Januar 2010 zu schließen. Er sieht sich dabei jedoch zunehmend innenpolitischem Druck ausgesetzt. Zudem will auch die Obama-Regierung an den umstrittenen Militärtribunalen festhalten.

 
Leser-Kommentare
  1. ...eigentlich nach, ob die offizielle Version über die Todesursache auch tatsächlich stimmt!?

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