Piraterie Somalia will Seeräuber an Land jagen
Der somalische Außenminister Mohamed Abdullahi Omar will Piraten an Land bekämpfen. Allerdings fehlen seiner Regierung die Mittel dazu, beklagte er vor der UN.
"Es wäre viel einfacher, kostengünstiger und weniger kompliziert, das Problem an Land anzugehen", erläuterte Omar bei den Vereinten Nationen in New York. Ihm lägen Informationen vor, wo sich die Seeräuber verschanzen. Allerdings fehlen ihm die entsprechenden Mittel.
50 Millionen Doller haben somalische Piraten im vergangenen Jahr durch Lösegelder eingemommen. Nach Einschätzungen Omars würde ein Drittel des Betrages ausreichen, um den Kampf gegen Piraten zu finanzieren. Eine gut ausgerüstete Küstenwache könne außerdem berufliche Perspektiven für junge Männer in Somalia bieten, die sonst eine Karriere als Freibeuter begönnen.
"Die Piraten halten das ganze Land als Geisel", beklagte Omar. Nahrungsmittel und Medikamente seien um 20 bis 30 Prozent teuerer geworden, weil sich kein Frachter mehr traue, Waren anzuliefern. Derzeit befinden sich 14 Schiffe in Gefangenschaft der Piraten, sowie 200 Besatzungsmitglieder.
Immer mehr somalische Männer entscheiden sich, als Piraten fremde Schiffe zu kapern. Als Reaktion darauf patroullieren internationale Kriegsschiffe vor der somalischen Küste. Das Landesinnere ist tief zerstritten: Seit 1991 existiert keine funktionierende Zentralregierung mehr.
- Datum 30.05.2009 - 17:25 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Eine höchst fragwürdige Behauptung!
So etwas wie einen funktionierenden Staat gibt es im Bürgerkriegsland Somalia nicht einmal. Somalia als solches ist umstritten, von einem einheitlichen Wollen kann keine Rede sein, es ist vielmehr fraglich, ob im politischen Sinne überhaupt noch von Somalia die Rede sein kann, oder nicht eher von diversen Gruppen in Somalia (im rein geographischen Sinne) gesprochen werden sollte.
Auch erscheint der im obigen Artikel nur oberflächlich angedeutete Zustand des Landes in einem anderen Licht, wenn man weitere Quellen zu den Hintergründen der Konflikte mit einbezieht. Dann zeigt sich nämlich, dass die sogenannte Piratengefahr vielleicht nur ein Nebenkriegsschauplatz eines größer angelegten Szenarios sein könnte; quasi das innenpolitische Feigenblatt der Bundesregierung, um der eigenen Bevölkerung das Führen eines größer angelegten Stellvertreterkrieges schmackhaft zu machen, in dem die eine Bürgerkriegspartei gegen die andere unterstützt wird, um Eritreia, Iran und anderen Staaten eins auszuwischen:
http://www.german-foreign...
Sollte das stimmen, wären die aufgebauschten Seeräubergeschichten Teil eines perfiden Plans, den Souverän über die wahren Absichten seiner Eliten hinwegzutäuschen.
Es wäre an der Zeit, dass die Zeit aufwacht und selbst recherchiert, anstatt sich auf das Wiederkäuen von dpa-Meldungen, Interessensverlautbarungen vereinzelter Reeder und die Propaganda von Bundeswehr-Presseoffizieren zu verlassen. Sollte es berechtigte Interessen Deutschlands in Somalia geben, so wären diese auch zu diskutieren, und nicht hinter verschlossenen Türen zu beklüngeln, um dann unter (anti-) Piratenflagge beschlossen und durch kriegerische oder waffenschmuggelnde Aktionen heimlich mitumgesetzt zu werden.
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