Studienbeginn Universität versus Fachhochschule
Wo jemand am besten studieren soll, hängt von seinen Neigungen ab. Unis sind praxisferner als Fachhochschulen – selbst im Bachelor
Fast 400 Hochschulen gibt es in Deutschland. Daher fällt es Studierenden oft schwer, sich für eine zu entscheiden. Wer sich für Fächer rund um Technik, Wirtschaft oder Sozialwesen interessiert, muss zudem wissen: Ist für mich ein Studium an der Universität oder an einer Fachhochschule (FH) das Richtige?
Experten raten, sich zunächst zu fragen: Interessiert mich vor allem die Praxis oder auch der theoretische Hintergrund eines Faches? In ihren Sprechstunden gehörten solche Neigungen zu den wichtigsten Kriterien, sagt Irene Vogt, Abiberaterin der Berliner Arbeitsagentur. Wenn Schüler ganz genau wissen wollen, in welchem Beruf sie nach einem bestimmten Studium arbeiten werden, "kann das ein Zeichen dafür sein, dass sie eher zur Fachhochschule gehen sollten". Dort seien die Fächer stärker auf die spätere Arbeitswelt zugeschnitten. Studiengänge wie Veranstaltungsmanagement oder Verpackungstechnik bilden speziell für bestimmte Branchen aus.
In den Lehrveranstaltungen geht es an der FH stärker um anwendbares Wissen, während an der Universität ein größerer Teil des Studiums auf die theoretische Bildung sowie auf umfangreiche natur- und technikwissenschaftliche Grundlagen entfällt. Insgesamt ist die Ausbildung an der Universität in der Tiefe anspruchsvoller, sagt Vogt. Daher könne auch der Blick auf die Schulnoten aufschlussreich sein: "Mit den Anforderungen an der Universität kommt besser klar, wer vor allem in Deutsch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften sehr gute Zensuren hatte." Trotzdem ist es nicht selten so, dass Fachhochschulen wegen ihrer Beliebtheit höhere NCs haben als Unis.
Zum Studium an der Fachhochschule gehören häufiger Praxisprojekte oder Abschlussarbeiten in der Wirtschaft. "Oft besteht ein enger Kontakt zwischen Lehrenden und regionalen Unternehmen", sagt Reinhard Thümer, Präsident der Beuth-Hochschule für Technik in Berlin. Die Hochschule hieß noch vor zwei Monaten Technische Fachhochschule (TFH). Doch in Berlin wie auch in vielen anderen Bundesländern haben die Fachhochschulen die Silbe "Fach-" in ihrem Namen abgelegt, weil sie international nicht verständlich sei.
Der starke Branchenbezug der Fachhochschulen ergebe sich auch aus dem Werdegang ihrer Wissenschaftler, sagt Thümer: "Im Gegensatz zur Universität müssen Professoren an Fachhochschulen fünf Jahre Berufspraxis nachweisen." Das verändere ihre Denkweise und ihre fachlichen Schwerpunkte: "An den Unis wird eher Grundlagenforschung betrieben, bei uns geht es darum, wo man das Wissen anwenden kann."
Ein Beispiel aus der Beuth-Hochschule: Zoobesucher sollen auf ihr Handy Informationen über die Tiere erhalten. Studierende an der Fachhochschule fragen dann: Wie kann man den Service so benutzerfreundlich gestalten, dass auch die Großmutter oder ihr Enkelkind das Infoprogramm bedienen können? "An der Universität würde man sich eher mit den mathematischen Grundlagen, beispielsweise der benötigten Kapazität eines zentralen Rechners befassen", erklärt Thümer.
Neben den fachlichen Unterschieden könnten Lehrorganisation und Betreuung wichtige Faktoren für Studienbewerber auf der Suche nach der richtigen Hochschule sein. Befragungen zeigen, dass FH-Studenten ihren Studienablauf als stärker reglementiert empfinden: 78 Prozent geben im "Studierendensurvey" der Konstanzer Arbeitsgruppe Hochschulforschung an, ihr Studium sei "völlig" oder "überwiegend" durch Verlaufspläne oder Studienordnungen festgelegt. An der Universität sehen das weniger als zwei Drittel der befragten Studenten so.
- Datum 28.05.2009 - 10:22 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE, Tagesspiegel
- Kommentare 11
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







Der verlinkte Test ist nicht gerade brilliant. Je zwei Antworten pro Frage - sehr polarisierend. Ausführliche Fragen und Antworten - durchschaubar suggestiv. Außerdem bezieht sich auch noch jede erste Antwort auf die Uni, jede zweite auf die FH. Also irgendwie hilft einem sowas nicht, sich selbst besser einschätzen und die richtige Wahl treffen zu können.
Der Artikel stellt aber eine schöne und gute Gegenüberstellung dar!
1. In der Tat, der Test ist nicht gut. M.A. geht er von einem ganz traurigen Menschenbild aus. Es scheint, als solle derjenige, der Angst vor selbständigem Arbeiten und autodidaktischem Lernen hat, besser kapitulieren anstatt sich diese in der heutigen Arbeitswelt immer lebenswichtiger werdende Fähigkeit anzueignen (selbst wenn es Mühe kostet). Ähnliches gilt auch für andere Fertigkeiten. Des weiteren sind die Fragen suggestiv gestellt: Natürlich sollen Aufgaben klar gestellt sein. Wenn sie das an der Uni nicht sind, hat dies auch damit zu tun, dass man sie sich nicht selten selbst aussuchen, erstellen und gestalten kann. Und: Wer nicht alleine lernen will, kann auch an der Uni in Lerngruppen lernen. Der einzige Unterschied ist, dass man das selbst organisieren muss. Des weiteren: Man läuft an der FH größere Gefahr, etwas machen zu müssen, was einen nicht interessiert, als an der Uni. Warum? Weil die Wahlfreiheit an der Uni bekanntlich größer ist.
2. Der Test und ein bisschen weniger auch der Text legen implizit ein Studium an der FH nahe. Das ist der falsche Vorschlag!!! Steht die Entscheidung zwischen einer Ausbildung und einem FH-Studium, sollte man lieber letzteres nehmen. Steht die Entscheidung zwischen einem FH- und einem Uni-Studium, dann sollte man auf jeden Fall letzteres nehmen, selbst wenn es etwas härter ist. Ja, man muss kämpfen, aber wer das Kämpfen nicht gelernt hat, wird in der zukünftigen Gesellschaft nicht weit kommen. Wer nicht über seinen Tellerrand schauen kann, der wird sich am Ende der Reihe wiederfinden. Wer sich nur mitziehen lassen will, wird ein Opfer der zunehmenden Lohnspreizung. Um selbständiges Arbeiten und Denken kommt man weder im Berufsleben noch in einer demokratischen Gesellschaft herum. Der einzige Einwand sind übertrieben hohe Durchfallquoten an Unis in bestimmten Studiengängen (z.B. Ingenieurswissenschaften). Wer hier nicht genial ist, sollte das FH-Studium nehmen, damit er wenigstens etwas hat. Aber man wird sich oft weiter hinten einreihen müssen. Für diese Ehrlichkeit danke ich dem Artikel.
Letztlich kann ich die Option einer eingeschränkten ("fokussierenden") Fachbezogenheit nicht verstehen. Wie soll man denn vollwertiges Mitglied der Gesellschaft sein, wenn man nie über den Tellerrand hinausschaut. Die Vögel pfeifen es doch von den Dächern, dass zunehmend weniger Fachidioten gebraucht werden. Bevor man einem Schüler zum FH-Studium rät, sollte man diese Eingeschränktheit (des freien Denkens) an den FHs abschaffen und ihnen die gleiche wissenschaftliche Freiheit wie Unis geben. Die Fehler der Unis müssen dabei nicht wiederholt werden.
Ja, auf diese Sprachregelung hat man sich im Laufe der Jahre geeinigt, damit auch wirklich niemand sich herabgesetzt fühlt: die Unterschiede zwischen Universität und Fachhochschule laufen politisch korrekt formuliert darauf hinaus, dass an den Unis die leidige "Theorie" vermittelt wird, und an den FHs die "Praxis". Das ist eine überaus freundliche Umschreibung der Tatsache, dass (zumindest in den naturwissenschaftlichen Fächern) an den Unis weit mehr Wert auf das Verstehen der Hintergründe, zum Beispiel der mathematischen Grundlagen eines Faches gelegt wird.
Und entsprechend sind die Anforderungen an die Studierenden eben just hinsichtlich des theoretischen Verständnisses, hinsichtlich des abstrakten Denkens an den Universitäten in der Regel höher -- Ausnahmen gibt es durchaus.
Natürlich muss nicht jeder die Hintergründe und die wirklich tiefen Grundlagen seines Berufsfelds verstanden haben: zum Beispiel braucht der Webseiten-Programmierer nicht wirklich in der Lage zu sein, den Computer zu konstruieren, den er benutzt, er muss nicht verstehen, welche mathematischen Modelle die Halbleiter beschreiben, aus denen sich die Hardware zusammensetzt. Aber wenn er genau das lernt, was man hier und heute für einen Beruf braucht, also das, was heute "Praxis" ist, dann ist seine "Bildungskapital" eben sehr beschränkt. Oft bleibt man dann eben auch ein Mitarbeiter, der weniger Entwicklungsperspektiven hat.
Natürlich kann auch ein/e FH-Absolvent(in) Vorstandsvorsitzende(r) werden, schon deutlich seltener wird er/sie mal Spitzen-Wissenschaftler. In beiden Fällen hat das aber nur indirekt mit der Frage Uni oder FH zu tun, sondern mit den unterschiedlichen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften der Menschen, und der Frage, an welche Bildungseinrichtung man sich wendet, und wo man mit bestimmten Voraussetzungen hinsichtlich Vorbildung und Leistungsfähigkeit bestehen kann. Wenn man gerade knapp durchs Abitur geschlittert ist, dann wird man in aller Regel eben in Harvard nicht wirklich glücklich.
Die FH ist -- ich vereinfache und pauschalisiere hier -- eine Ausbildungsanstalt für den "Mittelbau" in Industrie und Wirtschaft, und die Uni eine Einrichtung, in der man das Rüstzeug für die Spitzenpositionen bekommt -- jedoch keineswegs eine Freikarte dafür. Wer der geborene Praktiker ist, vielleicht sogar der geborene mittelständische Unternehmer, kann an der Uni unter Umständen gnadenlos scheitern - und umgekehrt. Es kreist also letztlich immer wieder um die Feststellung, dass die Menschen verschieden sind. Und natürlich muss man genau genommen wieder stark differenzieren zwischen den einzelnen Fächern: Wirtschaftswissenschaften sind anders als Ingenieurwissenschaften sind anders als pädagogische Fächer und so weiter.
Schamhaft umschrieben wird meist die Tatsache, dass ein FH-Studium und ein Uni-Studium im jeweils gleichen Fach unterschiedliche Anforderungen stellen: sie sind in aller Regel unterschiedlich schwierig, und auch die Abläufe sind deutlich verschieden.
"Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." - Kurt Lewin
Wird hier doch recht deutlich, die Hierarchie
Drei Jahre UNI DR
Ein Jahr UNI MA
Ein Jahr FH Master
Drei Jahre UNI BA
Drei Jahre FH BA
Drei Jahre Ausbildung im Betrieb
Der FH-Mensch darf nicht ohne Weiteres Doktorieren und steht in der Hierarchie immer unter dem Uni-Absolventen. Der Ausgebildete darf auch nach X Jahren Beurfserfahrung nicht provomieren und steht damit hierarchisch immer unter den Akademikern. Muss mir mal jemand erklären.
Klar, es gibt Stufen in unserem Bildungssystem. Wenn alles gerecht zugeht, dann muss jeder auf jede Stufe gelangen können -- wenn er sich entsprechend qualifiziert hat. Und natürlich wird es umso schwieriger, je höher man kommen will. Und deswegen sind relativ wenige ganz oben, in der Mitte relativ viele und in einem funktionierenden Bildungssystem (das wir hier in D nicht haben!) wieder wenige ganz unten. Die entscheidende Frage ist: kann jeder bei entsprechender Eignung und unabhängig von Herkunft und Vermögen überall hinkommen?
Natürlich darf der Ausgebildete promovieren. Wenn er, wie jeder andere Doktorand auch das entsprechende Studium durchlaufen hat, und zwar in aller Regel ein Universitätsstudium. Warum? Weil wie der Artikel ja auch schon sagt, auf der Uni halt die theoretischen Grundlagen vermittelt werden, die man zwingend braucht, um wissenschaftlich etwas Neues, Besseres zuwege zu bringen. Der Festkörperphysiker braucht halt - zwingend - das Verständnis schwieriger mathematisch-statistischer Modelle, der Historiker braucht das jahrelange Studium vieler Texte und Quellen. Ich weiss sogar von Profs, die am Anfang eine Lehre in einem Betrieb gemacht und sich "hochgearbeitet" haben.
Dahinter steht immer und immer wieder der Grundsatz, dass es Berufe mit unterschiedlichen Anforderungen gibt, und es gilt (zu Recht) das Prinzip, dass man sich für die Übernahme von Verantwortung vorher spezifisch qualifiziert haben muss. Sie möchten ja vermutlich auch nicht im Krankenhaus von einem Krankenpfleger am Herzen operiert werden, nur weil der zuvor zwanzig Jahre lang bei solchen Operationen mitgewirkt hat. Es geht also nicht um Privilegien, sondern um Qualifikation.
Wenn wir keine Hierarche einbauen, wird der zur Faulheit neigende Mensch immer den leichtesten Weg gehen. Und das ist definitiv nicht gewünscht. Wir brauchen nicht nur Leute, die Handys nachbauen können (FH) oder Handys verkaufen können (Ausbildung) sondern auch Leute die den UMTS algorithmus entwerfen (Dr. )...
______________________________________________________________________
"Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewißheit ist eine absurde."
"Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen"
- Voltaire
Klar, es gibt Stufen in unserem Bildungssystem. Wenn alles gerecht zugeht, dann muss jeder auf jede Stufe gelangen können -- wenn er sich entsprechend qualifiziert hat. Und natürlich wird es umso schwieriger, je höher man kommen will. Und deswegen sind relativ wenige ganz oben, in der Mitte relativ viele und in einem funktionierenden Bildungssystem (das wir hier in D nicht haben!) wieder wenige ganz unten. Die entscheidende Frage ist: kann jeder bei entsprechender Eignung und unabhängig von Herkunft und Vermögen überall hinkommen?
Natürlich darf der Ausgebildete promovieren. Wenn er, wie jeder andere Doktorand auch das entsprechende Studium durchlaufen hat, und zwar in aller Regel ein Universitätsstudium. Warum? Weil wie der Artikel ja auch schon sagt, auf der Uni halt die theoretischen Grundlagen vermittelt werden, die man zwingend braucht, um wissenschaftlich etwas Neues, Besseres zuwege zu bringen. Der Festkörperphysiker braucht halt - zwingend - das Verständnis schwieriger mathematisch-statistischer Modelle, der Historiker braucht das jahrelange Studium vieler Texte und Quellen. Ich weiss sogar von Profs, die am Anfang eine Lehre in einem Betrieb gemacht und sich "hochgearbeitet" haben.
Dahinter steht immer und immer wieder der Grundsatz, dass es Berufe mit unterschiedlichen Anforderungen gibt, und es gilt (zu Recht) das Prinzip, dass man sich für die Übernahme von Verantwortung vorher spezifisch qualifiziert haben muss. Sie möchten ja vermutlich auch nicht im Krankenhaus von einem Krankenpfleger am Herzen operiert werden, nur weil der zuvor zwanzig Jahre lang bei solchen Operationen mitgewirkt hat. Es geht also nicht um Privilegien, sondern um Qualifikation.
Wenn wir keine Hierarche einbauen, wird der zur Faulheit neigende Mensch immer den leichtesten Weg gehen. Und das ist definitiv nicht gewünscht. Wir brauchen nicht nur Leute, die Handys nachbauen können (FH) oder Handys verkaufen können (Ausbildung) sondern auch Leute die den UMTS algorithmus entwerfen (Dr. )...
______________________________________________________________________
"Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewißheit ist eine absurde."
"Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen"
- Voltaire
Klar, es gibt Stufen in unserem Bildungssystem. Wenn alles gerecht zugeht, dann muss jeder auf jede Stufe gelangen können -- wenn er sich entsprechend qualifiziert hat. Und natürlich wird es umso schwieriger, je höher man kommen will. Und deswegen sind relativ wenige ganz oben, in der Mitte relativ viele und in einem funktionierenden Bildungssystem (das wir hier in D nicht haben!) wieder wenige ganz unten. Die entscheidende Frage ist: kann jeder bei entsprechender Eignung und unabhängig von Herkunft und Vermögen überall hinkommen?
Natürlich darf der Ausgebildete promovieren. Wenn er, wie jeder andere Doktorand auch das entsprechende Studium durchlaufen hat, und zwar in aller Regel ein Universitätsstudium. Warum? Weil wie der Artikel ja auch schon sagt, auf der Uni halt die theoretischen Grundlagen vermittelt werden, die man zwingend braucht, um wissenschaftlich etwas Neues, Besseres zuwege zu bringen. Der Festkörperphysiker braucht halt - zwingend - das Verständnis schwieriger mathematisch-statistischer Modelle, der Historiker braucht das jahrelange Studium vieler Texte und Quellen. Ich weiss sogar von Profs, die am Anfang eine Lehre in einem Betrieb gemacht und sich "hochgearbeitet" haben.
Dahinter steht immer und immer wieder der Grundsatz, dass es Berufe mit unterschiedlichen Anforderungen gibt, und es gilt (zu Recht) das Prinzip, dass man sich für die Übernahme von Verantwortung vorher spezifisch qualifiziert haben muss. Sie möchten ja vermutlich auch nicht im Krankenhaus von einem Krankenpfleger am Herzen operiert werden, nur weil der zuvor zwanzig Jahre lang bei solchen Operationen mitgewirkt hat. Es geht also nicht um Privilegien, sondern um Qualifikation.
Wenn wir keine Hierarche einbauen, wird der zur Faulheit neigende Mensch immer den leichtesten Weg gehen. Und das ist definitiv nicht gewünscht. Wir brauchen nicht nur Leute, die Handys nachbauen können (FH) oder Handys verkaufen können (Ausbildung) sondern auch Leute die den UMTS algorithmus entwerfen (Dr. )...
______________________________________________________________________
"Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewißheit ist eine absurde."
"Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen"
- Voltaire
Ob Uni oder FH ist letzlich nicht entscheidend. Die rein formalen Unterschiede wurden durch die Bologna Reform und KMK Konferenz beseitigt. So ist es bspw. mit Master möglich den höheren Dienst zu ergreifen und das egal ob FH oder Uni, dauert ja auch beides 10 Semester. Entscheidender sollte für Studenten die Wahl des richtigen Studienprogrammes sein, denn dort gibt es sowohl bei Unis als auch bei FHs qualitativ gute und schlechte. Auch muss ein Bachelor (Uni) nicht mit einem Master (Uni) enden. Ein Mix aus einem Teil FH und einem Teil Uni ist bereits jetzt Realität. In meinem Masterstudiengang (FH) hatten ca. 70% der Studenten ihren Bachelor an der Uni absolviert. Den Ausschlag für den Master an der FH gab alleine die fachliche Ausrichtung des Programms. Wer so aus seiner Uni Zeit noch Kontakte hat wird auch wenig Probleme haben, wenn er promovieren will. Die Schwarz Weiß Malerei zwischen FH und Uni ist somit in weiten Teilen nicht zutreffend.
Das ist - zumindest in der Tendenz - zutreffend: die Bologna-Reform und die Aktionen der KMK-Konferenz gehen eifrig in die Richtung, die _formalen_ (wohlgemerkt: formalen!) Unterschiede zwischen Uni und FH aufzuweichen. Ob das sinnvoll und "richtig" ist, ist eine ganz andere Frage, denn auf Uni und FH werden sehr unterschiedliche Dinge vermittelt. Beides hat seine Berechtigung, ganz klar, aber es ist halt nicht dasselbe. Und aus der Tatsache, dass der Master an Uni und FH in beiden Fällen 10 Semester dauert, kann ja nun auch nicht sehr viel geschlossen werden.
Wer wirklich promovieren will, sollte sich keine Illusionen darüber machen, dass er/sie es sehr schwer haben wird, an der Uni einen "Doktorvater" zu finden. Nicht etwa aus Gemeinheit gegenüber den FHs, sondern (ich wiederhole mich) weil ein Master (Uni) andere Dinge gelernt hat als ein Master (FH). Und das Promovieren ist halt die oberste Stufe in der Wissenschaftler-Laufbahn, nicht in der "Praktiker"-Laufbahn. Es geht beim Promovieren nicht darum, dass man mit genügend Geduld und Ehrgeiz genügend lange seinem Prof auf die Finger schaut, sondern das Promovieren ist eine Sache für die besten 5-10% eines Studentenjahrgangs (bestimmte Fächer, wo viel mehr promovieren mal ausgenommen, Sie wissen schon welche). Je tiefer und breiter das Wissen über die Hintergründe des Fachs ist (in der ZEIT wird das gern mal als "die Theorie" bezeichnet), umso leichter hat man es, aber es bleibt eine verdammt anstrengende Angelegenheit. Und weil das so ist, wird jeder potentielle Doktorvater sich fragen, warum der Bewerber von der FH denn nicht gleich den Uni-Master gemacht hat. Und was man dann ganz gewiss nicht hören möchte, ist, dass die Uni ja so furchtbar abstrakt und theorielastig und praxisfern ist.
Das ist - zumindest in der Tendenz - zutreffend: die Bologna-Reform und die Aktionen der KMK-Konferenz gehen eifrig in die Richtung, die _formalen_ (wohlgemerkt: formalen!) Unterschiede zwischen Uni und FH aufzuweichen. Ob das sinnvoll und "richtig" ist, ist eine ganz andere Frage, denn auf Uni und FH werden sehr unterschiedliche Dinge vermittelt. Beides hat seine Berechtigung, ganz klar, aber es ist halt nicht dasselbe. Und aus der Tatsache, dass der Master an Uni und FH in beiden Fällen 10 Semester dauert, kann ja nun auch nicht sehr viel geschlossen werden.
Wer wirklich promovieren will, sollte sich keine Illusionen darüber machen, dass er/sie es sehr schwer haben wird, an der Uni einen "Doktorvater" zu finden. Nicht etwa aus Gemeinheit gegenüber den FHs, sondern (ich wiederhole mich) weil ein Master (Uni) andere Dinge gelernt hat als ein Master (FH). Und das Promovieren ist halt die oberste Stufe in der Wissenschaftler-Laufbahn, nicht in der "Praktiker"-Laufbahn. Es geht beim Promovieren nicht darum, dass man mit genügend Geduld und Ehrgeiz genügend lange seinem Prof auf die Finger schaut, sondern das Promovieren ist eine Sache für die besten 5-10% eines Studentenjahrgangs (bestimmte Fächer, wo viel mehr promovieren mal ausgenommen, Sie wissen schon welche). Je tiefer und breiter das Wissen über die Hintergründe des Fachs ist (in der ZEIT wird das gern mal als "die Theorie" bezeichnet), umso leichter hat man es, aber es bleibt eine verdammt anstrengende Angelegenheit. Und weil das so ist, wird jeder potentielle Doktorvater sich fragen, warum der Bewerber von der FH denn nicht gleich den Uni-Master gemacht hat. Und was man dann ganz gewiss nicht hören möchte, ist, dass die Uni ja so furchtbar abstrakt und theorielastig und praxisfern ist.
Das ist - zumindest in der Tendenz - zutreffend: die Bologna-Reform und die Aktionen der KMK-Konferenz gehen eifrig in die Richtung, die _formalen_ (wohlgemerkt: formalen!) Unterschiede zwischen Uni und FH aufzuweichen. Ob das sinnvoll und "richtig" ist, ist eine ganz andere Frage, denn auf Uni und FH werden sehr unterschiedliche Dinge vermittelt. Beides hat seine Berechtigung, ganz klar, aber es ist halt nicht dasselbe. Und aus der Tatsache, dass der Master an Uni und FH in beiden Fällen 10 Semester dauert, kann ja nun auch nicht sehr viel geschlossen werden.
Wer wirklich promovieren will, sollte sich keine Illusionen darüber machen, dass er/sie es sehr schwer haben wird, an der Uni einen "Doktorvater" zu finden. Nicht etwa aus Gemeinheit gegenüber den FHs, sondern (ich wiederhole mich) weil ein Master (Uni) andere Dinge gelernt hat als ein Master (FH). Und das Promovieren ist halt die oberste Stufe in der Wissenschaftler-Laufbahn, nicht in der "Praktiker"-Laufbahn. Es geht beim Promovieren nicht darum, dass man mit genügend Geduld und Ehrgeiz genügend lange seinem Prof auf die Finger schaut, sondern das Promovieren ist eine Sache für die besten 5-10% eines Studentenjahrgangs (bestimmte Fächer, wo viel mehr promovieren mal ausgenommen, Sie wissen schon welche). Je tiefer und breiter das Wissen über die Hintergründe des Fachs ist (in der ZEIT wird das gern mal als "die Theorie" bezeichnet), umso leichter hat man es, aber es bleibt eine verdammt anstrengende Angelegenheit. Und weil das so ist, wird jeder potentielle Doktorvater sich fragen, warum der Bewerber von der FH denn nicht gleich den Uni-Master gemacht hat. Und was man dann ganz gewiss nicht hören möchte, ist, dass die Uni ja so furchtbar abstrakt und theorielastig und praxisfern ist.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren