Westjordanland Sechs Tote bei Gefecht zwischen Fatah und Hamas

Neue Gewalt zwischen den Palästinensern: Bei dem Versuch von Fatah-Polizeikräften, Mitglieder der radikalen Hamas festzunehmen, sind sechs Menschen ums Leben gekommen

Das Gefecht ereignete sich in der Stadt Kalkilia. Sicherheitskreise teilten mit, bei den Toten handele es sich um drei Polizisten, zwei Hamas-Mitglieder und einen Zivilisten. Zeugen berichteten, mehrere bewaffnete Hamas-Kämpfer hätten sich in Gebäuden verschanzt und Aufforderungen der Polizei, sich zu ergeben, ignoriert.

Anschließend sei es zu einem längeren Schusswechsel gekommen, in dessen Verlauf die Sicherheitskräfte das Gebäude stürmten. Über Kalkilia wurde während der Kämpfe eine Ausgangssperre verhängt.

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Es ist das erste Mal seit langem, dass die von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geführte Fatah im Westjordanland hart gegen die Hamas vorgeht. Die tödliche Auseinandersetzung dürfte den Konflikt zwischen den beiden rivalisierenden Palästinenserorganisationen weiter vertiefen.

Die islamistische Hamas hatte vor fast zwei Jahren gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen. Seitdem herrscht die islamistische Organisation dort allein. Im Westjordanland regiert die sakuläre Fatah von Abbas.

 
Leser-Kommentare
  1. rm
    Wir wissen doch alle, wie es dazu kam: die Hamas hatte die Wahl gewonnen: nur leider ist das nicht vom westlichen Ausland anerkannt worden: und genau so eine Entscheidung ist Wasser auf die Mühlen der Radikalen (die Hamas ist nicht nur radikal): es hätte honoriert werden müssen, daß dies eine demokratische Wahl war!!
    Das hat dann zu den Kämpfen zwischen Hamas und Fatah geführt.
    Hoffentlich kapieren die Palästinenser allmählich, daß sie nur gemeinsam weiterkommen.

  2. Zitat:
    "Die Hamas hat die Wahl gewonnen"

    Warum erwähnen sie nicht daß die Hamas als sie an der Macht war kurz darauf geputscht hat (wie Hitler übrigends) und laufend Berichte erscheinen daß jedem der sich gegen die Hamas offen stellt oder verdächtigt wird, als Warnung ins Knie geschossen wird. Getreu Stalins Motto: Bestrafe einen, erziehe hundert. Warum verteidigen sie eine Diktatur in Gaza? Wann findet die nächste demokratische Wahl in Gaza statt? Keine in Aussicht? Ausser nebenan im verhassten Israel, wo sogar Araber im Parlament (Kneset) und Verfassungsgericht vertreten sind.

  3. ...ist das Nahostproblem ja schneller gelöst als Herr Obama sich träumen lässt.

  4. rm
    Die sind so radikal geworden, weil man sie radikalisiert!
    Zur Information: es gibt ein Buch "Hamas" von einer deutschen Professorin, die an der Uni Birzeit (bei Jerusalem) lehrt (leider fällt mir gerade der Name nicht ein), da kann man sich genau über die Wahl informieren.

  5. Zitat:
    Die sind so radikal geworden, weil man sie radikalisiert

    Sie meinen Helga Baumgarten. Ich war unter anderm in Ulm und Stuttgart auf ihren Vorträgen. Ihre Message ist simpel: Der Jud ist schuld. Sie sollten mal auf Google "Hamas TV" eingeben, da war Göbbels ein Waisenknabe dagegen. Aber selbst solch übelste antisemitische Hetze wird rechtfertigt - Zitat meines Pfarrers im Christl-islamischen Dialog "Wie müssen die Palis unterdrückt werden, damit sie so etwas schlimmes tun müssen." Lesen sie mal die Charta der Hamas welche sich auf die Protokolle der Weisen von Zion beruft und zu Terror gegen Israel aufruft. [...]

    [Gekürzt. Bitte seien Sie vorsichtig mit solchen Aussagen. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

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