Wirtschaftskrise Ureinwohner fühlen sich übergangen
Das Bekämpfen der Finanzkrise könnte zu Lasten von Ureinwohnern geschehen. Das befürchten die Delegierten des "Ständigen Forums der Ureinwohner".
Der Dachverband vertritt 370 Millionen Menschen weltweit, die noch den Traditionen ihrer Vorfahren folgen, ihre eigene Sprache sprechen und teils sogar in Reservaten leben. Das Ständige Forum kam in den vergangenen Tagen zu seiner siebten Jahreskonferenz in New York zusammen.
Die 2000 Delegierten waren besonders alarmiert über die Nachricht, dass die Weltbank in diesem Jahr 45 statt nur 15 Milliarden Doller für die Verbesserung von Infrastrukturen bereit stellen will. Diese Maßnahme, die auch eine Reaktion auf die Wirtschaftskrise ist, gefährde die Ureinwohner: Kanada wolle mit neuen Straßen beispielsweis eReservate durchkreuzen, von den Gebieten der Inuits könnten leichter Bodenschätzen abgetragen werden.
"Natürlich verstehen wir, dass zum Überleben der Wirtschaft etwas getan werden muss, nur darf das nicht auf Kosten der Ureinwohner sein und die Vertreibung oder Zerstörung ihres Landes zur Folge haben", so Victoria Tauli-Corpuz, die Vorsitzende des Forums.
- Datum 30.05.2009 - 19:20 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren