Ausländische Wissenschaftler Stipendien für München und Berlin sehr begehrt
Laut dem Hochschulranking der Humboldt-Stiftung haben ausländische Wissenschaftler ganz klare Präferenzen, wenn sie sich für eine deutsche Universität als Gastgeber entscheiden.
Das Hochschulranking untersucht die Popularität deutscher Universitäten bei ausländischen Nachwuchsforschern und Spitzenwissenschaftlern. Danach zieht es Naturwissenschaftler an die TU München und an zweiter Stelle an die Universität München. Platz drei belegt Heidelberg. In den Geistes-, Rechts- und Sozialwissenschaften entschieden sich die meisten Stipendiaten für die FU Berlin, dicht gefolgt von der Humboldt-Universität Berlin und der Universität München.
In den Lebenswissenschaften liegt die Universität München in Führung, ihr folgen die TU München und die Universität Freiburg. Beliebtester Gastgeber in den Ingenieurwissenschaften ist die TU Darmstadt, vor der TU Aachen und der Universität Stuttgart.
Die Humboldt-Stiftung ermöglicht jährlich 1900 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stipendiaten können sich selbst für eine Gastgeber-Hochschule entscheiden. Mit ihren ehemaligen Stipendiaten pflegt die Stiftung ein Netzwerk von weltweit rund 23.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 130 Ländern. Darunter sind 41 Nobelpreisträger.
- Datum 02.06.2009 - 16:02 Uhr
- Serie News
- Quelle ZEIT ONLINE, sp, dpa
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Es gab Zeiten, da haben sich amerikanische Studenten, die etwas auf sich hielten, ein Dreijahres-Stipendium geben lassen, um in Berlin, Leipzig oder München zu promovieren, da die an diesen Orten gemachten Abschlüsse mehr galten, als an Ihren Herkunftsuniversitäten wie Yale, Harvard und Princeton. Allein 30 solcher amerikanischen Studenten beispielsweise in Leipzig waren spätere Universiätspräsidenten in den Staaten. Die Kulturgeschichte der USA kommt heute nicht daran vorbei, die Zeit zwischen 1860 und 1910 besonders zu untersuchen, als tausende amerikanische Studenten in Deutschland studierten und wenn es nur für einige Semester war. Das besondere an diesen American Colony war, das hier Studierende aus allen Teilen der USA zusammen fanden und sich rege über Fragen der Wissenschaften und der akademischen Bildung austauschen konnten, sich die Studierenden sogar Gastredner zu diesen Themen aus den Staaten an ihre dt. Studienorte haben kommen lassen.
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