Tabakkonsum WHO will mit Ekelfotos auf Zigarettenpackungen warnen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO ruft dazu auf, mehr abstoßende Fotos von Geschwüren am Zahnfleisch, Lungentumoren und Raucherbeinen auf Zigarettenpackungen zu drucken.

Zum Weltnichtrauchertag am Sonntag rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nationale Gesundheitsbehörden auf, Zigarettenpackungen mit schockierenden Bildern zu versehen. Die drastischen Bilder würden nach Überzeugung der WHO viele Menschen vom Rauchen abhalten.

Die Tabakindustrie gebe Unsummen aus, um ein tödliches Produkt in eine ansprechende Verpackung zu stecken. "Erfahrungen in aller Welt zeigen, dass warnende Bilder Raucher zum Aufhören animieren und Nichtraucher davon abhalten, mit dem Rauchen anzufangen", sagte Shint Young-Soo, WHO-Regionaldirektor für die Region Westpazifik. "Das ist eine einfache und günstige Art, die Menschen aufzuklären und den Tabakkonsum zu senken."

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Tabak sei das einzige Produkt der Welt, das zum Tod führe, wenn es so benutzt werde, wie der Hersteller es empfehle, schreibt die WHO. Weltweit sterben nach ihren Angaben mehr als fünf Millionen Raucher pro Jahr an ihrer Sucht - mehr Menschen, als durch Aids, Malaria und Tuberkulose zusammen. Wenn nicht mehr gegen das Rauchen unternommen werde, sterben in 20 Jahren möglicherweise jedes Jahr acht Millionen Menschen an den Folgen, 80 Prozent davon in Entwicklungsländern.

 
Leser-Kommentare
  1. nur so süchtig werden, dass man nichts dagegen hat, an der Sucht zu sterben? So stark ist die Droge, dass man sogar den Tod gerne in Kauf nimmt, nur um das Gehirn zu belohnen.

    Menschen sind wirklich seltsam. Das Suchtpotenzial dieser Droge ist schon extrem, und sollte jedem denkenden Menschen zu viel des Guten sein.

    • Lodda
    • 28.05.2009 um 11:37 Uhr

    "...sollte jedem denkenden Menschen zu viel des Guten sein."

    Das Problem ist leider, dass die Sucht zu einem veränderten Denken führt, dass sich selbst nicht mehr angemessen be-denken kann. Das macht es so schwierig, als Raucher das Phänomen des Rauchens "neutral" in den Blick zu nehmen. Außerdem stirbt man ja erst nach Jahrzehnten, da ist der akute Belohnungseffekt einfach stärker als das weit, weit entfernte Ende. Bis es dann eines Tages so weit ist...

  2. So kann ich beweisen, dass der einstündige Aufenthalt in einem Straßencafé an einer Kreuzung durch die Autoabgase eine 100 mal höhere Lungenkrebsquote verursacht als 10000 Zigaretten, welche man aber in dieser kurzen Zeitspanne nicht rauchen kann.
    Auch der Finanzminister setzt weiter auf die Hilfe der Raucher, denn woher soll er denn sonst die 14 Milliarden im Haushalt eingestellten Euro aus der Tabaksteuer hernehmen, ganz zu schweigen von den armen Tabakanbauern im Badischen, wenn sie keine EU-Subventionen mehr erhalten.
    Schreckensbilder halten die Menschen nicht vom Rauchen ab, genau so wenig, wie Totenköpfe auf Wodkaflaschen das Komasaufen verhindern würden. Zu Zeiten, als Rauchen zum gesellschaftlichen Leben gehörte,
    müssen ja ganze Generationen an Lungenkrebs gestorben sein.
    Das ist jetzt aber keine Werbung fürs Rauchen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und sollte seine Mitmenschen nicht durch Rauchen belästigen. Aber diese Doppelmoral, einerseits mit den Einnnahmen aus der Tabaksteuer zu rechnen und andererseits davor zu warnen ist auch nicht gerade überzeugend. Im Übrigen kann man, wenn man sich aus "Nichtrauchereinrichtungen" vor die Tür begibt, recht interessante Menschen kennenlernen: Ärzte, Fußballtrainer, Künstler, Oberbürgermeister und mich.

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    • bediuk
    • 26.01.2010 um 14:24 Uhr

    ...dass die WHO mit den Einnahmen der Tabaksteuer rechnet, so wie Sie das hier annehmen ;)

    • bediuk
    • 26.01.2010 um 14:24 Uhr

    ...dass die WHO mit den Einnahmen der Tabaksteuer rechnet, so wie Sie das hier annehmen ;)

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    • 26.01.2010 um 14:24 Uhr

    ...dass die WHO mit den Einnahmen der Tabaksteuer rechnet, so wie Sie das hier annehmen ;)

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