USA Der Kampf um das höchste Richteramt
In den USA ist ein erbitterter Streit um die Nominierung einer liberalen Richterin für das Oberste Gericht ausgebrochen. Die amerikanischen Rechten wollen sie verhindern

© Pete Souza/The White House via Getty Images
Der Präsident und seine Wunschkandidatin für den Supreme Court: Barack Obama und die New Yorker Richterin Sonia Sotomayor
Als Barack Obama am Dienstag die New Yorker Richterin Sonia Sotomayor – energisch, liberal und lateinamerikanischer Herkunft – zu seiner Kandidatin für den Supreme Court ausrief, wusste er, dass ab sofort die politische Schlacht losgehen würde. Denn nichts erhitzt Amerikas Parteien mehr als die Nachfolgeregelung für das Oberste Gericht. Kaum fiel der Name Sotomayor, klatschten die Linken euphorisch und mobilisierten die Rechten nach einer Schrecksekunde sogleich ihre Kampftruppen.
Wer immer im Weißen Haus regiert, versucht den Supreme Court in seinem Sinne umzuformen. Denn hier werden am Ende viele große politische Streitfragen entschieden: Etwa das Schicksal der Guantánamo-Gefangenen oder das Recht auf Abtreibung, das Recht auf Ehe für Schwule und Lesben oder die Frage, ob Regierung und Kongress in Washington den 50 Bundesstaaten Grenzwerte für Emissionen vorschreiben dürfen.
Höchstens 150 Fälle nimmt das Gericht pro Jahr zur Entscheidung an. Die meisten davon sind sterbenslangweilig. Aber bei vier bis fünf geht es um den Kern der Verfassung und um Amerikas Selbstverständnis. Derzeit stehen im Supreme Court vier rechte Richter vier linken gegenüber. Der neunte im Bunde, der gemäßigt konservative Richter Kennedy, spielt immer wieder das Zünglein an der Waage. Weil Sonia Sotomayor einen linken Richter ersetzt, würde ihre Wahl diese Gewichtung nicht durcheinander wirbeln.
Warum also der Streit? Weil die Richter grundsätzlich auf Lebenszeit ernannt werden – und deshalb für sehr lange Zeit die Weichen stellen können, weit über die Amtszeit des sie berufenden Präsidenten hinaus. Die 54jährige Sonia Sotomayor könnte, wenn sie gesund bleibt und nicht irgendwann in den Ruhestand will, nahezu ewig amtieren. Der älteste Richter am Supreme Court ist derzeit 89.
George W. Bush hatte die Chance, mehrere Richter nominieren zu können und wählte relativ junge und äußerst konservative. Sie werden lange Einfluss ausüben. Jetzt ist Obama an der Reihe und wird wahrscheinlich nach und nach die vier Linken ersetzen können, die zum Teil alt und krank sind. Sonia Sotomayor soll im Rahmen dieser Verjüngungskur den Anfang machen.
Deshalb kramen die Republikaner und ihnen nahe stehende Gruppen seit diesem Dienstag jedes Urteil, jeden Artikel und jede Rede hervor, auf der Suche nach irgendeiner Äußerung, aus der sich ein Strick drehen ließe. Denn manchmal wird tatsächlich ein Strick daraus.
Es herrscht wieder erbitterter Wahlkampf in Amerika. Demokraten wie Republikaner sammeln Millionen von Dollar, schalten Anzeigen und Fernsehspots. Sie richten Stäbe ein, sammeln Material über die Kandidatin und üben für die große Schlacht im Senat, denn der muss am Ende "Ja" zum Vorschlag des Präsidenten sagen.
- Datum 28.05.2009 - 11:01 Uhr
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- Serie opi
- Quelle ZEIT ONLINE
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... sich die Cons über eine liberale Richterwahl aufregen und sturmlaufen. Der Zusammensetzung im Supreme Court tut dies jedoch nur gut!
Man darf die Debatte nicht überbewerten.
...aber auch nicht unterschätzen!
Denn auch in den USA lassen sich Mehrheiten gerne durch Geldspenden, Anzeigenschaltungen und entsprechende Medienpolitik "überzeugen"...
Wie steht die Kandidatin eigentlich zu Guantanamo, Waterboarding und dem Nahen Osten!?
Das mit dem Geld ist so eine Sache, denn oft bekommt der Sieger das Geld und nicht das Geld den Sieger.
Ist wie mit dem CO2. Es korreliert zwar mit der globalen Erwärmung, die Frage, ob es Ursache oder Folge ist, ist damit aber nicht beweisbar.
Das mit dem Geld ist so eine Sache, denn oft bekommt der Sieger das Geld und nicht das Geld den Sieger.
Ist wie mit dem CO2. Es korreliert zwar mit der globalen Erwärmung, die Frage, ob es Ursache oder Folge ist, ist damit aber nicht beweisbar.
Das mit dem Geld ist so eine Sache, denn oft bekommt der Sieger das Geld und nicht das Geld den Sieger.
Ist wie mit dem CO2. Es korreliert zwar mit der globalen Erwärmung, die Frage, ob es Ursache oder Folge ist, ist damit aber nicht beweisbar.
warum die Mitglieder des US-Supremecourt auf Lebenszeit ernannt werden.
Viele von denen sind schon mit 75 so ga-ga, dass sie kaum noch wichtige Zusammenhaenge verstehen und so viel ich weiss, kommen viele von den 80-jaehrigen auch kaum noch ins Buero. Abert es sind schon schicke Jobs mit schoenem Gehalt, Rente, Fahrer, Privatsekretraer, Berater, Urlaub, vollkasko private Krankenversicherung. Und an Ueberarbeitung ist bisher auch keiner gestorben. Eher aus Langerweile.
? Könnten Sie Ihre Auffassung ggf mit einigen Fakten untermauern? Welcher der 9 Richter ist gaga? Der älteste der Richter, John Paul Steves, ist 88 und ist keinesfalls gaga und nicht mehr in der Lage, wichtige Zusammenhänge zu verstehen; er ist vielmehr bemerkenswert klar im Kopf, was Sie etwa hieran ersehen können:
http://www.law.cornell.ed...
oder hieran:
http://www.supremecourtus...
Auch wäre es interessant, zu wissen, welche die "viele" der 80-jährigen sind, die nicht mehr ins Büro kommen?Stevens ist der einzige 80-jährige unter den Richtern.
Fazit: etwas mehr Substanz bitte, bevor man mit Vorwürfen kommt.
? Könnten Sie Ihre Auffassung ggf mit einigen Fakten untermauern? Welcher der 9 Richter ist gaga? Der älteste der Richter, John Paul Steves, ist 88 und ist keinesfalls gaga und nicht mehr in der Lage, wichtige Zusammenhänge zu verstehen; er ist vielmehr bemerkenswert klar im Kopf, was Sie etwa hieran ersehen können:
http://www.law.cornell.ed...
oder hieran:
http://www.supremecourtus...
Auch wäre es interessant, zu wissen, welche die "viele" der 80-jährigen sind, die nicht mehr ins Büro kommen?Stevens ist der einzige 80-jährige unter den Richtern.
Fazit: etwas mehr Substanz bitte, bevor man mit Vorwürfen kommt.
"Eine Garantie für bessere Entscheidungen ist dieses andere Leben dennoch nicht. Im Supreme Court sitzt dafür sogar ein Beispiel: Thomas Clarence, der einzige schwarze Richter."
Ich finde diese Aussage etwas unklar. Deuten Sie hiermit eine Bewertung der Arbeit von Clarence Thomas an? Womöglich eine negative?
In den USA werden Gesetze im Kongress verabschiedet und vor Gericht lediglich angewandt. Clarence Thomas ist diesem Prinzip stärker verpflichtet als die anderen acht Richter. Es ist nicht Aufgabe eines Richters, die Politik in einem bestimmten Sinne zu beeinflussen.
Die Sorge der Konservativen ist, dass die "Empathie" Sotomayors sich auf bestimmte Bevölkerungsgruppen (Minderheiten) erstreckt, während andere (womöglich Weisse) von ihr ausgeschlossen sind. Sotomayor hat selbst bereits in diesem "empathischen" Sinne Recht gesprochen, siehe Ricci vs. DeStefano: http://www.slate.com/id/2...
Dies ist jedoch im Widerspruch zum 14-ten Verfassungszusatz. Wenn im Juni dieser Fall vom Supreme Court behandelt wird, wird Clarence Thomas höchstwahrscheinlich im Sinne der Verfassung entscheiden, also anders als Sotomayor damals im Circuit court. Die amerikanische Linke wird meinen, dass dies nicht im Interesse der Minderheit ist, der Thomas selbst angehört.
Sie spielen in den USA bereits eine große Rolle. Sie gelten allerdings als konservativ, also wählen eher Republikaner als Demokraten
? Könnten Sie Ihre Auffassung ggf mit einigen Fakten untermauern? Welcher der 9 Richter ist gaga? Der älteste der Richter, John Paul Steves, ist 88 und ist keinesfalls gaga und nicht mehr in der Lage, wichtige Zusammenhänge zu verstehen; er ist vielmehr bemerkenswert klar im Kopf, was Sie etwa hieran ersehen können:
http://www.law.cornell.ed...
oder hieran:
http://www.supremecourtus...
Auch wäre es interessant, zu wissen, welche die "viele" der 80-jährigen sind, die nicht mehr ins Büro kommen?Stevens ist der einzige 80-jährige unter den Richtern.
Fazit: etwas mehr Substanz bitte, bevor man mit Vorwürfen kommt.
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