Präsidentenwahl Moldawien steht vor Neuwahlen

In der früheren Sowjetrepublik Moldawien sind die Kommunisten mit dem letzten Versuch gescheitert, einen neuen Präsidenten zu wählen.

Auch beim zweiten Anlauf fehlte der von den regierenden Kommunisten aufgestellten Ministerpräsidentin Zinaida Greceanii  eine Stimme für die nötige Mehrheit, die Opposition blieb der Abstimmung im Parlament fern. Die Kommunisten haben im Parlament 60 der 101 Sitze. Sie hätten mindestens eine Stimme von einer der drei Oppositionsparteien gebraucht. Laut Verfassung muss der scheidende Präsident Vladimir Voronin nun das Parlament auflösen und eine Neuwahl ansetzen.

Greceanii ist eine Verbündete Voronins, der bislang selbst Staatspräsident war, aber nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren durfte. Nach der Parlamentswahl Anfang April war es in Chisinau wegen Fälschungsvorwürfen zu blutigen Ausschreitungen gekommen. Westliche Wahlbeobachter hatten die Abstimmung aber als mit Abstrichen fair und frei bezeichnet.

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