Mysteriöse Leiche "Rosa Luxemburg wurde nie begraben"
Der Leiter der Berliner Rechtsmedizin, Michael Tsokos, hat an seinem Institut eine Jahrzehnte alte Wasserleiche gefunden. Er hält sie für die echte Rosa Luxemburg. Ein Interview mit dem Pathologen
Alles begann mit einer unidentifizierten Wasserleiche, die seit Jahrzehnten im Institut für Rechtsmedizin der Berliner Charité liegt. Ohne Kopf, ohne Hände und Füße – und ohne einen Zettel dran, woher dieser Körper stammt und wann er gefunden wurde.
Für eine Ausstellung über die Geschichte der Rechtsmedizin hatte Institutsleiter Michael Tsokos Anfang 2007 den Fundus durchstöbert. Dabei entdeckte er die getrocknete und dadurch mumifizierte Wasserleiche einer Frau.
Genau wie die Leiche hatten auch Gerüchte am Institut die Jahrzehnte überdauert: Angeblich soll es sich bei der Toten um Rosa Luxemburg handeln, die 1919 nach ihrer Ermordung aus dem Berliner Landwehrkanal gefischt wurde.Doch wer ist die Tote, die offiziell als Rosa Luxemburg obduziert und auf dem Friedhof Berlin-Friedrichsfelde begraben wurde? ZEIT ONLINE sprach mit Michael Tsokos über seine Vermutung.
ZEIT ONLINE: Herr Professor Tsokos, wie sind Sie überhaupt auf die mysteriöse Wasserleiche gestoßen?
Michael Tsokos: Die Leiche liegt seit etwa 90 Jahren hier am Institut herum. Früher war es Usus, Leichen aus interessanten oder ungeklärten Fällen aufzubewahren. Damals konnte man Befunde noch nicht gut fotografieren und auf diese Weise archivieren – deshalb hob man die Leichen für eventuelle weitere Untersuchungen auf.
ZEIT ONLINE: Wie sind sie darauf gekommen, dass ausgerechnet diese Tote Rosa Luxemburg sein könnte? Deren Leiche wurde doch 1919 geborgen, obduziert und begraben?
Michael Tsokos: Nach meinen Recherchen bin ich mir sicher, dass die damals obduzierte und begrabene Tote nicht Rosa Luxemburg war. Als ich durch Gerüchte am Institut auf den Gedanken kam, dass es sich bei unserer Wasserleiche um die ermordete Revolutionärin handeln könnte, habe ich mir den Obduktionsbericht aus dem Jahr 1919 besorgt. Obwohl bekannt ist, dass Rosa Luxemburg zunächst niedergeschlagen und dann durch einen Kopfschuss getötet wurde, konnten die Pathologen keine Spuren eines Einschusses finden. Außerdem wurde die Leiche bei der Leichenschau nicht als Rosa Luxemburg identifiziert – lediglich vor Beginn der rechtsmedizinischen Untersuchung fällt der Name der Revolutionärin. Die litt an einer angeborenen Hüftverschiebung, wodurch ihre Beine unterschiedlich lang waren. Auch davon steht in dem Obduktionsbericht von 1919 nichts.
- Datum 08.01.2010 - 17:45 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, 29.5.2009 - 16:52 Uhr
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aus politischen Gründen. Auch das ist in einer bürgerlichen Demokratie möglich (gewesen...!).
ist alles moeglich , wioe man jeden tag sieht , wenn man genau hinschaut.
ist alles moeglich , wioe man jeden tag sieht , wenn man genau hinschaut.
ist alles moeglich , wioe man jeden tag sieht , wenn man genau hinschaut.
und kommt nicht wieder!
Hier mal ein paar Zitate die wohl den Verehrern nicht bekannt sind:
„Wer sich dem Sturmwagen der sozialistischen Revolution entgegenstemmt, wird mit zertrümmerten Gliedern am Boden bleiben.“
Der Aufruf zum „Bürgerkrieg“ habe zum Standardrepertoire ihrer Schriften gehört. „Widerstand“ müsse „mit eiserner Faust und rücksichtsloser Energie gebrochen werden“, forderte Luxemburg. Als sie 1918 die Genossen dazu aufrief, „eine Welt zu erobern“, propagierte sie mit Blick auf ihre „Feinde“: „Daumen aufs Auge und Knie auf die Brust.“ Zu den Feinden gehörten der Präsident der jungen Demokratie, Friedrich Ebert, und der spätere Ministerpräsident Philipp Scheidemann. Für Luxemburg waren die Sozialdemokraten „Zuchthäusler, die überhaupt nicht in eine anständige Gesellschaft hineingehören“. Sie seien die „infamsten und größten Halunken, die in der Welt gelebt haben“. Diese Verbalaggression war keine Ausnahme. SPD-Gründer August Bebel nannte die Frau eine „Giftmischerin“.
http://www.focus.de/polit...
[Bitte mäßigen Sie Ihre Ausdrucksweise und argumentieren Sie sachlich mit der nötigen Pietät/ Redaktion; svb]
war eine jüdin und sozialistin.
das war der grund für ihre ermordung.
nur unmenschen freuen sich über die ermordung einer person.
Zu einer etwas differenzierteren Argumentation empfehle ich Ihnen die von der Konrad-Adenauer-Stiftung herausgegebene Schrift: <"Die Linke" Stellen>, verfasst von Dr. Rudolf van Hüllen. Der Verfasser studierte Politische Wissenschaft, Jura und Neuere Geschichte an der Universität Bonn. Er schloss mit Magister Artium ab und promovierte bei Prof. Dr. Karl Dietrich Bracher zu einem Thema der Parteienforschung. Nach Tätigkeit in der politischen Bildung war er von 1987 bis 2006 Referent/Referatsleiter beim Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln.
Ich bin mal gespannt, wieviel wir daraus demnächst auch in der ZEIT genießen dürfen. Nebenbei gesagt: was würden unsere unabhängigen Medien wohl verlautbaren, wenn "Die Linke" eine Argumentation für den Wahlkampf von einem EX-Stasimitarbeiter verfassen lassen würde?
Tatsächlich ans Herz legen möchte ich allen, die eins haben, aber diesen Text von Rosa Luxemburg . Dazu den Kommentar von Karl Kraus:
"Schmach und Schande
jeder Republik, die dieses im deutschen Sprachbereich einzigartige
Dokument von Menschlichkeit und Dichtung nicht allem Fibel- und
Gelbkreuzchristentum zum Trotz zwischen Goethe und
Claudius in ihre Schulbücher aufnimmt und nicht zum Grausen
vor der Menschheit dieser Zeit der ihr entwachsenden Jugend
mitteilt, daß der Leib, der solch eine hohe Seele umschlossen
hat, von Gewehrkolben erschlagen wurde. Die ganze lebende
Literatur Deutschlands bringt keine Träne wie die dieser
jüdischen Revolutionärin hervor und keine Atempause wie die
nach der Beschreibung der Büffelhaut: »und die ward zerrissen«."
Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate sind nie brauchbar, erst recht nicht wenn man die damaligen Lebensumstände nicht berücksichtigt- und es gibt sicherlich auch bessere Quellen als das konservative Schmierblatt "Focus"
Zugegeben, die von Ihnen sorgfältig ausgewählten Stellen lesen sich heute etwas deftig, aber gerade in Bezug auf die SPD muss man Rosa Luxemburg prophetische Kräfte attestieren, denn Schröder, Schilly, Steinmeier und Müntefehring waren noch nicht einmal geboren, als sie ermordet wurde.
war eine jüdin und sozialistin.
das war der grund für ihre ermordung.
nur unmenschen freuen sich über die ermordung einer person.
Zu einer etwas differenzierteren Argumentation empfehle ich Ihnen die von der Konrad-Adenauer-Stiftung herausgegebene Schrift: <"Die Linke" Stellen>, verfasst von Dr. Rudolf van Hüllen. Der Verfasser studierte Politische Wissenschaft, Jura und Neuere Geschichte an der Universität Bonn. Er schloss mit Magister Artium ab und promovierte bei Prof. Dr. Karl Dietrich Bracher zu einem Thema der Parteienforschung. Nach Tätigkeit in der politischen Bildung war er von 1987 bis 2006 Referent/Referatsleiter beim Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln.
Ich bin mal gespannt, wieviel wir daraus demnächst auch in der ZEIT genießen dürfen. Nebenbei gesagt: was würden unsere unabhängigen Medien wohl verlautbaren, wenn "Die Linke" eine Argumentation für den Wahlkampf von einem EX-Stasimitarbeiter verfassen lassen würde?
Tatsächlich ans Herz legen möchte ich allen, die eins haben, aber diesen Text von Rosa Luxemburg . Dazu den Kommentar von Karl Kraus:
"Schmach und Schande
jeder Republik, die dieses im deutschen Sprachbereich einzigartige
Dokument von Menschlichkeit und Dichtung nicht allem Fibel- und
Gelbkreuzchristentum zum Trotz zwischen Goethe und
Claudius in ihre Schulbücher aufnimmt und nicht zum Grausen
vor der Menschheit dieser Zeit der ihr entwachsenden Jugend
mitteilt, daß der Leib, der solch eine hohe Seele umschlossen
hat, von Gewehrkolben erschlagen wurde. Die ganze lebende
Literatur Deutschlands bringt keine Träne wie die dieser
jüdischen Revolutionärin hervor und keine Atempause wie die
nach der Beschreibung der Büffelhaut: »und die ward zerrissen«."
Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate sind nie brauchbar, erst recht nicht wenn man die damaligen Lebensumstände nicht berücksichtigt- und es gibt sicherlich auch bessere Quellen als das konservative Schmierblatt "Focus"
Zugegeben, die von Ihnen sorgfältig ausgewählten Stellen lesen sich heute etwas deftig, aber gerade in Bezug auf die SPD muss man Rosa Luxemburg prophetische Kräfte attestieren, denn Schröder, Schilly, Steinmeier und Müntefehring waren noch nicht einmal geboren, als sie ermordet wurde.
war eine jüdin und sozialistin.
das war der grund für ihre ermordung.
nur unmenschen freuen sich über die ermordung einer person.
Zu einer etwas differenzierteren Argumentation empfehle ich Ihnen die von der Konrad-Adenauer-Stiftung herausgegebene Schrift: <"Die Linke" Stellen>, verfasst von Dr. Rudolf van Hüllen. Der Verfasser studierte Politische Wissenschaft, Jura und Neuere Geschichte an der Universität Bonn. Er schloss mit Magister Artium ab und promovierte bei Prof. Dr. Karl Dietrich Bracher zu einem Thema der Parteienforschung. Nach Tätigkeit in der politischen Bildung war er von 1987 bis 2006 Referent/Referatsleiter beim Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln.
Ich bin mal gespannt, wieviel wir daraus demnächst auch in der ZEIT genießen dürfen. Nebenbei gesagt: was würden unsere unabhängigen Medien wohl verlautbaren, wenn "Die Linke" eine Argumentation für den Wahlkampf von einem EX-Stasimitarbeiter verfassen lassen würde?
Tatsächlich ans Herz legen möchte ich allen, die eins haben, aber diesen Text von Rosa Luxemburg . Dazu den Kommentar von Karl Kraus:
"Schmach und Schande
jeder Republik, die dieses im deutschen Sprachbereich einzigartige
Dokument von Menschlichkeit und Dichtung nicht allem Fibel- und
Gelbkreuzchristentum zum Trotz zwischen Goethe und
Claudius in ihre Schulbücher aufnimmt und nicht zum Grausen
vor der Menschheit dieser Zeit der ihr entwachsenden Jugend
mitteilt, daß der Leib, der solch eine hohe Seele umschlossen
hat, von Gewehrkolben erschlagen wurde. Die ganze lebende
Literatur Deutschlands bringt keine Träne wie die dieser
jüdischen Revolutionärin hervor und keine Atempause wie die
nach der Beschreibung der Büffelhaut: »und die ward zerrissen«."
Wirklich anrührend, der Brief an Sonja Liebknecht.
An einer Stelle schreibt Rosa Luxemburg: Die Gedichte Georges sind schön;
Meint sie Stefan George?
Wirklich anrührend, der Brief an Sonja Liebknecht.
An einer Stelle schreibt Rosa Luxemburg: Die Gedichte Georges sind schön;
Meint sie Stefan George?
Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate sind nie brauchbar, erst recht nicht wenn man die damaligen Lebensumstände nicht berücksichtigt- und es gibt sicherlich auch bessere Quellen als das konservative Schmierblatt "Focus"
das hat mir gefallen :-)
das hat mir gefallen :-)
Wirklich anrührend, der Brief an Sonja Liebknecht.
An einer Stelle schreibt Rosa Luxemburg: Die Gedichte Georges sind schön;
Meint sie Stefan George?
(...) Du kamst beim prunk des blumigen geschmeides ·
Ich sah dich wieder bei der ersten mahd
Und unterm rauschen rötlichen getreides
Wand immer sich zu deinem haus mein pfad.
(...)
Quelle:
Stefan George: Der siebente Ring. Gesamt-Ausgabe der Werke, Band 6 / 7, Berlin 1931, S. 88-89.
Das ganze Gedicht hier
(...) Du kamst beim prunk des blumigen geschmeides ·
Ich sah dich wieder bei der ersten mahd
Und unterm rauschen rötlichen getreides
Wand immer sich zu deinem haus mein pfad.
(...)
Quelle:
Stefan George: Der siebente Ring. Gesamt-Ausgabe der Werke, Band 6 / 7, Berlin 1931, S. 88-89.
Das ganze Gedicht hier
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