Staatsbürgschaften Opel-Rettung heizt Debatte um Staatshilfen an
Nach der vorläufigen Rettung des Autobauers macht sich die SPD nun auch für den angeschlagenen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor stark. Die Union hält vehement dagegen
Die Politik könne nicht so tun, als ginge sie die Entwicklung bei Arcandor nichts an, sagte SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier. Es gehe um immerhin 50.000 Arbeitsplätze, sagte Steinmeier der Bild am Sonntag.
SPD-Chef Franz Müntefering wurde noch deutlicher: Die von Arcandor geforderte Staatsbürgschaft scheine ihm "notwendig und zukunftsträchtig". "Wir werden versuchen, Arcandor/Karstadt zu helfen." Der SPD-Vorsitzende fügte im Tagesspiegel am Sonntag zur Begründung hinzu: "Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur industrielle Arbeitsplätze retten, sondern auch solche im Dienstleistungsbereich und Arbeitsplätze für Frauen."
Dagegen warnten Unionspolitiker und Industrievertreter vor einem Ausufern der Staatshilfen und vor Wettbewerbsverzerrungen. Hessens Ministerpräsident Roland Koch, der sich im Fall Opel noch stark für eine staatliche Rettungsaktion eingesetzt hatte, sagte, bei einer Bürgschaft für Arcandor sei er "sehr skeptisch". Der Konzern verfüge über ein gesundes, profitables Touristikgeschäft. "Hier dürfen nicht Vermögenswerte der Eigentümer auf Kosten des Steuerzahlers geschont werden", sagte der CDU-Vize.
Auch DIHK-Chef Hans-Heinrich Driftmann warnte vor Wettbewerbsverzerrungen. Für ein "Ausufern" der Finanzspritzen gebe es kein Verständnis beim Mittelstand. Der Staat dürfe nicht "weitere Systemfehler" begehen. "Politik darf nicht durch Politikmarketing ersetzt werden", sagte Driftmann.
Arcandor will eine Bürgschaft über 650 Millionen Euro und einen Kredit der staatlichen Förderbank KfW über 200 Millionen Euro. Die Koalition hatte ursprünglich festgelegt, dass sich staatliche Hilfe auf Firmen beschränken sollte, die durch die Finanzkrise in Not geraten sind.
Wirtschaftsprüfer gegen Staatshilfe
Müntefering sagte dagegen, es gebe kein Lehrbuch für die Krise. "Wir müssen Firmen, die aus System- und grundsätzlichen Gründen relevant sind, zu stabilisieren versuchen." Der Bürgschaftsausschuss des Bundes hat bislang keine Entscheidung getroffen. Er will sich in der kommenden Woche erneut mit der Frage befassen. Nach einem Medienbericht sollen Wirtschaftsprüfer der Bundesregierung in einer Stellungnahme von Hilfen für Arcandor abgeraten haben.
Der Chef des Handelskonzerns Metro, Eckhard Cordes, kämpft nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) in Berlin weiter gegen Staatshilfe für den Konkurrenten seiner Kaufhof-Kette. Der Manager werde sich demnächst mit SPD-Politikern treffen, um für seine Argumente für eine privatwirtschaftliche Lösung zu werben. Sein Plan für eine Deutsche Warenhaus AG, in der die Karstadt-Häuser aufgehen sollten, werde weniger als 5000 Stellen kosten, heißt es dem Blatt zufolge in den internen Plänen der Metro. Auch mit Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick werde sich Cordes noch vor der Entscheidung über die Gewährung einer Bürgschaft zu einem weiteren Gespräch treffen.
- Datum 01.06.2009 - 08:56 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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noch eine Sturmflut kommt und jeder Wattwurm bekommt, ähnlich wie 2002, ein neues Häuschen vom Staat geschenkt ?
Die Kriterien der Bundesregierung. welche die hinzugezogenen Experten zugrunde legen, sind für den vorsitzenden Greis der SPD nicht maßgeblich. Wann, wenn nicht jetzt, ist ist diesem Herrn die rote Karte zu zeigen. Hoffentlich fällt den politisch Verantwortlichen etwas ein, damit dieser Geistesriese wohlverdient privatisieren kann.
D.R.
wenn die Debatte über die politisch Verantwortlichen endlich mal begänne.
Wenn endlich mal öffentlich breit diskutiert würde, wie es möglich ist, daß ein Asmussen, der an vorderster Front für die Deregulierung kämpfte - mit den bekannten Folgen - nun als einer der Chefsanierer auftreten kann, mit dem ebenfalls bekanntem Ergebnis, daß die HerrenDamen sich auf Kosten der Gesellschaft gesundstoßen.
Aber was machen wir mit Schröder, Clement, Müller, ... eine sehr lange Liste?
Und was machen wir mit den Bertelsmännern, all den Stiftungen und Instituten, mit den gekauften Medien?
Der Sauerländer ist doch eine reine Fußnote, jeder mit seiner mentalen Grundausstattung konnte diesen miesen Job machen
wenn die Debatte über die politisch Verantwortlichen endlich mal begänne.
Wenn endlich mal öffentlich breit diskutiert würde, wie es möglich ist, daß ein Asmussen, der an vorderster Front für die Deregulierung kämpfte - mit den bekannten Folgen - nun als einer der Chefsanierer auftreten kann, mit dem ebenfalls bekanntem Ergebnis, daß die HerrenDamen sich auf Kosten der Gesellschaft gesundstoßen.
Aber was machen wir mit Schröder, Clement, Müller, ... eine sehr lange Liste?
Und was machen wir mit den Bertelsmännern, all den Stiftungen und Instituten, mit den gekauften Medien?
Der Sauerländer ist doch eine reine Fußnote, jeder mit seiner mentalen Grundausstattung konnte diesen miesen Job machen
Die SPD betreibt durchsichtigen Wahlkampf auf Kosten des Steuerzahlers. Die angeschlagenen Firmen sind nicht zu retten, das ist die traurige Wahrheit! Eine solche Politik ist auch nicht fortschrittlich und letztlich nicht sozial. Statt endlich in Zukunftsindustrien zu investieren, wird das Geld unverantwortlich massenweise verplempert. Opel ist bis zur Bundestagswahl "gerettet" mit Verlust von tausenden Stellen. Danach wird dichtgemacht!
Das alles nützt der Belegschaft nichts; ein anständiger Sozialplan ist besser.
rheinelbe
wenn die Sozen erstmal wieder an der alleinigen politischen Macht waren, nur noch Ruinen von den Industriebetrieben der Republik übriggeblieben sein werden, in denen noch einige Freiwillige die Ecken ausfegen. Gefördert werden nur noch Betriebe, die sich im Schulterschluss mit den Genossen befinden - und da marktwirtschaftlich prinzipiell nix laufen soll, werden das alles Scheinfirmen, die solange noch florieren, solange andere Betriebe noch Steuergeld verdienen. Das geht wirklich wie bei den Heuschrecken, GM + Arcandor flattern dahin, wo sich noch intakte Wirtschaftsstrukturen zeigen. Wenn allerdings dann nix mehr kaputtzufressen ist, dann sind GM + Arcandor mit dem Latein wirklich am Ende.
Bitte, liebe SPD, denkt auch einmal an die Zukunft dieses Landes und der Menschen die hier leben! Wir haben jetzt schon einen Berg voller Schulden. Jetzt das Geld mit beiden Händen aus dem Fenster zu werfen ist unverantwortlich. Schließt endlich wieder die Staatsschatulle und betreibt keinen Wahlkampf auf Kosten zukünftiger Generationen!
die Mehrwertsteuer Anfang nächsten Jahres bei 25% liegen wird, der Staat sich nur noch um den Autobahnbau kümmern wird und ein Kärtchen für die Strassenbahn wird endgültig soviel kosten wie früher ein Taxi, die Bankenbürgschaften werden fällig, die Bahn wird für ein Zehntel des Preises verramscht, die Wasserwerke gleich mit, und die Inflation wird bei 5-6 Prozent liegen ? Ich will ja wirklich nicht schwarzmalen, aber nach dieser momentanen Umverteilungsorgie nach Oben wird dem Staat auf Jahre nichts mehr übrigbleiben, als hinter jeden normalen Menschen einen Geldeintreiber zu stellen, der ihm jeden obsoleten Pfennig aus der Tasche zieht.
Führende "Wirtschaftsweise" sagen, wenn auch hinter vorgehaltener Hand, dass die Inflation zweistellig wird. Noch Fragen, Kienzle?
Führende "Wirtschaftsweise" sagen, wenn auch hinter vorgehaltener Hand, dass die Inflation zweistellig wird. Noch Fragen, Kienzle?
Alle Nase lang eröffnen neue Einkaufsgallerien oder Einzelfilialen, der notorisch expandierenden Marken (H&M, Esprit, Media Markt etc.), die Kunden der alteingesessenene Warenhausketten wie Karstadt abziehen. Na und? Wenn sie ihre Kunden nicht halten können, gehen sie halt unter, das ist der Lauf der Dinge. Es sei denn der Staat murkst rein...
ein paar Milliarden Bürgschaft für 25000 Arbeitsplätze, 800Mio für 50000, Wenn allen, die betroffen sind geholfen werden soll, mit soviel kann doch gar nicht gebürgt werden. Das ist doch verrückt. Wenn das jetzt so weitergeht dann bürgt der Staat irgendwann noch für jeden weil er wegen der Krise keine Arbeit findet.
ein paar Milliarden Bürgschaft für 25000 Arbeitsplätze, 800Mio für 50000, Wenn allen, die betroffen sind geholfen werden soll, mit soviel kann doch gar nicht gebürgt werden. Das ist doch verrückt. Wenn das jetzt so weitergeht dann bürgt der Staat irgendwann noch für jeden weil er wegen der Krise keine Arbeit findet.
ein paar Milliarden Bürgschaft für 25000 Arbeitsplätze, 800Mio für 50000, Wenn allen, die betroffen sind geholfen werden soll, mit soviel kann doch gar nicht gebürgt werden. Das ist doch verrückt. Wenn das jetzt so weitergeht dann bürgt der Staat irgendwann noch für jeden weil er wegen der Krise keine Arbeit findet.
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