Alltagsgeschichten Die Freiheit des anderen
Was tun, wenn die Tochter rebelliert? Unser Kolumnist merkt, dass manchmal gute Ratschläge nicht angebracht sind
Wenn zwei erwachsene Männer, die sich kaum kennen, 14 Tage lang ein Etagenbett teilen müssen, lernen sie sich fast zwangsweise kennen und sind möglicherweise gezwungen, sich die Weisheiten des anderen anzuhören.
Als ich nach dem Mittagessen ins Zimmer komme, sitzt Stefan niedergeschlagen auf unserem einzigen Stuhl. Ich frage, was los ist.
Er hat gerade mit seiner Tochter telefoniert, die kurz vor dem Abitur steht und zurzeit allein zu Hause ist. Oder eben nicht zu Hause und nicht allein. Die Kontrollanrufe und Ermahnungen bringen nichts. Pia kommt und geht, wie es ihr beliebt, drückt die Anrufe ihres Vater auf dem Mobiltelefon weg und scheint nach Stefans Ansicht viel zu sehr mit ihrem neuen Freund beschäftigt und viel zu wenig mit der Schule.
Ich versuche, ihn zu trösten, dass das doch ganz normal sei, dass sie diese Freiheit gerade auskostet, dass das dazugehört und dass es schon nicht zu Katastrophen führen wird.
Vielleicht sollte ich heimfahren, sagt er.
Die ganze Yoga-Lehrer-Ausbildung hinschmeißen? frage ich.
Ja, sagt er, Pia ist schließlich wichtiger.
Es wird schon gut gehen, sage ich, sie ist alt genug, du musst auch ein wenig loslassen können.
Das ist eine Floskel, eine Formel, die in dieser spirituell orientierten Welt so oft gesprochen wird, dass ich hoffe, sie löst irgendetwas aus.
Es erschreckt mich so, sagt er, dass ich überhaupt keinen Einfluss mehr habe.
- Datum 03.06.2009 - 14:31 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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zitiert von Michael Laitman unter http://www.laitman.de/cat...
Eine Unkenntnis des neuen Systems unserer Beziehungen (die Bürgschaft) in der heutigen Welt, bringt uns in große Gefahr. Und wir sind diejenigen, die dies verursachen, weil wir nicht wissen, wie man sich richtig verhalten soll. Wir müssen die Regeln und Gesetze der neuen globalen Welt studieren, damit wir uns keinen enormen Schaden zufügen.
Darum müssen wir uns alle bilden. Die Kabbalakurse, die von Bnei Baruch gegeben werden, konzentrieren sich auf Artikel und anderes Material, welches jedem Menschen helfen wird, seinen Platz in diesem Leben zu finden und die Welt und seinen eigenen Platz in ihr zu verstehen. Er wird entdecken, was von ihm gefordert wird und wie er sich am besten unter diesen neuen Bedingungen verwirklichen kann.
Auch wenn das Material theoretisch und weltfremd erscheinen mag, so ist es doch ein sehr spezielles, welches das Licht enthält, das uns zur Quelle zurückbringt. Anders gesagt, dieses Material enthält die Kraft, die uns korrigiert. Alles, was in diesen Kursen gelernt wird, ist wichtig für unser Verständnis der Welt und für unsere inneren Korrekturen.
Aus diesem Grund empfehle ich jedem sehr diese Kurse. Und wenn es irgendwo eine handvoll Menschen an einem bestimmten Ort gibt, dann sind wir bereit auch dorthin zu gehen und einen Kurs zu geben. Wir hoffen wirklich, dass diese Bemühungen dafür sorgen werden, die Welt in die richtige Richtung zu lenken.
Celine Polo
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Es wirkt etwas sonderbar, bei der erstaunten Recherche nach Selim Özdogan (die wirklich klugen Autoren sind nicht gar so häufig) auf seinen Abschied vom Kolumnenschreiben in der ZEIT 8/2009 vom 09.03.2009 zu stoßen. Da hat der Schriftsteller oder/und die Redaktion es sich offenbar noch mal anders überlegt. Sehr schön!
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