Nahost-Reise Al-Qaida ruft zum Widerstand gegen Obama auf

Die Islamisten warnen vor der Kairoer Rede des US-Präsidenten an die islamische Welt mit drastischen Worten: Obama sende "blutige Botschaften"

Der US-Präsident geht an Bord: Obama hat seine erste Nahost- und zweite Europareise begonnen

Der US-Präsident geht an Bord: Obama hat seine erste Nahost- und zweite Europareise begonnen

Der Vizechef der Extremisten-Organisation al-Qaida hat die ägyptische Bevölkerung dazu aufgerufen, nicht auf die "geschliffenen Worte" von US-Präsident Barack Obama bei seiner Rede in Kairo hereinzufallen. "Ägyptens freies, gerechtes und ehrenvolles Volk: Stehe vereint vor diesem Kriminellen", sagte der gebürtige Ägypter Ajman al-Sawahri in einer Audio-Botschaft. Obamas blutige Botschaften würden nicht verdeckt durch Kampagnen in der Öffentlichkeit, theatralische Besuche oder geschliffene Worte.

In der Nacht war Präsident Obama zu seinem ersten Staatsbesuch in der arabischen Welt und seiner zweiten Europareise aufgebrochen. Die Tour führt ihn am Donnerstag und Freitag auch nach Deutschland.

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An diesem Mittwochnachmittag wird er aber zunächst in Saudi-Arabien erwartet, wo er mit König Abdullah zusammentrifft. Bei den Gesprächen in der saudischen Hauptstadt und später bei einem Abendessen auf dem Landesitz des Monarchen der größten Öl-Nation der Welt sollen neben bilateralen Themen auch das iranische Atomprogramm und der ins Stocken geratene Nahost-Friedensprozess zur Sprache kommen.

Anschließend reist Obama weiter nach Ägypten, dem bevölkerungsreichsten arabischen Land. In Kairo trifft er nicht nur Präsident Husni Mubarak, sondern will an der Kairoer Universität seine mit Spannung erwartete Rede an die islamische Welt halten. Dabei soll auch der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern eine Rolle spielen. Obama verspricht sich davon eine Verbesserung der Beziehungen der USA zu den Muslimen.

Danach geht es nach für Obama weiter nach Deutschland: Donnerstag und Freitag besucht der Präsident neben Dresden, wo er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft, auch das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald und das US-Militärhospital in Landstuhl in der Pfalz. Danach reist Obama noch in die Normandie, um an den Feiern zum 65. Landungstag der Alliierten teilzunehmen.

 
Leser-Kommentare
    • kkr
    • 03.06.2009 um 9:18 Uhr

    und den islamistischen Terroristen fällt nur ein zu Hetzen. Es ist gut zu sehen, wie sie sich ins Unrecht setzen. Dies muss zum Fanal für die muslimische Welte werden, sich von diesen Leuten zu distanzieren und ein neues Kapitel des aufrichtigen Zusammenlebens aufzuschlagen. Dazu muss sich auch Israel den Realitäten stellen und den Palästinenser einen eigenen Staat zugestehen.

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    Es interessiert mich, welche Werte Sie für islamisch halten. Dschihad und Scharia sind Beispiele für islamische Werte bzw. für eine islamische Werteordnung. Al Quaida z.B. kämpft den Dschihad. Daher würde es schwierig werden, Al Quaida etwa als "unislamisch" im Sinne der islamischen Werte zu bezeichnen. Wenn dem so ist, was sagt das dann über diesen islamischen Wert aus?

    Es interessiert mich, welche Werte Sie für islamisch halten. Dschihad und Scharia sind Beispiele für islamische Werte bzw. für eine islamische Werteordnung. Al Quaida z.B. kämpft den Dschihad. Daher würde es schwierig werden, Al Quaida etwa als "unislamisch" im Sinne der islamischen Werte zu bezeichnen. Wenn dem so ist, was sagt das dann über diesen islamischen Wert aus?

  1. Es interessiert mich, welche Werte Sie für islamisch halten. Dschihad und Scharia sind Beispiele für islamische Werte bzw. für eine islamische Werteordnung. Al Quaida z.B. kämpft den Dschihad. Daher würde es schwierig werden, Al Quaida etwa als "unislamisch" im Sinne der islamischen Werte zu bezeichnen. Wenn dem so ist, was sagt das dann über diesen islamischen Wert aus?

    • eras
    • 03.06.2009 um 9:41 Uhr

    ...Al Qaida also mal wieder. Wer war das noch gleich? Ach ja, die illustre Militantentruppe aus den afghanisch-pakistanischen Bergen. Irgendwie bekommt man den Eindruck, dass Obama ein Problem für Al Qaida ist, umgekehrt würde ich das nicht mehr unterschreiben...

    • zetti
    • 03.06.2009 um 9:50 Uhr

    Natürlich geht Al-Qaida der Arsch auf Grundeis. Terror lebt und überlebt nur durch (offiziellen) Gegenterror, der das bestehende Regierungssystem destabilisiert.

    Was auf keinem Fall geschehen darf, sind Gespräche zwischen den Machtblöcken, die versuchen Meinungsverschiedenheiten auf friedliche und rationale Weise beizulegen. Das macht es für Terrororganisationen schwer bis unmöglich, den notwendigen Haß zu schüren, um ausreichenden Rückhalt in der Bevölkerung zu finden.

    Darum wird Al-Qaida alles versuchen diese Gespräche zu torpedieren um die Verantwortlichen dazu zu bringen, wieder auf die Gewaltebene herabzusteigen.

    Die Reaktion der Islamisten (meines Erachtens die falsche Bezeichnung für diese verblendeten, machtgeilen Oportunisten, die nicht scheuen eine Religion zu pervertieren) zeigt, daß der Weg Obamas der bessere, friedenssichernde ist.

    Mit jedem Schritt auf diesem Weg wird der Einfluß gewaltbereiter Gruppen kleiner und das Leben der Bürger angstfreier und friedlicher.

    Angst und Haß sind das Brot des Terrors. Nur mit Worten und Taten die zu Zielen führen, die jedem das Gesicht wahren, lassen sich diese beiden, mächtigen Emotionen in den Griff bekommen.

    Laßt uns hoffen, daß auf die ersten Worte auch die richtigen Taten folgen und Al-qaida wird verhungern.

    Zetti

  2. "Bei dem US-Bombenangriff in der westafghanischen Provinz Farah am 3. Mai sollen 140 Zivilisten getötet worden seien, darunter 95 Kinder. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der afghanischen Regierung. Bislang gab es widersprüchliche Angaben über die Opferzahl. Die amerikanische Armee hatte zwar eingeräumt, dass bei dem Bombardement in Farah 'eine Anzahl Zivilisten' getötet worden seien, eine konkrete Zahl wurde jedoch nicht genannt." DIE ZEIT, 17.05.2009

    Ob Obama auch dazu was sagen wird?

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    Zwei Mal ein Stern dafür. Solche Meldungen passen halt nicht in das Weltbild unserer lieben Kulturkrieger.

    v.

    Zwei Mal ein Stern dafür. Solche Meldungen passen halt nicht in das Weltbild unserer lieben Kulturkrieger.

    v.

  3. Zwei Mal ein Stern dafür. Solche Meldungen passen halt nicht in das Weltbild unserer lieben Kulturkrieger.

    v.

  4. Oder vielleicht sagt Obama auch was dazu:

    [entfernt. Bitte vermeiden Sie Links mit Bildern von sterbenden Menschen. Die Redaktion/ altun]

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